Das war der Bader. Aber nur der junge Riedel lachte; die anderen
schwiegen.
Heinrich ging durch die Stube zum Gemeindetisch.
»Ich bringe die Steuer,« sagte er leise und zählte den Betrag auf.
Der Gemeindeschreiber quittierte.
»Sechs Dreier und einen Hund!« sang in einer Ecke der Idiot. Es lachten
zwei. Aber Heinrich beachtete es nicht.
»Guten Abend!« sagte er, nahm das Steuerbuch und wandte sich zum Gehen.
Da trat ihm einer entgegen. Es war der alte, grauhaarige Hirsel-Bauer.
Er streckte ihm die Hand hin.
»Herr Raschdorf,« sagte er freundlich, »mögen Sie einen Schnaps mit mir
trinken?«
Heinrich war ganz erschrocken. Unschlüssig blickte er nach links und
rechts auf die vielen Leute und sagte dann stockend: »Nein, ich -- ich
muß Ihnen danken, Herr Hirsel! Gute Nacht!«
Und er drückte ihm flüchtig die Hand und ging schnell hinaus.
Kopfschüttelnd setzte sich der alte, freundliche Mann. Der Bader aber
sprang auf den Stuhl.
»Habt Ihr's gesehen? Das hat nu der Hirsel davon! Der Raschdorf und
ein'n Schnaps mit jemand trinken! Da müßt' a keen Raschdorf sein! Das
is un bleibt 'ne hochnäsige Bande!«