Da sagte der Alte beruhigt: „So, so, es ist ein gutes Instrument?“

Aber Baptist sprang ungeduldig auf, er kam sich vor, als säße er mit dem

ruhigen Alten in einer Schinderkammer. „Gehn wir! Zeigen Sie mir einen

Musikhändler, der sie vielleicht kauft,“ sagte er erregt.

Aber als die beiden draußen in der Gasse waren, hatte sich der Anfall,

der wie heißes Wasser über Baptist gestürzt war, wieder verlaufen. Sein

geschwächter Körper war übermüdet von der ungewohnten Freiheit, seine

Gedanken waren wie entfernt von ihm, wie abgetrieben. Sie lagen wie

vereinzelte Menschen auf großen Plätzen, faul und verloren und schlafend

in der Sonne einer rastenden Mittagsstunde.

Der Wirt schleppte ihn in einen kleinen dunklen Laden, in dem neben

allerlei Musikinstrumenten noch einige andere Sachen verkauft wurden;

ein kleiner Instrumentenmacher, der die Lage seines dunklen Winkels und

die Art seiner Kundschaft nützte.

Der Händler nahm die Geige und ging damit ans Fenster.

„Zehn Franken!“ sagte er.

Der Wirt erschrak. Baptist wandte gleichgültig ein: „Es ist eine

Aegidius Barzellini!“

„Nein, nein, Herr!“ entgegnete der Instrumentenmacher und Trödler, „es

ist eine Geige, weißt du!“

Baptist nahm die Geige sacht aus der Hand und bettete sie zärtlich in

den Kasten.

„Dann gehen wir wieder!“ sagte er zum Wirt.

„Zwölfeinhalb Franken!“ warf der Trödler dazwischen.

„Adieu!“ sagten die beiden und verließen den Laden.

Auf der Straße meinte Baptist: „Wir müssen in ein Musikgeschäft gehen,

in ein größeres Musikgeschäft.“

Als sie in der Kipdorpstraße in ein solches traten, begrüßte sie mit

verbindlichem Händereiben und Kopfnicken ein Kommis. Er nahm die Geige,

und tat, als zupfte und guckte er sachverständig dran herum.

Der Hafen(#76486) · 第 29 / 55 题