[^71]: Der Nil hat von Cairo bis Rosette auf einer Strecke von 59 Meilen
nur 4 Zoll Fall auf die Meile.
[^72]: Diese Steinbutter ist nicht zu verwechseln mit der Bergbutter,
einer salzigten Substanz, die aus der Zersetzung des Alaunschiefers
entsteht.
[^73]: Bucaro, vas fictile odoriferum. Man trinkt gerne aus diesen
Gefäßen wegen des Geruchs des Thons. Die Weiber in der Provinz
Alemtejo gewöhnen sich an, die Bucaroerde zu kauen, und sie
empfinden es als eine große Entbehrung, wenn sie dieses abnorme
Gelüste nicht befriedigen können.
[^74]: Maypurisch Nupa; die Missionäre sagen Nopo.
[^75]: S. Bd. III. Seite 356.
[^76]: Das Wort Tabak (tabacco) gehört, wie die Worte Savane, Mais,
Cazike, Maguey (Agave) und Manati (Seekuh), der alten Sprache von
Haiti oder St. Domingo an. Es bedeutete eigentlich nicht das Kraut,
sondern die Röhre, das Werkzeug, mittelst dessen man den Rauch
einzog. Es muß auffallen, daß ein so allgemein verbreitetes
vegetabilisches Produkt bei benachbarten Völkern verschiedene Namen
hatte.
[^77]: Die Spanier lernten den Tabak am Ende des sechzehnten
Jahrhunderts auf den Antillen kennen. Ich habe oben bemerkt (Bd. II.
Seite 320), daß der Anbau dieses narcotischen Gewächses um 120 bis
140 Jahre älter ist als die segensreiche Anpflanzung der Kartoffel.
Als Ralegh im Jahr 1586 den Tabak aus Virginien nach England
brachte, gab es in Portugal bereits ganze Felder voll davon.
[^78]: Die merkwürdige Stelle lautet bei Camden, Annal. Elizab. p. 143.
(1585) wie folgt: »Ex illo sane tempore (tabacum) usu cepit esse
creberrimo in Anglia et magno pretio, dum quamplurimi graveolentem
illius fumum per tubulum testaceum hauriunt et mox e naribus
afflant, adeo ut Anglorum corpora in barbarorum naturam degenerasse
videantur, quum iidem ac barbari delectentur.« Man sieht aus dieser
Stelle, daß man durch die Nase rauchte, während man am Hofe
Montezumas in der einen Hand die Pfeife hatte und mit der andern die
Nase zuhielt, um den Rauch leichter schlucken zu können.
[^79]: Sie hocken im Kreise umher; zuerst heult einer allein und dann
fallen die andern im selben Tone ein. Gerade so heulen die Rudel von
Alouatos, unter denen die Indianer den »Vorsänger« herauskennen,
(vgl. Bd. III. Seite 360). In Mexico wurde der stumme Hund
(Techichi) verschnitten, damit er fett werde, und dieß mußte zur
Veränderung des Stimmorgans des Hundes beitragen.
[^80]: S. Bd. III. Seite 67.
[^81]: S. Bd. II. Seite 412. III. 81.
[^82]: S. Bd. III. Seite 399.
[^83]: S. über den Rio Caura Bd. III. 158. IV. 117. 133. 142.
[^84]: S. Bd. III. Seite 114, 125.
[^85]: Die Hauptkirche von Santo Thome de la Nueva Guayana, gemeiniglich
Angostura, oder der Engpaß genannt, liegt nach meinen Beobachtungen
unter 8°8′11″ der Breite und 66°15′21″ der Länge.
[^86]: Trapiche, Eigenthum von Don Felix Fereras.
[^87]: Daß es eine Stadt Angostura gebe, erfuhr man in Europa durch den
Handel der Catalonier mit der China vom Rio Carony, welche die
heilkräftige Rinde der Bonplandia trifoliata ist. Da diese Rinde von
Nueva Guayana kam, so nannte man sie corteza oder cascarilla del
Angostura, cortex Angosturae. Die Botaniker wußten so wenig, woher
diese geographische Benennung rührte, daß sie Anfangs Angustura und
dann Augusta schrieben.
[^88]: Ich fand denselben 889 Toisen breit. S. Bd. III. Seite 83.
[^89]: S. Bd. III. Seite 25.
[^90]: Die Frucht der Carica Papaya.
[^91]: Man sollte es kaum glauben, daß während meines Aufenthalts in
Angostura die Gesammtvertheidigungsmittel der Provinz aus 7 lanchas
canoneras und 600 Mann aller Farben und Waffengattungen bestanden,
eingerechnet die sogenannten Garnisonen der vier Grenzforts, der
destacamentos von Nueva Guayana, San Carlos del Rio Negro, Guirior
und Cuyuni.
[^92]: Von Süd nach Nord auf 22 Breitegrade.
[^93]: Von West nach Ost auf 13 Längengrade.
[^94]: Im Jahr 1768 hatte Angostura nur 500 Einwohner. Eine im Jahr 1780
vorgenommene Zählung ergab 1513 (nämlich 455 Weiße, 449 Neger, 363
Mulatten und Zambos, 246 Indianer). Im Jahr 1789 war die Bevölkerung
auf 4590 und 1800 auf 6600 Seelen gestiegen. Der Hauptort der
englischen Colonie Demerary, die Stadt Stabrock, liegt nur 50 Meilen
südostwärts von der Mündung des Orinoco. Sie hat, nach Bolingbrok,
gegen 10,000 Einwohner.
[^95]: S. Bd. III. Seite 3.
[^96]: S. über diese Deltas von Nebenflüssen gegenüber den oceanischen
Deltas Bd. III. 6. IV. 47. 163.
[^97]: Das nahrhafte Satzmehl oder farine médullaire der Sagobäume
findet sich vorzugsweise bei einer Gruppe von Palmen, die Kunth
Calameen nennt; es kommt indessen auch in den Stämmen von Cycas
revoluta, Pheni farinifera, Corypha umbraculifera und Caryoa urens
vor und wird im indischen Archipel von diesen Bäumen gesammelt und
in den Handel gebracht. Der ächte asiatische Sagobaum (Sagus
Rumphii, oder Metroxylon Sagu, Roxburgh) gibt mehr Nahrungsstoff als
alle andern nutzbaren Gewächse. Von einem einzigen Stamm gewinnt man
im fünfzehnten Jahr zuweilen 600 Pfund Sago oder Mehl, (denn das
Wort Sagu bedeutet im amboinischen Dialekt Mehl). Crawfurd, der sich
so lange auf dem indischen Archipel aufgehalten hat, berechnet, daß
auf einem englischen Acre (4029 Quadratmeter) 435 Sagobäume wachsen
können, die über 8000 Pfund Mehl jährlich geben. Dieser Ertrag ist
dreimal so hoch als beim Getreide, und doppelt so hoch als bei der
Kartoffel in Frankreich. Die Bananen geben auf derselben Bodenfläche
noch mehr Nahrungsstoff als der Sagobaum.
[^98]: S. S. 70.
[^99]: Simeon Sisanites, ein Syrier, war der Stifter dieser Sekte. Er
brachte in mystischer Beschaulichkeit 37 Jahre auf fünf Säulen zu,
von denen die letzte 36 Ellen hoch war. Die Säulenheiligen, sancti
columnares, wollten auch in Deutschland, im Trierschen, ihre
luftigen Klöster einführen, aber die Bischöfe widersetzten sich
einem so tollen, halsbrecherischen Unternehmen.
[^100]: S. Seite 47.
[^101]: S. die oben entwickelte Theorie Bd. III. Seite 13.
[^102]: In Asien laufen der Ganges, der Buramputer und die
majestätischen indisch-chinesischen Flüsse dem Aequator zu. Die
ersteren kommen aus der gemäßigten Zone in die heiße. Der Umstand,
daß die Flüsse entgegengesetzte Richtungen haben (dem Aequator oder
den gemäßigten Erdstrichen zu), äußert Einfluß auf den Eintritt und
die Größe der Ueberschwemmungen, auf die Art und die
Mannigfaltigkeit der Produkte längs der Ufer, auf die größere oder
geringere Lebhaftigkeit des Handels, und, darf ich nach dem, was wir
über die Völker Egyptens, Meroes und Indiens wissen, wohl sagen, auf
den Gang der Cultur die Stromthäler entlang.
[^103]: S. Bd. III. Seite 370.
[^104]: Strabo, Lib. XVII. Diodorus Siculus Lib. I. c. 5.
[^105]: Etwa 40 bis 50 Tage nach dem Sommersolstitium.
[^106]: Etwa 80 bis 90 Tage nach dem Sommersolstitium.
[^107]: Der Apure für sich hat einen Fall von 13 Zoll auf die Seemeile.
S. Bd. III. Seite 49.
[^108]: S. Seite 113.
[^109]: Von Benedikt XIII. zum Bischof für die vier Welttheile (obispo
para los quatro partes del mundo) geweiht.
[^110]: Kleine Hochebenen zwischen den Bergen bei Upata, Cumamu und
Tupuquen scheinen über 150 Toisen Meereshöhe zu haben.
[^111]: El Dorado, d. h. el rey ó hombre dorodo. S. Bd. III. Seite 398.
[^112]: S. Bd. I. 329. II. 245. III. 366.
[^113]: S. Seite 194.
[^114]: S. Bd. III. Seite 352 ff.
[^115]: S. Seite 73.
[^116]: Dieß ist auch Walkenaers und Malte Bruns Ansicht.
[^117]: Carte de l’Amérique, dressé sur les observations de Mr. de
Humboldt, par Fried. Wien 1818.
[^118]: Diese periodischen Ueberschwemmungen des Rio Paraguay haben in
der südlichen Halbkugel lange dieselbe Rolle gespielt wie der See
Parime in der nördlichen. Hondius und Sanson ließen aus der Lugano
de los Xarayes den Rio de la Plata, den Rio Topajos (einen Nebenfluß
des Amazonenstroms), den Rio Tocantinos und den Rio de San Francisco
entspringen.
[^119]: Survilles See, der für den See Amucu steht.
[^120]: Der See, den Surville Laguna tenida hasta ahora por la Laguna
Parime nennt.
[^121]: S. Bd. III. Seite 392 ff.
[^122]: S. Seite 189 ff.
[^123]: S. Bd. III, Seite 356.
[^124]: Gerade wie im alten Reiche Meroe, in Tibet, und wie« der Dairi
und der Kubo in Japan.
[^125]: S. Bd. I. Seite 233
[^126]: Im Peruvianischen oder dem Oquichua (*Lengua del Inga) heißt
Gold Cori, woher Chichicori, Goldstaub, und Corikoya, Golderz
[^127]: S. Bd. III. Seite 61.
[^128]: S. Seite 222ff.
[^129]: S. Seite 226
[^130]: S. Bd. II. Seite 12.
[^131]: Gestorben im Jahr 1512, wie Munnoz aus Urkunden in den Archiven
von Simancas erwiesen hat.
[^132]: Auf den Karten, die dem Ptolemäus von 1506 beigegeben sind,
sieht man noch keine Spur von den Entdeckungen des Columbus.
[^133]: S. Seite 54.
[^134]: Es ist dieß der mexicanische Dorado, wo man auf den Küsten
Schiffe voll Waaren aus Catayo (China) gefunden haben wollte, und wo
Fray Marcos (wie Hutten im Lande der Omaguas) die vergoldeten Dächer
einer großen Stadt, einer der Siete Ciudades, von weitem sah. Die
Einwohner haben große Hunde, en los quales quando se mudan cargan su
menage. Spätere Entdeckungen lassen übrigens keinen Zweifel, daß
dieser Landstrich früher ein Mittelpunkt der Cultur war.
[^135]: Die große Achse des eigentlichen Sees Parime war von Ost nach
West gerichtet
[^136]: Im Werth von 65,878,000 Francs.
[^137]: Billarica liegt 650 Toisen hoch, aber das große Plateau der
Capitania Minas Geraes nur 300.
[^138]: S. Bd. II. Seite 366ff.
[^139]: S. Seite 192.
[^140]: Combretum guayca
[^141]: S. Bd. III. Seite 331.
[^142]: S. Bd. I. Seite 198, 216. II. 87, 389.
[^143]: Zu welcher Gattung gehören die Würmer (arabisch Loul), welche
Capitän Lyon, der Reisebegleiter meines muthigen, unglücklichen
Freundes Ritchie, in der Wüste Fezzan in Lachen gesunden, die von
den Arabern gegessen werden und wie Caviar schmecken? Sollten es
nicht Insekteneier seyn, ähnlich dem Aguautle, den ich in Mexico auf
dem Markt habe verkaufen sehen und der an der Oberfläche des Sees
Tezcuco gefischt wird?
[^144]: Nuestra Señora del Socorro del Cari, gegründet im Jahr 1761.
[^145]: Diese Missionäre nennen sich Padres Missioneros Observantes del
Colegio de la purissima Conception de propaganda fide en la Nueva
Barcelona.
[^146]: S. Bd. III. Seite 95.
[^147]: S. Bd. III. Seite 275, 378.
[^148]: Diese Skelette wurden im Jahr 1805 von Cortes gefunden. Sie sind
in einer Madreporen-Breccie eingeschlossen, welche die Neger sehr
naiv maçonne bon Dieu nennen, und die, neuer Formation wie der
italienische Travertin, Topfscherben und andere Produkte der
Menschenhand enthält. Dauxiou Lavaysse und Dr. König machten in
Europa zuerst diese Erscheinung bekannt, die eine Zeit lang die
Aufmerksamkeit der Geologen in Anspruch nahm
[^149]: Cicero de oratore. Lib. III. c. 12.
[^150]: Ich gebe hier einige Beispiele von diesem Unterschied zwischen
der Sprache der Männer (M) und der Weiber (W): Insel oubao (M),
acaera (W); Mensch ouekelli (M), eyeri (W); Mais ichen (M), atica
(W).
[^151]: Karte des Hondius von 1599, die der lateinischen Ausgabe von
Raleghs Reisebeschreibung beigegeben ist. In der holländischen
Ausgabe heißen die Llanos von Caracas zwischen den Gebirgen von
Merida und dem Rio Pao »Caribana.« Man sieht hier wieder, was so oft
in der Geschichte der Geographie vorkommt, daß eine Benennung
allmählig von West nach Ost gerückt wurde.
[^152]: Vespucci sagt: Se eorum lingua Charaibi, hoc est magnae
sapientiae viros vocantes.
[^153]: Wilhelm von Humboldt: »Urbewohner Hispaniens«, Seite 167.
[^154]: Wenn ich das Wort Autochthone brauche, so will ich damit
keineswegs aussprechen, daß die Völker hier geschaffen worden, was
gar nicht Sache der Geschichte ist, sondern nur so viel sagen, daß
wir von keinem andern Volke wissen, das älter wäre als das
autochthone.
[^155]: S.Bd. III. Seite 261. 275. 278. IV. 218.
[^156]: Ich führe als Beispiel nur eine vom berühmten Pater Camper
gezeichnete Tafel an: Viri adulti cranium ex Caraibensium insula
Sancti Vicenti in Museo Clinii asservatum, 1785.
[^157]: Dati erant in preaedam Caribes ex diplomate regio. Missus est
Johannes Poncius, qui Caribum terras depopuletur et in servitutem
obscoenos hominum voratores redigat. Anghiera, Decas. I. Lib. 1.
Dec. III. Lib. 6.
[^158]: Wilhelm von Humboldt, ȟber das vergleichende Sprachstadium in
Beziehung auf die verschiedenen Epochen der Sprachentwicklung.« (S.
13). S. auch Bd. II. Seite 28—47.
[^159]: S. Bd. III. Seite 275. 378. 393.
[^160]: Die Quippos oder Schnüre der Völker im obern Louisiana heißen
Wampum. Anghiera (Dec. III. Lib. 9.) erzählt einen sehr merkwürdigen
Fall, aus dem hervorzugehen scheint, daß die umherziehenden Caraiben
mit gebundenen Büchern, wie denen der Mexicaner und den unsern,
nicht ganz unbekannt waren. Der interessanten Entdeckung von
Bilderheften bei den Panos-Indianern am Ucayale habe ich anderswo
gedacht (Vues des cordilleres; T. I. pag. 72). Auch die Peruaner
hatten neben den Quippos hieroglyphische Malereien, ähnlich den
mexicanischen, nur roher. Bemalter Blätter bedienten sie sich seit
der Eroberung zum Beichten in der Kirche. Vielleicht hatte der
Caraibe, der, nach Anghieras Erzählung, tief aus dem Lande nach
Darien kam, Gelegenheit gehabt in Quito oder Cundinamarca ein
peruanisches Buch zu sehen. Ich brauche, wie die ersten spanischen
Reisenden, das Wort Buch, weil dasselbe keineswegs den Gebrauch
einer Buchstabenschrift voraussetzt.
[^161]: Bei den Huronen (Wiandots) und Natchez vererbt sich die oberste
Würde in der weiblichen Linie; nicht der Sohn ist der Nachfolger,
sondern der Sohn der Schwester oder der nächste Verwandte von
weiblicher Seite. Bei dieser Erbfolge ist man sicher, daß die
oberste Gewalt beim Blute des letzten Häuptlings bleibt; der Brauch
ist eine Gewähr für die Legitimität. Ich habe bei den königlichen
Dynastien auf den Antillen alte Spuren dieser in Afrika und
Ostindien sehr verbreiteten Erbfolge gefunden. »In testamentis autem
quam fatue sese habeant, intelligamus: ex sorore prima primogenitum,
si insit, reliquunt regnorum haeredem; sin minus, ex altera, vel
tertia, si ex secunda proles desit: quia a suo sanguine creatam
sobolem eam certum est. Filios autem uxorum suarum pro non legitimis
habent. Uxores ducunt quotquot placet. Ex uxoribus cariores cum
regulo sepeliri patiuntur. (Anghiera, Decas III. Lib. 9.)
[^162]: Diodorus Siculus. Lib. V. §. 56.
[^163]: »Die Caraiben sind ziemlich hübsch gewachsen und fleischigt; sie
sind aber nicht sehr liberal, denn sie essen gern Menschenfleisch,
Eidechsen und Krokodile.« (Description générale de l’Amérique par
Pierre d’Avity, Seigneur de Montmartin, 1660).
[^164]: Mithridates, Bd. III. Seite 685.
[^165]: Epistolae Lib. VIII. 8. Clitumnus non loci declivitate, sed ipsa
sui copia et quasi pondere impellitur.
[^166]: S. Bd. II. Seite 410.
[^167]: Im Jahr 1754 hatte das Dorf nur 120 Seelen.
[^168]: S. Bd. II. Seite 414.
[^169]: Mit diesem nicht gebräuchlichen Ausdruck bezeichne ich Linien,
welche durch die Punkte laufen, die mittelst Uebertragung der Zeit
bestimmt worden und somit von einander abhängig sind. Von der
zweckmäßigen Richtung dieser Linien hängt die Genauigkeit einer rein
astronomischen Aufnahme ab.
[^170]: Fray Jose de las Piedras.
[^171]: Kleine Plateaus, Bänke, die etwas höher liegen als die übrige
Steppe.
[^172]: Eine Art Hof, bestehend aus Schuppen, wo die hateros und peones
para et rodeo wohnen, d. h. die Leute, welche die halbwilden Pferde-
und Viehheerden warten oder vielmehr beaussichtigen.
[^173]: »Los Llanos son como un mar de yerbas.«
[^174]: S. Bd. I. Seite 51 ff.
[^175]: Die Fächerpalme, der guyanische Sagobaum.
[^176]: Berechnungen nach Karten in sehr großem Maßstab haben mir
Folgendes ergeben: Die Llanos von Cumana, Barceiona und Caracas vom
Delta des Orinoco bis zum nördlichen Ufer des Apure umfassen 7900
Quadratmeilen; die Llanos zwischen dem Apure und dem obern
Amazonenstrom 21,000; die Pampas nordwestlich von Buenos Ayres
40,000; die Pampas südwärts vom Parallel von Buenos Abtes 30,000.
Der Gesammtflächenraum der grasbewachsenen Llanos in Südamerika
beträgt demnach 98,900 Quadratmeilen (20 auf den Grad des
Aequators). (Spanien hat 16,200 solcher Quadratmeilen.) Die große
afrikanische Ebene, die sogenannte Sahara ist 194,000 Quadratmeilen
groß, die verschiedenen Oasen dazu gerechnet, aber nicht Bornu und
Darfur. (Das Mittelmeer hat nur 79,800 Quadratmeilen Oberfläche).
[^177]: S. Bd. III. Seite 54. 80. 83. 126. 145. 256. 303. IV. 148. 159.
[^178]: Kommen in Nordamerika nordwärts von den großen Seen Blöcke vor?
[^179]: S. Bd. II. Seite 90.
[^180]: La milagrosa imagen de Maria Santissima del Socorro, auch Virgen
del Tutumo genannt.
[^181]: S. Bd. I. Seite 212. IV. 350.
[^182]: S. Bd. II. Seite 298 ff. 318.
[^183]: Langsdorf (Wetterauisches Journal. Th I. Seite 254) hat diese
sehr merkwürdige physiologische Erscheinung zuerst bekannt gemacht.
Ich beschreibe sie hier, doch lieber lateinisch. — Coriaecorum gens,
in ora Asiae septentrioni opposita, potum sibi excogitavit ex succo
inebriante Agarici muscarii, qui succus (aeque ut asparagorum), vel
per humanum corpus transfusus, temulentiam nihilominus facit. Quare
gens misera et inops, quo rarius mentis sit suae, propriam urinam
bibit. identidem; continuoque mingens rursusqne hauriens eundem
succum (dicas, ne ulla in parte mundi desit. ebrietas) pauculis
agaricis producere in diem quintum temulentiam potest.
[^184]: S. Bd. I. Seite 62.
[^185]: Casa de Don Pasqual Martinez, nordwestlich vom großen Platz, an
dem ich vom 28. Jan bis 17. November 1799 beobachtet hatte. Alle
astronomischen Beobachtungen, so wie die über die Luftspiegelung,
nach dem 29. August 1800 sind im Hause Martinez angestellt. Ich
erwähne dieses Umstands, da er von Interesse seyn mag, wenn einmal
Einer die Genauigkeit meiner Beobachtungen prüfen will.
[^186]: S. Bd. I. Seite 252 ff.
[^187]: S. Bd. I. Seite 276.
[^188]: S. Bd. I. Seite 402.
[^189]: Croton argyrophyllus und C. marginatus
[^190]: S. Bd. I. Seite 203.
[^191]: S. Bd. II. Seite 187 ff.
[^192]: Observations astronomiques. T. I. p. XLIII. T. II. p. 7—10.
[^193]: Christoph Columbus hatte im Jahr 1503 den Caymanseilanden den
Namen Penascales de las tortugas gegeben, wegen der Seeschildkröten,
die er in diesem Striche schwimmen sah.