Sie fürchtete sich.
»Sprich nur das eine Wort, und ich gehe sofort zu meiner Frau. Ein Wort.
Heute abend ist alles perfekt. Siehst du denn nicht, daß er immer betrunken
ist? Meine Frau weiß, daß sie mir nicht gehören kann. Noch heute abend
. . .«
»Holen Sie Werner!« und sie entwand sich ihm. Hoffnungslosigkeit
bemächtigte sich ihrer. Werner! Werner! Er konnte ihre Schmerzensschreie
nicht hören. Er saß unbeweglich und eisig und trank. Er träumte von weißem
Flieder und roten Rosen, die er zu einem Strauß wand, und den er ihr zu
Füßen legen müßte. Blitzhell durchzuckten ihn einige Gedanken, aber er
kroch immer wieder in sich zusammen. Er dachte schließlich: Wozu etwas
abwenden, was ich verursacht. Verurteilt. Dem Henker ausgeliefert.
Da kam Sören und stotterte, er wolle ihn nach Haus begleiten. Er bat und
drängte, aber Werner ging nicht. Da ging der andere wieder fort.