Am 16. April, fast sechs Monate nach dem soeben beschriebenen Tage, kam
der Vater während des Unterrichts zu uns nach oben und teilte uns mit,
daß wir heute nacht mit ihm aufs Land, nach Hause fahren sollten. Mir
wurde bei dieser Nachricht beklommen ums Herz; meine Gedanken wandten
sich sofort der Mutter zu. Der Grund dieser unerwarteten Abreise war
folgender Brief:
Petrowskoie, 12. April.
»Soeben, erst um zehn Uhr abends, erhielt ich Deinen lieben Brief
vom 2. April, und meiner alten Gewohnheit gemäß beantworte ich ihn
sogleich. Fedor hatte ihn gestern aus der Stadt mitgebracht, da es aber
schon spät war, übergab er ihn Mimi erst heute morgen. Die behielt ihn
unter dem Vorwande, ich sei nicht wohl, den ganzen Tag. Allerdings
hatte ich heute etwas Fieber und, um Dir die Wahrheit zu sagen, bin ich
schon drei Tage nicht wohl und bettlägerig.
Erschrick bitte nicht, Liebling; ich fühle mich ziemlich gut, und wenn
Iwan Wassilitsch erlaubt, gedenke ich morgen aufzustehen.
Freitag voriger Woche fuhr ich mit den Kindern spazieren; wo der
Weg auf die Chaussee mündet, bei der kleinen Brücke, die mir stets
Schrecken einflößt, blieben die Pferde im Schmutz stecken. Es war gutes
Wetter und ich gedachte, während man den Wagen herausgezogen hätte,
bis zur Chaussee zu Fuß zu gehen. Bei der Kapelle fühlte ich mich
sehr müde und setzte mich hin, um etwas auszuruhen; da es aber fast
eine halbe Stunde dauerte bis Leute kamen, die den Wagen herausziehen
konnten, wurde mir kalt, namentlich an den Füßen, weil meine Stiefel
dünne Sohlen hatten und durchnäßt waren. Nach dem Mittagessen stellte
sich Schüttelfrost und Hitze ein; ich ging, aber, wie gewohnt, meiner
Beschäftigung nach und spielte nach dem Tee mit Ljubotschka vierhändig.
(Du wirst sie nicht wiedererkennen, solche Fortschritte hat sie
gemacht.) Denke Dir mein Erstaunen, als ich bemerkte, daß ich nicht
Takt halten konnte. Ein paarmal fing ich an zu zählen, aber es drehte
sich alles in meinem Kopf, und ich hatte sonderbares Ohrensausen. Ich
zählte: eins, zwei, drei, dann plötzlich acht, fünfzehn -- ich fühlte,
daß ich verkehrt zählte und konnte es doch nicht besser machen. Endlich
kam Mimi mir zu Hilfe und brachte mich fast mit Gewalt zu Bett. Das
ist, Liebling, mein ausführlicher Bericht, wie ich krank geworden, und
daß ich selbst an allem schuld bin.
Den nächsten Tag hatte ich ziemlich starkes Fieber, und unser guter
alter Iwan Wassilitsch kam, der bis jetzt bei mir weilt und mich bald
zu entlassen verspricht. Ein prächtiger Alter, dieser Iwan Wassilitsch.
Als ich Fieber hatte und phantasierte, hat er die ganze Nacht, ohne ein
Auge zu schließen, an meinem Bett gesessen; jetzt, wo er weiß, daß ich
schreibe, sitzt er mit den Mädchen im Diwanzimmer, und ich kann vom
Schlafzimmer aus hören, wie er ihnen deutsche Märchen erzählt und sie
vor Lachen vergehen wollen.
~La belle Flamande~, wie Du sie immer nennst, ist schon vierzehn Tage
bei mir, da ihre Mutter irgendwo zum Besuch ist. Sie zeigt mir durch
ihre Fürsorge aufrichtige Anhänglichkeit und vertraut mir all ihre
Herzensgeheimnisse an. Bei ihrem hübschen Gesicht, ihrem guten Herzen
und ihrer Jugend könnte ein in jeder Beziehung reizendes Mädchen aus
ihr werden, wenn sie in gute Hände käme; in der Gesellschaft aber,
in der sie lebt, geht sie, nach ihren Erzählungen zu urteilen, ganz
zugrunde. Mir kam der Gedanke, wenn ich nicht soviel eigene Kinder
hätte, täte ich ein gutes Werk, sie zu mir zu nehmen.
Ljubotschka wollte dir selbst schreiben, hat aber schon den dritten
Bogen zerrissen und sagt: ›ich weiß, wie gern Papa spottet; wenn ich
einen Fehler mache, zeigt er ihn allen.‹ Katja ist immer noch lieb,
Mimi gut und langweilig.
Jetzt von etwas Ernstem. Du schreibst mir, Deine Geschäfte gingen in
diesem Winter nicht gut; Du wärest genötigt, von dem Chabarower Geld
zu nehmen. Es kommt mir sonderbar vor, daß Du dazu meine Zustimmung
erbittest; was mir gehört, gehört doch auch Dir!
Du bist so gut, lieber Freund, daß Du aus Furcht, mich zu betrüben, die
wirkliche Lage Deiner Geschäfte verheimlichst; ich errate aber, daß Du
sicher sehr viel verloren hast und bin, das schwöre ich Dir, darüber
nicht bekümmert. Wenn sich also die Sache noch gutmachen läßt, denke
nicht weiter daran und quäle Dich nicht unnütz. Ich bin es gewohnt, für
die Kinder nicht auf Dein Einkommen zu rechnen, ja, entschuldige, nicht
einmal auf Dein Vermögen. Dein Gewinn freut mich ebensowenig, wie mich
Dein Verlust betrübt; mich bekümmert nur Dein unseliger Hang zum Spiel,
der mir einen Teil Deiner Anhänglichkeit raubt und mich nötigt, Dir so
bittere Wahrheiten zu sagen wie jetzt. Gott weiß, wie weh mir das tut!
Ich bitte ihn unaufhörlich um das eine, daß er uns behüte ... nicht
vor Armut (was ist Armut?), sondern vor dem schrecklichen Zustande,
wo die Interessen der Kinder, die ich vertreten muß, mit den unsrigen
kollidieren. Bis jetzt hat der Herr mein Gebet erhört -- Du hast den
Schritt nicht getan, nach welchem wir entweder das Vermögen opfern
müssen, das schon nicht mehr uns, sondern unseren Kindern gehört,
oder ... es ist schrecklich, daran zu denken, aber dieses schreckliche
Unglück bedroht uns stets. Ein schweres Kreuz, das Gott der Herr uns
beiden auferlegt hat.
Du schreibst mir noch von den Kindern und kommst auf unseren alten
Streit zurück; Du bittest mich, darein zu willigen, daß wir sie einer
staatlichen Erziehungsanstalt übergeben. Du kennst meine Abneigung
gegen eine öffentliche Erziehung; glaub mir, daß ist keine Kaprice,
sondern meine Überzeugung, daß diese Erziehung schädlich und für junge
Leute gefährlich ist. Ich bestreite nicht all die Vorteile, die für
die Beamtenlaufbahn durch Verbindungen und Konnexionen entspringen;
bestreite auch nicht, daß nur Kinder sogenannter besserer Familien
diese Schule besuchen und daß man zu Hause den Kindern nicht solche
Lehrer geben kann wie sie dort haben. Du wirst mir aber darin recht
geben, daß es außer der Beamtenlaufbahn, Konnexionen und glänzenden
Kenntnissen noch gute Grundsätze und feines, zartes Empfinden gibt,
auf die man am meisten zu achten hat. Ich weiß, daß in den staatlichen
Lehranstalten wohl auf die Sittlichkeit geachtet wird, aber es scheint
mir unmöglich, auf alle Kinder gleichmäßig zu wirken; man muß die
Richtung, die Neigungen, die vorangegangene Erziehung jedes Kindes
kennen, um ihm gute Gefühle einzuflößen, damit es an das Gute glaubt
und es liebt. Wie ist das bei gemeinsamer Erziehung möglich? Bei einem
Kinde wirkt die Rute, beim anderen Zureden und Ermahnungen. Nur Mutter
oder Vater, die schon deswegen, weil sie an den Kindern ihre eigenen
Neigungen wahrnehmen und sie daher von kleinauf mit den Augen der Liebe
beobachten, können ein Kind soweit begreifen, wie für die Erziehung
nötig ist. Allen die gleichen moralischen Grundgedanken beibringen ist
dasselbe, wie Ananas, Levkojen, Gurken und Jasmin in denselben Topf
pflanzen. Wie gut man die Gewächse auch pflegt -- die Hälfte oder die
Mehrzahl geht sicher ein. Deswegen lachen die Kinder in öffentlichen
Lehranstalten über alle Verhaltungsmaßregeln.
Da ein großer Teil der Kinder in staatlichen Erziehungsanstalten keine
Sympathie für die trockenen Tugendregeln, die ihnen beigebracht werden,
hat und haben kann, lachen sie innerlich und untereinander darüber und
meiden das Schlechte nur aus Furcht vor Strafe. Glaub mir aber, ein
Kind wird niemals über die Ermahnungen des Vaters lachen, oder über die
Tränen der Mutter, die es betrübt hat. Gewohnt mit seinen Mitschülern
über alles Gute und Edle zu spotten, vergißt es bald die feinen
Gefühle, die ihm zu Hause beigebracht sind. Empfindsamkeit, die beste
Fähigkeit der Seele, nämlich die, zu lieben und zu weinen, weicht dem
Geist, der unter den Kameraden herrscht und der Forschheit. Religiöses
Gefühl, Liebe zu Verwandten, Eltern, Mitleid mit dem Kummer und den
Leiden anderer -- all die besten Regungen, von denen ein unverdorbenes,
kindliches Gemüt so voll ist und ohne die es kein wahres Glück gibt,
erregen nur Spott und Verachtung. Dann aber, wenn kein einziges edles,
zartes Gefühl, kein einziger fester, moralischer Grundbegriff mehr
übriggeblieben ist, fühlt der Knabe das Verlangen, sich hinreißen zu
lassen, und nun erscheint das Laster in tausend verschiedenen Formen.
Er trachtet nach dem äußersten -- in Tugend oder Laster: das hängt von
der Richtung ab, die die Umgebung ihm zeigt -- nichts hemmt ihn, und
er begeht so schreckliche, schmutzige Handlungen, daß er entweder, um
sein Gefühl und die Stimme des Gewissens zu betäuben, sich dem Laster
ganz in die Arme wirft, oder, wenn er noch die Kraft besitzt, am Rande
des Verderbens haltzumachen und die Gewissensbisse zu ertragen, hat
er für immer genug zu tun, um wenigstens etwas von seiner Reinheit,
Unschuld und Seelenruhe, die fast dahin sind, zu retten. Gewiß, es
gibt Leute, die diesem Unglück aus dem Wege zu gehen wissen; es gibt
auch solche, die sich schließlich mit ihren Erinnerungen abfinden und
sie gnädigst wie Kinderstreiche betrachten, die keine Bedeutung haben.
Ich möchte aber für meine Kinder das bessere Teil, möchte, daß sie ins
Leben treten, ohne schlechtes Beispiel kennen gelernt zu haben, mit
entwickeltem Verstand, festen, von kleinauf eingeflößten moralischen
Grundsätzen, einem gestärkten Willen und besonders im Zustande der
seelischen Reinheit und Unschuld, durch die sie jetzt so lieb und
glücklich sind.
Ich weiß nicht, lieber Freund, ob Du mit mir übereinstimmst oder nicht;
jedenfalls bitte ich, flehe ich Dich bei meiner Liebe zu Dir an, wenn
Du mich ganz glücklich sehen willst, gib mir das Versprechen, weder bei
meinen Lebzeiten, noch nach meinem Tode, wenn es Gott gefällt uns zu
trennen, unsere Kinder in einer Lehranstalt unterzubringen.
Du schreibst mir, Du müßtest notwendig in Geschäften bald nach
Petersburg reisen; Gott mit Dir, mein Freund; fahr hin und kehr
recht bald zurück. Wir alle grämen uns, wenn Du nicht da bist! Der
Frühling ist herrlich; wir haben die Balkontür schon vor vier Tagen
geöffnet; der Weg zum Gewächshaus war ganz trocken, und die Pfirsiche
standen in voller Blüte; nur hier und da noch Spuren von Schnee; die
Schwalben sind da, und heute hat Ljubotschka mir vom Spaziergang die
ersten Frühlingsblumen mitgebracht. Der Doktor sagt, in drei Tagen
wäre ich ganz gesund und könnte die frische Luft atmen und mich in
der Aprilsonne wärmen. Leb wohl, lieber Freund, beunruhige Dich bitte
nicht, weder über meine Krankheit, noch über Deine Verluste, sondern
bring Deine Angelegenheiten schnell zu Ende und komm mit den Kindern
den ganzen Sommer zu uns. Ich mache herrliche Pläne, wie wir ihn
verbringen wollen; zu ihrer Verwirklichung fehlst nur Du noch.«
Der folgende Teil des Briefes war mit ungleichmäßiger, enger Schrift,
französisch auf einem anderen Stück Papier geschrieben. Ich übersetze
ihn Wort für Wort:
»Glaub nicht, was ich Dir über meine Krankheit geschrieben habe;
niemand ahnt, wie ernst sie ist; nur ich weiß, daß ich nicht mehr vom
Bett aufstehen werde. Komm sofort, verlier keine Minute und bring die
Kinder mit. Vielleicht kann ich Dich noch einmal umarmen und sie
segnen; das ist mein letzter Wunsch. Ich weiß, welch schrecklicher
Schlag diese Nachricht für Dich ist; aber früher oder später, von mir
oder anderen würde er Dir doch zugefügt. Laß uns versuchen, dieses
Unglück mit Festigkeit und Ergebung in den Willen Gottes zu ertragen.
Hoffen wir auf seine Barmherzigkeit.
Glaub nicht, was ich Dir hier schreibe, seien Fieberphantasien einer
Kranken; im Gegenteil: meine Gedanken sind in diesem Augenblick
außerordentlich klar und ich bin ganz ruhig. Gib Dich nicht der
Hoffnung hin, ich hätte mich geirrt, es seien trügerische unklare
Vorgefühle einer ängstlichen Seele. Nein, ich fühle, ich weiß -- weiß
es deshalb, weil es Gott gefallen hat, mir alles zu offenbaren -- daß
ich nicht mehr lange zu leben habe.
Ob meine Liebe zu Dir und den Kindern mit dem Tode endet? Das sind
Zweifel, die mich stets gequält haben; jetzt aber weiß ich bestimmt,
daß das unmöglich ist. Ich fühle in diesem Augenblick meine Liebe zu
Euch zu deutlich, um glauben zu können, daß das Gefühl, ohne das ich
meine Existenz nicht begreife, jemals aufhören könnte. Meine Seele kann
ohne die Liebe zu Euch nicht existieren; ich weiß aber, daß sie schon
deswegen ewig bestehen wird, weil solch ein Gefühl wie meine Liebe
nicht entstehen könnte, wenn sie jemals aufhören müßte. Jetzt bin ich
fest überzeugt, daß, wenn ich nicht mehr bei Euch bin, meine Liebe doch
niemals aufhört und Euch nicht verläßt. Dieser Gedanke ist so tröstlich
für mein Herz, daß ich ruhig und ohne Furcht das Nahen des Todes
erwarte. Ich bin ruhig; Gott weiß, daß ich den Tod stets als Übergang
zu einem besseren Leben betrachtet habe; aber warum drohen Tränen mich
zu ersticken? Warum werden die Kinder der geliebten Mutter beraubt?
Warum wird Dir ein so schrecklicher, unerwarteter Schlag versetzt?
Warum muß ich sterben, obgleich die Liebe mein Leben so unendlich
glücklich gemacht hat? Warum? ... Sein heiliger Wille geschehe!
Ich kann vor Tränen nicht weiterschreiben. Vielleicht sehe ich Dich
nicht mehr; also danke ich Dir, mein teurer Freund, für alles Glück,
daß Du mir in diesem Leben gegeben hast; ich werde dort Gott bitten,
daß Er Dich belohnt. Leb wohl, lieber Freund, denk daran, daß, obgleich
ich nicht mehr bin, meine Liebe zu Dir Dich nie und nirgends verläßt.
Leb wohl, Wolodja; leb wohl, mein Engel; leb wohl mein Benjamin,
Nikolas! Werden die Kinder mich wirklich je vergessen?!« --
In diesem Brief lag ein gewandter und gefühlvoller Brief Mimis
folgenden Inhalts:
»~Les tristes sentiments dont elle vous parle ne sont que trop appuyés
par les paroles du docteur. Hier dans la nuit elle a demandé qu'on
envoie tout de suite cette lettre à la poste. Croyant que dans ce
moment elle était en délire, j'ai attendu jusqu'à ce matin et j'ai osé
la décacheter. A peine l'avais-je expédiée que Natalja Nikolajewna me
demanda ce que j'avais fait de la lettre, et m'ordonna de la brûler, si
elle n'était pas partie. Elle ne cesse d'en parier, même en délire et
prétend que cette lettre doit vous tuer.~
~Ne mettez donc pas de retard à votre voyage, si vous voulez voir cet
ange, avant qu'il vous quitte.~
~Excusez ce griffonage, je n'ai pas dormi trois nuits. Vous savez si je
l'aime!~«[2]
[2] »Die schlimmen Vorgefühle, von denen sie Ihnen schreibt,
werden nur zu sehr durch die Worte des Arztes bestätigt. Gestern
nacht verlangte sie, dieser Brief sollte sofort zur Post geschickt
werden. Im Glauben, sie spräche im Fieber, wartete ich bis heute
morgen und nahm mir die Freiheit, den Brief zu öffnen. Kaum hatte
ich ihn abgesandt, da fragte mich die gnädige Frau, was ich mit dem
Brief angefangen, und befahl mir, ihn zu verbrennen, falls er nicht
abgegangen sei. Sie spricht unaufhörlich von dem Brief, sogar im
Fieber, und behauptet, er müsse Sie töten.
Schieben Sie Ihre Reise nicht auf, wenn Sie diesen Engel noch
einmal sehen wollen, bevor er Sie verläßt.
Entschuldigen Sie diese Schmiererei -- ich habe drei Nächte nicht
geschlafen. Sie wissen, wie lieb ich Sie habe!«
Natalie Sawischna, die vom 11. April die ganze Nacht in Mamas
Schlafzimmer verbracht hatte, erzählte mir, Mama hätte nach Beendigung
des ersten Teiles den Brief neben sich auf den Nachttisch gelegt und
sei eingeschlafen. »Ich selbst,« sagte Natalie Sawischna, »nickte im
Lehnstuhl ein, und der Strickstrumpf fiel mir aus der Hand. Da höre
ich im Schlaf -- es war so um ein Uhr -- daß sie mit jemandem spricht.
Ich öffne die Augen und sehe, daß mein Täubchen im Bett sitzt, hat die
Hände gefaltet und Tränen fließen in Strömen aus ihren Augen. ›Also ist
alles zu Ende,‹ sagt sie und bedeckt ihr Gesicht mit den Händen.