=rang=, =rangen= sch. m. rand eines grabens, abhängiger

rand (noch nürnb.) 165, 35, 36. 187, 23, 31. 204, 19. 212, 6. 230,

14. 310, 27.

perck oder rangen 178, 7.

Vgl. Schmeller 3, 108. 111.

Eine andere bedeutung muß das wort haben 64, 8, und zu diesem

rangen wird wahrscheinlich auch rangseil 109, 15 gehören.

=rauch= adj. von bäumen, noch die äste und zweige an sich

habend 74, 19. 76, 28 u. s. w.

=rauchholz= 76, 14.

Von quadersteinen, unbehauen 86, 13.

=raute= f. fensterscheibe 106, 1.

Vgl. Frisch 2, 94_{b}.

=rebseil= bindfaden 110, 1.

Vgl. Frisch 2, 95_{a}.

=rebsnur= 111, 15, dasselbe.

=rechen= m. was die zimmerleute =nun kelbalken= nennen,

welche die sparren eines dachstuhles aus einander halten 75, 7, 8,

10, 12.

Rechenförmige vorrichtung etwas darauf zu henken 297, 3. 301, 32.

=rechen= rechnen 37, 23. 71, 22.

rechenwein, den der baumeister nach ablegung seiner jahresrechnung

bezahlt 245, 7.

=rechenpfennig= rechenmarke 241, 12.

=rechtfertigen= in den alten stand setzen, ausbeßern 196, 19.

218, 1. 248, 33;

vor gericht bringen, processieren 261, 8. 283, 28. 312, 13.

=reiffen= raufen, rupfen 77, 21.

reiffen f. die raufe am barn? 302, 20.

=reihe=, =reihen=, =reichen=, =reien= f.

schmaler gang zwischen zwei nicht ganz aneinander stehenden häusern

119, 28. 174, 13. 266, 7. 268, 30. 282, 27. Schmeller 3, 77.

=reis= f. kriegszug 210, 20.

=reishütlein= zelt; reispet 304, 17.

=reisech= m. grüne baumzweige 76, 33.

=reisholtz= nadelholz 73, 7.

=reitleine= f. zugseil 195, 20.

=rettig= rettig werden, berathen 38, 27. 72, 10.

=reuchen= räuchern 118, 33.

=ribsweis= adv. in ungezählter und ungeordneter menge 87, 21.

88, 12;

zu ripsen, rapsen, raffen, also ribsweise soviel, als gerade

gerafft wird?

=richse= f. reihe? 137, 6.

Vgl. rick bei Schmeller 3, 42.

=rick= m. (?) rick oder stange 111, 10.

=rigel= m. hebel oder walze 41, 32. 126, 14;

stange 56, 20. 302, 21.

=rinch= m. den rinch und rinnen 202, 33.

ringförmige vertiefung, grube?

=ring= adj. von personen, schlecht 328, 18.

=rinckelmacher=, der ringlein von messing und eisendraht für

die gürtler verfertigte 156, 27.

Schmeller 3, 112.

=rinckmaur= ringmauer 71, 7. 132, 28.

=röcklein= n. brödchen aus weizenmehl, das eine beimischung

von roggenmehl hat 205, 8.

Schmeller 3, 71.

=rotschmit= feuerarbeiter in messing, gelbgießer 157, 12. 160,

11 u. s. w.

=röttelstein= der rötel 236, 28.

=ruck= st. m. einem den ruck halten, ihn unterstützen 208, 14.

Das segplat =uber ruck= richten 101, 8.

=ruckprett= rückenlehne 298, 25.

=rügen= ein vergehen anzeigen 62, 31. 67, 24. 272, 34.

=rustholz= holz von altem gerüste 35, 23.

=rute= f. sie ist 13 statschuch lang 51, 2.

=s= für organ. sch findet man in S häufig: such (schuch),

sulden, flais (fleisch), zwisen, gesehen, ansicker, gesriben,

sedlich u. s. w.

sag f. gerichtliche aussage 309, 1, 5 u. s. w.

=sagerer= m. die sacristei, sacrarium 180, 20. 233, 10. 321,

20.

=saltzer= salzverkäufer 130, 32. 255, 2.

=salwort= m. 150, 26;

salbort 154, 1, 13;

eine art kaltschmiede, welche theile der damaligen rüstung (saro)

verfertigten (würkten).

Vgl. Schmeller 3, 278.

=sam= relat. adv. wie, als 18, 2. 77, 34. 203, 30. 247, 4.

=sammen= sammeln 232, 11.

=samenkasten= waßerkasten 163, 20. 164, 18. 177, 28. 183, 21.

=saumen= einen, in nachtheil bringen 90, 7.

=sch= = =s=, erbforschter 93, 8.

=schacht= m. pl. schechte ein stück waldes 123, 33.

=schaff= n. gesetzschaff, aus sechs sch. bestehend 107, 13.

108, 19.

=schaffer= anordner 17, 13. 32, 18 u. s. w.

=schale= f. steinplatte 86, 20. 226, 7, 11. 292, 28 u. s. w.

Jener theil des wagens, auf welchem der kipfstock ruht 102, 22.

=schalig=, =schallig= adj. vom stein, nicht hart,

zerbröckelnd 85, 5. 88, 9.

=schalken= heimlich wegnehmen, veruntreuen 41, 21. 90, 5, 24.

=schait= f. scheidung 225, 20. 227, 14.

=schatzen= den werth bestimmen 37, 28.

=schauffel= schaufel eines waßerrades 122, 21.

=schauffelpant= 77, 5.

=schebe= plur. von =schaub= strohbündel 113, 20.

=schefflach= n. waßerschaff 328, 8. 329, 35.

=schellhamer= 100, 17. Das wort ist sonst nur als familienname

nachweisbar, welcher z. b. sehr oft in den handwerkerverzeichnissen

des 14 und 15 jh. auf dem k. archive in Nurnberg vorkommt (neben

=Schlaghammer=), auch bei Schreiber, freiburg. urkundenbuch 2,

139 (14 jh.). Nach Weinholds mittheilung heißt in Schlesien noch

eine axt der zimmerleute die =schellaxt=. Zu vgl. ist schellen

schlagen, herabschlagen, zerschlagen.

=scherbe= f. topf, in scherben oder hefen 259, 29;

nachttopf 296, 37.

=schermstein= eine art ziegel 95, 25.

=schersmit= der die sägeblätter macht 101, 6.

=scheter= m. glattleinwand 299, 26.

Schmeller 3, 413.

Frisch 2, 175^b.

=scheuben= schieben 68, 18.

=schicken= schaffen, anordnen 44, 24. 46, 4 u. s. w.;

thun, machen 63, 28.

=schieben= eine gerichtssache an eine höhere stelle bringen

311, 24;

von dieser wieder zurück 311, 32.

=schiedung= f. scheidung, theilung 168, 10. 171, 1. 172, 24

u. s. w.

unser frawen =schiedung=. Mariä himmelfahrt 27, 17.

Kungund =schidung= 22, 5.

=schierst=, =schirst=, =schirist= adv. nächstkünftig

269, 15. 305, 22 u. s. w.

=schießen= mit einem baue hinaußfahren 260, 21.

=schilt= pl. wappenschild 202, 18 ff.

=schintelpaum= zu dachschindeln 76, 24.

=schirm= m. zielscheibe 118, 4.

=schlechtz= adv. schlechthin, geradezu 186, 4.

=schleifen= f. schlitten zu den waßerkufen 141, 25 ff.

=schleißholtz= gespaltenes holz 119, 8.

=schmecken= riechen 115, 11. 236, 16. 239, 2.

=schneller=, =sneller= gatter oder schneller 210, 23;

schlagbaum 296, 14 ff.

Die schneller unter den stadtthoren (mit zugseilen) 130, 36. 296,

15.

=schock=, =geschock= n. sechzig stücke 74, 29. 77, 13.

121, 8.

=schoren= raumen und schoren 256, 24.

s. =aufschoren=.

=schoßgatter= n. fallgatter an den schwibogen beim ein- und

ausfluße der Pegniz 78, 2. 22. 128, 17. 198, 18. 252, 16. 265, 4

u. s. w.

=schragen= m. pl. =schregen= holzgestelle 197, 5. 246, 24.

gatter oder schragen in der sägmüle 317, 1. s. gatter.

=schrank= m. 214, 2; gewöhnlich plur.

=schranken= schranke 210, 21 ff.

=schreitmeß= n. ein maßstab 126, 32.

=schrem= f. (?) bodenstreifen 263, 29.

=schrot= m. holzprügel 90, 29. 92, 17. 303, 35.

=schrotten= holz spalten 90, 30 (die schröt kleiben 92, 17);

=schrötweis= adv. 79, 28;

das =schrottpeihel= der zimmergesellen 43, 4.

=schrotter= welcher die vollen wein- und bierfäßer in den

keller und aus demselben bringt 78, 28. 267, 21.

=schröter= 328, 4.

=schrotleitter= 267, 30.

Vgl. Frisch 2, 229^b.

=schub= m. einen schub zum rechten geben, vor gericht fordern?

312, 14.

=schuffen= f. schöpfgelte 41, 26. 326, 24;

liderein schuffen an stielen 140, 33.

=schuß= m. waßerschwall 236, 14;

mit der schaufel am schuß arbeiten d. h. mit der wurfschaufel

arbeiten, erde auswerfen 45, 8. 68, 15.

=schut= f. der schutt 57, 28, 31. 81, 16. 247, 24;

ort, wo der schutt abgeladen wird 58, 1.

=schutzen=, =aufschutzen= ein fließendes waßer mit dem

schutzprett (218, 25. 30. 221, 18. 20. 28) aufstauen 219, 20. 229,

21.

=schweissen= einen steinkeil schweissen 100, 19.

=schwingen= geschwungen zeug (hanf, flachs) 109, 16. Vgl.

Schmeller 3, 541.

=seegen= f. großes zugnetz 268, 14. Schmeller 3, 212.

=seichen= sich, durch eine seiche fließen 164, 24.

=seidennetter= seidensticker 152, 14. 153, 24.

=sein= in der 3 pers. plur. ausnahmsweise sent 62, 6;

im partic. wechselt =gewesen= mit =gewest=, z. b. 17,

11, 14. 40, 29, 31.

=seint= adv. seit 71, 24; sonst sider.

=seitlangs=, =seitlengs= adv. längs 175, 2. 183, 24.

=selbander= selbst mit noch einem 197, 13.

=selbher= eigener herr 210, 2.

=setzen= etwas zum rechten, es aufs recht ankommen laßen 309,

27.

zu und ab setzen von der arbeit (dazu und davon gehen) 57, 5.

=zusammen setzen= zusammen stehen, halten 82, 7.

einen zuber von newen setzen (zusammenfügen) 107, 6.

=setzen= etwas auf einen, es ihm übertragen, vollmacht geben

115, 30. 263, 3.

=an oder in den wagen setzen= anspannen 126. 22, 23.

=setzeisen= ein werkzeug der steinmetzen 40, 16.

Vgl. Frisch 2, 268^a.

=sibel= adj. rund 302, 15; diese form auch durchaus in S. s.

=sünbel=.

=sider= adv. seit 38, 2. 47, 4. 114, 11. 120, 37. 197, 11.

216, 33 u. s. w.

=sillstrank= 109, 33; strang zum geschirre des zugviehes?

Vgl. Schmeller 3, 229.

Frisch 2, 277c.

=sittig= adj. von pferden 56, 30.

=slecht= adv. einfach 291, 21;

slechtz 45, 7, wie schlechtz.

=slegel= m. zapfen, schleuße bei den fischteichen 217, 30.

219, 29 u. s. w.

beim fluße 233, 25.

=sleipfen= f. 296, 8 was =schleifen=.

=slichten= die pruckhölzer recht einziehen und slichten 59, 28.

=sloßwein= (?) 40, 28.

=snurslechtz= adv. schnurgerade 166, 12.

Ebenso =snuerrechtz= 318, 27.

=spange= f. eine art balken 75, 37. 76, 1;

halb oder spangennegel 98, 32.

Vgl. Schmeller 3, 572.

=spannen= im partic. mit umlaut gespennt 128, 20.

=spanpet= bettgestell, bettlade 299, 18 u. s. w.

=sparren= m. dachsparren? 75, 16 u. s. w.

=spigler= spiegelmacher 154, 32.

=spindel= f. welle zu den schoßgattern 78, 22. 249, 13.

=spital= m. das spital 227, 8. u. s. w.

=sprüssel= m. leitersproße 116, 12. 195, 21.

=spülach= n. spülicht 303, 9.

=spünpett= 298, 16, 32, was =spanpett=.

=spunt= m. spunt in einer brunnröhre 49, 23 u. s. w.;

ein zapf und ein spunt in die rör 174, 1;

=spunt=, =spuntholtz= 75, 1. 4. 6. 30;

ein dickes brett; reihe von pfählen, waßerwehr 201, 22. 30;

ein hert von 4 spünden 303, 4.

=stadeltenne= sch. m. 180, 16.

=staffelholtz= zur unterlage für abzustellende waaren dienend

75, 20. Schmeller 3, 617.

=stampf= m. stempel 97, 36.

=stecheisen= ein werkzeug der steinmetzen 40, 16.

=steen= vom pfande. werth haben 33, 7. 236, 35.

=steinhebig= n. steinschutt 286, 5.

steinhewig 321, 19.

=stemmen=, =stemben= intrans. vom aufschwellen, austreten

und fließen des waßers 164, 8. 221, 32. 223, 19. 224, 14. 271, 12

u. s. w.

stembt oder fleust 164, 12;

eine =stemmung= machen 229, 21.

=stentner= m. stellfaß 289, 25.

=stetten= f. schießstätte 117, 29. 118, 21.

=stettes= adv. stets 329, 11.

=Stockart= Stuttgart 197, 27.

=stollen= m. grube in einem steinbruche? 81, 24;

gestell 298, 11.

=störchschnabel= ein werkzeug, der spitze pflasterhammer,

womit die weicheren pflastersteine bearbeitet werden 100, 9.

=stoß= m. holzstoß 35, 21. 79, 21 u. s. w.

zwist, streit 283, 20.

=stössel= m. der den pflasterern nachstößt 49, 28 u. s. w.;

werkzeug desselben 100, 11.

=strempfel= m. womit im mörser gestoßen wird 289, 5.

=streuholtz= querhölzer, womit die balken einer brücke belegt

werden 70, 16.

=stroß= f. die unterlagsbalken des schlittens oder wagens in

der sägmühle 122, 18. 317, 1.

=stul= die pflasterer arbeiten auf dem stul 50, 12.

stul im heimlichen gemach 315, 25.

=stümel= m. kleines holzstück 116, 6.

=stumpfet= adv. stumpf, abgenutzt 117, 4.

=stunt= zwei oder drei stunt, zwei oder dreimal 249, 15.

=stüren= stöbern 234, 1.

=sturtzen= f. großer quaderstein, der die beiden thürpfosten

oben verbindet 83, 36.

=stürtzplech= eisenblech zu schlössern 97, 2. 98, 27.

=stutzen= f. ein holzgefäß 41, 26. 106, 29.

Schmeller 3, 674.

=sudschaff= ein kleines schaff 303, 32.

=sultzfische= angabe zur bereitung derselben 124, 4 ff.

=summer=, =sümmer= n. ein trockenmaß 92, 24 u. s. w. 206,

28.

Vgl. Schmeller 3, 249.

=sünbel= adj. rund, mhd. sinewël, sinwël 74, 24. 166, 22. 167,

1, 8. 178, 34. 179, 21. 181, 32 u. s. w.

=sunbenten= pl. die sommersonnenwende 61, 27. 125, 16.

=Sundergeu=, =Sündergeu= s. die topogr. anm. und vgl.

auch Frisch 2, 355^b.

=sünst= wechselt mit süst sonst 34, 24. 112, 4 u. s. w.

=suppe= f. frühstücksuppe 60, 10 ff.

=sutten= f. eine krankenstube im neuem spital;

s. die anmerk. s. 180 und vgl. noch Schmeller 3, 293, der das

wort mit sucht, und Frisch 2, 357c, der es mit sutte (lache,

pfütze) zusammenbringt.

=swarte= f. schwartenbrett 121, 17 u. s. w.

=swynbogen= m. schwibogen; diese form durchaus im fewerpüchel

331, 12, 13, 18. 333, 4.

=tachscherm= pl. = dachscherben? zerbrochene dachziegel 260,

3. Vgl. =schermstein=.

=taglon= n. und m. 248, 5 250, 19.

=tagwerk= n. größe desselben 285, 5.

=tangrass= n. nadelholzzweige 73, 23.

=tanpaum= waldbaum, eichen thanpaum 74, 17;

tennen tanpaum 76, 30.

=taschner= taschenmacher 150, 11.

=tangen= præt. =docht= 91, 31.

=teiche= f. vertiefung im pflaster 49, 21.

Vgl. Schmeller 1, 426.

=thier= dammwild 123, 14 ff.

=tille= s. =dille=.

=tolde= f. quaste 299, 24.

=treufziegel= ziegel an der dachtraufe, welcher zwischen je

zwei vorne abgerundete zu liegen kommt 95, 20.

=trog=, =trock= m. brunnentrog 86, 27. 171, 22.

=trodel= m. holzfasern im hanfe, werg 285, 16.

=truhe= sch. f. das hölzerne gerinne, in welchem der Fischbach

über den stadtgraben fließt 222, 7. 224, 6. 229, 28.

=trupfe= sch. f. traufe 280, 24.

=tüll=, =thüll= n. wand oder zaun von brettern 265, 1.

297, 30;

befestigung um den markt Wörd 215, 7. 249, 21.

=türren= anom. vb. dürfen 115, 21;

dar 245, 14;

getare 71, 6;

getorst 312, 7.

=u= = =o=

vorfuderen 295, 13;

lun, lunen statt lon, lonen fast immer in BC. = â un laub 316, 14;

getun 321, 32.

ü = i prünnen 117, 14.

=übereilen= sich, beeilen 235, 25.

=uberig=, =uberich= adj. uberig pfenninge, welche die

arbeiter über den bestimmten lohn bekommen 45, 10. 68, 12.

=überkomen= ich hab überkomen, ein übereinkommen getroffen 47,

7.

=übernemen= einen, zu viel von ihm fordern 39, 16.

=überpitten= durch bitten überreden 232, 31.

=überschuß= m. was über eines hauses senkrechte linie

hinausgebaut wird 260, 15. 262, 25 u. s. w.

=überzwerch= adv. quer über 165, 35. 166, 5. 167, 3. 36 u. s. w.

(=uberzweirch= 128, 24. 135, 7).

Als præpos. mit dem genitiv 213, 3, 29. 214, 28. 218, 2. 228, 31,

32;

mit dem accusativ 217, 10.

=umb= præp. von 269, 26.

=umber= adv. umher 72, 14.

=umbgeen= in der reihe herum gehen, umgang halten 233, 10;

sich drehen, in angeln bewegen, umbgeender gatter 211, 1 ff.

=umbseß= m. in derselben gegend ansäßig 315, 35.

=und= relativpartikel 39, 6. 79, 14. 29. 86, 16. 115, 2. 202,

22. 236, 1. 269, 3;

folgt gewöhnlich auf nachdem 17, 2. 72, 22 u. s. w.

=under= unser 316, 4; diese merkwürdige form erscheint in

andern Nürnberger handschriften (z. b. in denen über den ersten

markgräflichen krieg von 1449-50) fast regelmäßig für unser

oder wechselt doch sehr häufig mit diesem ab, und ist wohl

so zu erklären, daß aus unser zuerst eine assimilierte form

=unner uner= (wie man sie noch in Nürnberg hört. vgl.

auch Schmeller, gramm. § 660) und aus dieser durch angefügtes d

(vgl. oben d) under entstand. Auch in den sette communi kommt

ündar vor statt ünzar; Schmeller. cimbrisch. wb. s. 46. nr. 66. Im

baumeisterbuche erscheint das wort noch einmal als =onder=

129, 20, wo ich es unnöthig in =unser= änderte.

=underfaren= untermauern 235, 15;

mit stein =unterfuren= 197, 26.

=understeen= verhüten 332, 18.

=underthalb= adv. unterhalb 135, 20.

=underzuch= m. unterfutter 132, 21.

=unentz= adv. ohne erfolg 287, 4.

=ungelirnig= adj. schwer begreifend 36, 24.

=ungeschlacht= adj. vom holze, welches nicht gut zu spalten

ist 92, 19.

=ungeverlich= adj. gut, tauglich 86, 13.

=unhau= m. gegensatz von wedel 70, 17.

=unlust= m. was eckel erregt, unrat etc. 253, 26. 254, 14.

303, 11. 314, 19.

=unlustig= 114, 12.

=unprechenhaft= adv. in gutem zustande 318, 7.

=unrat= m. nachtheil, schaden 272, 8.

=unterfangen= sich eines dinges, daran gehen, es in besitz

nehmen 85, 12.

=unterscheit= f. bedingung 81, 16. 112, 6. 265, 7;

unterscheit geben, auskunft ertheilen, specificieren 241, 16.

242, 2.

=untersetzen= das haus, stützpfeiler anlegen 282, 10.

=unverkümert= nicht in eines andern gewalt sich befindend 221,

8.

=unverscheidenlich= adv. ohne unterschied 305, 23.

=unwüstlich= adv. ohne zu verderben 305, 13.

=urtail= f. das urtheil 311. 22. 313, 11 u. s. w.

=urlaub= m. entlaßung 34, 32. 37, 17 u. s. w.

=urlauben= entlaßen 43, 36.

=w= = =b= fast durchaus in S.

=wachalter= m. wacholder 77, 1.

=wacken= m. feldsteine, alte quadern und wacken 199, 6. 201,

32.

Vgl. Schmeller 4, 19.

=wagen= m. wagen oder schlitten in der sägmühle 122, 15. 317,

1.

=walstat= n. auf der walstat, an ort und stelle 80, 5.

=walt= plur. =welde= 90, 35.

=walthawer= der das holtz fällt und in die stadt bringt 69,

32 ff.

=walthawen= das holz zimmern und walthawen 79, 22.

=waltpflug= ein größerer pflug, womit ausgereutete

waldstrecken gepflügt werden 102, 9.

=wampen= pl. der bauch, das unedle eingeweide der thiere 200,

9.

=wandeln= etwas gut machen, ersetzen 33, 10.

=wandelbuch= strafbuch 284, 27.

=warnen= den schaden verhüten 319, 35.

Vgl. bewaren.

=wart= f. ort der aufbewahrung 130, 32.

=wasen= m. rasen 233, 19. 236, 9.

=weck= st. m. brotwecke 125, 24.

=wedel= m. jene phase des mondscheins, in welchem das holz

gefällt werden soll (nadelholz im zunehmen und laubholz im abnehmen

des mondes 73, 7 ff.) 70, 15. 78, 1. 79, 16.

=gewedelt= holz, das zu rechtem wedel geschlagen ist 123, 7.

=wedel= m. buschigter wipfel eines baumes 199, 5. 201, 32.

=weichkessel= keßel für das weihwaßer 180, 23.

=weil= f. zeit, weil haben 86, 12.

=weinachtkess= pl. eine abgabe von käse zu weihnachten 206, 30.

=weisen= sch. vb. geweist 58, 9.

=angeweist= 59, 19.

=weithaft= f. weite, raum 264, 28.

=weit= m. ein färbstoff, weithaus 254, 3.

weitmesser 244, 5.

=weiten= erweitern 310, 29.

=weitenmeß= n. ein maßstab 126, 33.

=weppner= gewaffneter, schützen und weppner 131, 1. 331, 32.

=wer=, =were= n. das waßerwehr 165, 16. 201, 19;

wer oder güßpett 198, 16 u.s.w.;

dim. =werrlein= 198, 29.

=werben= potschaft werben, als bote einen auftrag verrichten

332, 37.

=were= f. befestigung; were und zwinger 133, 10. 134, 1 u.s.w.

=werd= m. kleine insel 309, 12, 13. 312, 11.

=werck= n. geschlossens werck eine art dachziegel, firstziegel?

95, 15.

=wercktag=, =werckentag= arbeitstag 33, 15. 63, 32 u.s.w.

=werckeisen= eisen für die schloßer und schmiede, aus welchem

sie die geräthschaften machen 97, 1. 98, 21.

=werspitze= sch. f. ein spitzwinkliges waßerwehr zur theilung

des waßers 308, 32. 309, 34 u.s.w.

=weschin= f. wäscherin 230, 30.

=wesen= n. aufenthalt, wohnung 298, 6, 36;

sich mit wesen (häuslich) niderlaßen 273, 29;

zustand 315, 8;

in wessen halten 323, 27 u. öfter.

=wessenlichen= adv. in gutem zustande 318, 6.

=wetter= n. witterung 232, 36.

=wetter= m. oder n.? gabelförmiges verbindungsholz am wagen

102, 16.

Bair. der wettern Schmeller 4, 199;

schwäb. die wetter, gabel am hinterwagen, Schmid 520.

=widemen=, =gewident= gestiftet 96, 8.

=wie=, =zu wie= wozu 32, 23. Alter instrumentalis.

=wilkür= f. freie wahl 283, 12.

=wiltnerin= händlerin mit wildbrät 171, 16.

=winde= f. vorrichtung zum winden, die quadersteine in die

höhe zu ziehen 45, 19 (heute der „steinhaspel“);

=geende winden=, die in thätigkeit sind 62, 18 u.s.w.

=windenpaum=, einer der drei bäume, aus denen das gerüst

einer winde besteht 76, 27.

=windenseil= 45, 21.

=wintfall= m. pl. wintfelle vom winde umgeworfene bäume 78, 32

ff.

=wintliecht= pl. wintliechte wachsfackel 297, 17.

=wurcken= arbeiten 272, 22.

wurckpeihel handbeil der zimmergesellen 43, 1.

=wurtzerin= die gemüse verkauft 170, 22, 25.

=wurtzgarten= küchengarten 174, 24.

=zaum= m. ein theil der winde, vielleicht das band, der

riemen, an welchem der flaschenzug befestigt wird 45, 21.

=zeil= f. reihe 238, 10.

=zeinnachen= m. 268, 14 gleichbedeutend mit =zeinreuse=

geflochtener fischkorb? Schmeller 3, 132. 4, 265.

=zengel= n. leger und zengel zu wein 297, 9, 11, 20;

die zwei ausgehöhlten, der rundung des weinfaßes angepassten

balken, auf welchen es ruht (dimin. von =zange=).

=zencket=, =zenckent= adj. gezackt, von den schrancken

213, 21. 30. 214, 25. 215, 5, 13 u.s.w.

=zeren= einen, verköstigen 230, 35.

=zettel= f. schriftliche aufzeichnung, rechnung u.s.w. 241, 3

ff.;

schriftliches instrument größerer art 123, 1. 317, 19 u. öfter.

=zeug= m. in verschiedener bedeutung,

handwerkszeug 34, 27. 37, 12 u.s.w.;

stoff, aus dem etwas gemacht wird 54, 11. 55, 10 (mörtel). 273, 18

(kalk) u.s.w.

kriegszeug 110, 26.

=zeugmeister=, der die aufsicht über das zeughaus hat 140, 5.

287, 33;

andere bedeutung (vielleicht mit bezug auf den handwerkszeug) hat

es wohl 320, 1.

=zeundorn= pl. -dörne zweige von einem dornstrauch um die

neugesetzten linden 290, 27.

=zichenmacher= der bettüberzüge macht 155, 22.

=zilig= adj. mittelmäßig, klein 288, 28. 33. 289, 10. 304, 17.

Vgl. Schmeller 4, 252.

=zimlich= adj. was sich gebührt, in zimlichen paw 315, 8;

zimlicher pfenning 317, 15 u.s.w.

=zimmer= n. zimmerholz 33, 35 u.s.w.;

das zimmer zu werck ziehen oder abpinden 63, 27;

das zimmer abpinden und aufrichten 65, 23, d.h. die balken in

einander fügen, einen dachstuhl u.s.w. aufrichten.

=zu= = =zer= (vgl. über dieses niderd. mitteld. zu

Weinholds dialektforschung s. 57. Kehreins grammat. des 15-17 jh.

2. § 238):

=zufallen= 41, 29. 141, 4.

=zufellen= auseinandernehmen 117, 16.

=zuhawen= 79, 11. 258, 12.

=zulechzen=, =zulechsen= von hölzernen gefäßen, so

eintrocknen, daß die fugen den festen schluß verlieren und

flüßiges durchlaßen 41, 27. 141, 4. Schmeller 2, 422.

=zumülmen= sich, zerreiben, zermalmen 87, 30.

=zuprechen= 87, 30.

=zurindet= (?) latten 239, 26.

=zurüdung= zerrüttung 82, 2.

=zuschiessen= 118, 5.

=zutragen= uneins werden 261, 8.

=zuber= m. er faßt bei 2-1/2 eimer 307, 28.

=züchtiger= 119, 20 was =lebenszüchtiger=.

=zug= m. vorrichtung zum aufziehen für die dachdecker 52, 30.

=zugseil= zu den winden 109, 15 ff.

=zukomen= des lonnes nit zukomen, damit nicht ausreichen? 39,

15.

=zukunft= ankunft 295, 20.

=zunemen= den lon, mehr als den gewöhnlichen lohn geben 69, 23.

=zungio= juni 316, 16;

czunio 25, 1.

=zusagen= bekennen, gestehen 309, 8.

=zuschieben= zu hilfe geben 209, 14.

=zuspruch= anforderung, anklage 311, 15.

=zwei= im fem. =zwue= 51, 8. 165, 2. 223, 22 u.s.w.

=zwu= 167, 38. 224, 27.

=zwo= 169, 3.

aber =zwei= stunt (zweimal) 249, 14.

=zwer= adj. für =zwerch=, einer zweren hent dick, wie

eine querhand 78, 19. 256, 2.

=zwerch= adv. quer 177, 31.

=zwerchs= 181, 2.

=zwerchgaße= 226, 19.

=zwerchen= sich, kreuzen 166, 18. 178, 31.

=zwerwoffen= n. die queraxt der zimmerleute 43, 2.

=zwickstein= kleine steine, womit die löcher im pflaster

„außgezwickt“ werden 260, 3.

=zwinger= der raum zwischen der innern und äußern stadtmauer

110, 24 u.s.w.

dim. zwingerlein 185, 36.

=zwir= adv. zweimal 68, 30. 112, 28. Vgl. =zwer=.

=zwispitz= m. werkzeug der steinmetzen 33, 9. 40, 16 u.s.w.

LIES

s. 7, z. 8 v. u. ~wird es~. 26, 3 ~besuche~. 26, 7 ~potten~. 34, 33

~hinleihen~. 38, 37 ~vor~. 41, 22 ~steinmetzen~. 44, 23 ~inen~. 52, 28

~badgeltz~. 76, 12 das comma nach ~holtz~ zu setzen. 78, 13 ~rinholtz~.

81, 19 ~schedlichen~. 81, 23 ~eich~. 90, 3 ~geben~. 90, 4 ~nit~. 90, 30

~machen~. 93, 5 ~hingeben~. 93, 12 ~neulich~. 96, 8 ~von~. 99, 5 ist

zwischen ~rören~ und ~püchsen~ das comma zu streichen; die zwei worte

bilden ein compositum. 101, 34 nach ~nachdem~ das comma zu streichen.

112, 25 ~gibt ims~. 118, 24 ~an der~. 131, 33 ~und~ denselben. 186,

13 ~schuen~. 198, 27 ~oberthalb~. 200, 5 ~riemen~. 205, z. 2 v. u.

~und gottesacker~. 225, 9 ~des meister~. 241, 27 ~den herren~. 249, 14

~schoßgattern~. 253, 22 ~einflüß die~. 291, z. 4 v. u. ~Mcccxxiii~.

308, 34 ~zugetailt~.

FUSSNOTEN:

[Fußnote 1: bl. 1-3. bl. 30^b.]

[Fußnote 2: bl. 3-31^a.]

[Fußnote 3: bl. 31^b-38^a.]

[Fußnote 4: bl. 40^b.]

[Fußnote 5: bl. 38-43.]

[Fußnote 6: bl. 43-65, 68-70.]

[Fußnote 7: bl. 66, 67.]

[Fußnote 8: bl. 82-97.]

[Fußnote 9: bl. 144-146, 148-159.]

[Fußnote 10: bl. 106-131.]

[Fußnote 11: bl. 168.]

[Fußnote 12: bl. 132-134.]

[Fußnote 13: bl. 135-144.]

[Fußnote 14: bl. 98-106.]

[Fußnote 15: bl. 77-82.]

[Fußnote 16: bl. 196.]

[Fußnote 17: bl. 202-207.]

[Fußnote 18: bl. 197.]

[Fußnote 19: bl. 190-192.]

[Fußnote 20: bl. 184-189.]

[Fußnote 21: s. Wagenseil de s. r. imp. libera civitate norimbergensi.

Altdorf 1697. s. 190-200.]

[Fußnote 22: bl. 159-164.]

[Fußnote 23: bl. 165-175.]

[Fußnote 24: bl. 75.]

[Fußnote 25: bl. 168.]

[Fußnote 26: bl. 171.]

[Fußnote 27: bl. 40.]

[Fußnote 28: bl. 194.]

[Fußnote 29: bl. 133.]

[Fußnote 30: bl. 131.]

[Fußnote 31: bl. 177.]

[Fußnote 32: bl. 138.]

[Fußnote 33: bl. 75-77.]

[Fußnote 34: bl. 155.]

[Fußnote 35: bl. 71.]

[Fußnote 36: bl. 181.]

[Fußnote 37: bl. 138.]

[Fußnote 38: bl. 198.]

[Fußnote 39: bl. 46.]

ANMERKUNGEN ZU DEN EINZELNEN SEITEN

[Vom Bearbeiter vom jeweiligen Seitenende im Orginal an diese Stelle

fortlaufend gesetzt. Die erste Zahl gibt die Seite an, auf die sich der

jeweilige Kommentar bezieht, die zweite Zahl dagegen die Zeilennummer.]

[17, 1: 1461 nur in A.]

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