Item mer ein spunt in dieselben rören ist hart an der rinnen im

pflaster gegen des Weinmans haus oder der Richtlin hausthüre über.

[110^b] Von dem prunnen und rören hinter unser lieben frawen cappelln.

Item von demselben spunt ist pei zwelf schuhen hin fur zu einem

kasten, der am tag leit und verdeckt ist mit einem grossen stein mit

eisnen ringen. in demselben kasten ist ein schiedung oder teillung des

wassers, also das der dritteil des wassers kumpt in den prunnen hinter

unser lieben frawen cappellen, und die andern zwai dritteil des wassers

an die Ledergassen.

Item waß gepruchs an dem wasser oder rören von dem anfang als es auß

dem schön prunnen kompt biß zu dem obgeschriben kasten, do sich das

wasser also teilt, geschicht oder schadens nimpt, das soll alleweg

der paumeister zu der rören hinter unser lieben frawen cappellen

das dritteil zallen und die prunnmeister zu den zweien rören an der

Ledergassen die zwai dritteil an dem gelt bezalen.

Item von dem obgeschriben kasten, darinnen die teillung des wassers

ist, do ist ein spunt hin für pei vier schuen von dem kasten in der

rinnen in die selben rören.

Item dieselb rör geet von dem kasten, darinnen ein dritteil des wassers

[ist], also gerichtz hin hinder durch der wiltnerin krem zu dem prunnen

zu, und hat mer ein kasten hart am prunnen, do er aufgeet unter der ein

wiltnerin laden, der ist mit prettern verdeckt. und die rören ligen pei

vier schuen unter der erden an dem ent, und das wasser geet also auf

in zweien außgeenden rören (und solt doch neur ein rören sein, nachdem

und an dem wasser er neur ein dritteil hat und die Ledergassen zwei

dritteil) und fellet in den trock doselbst hinter unser lieben frawen

cappellen.

Item das uberich oder verlorn wasser in dem kasten oder prunnen hinter

unser lieben frawen cappellen geet halbs herauß auf die gemain in ein

hültzen trock der dopei steet, darauß man pfert trenckt, und der gemein

zu nutz kumpt etc.

[111^a] Von des Kressen prunnen.

Das ander halbteil des uberichen oder verloren wassers kumpt durch

ein seichen in ein hültzen rören, die aussen am prunnenkasten steet,

und lauft also unter der erden in des Kressen garten durch sein haus.

auf sein selbs kost soll ers von dem prunnen heim füren; doch hat der

Kreß des neur ein gunst von der gemein, und solt von rechtzwegen des

obgeschriben verloren wassers neur ein dritteil haben und nit ein

halbteil, darfür ist es angesehen.

[111^b] Von der rören an der Ledergassen vor Mertein Paumgartz haus.

Item in dem vorgeschriben kasten, der im pflaster am tag leit pei

des Weinmans haus am eck, darinnen die schiedung oder teilung des

wassers ist, als da vorn steet, geen nun die zwai teil des wassers in

hultzen rören, die do ligen unter der erden pei vier schuchen etc. von

demselben kasten hinauf gegen dem obßmarckt und hart an dem stöcklein

hinumb, das do steet am eck oben pei der grempler kremlein gegen des

Snitzers haus über, und geen also fur des Ebners haus pei zwelf schuen

herdan von dem haus und also hin hinder fur des Kressen haus, zwischen

des Kressen haus und dem kettenstock, hart an dem kettenstock hin

hinder fur das pat am Zottenperg.

Item doselbst neben dem pat vor des Fursten haus über den weck jenset

der rinnen do ist ein kast mit einer hültzen thür, der am tag leit,

darinnen ist ein spunt in die röre.

Item die rör ligt auch hin hinder von dem kasten pei funf schuhen unter

der erden neben der rinnen an der seitten. fur des Bemers und vor des

Schlüsselfelders haus geet die röre hin über gegen dem Fütterer und

also hin hinder zu dem kasten, do es aufgeet vor Mertein Paumgartz haus.

Item zwischen dem eck desselben wasserkasten und der rinnen im pflaster

zwen schuch gegen Mertein Paumgartz haus zu zu messen do ist ein

schiedung oder teilung des wassers unter der erden, also das das wasser

halbs geet vor des Paumgartz haus auf und fellt do in den kasten, und

das ander halbteil des wassers geet unter die erden in ein rörn für auß

underhalb in derselben gassen vor des Singers haus auf und fellt auch

do in ein kasten.

[112^a] Von der rören in des Fütterers haus.

Das verloren oder überich wasser, das do ist in dem kasten vor Mertein

Paumgartz haus, lauft durch ein seichen in ein hultzen rören, die do

steet aussen am grossen kasten an des Mertein Paumgartz haus, und geet

also wider hinter sich unter der erden pei vier schuhen herdan von

den heusern piß fur des Fütterers nechste hausthür; do geet es in

sein haus und ferrer in sein hoff, do geet es in ein trog. und dasselb

uberich wasser in des Fütterers haus geet unter der erden hinter sich

durch sein haus auß piß mitten in die gassen in die rinnen pei des

Michel Amlungs des becken haus.

Item das vorgeschriben verloren oder überich wasser, das der Fütterer

also heim füret auß dem kasten vor Mertein Paumgartz haus, das hat ime

ein gemain von bette wegen vergunt also durch sein haus zu leitten, und

das furpaß der gemein hinter sein haus piß in die rinnen als do voren

steet pei Michel [des] pecken haus wider der gemein zu antworten, alles

auf sein selbs kost; das alles der Fütterer noch piß her getan hat.

[112^b] Von des Ortolfs rören, die jenset der Begnitz außwendig seins

garten stet.

Item dasselb obgeschriben verloren wasser in der rinnen hinter des

Fütterers haus, das hat der alt Ortolf wol pei achtzehen jaren her

auf sein selbs kost gelait mit willen der gemein doselbst die gassen

hinfur und umb des Holtzschuers heuser also auf die rechten hant die

nechsten gassen, die do ist hinab gegen der Begnitz zwischen des

Holtzschuers und Ortolfs garten hinauß piß an die anderen seitten des

Ortolfs garten. in derselben anderen gassen an der Pegnitz steet ein

stock aussen an dem zaun an des Ortolfs garten auf der gemein, do geet

dasselb wasser auf in ein trog und furpaß in die Pegnitz.

[113^a] Von der andern rören an der Ledergassen vor des Singers haus

über.

Als da vorn steet, das ein schiedung oder teillung des wassers sei vorn

am eck pei der roren oder prunnen vor Mertein Paumgartz haus, also das

der halbteil des wassers von dannen hinab [geet] zu dem kasten vor des

Singers haus über in derselben gassen; und die rören ligen zwischen den

zweien wasserkasten im pflaster pei vier schuchen unter der erden.

Item so ist ein kasten im pflaster hart bei dem stock, do das wasser

auf geet vor des Singers haus über; derselb kast leit am tag und ist

verdeckt mit einem stein, dorinnen oben zwen eisnen ring sein. in

demselben kasten ist ein zapf und ein spunt in die rör, und dopei steet

der stock, darauß das wasser felt in den kasten, das die gemein neust.

[113^b] Von des Ortolfs rören, die inwendig in seinem und zwischen des

Holtzschuers garten auf ein gemein geet an der Begnitz.

Item das verloren oder uberich wasser, das do ist in dem trog oder

kasten an der Ledergassen am understen prunnen, das get durch ein

seichen in einen hultzen stock, der aussen am kasten steet, und also

unter der erden vor den heusern herauf zu ruck gegen dem ersten prunnen

an der Ledergassen pei dreien schuhen herdann von den heusern piß zu

des goltschlahers haus doselbst am eck, und also unb dasselb eck in

der reihen hinab und unden in der Newengassen überzwerch hinder des

Michel pecken haus hinüber und also in derselben gassen zwischen des

Holtzschuers und Ortolfs gerten hinab gegen der Begnitz, und also

in des Ortolfs garten. inwendigs des zauns steet ein stock, do das

wasser auf geet durch den zaun in einem hultzen trog, der auf der

gemein steet, und auß demselben trog das wasser in die Begnitz geet.

das obgeschriben wasser furt der Ortolf auf sein selbs kost von der

Ledergassen von dem undern prunnen also in sein garten; das hat im

ein gemein also vergünnt von bett wegen des Ortolfs und seiner heuser

wegen, die er an dem ent hat. doch hat der Ortolf ein hannen von dem

stock in seinen garten, darauß er ongeverlich sein würtzgerten giessen

mag, wenn er im garten ist; das ander wasser soll stetz auf die gemein

geen etc. den stock haben die nachtparen heroben an der ecke pei des

Wilden kandelgiessers haus aufgericht, nachdem und der Ortolf abgangen

ist.

[114^a] Von den vier trögen pei den fleischpencken.

Der ander außfluß des uberichen oder verloren wassers am schön prunnen

am Marckt ist durch ein seichen gegen des Schurstabs haus und geet also

in dem gemeur in einer pleien rören herab auf das gewelb, das do ist

unter dem schön prunnen, und die pleien röre geet verrer piß fur die

rinnen, die außen im pflaster umb den schön prunnen geet. do geen die

hultzen rören an und ligen jenset der rinnen gegen unser lieben frawen

cappellen wartz hinab gegen des Rietters haus zu, und doselbst vor des

Rietters haus also seitlengs hinüber gegen den vier trögen, und pei

eins schritz weit vor den trögen hinab gegen der Begnitz zu. do ist

underhalb der trög pei funftzehen schuen ein kast gegen der Begnitz,

der leit am tag und ist verdeckt mit einer hultzen thür; in demselben

kasten ist ein abloß der rören.

Item als die rören von den vier trögen hinab geet, do ist von derselben

rören zu den zweien pfeillern zwischen den trögen, darinnen das wasser

auf geet, in ieden pfeiller ein schiedung und ein pleien roren gelegt,

darinnen das wasser auf geet und in die trög felt und von dannen in die

Begnitz etc. das wasser laidet die stat oder der paumeister von der

stat wegen in die vier trög.

Item der dritt außfluß des uberichen oder verloren wassers am schön

prunnen am Marckt ist durch ein seichen gegen des Birckamers haus, und

geet also in dem gemeur durch ein pleien rören herab auf das gewelb,

das unter dem schön prunnen ist und verrer fur den prunnen herdann fur

die rinnen die umb den prunnen im pflaster geet. do heben sich die

hültzen rören an und geen verrer die Waggassen hinumb zwischen des

gewichtmachers haus und der rinnen in der Waggassen hin hinter piß

mitten in die gassen pei der rinnen vor des Holtzels haus, do geet

dann ein rör hinab zwischen des Birckamers hinterhaus und der rinnen

doselbst in der gassen piß fur der Augustiner hinter groß thore.

[114^b] Von der rören zu den Augustinern.

Item vor des Birckamers hinterhaus gegen der Augustiner hinter grossem

thore uber do ist ein kasten im pflaster hart an der rinnen, der am

tag leit, und ist verdeckt mit einer thür. in demselben kasten ist

ein schiedung des wassers, also das das dritteil des wassers geet von

demselben kasten durch der Augustiner thore in ir closter und do in

iren hoff vor ir kirchen auf, das die Augustiner also furen von dem

obgeschriben kasten auf ir kost in ir closter hinein.

Item das verloren oder uberich wasser in dem closter zu den Augustinern

geet durch ein seichen auß irem trog fur ir kuchen wider under die

erden und also gerichtz wider zu dem grossen thor herauß wider auf

die gemein, do es hinein gangen ist, und in den kasten, darauß es

komen ist. das sullen die münch also auf ir kost auch wider herauß

furen auf die gemein on der gemein schaden und sullen auch das wasser

ongeverlichen niessen in irem closter, dann sie des kein recht haben

sunder neur ein gunst, und von bette wegen hat man in ein dritteil do

hin ein vergunt zu füren auf ir kost.

Item auch sullen die herren von den Augustinern geben ein drittel

des geltz und die gemein die zwei teil des geltz, das dann die rören

kosten; oder wenn pruch geschicht von dem schön prunnen piß hinder für

der Augustiner groß thore, was da zwischen gepruchs wurd an den rören

sullen sie das ein dritteil zallen und die gemein die andern zwai

dritteil, alles ongeverlich etc.

[115^a] Von des Erhart Schurstabs rören.

Von dem vorgeschriben kasten im pflaster, darinnen die schiedung des

wassers ist, dorvon der dritteil gen den Augustinern geet etc. do geen

nun die zwei teil des wassers also verrer in die rören und kasten

hinter des Schurstabs haus auf und fellt do in ein trog.

Item dasselb verloren und uberich wasser in demselben trog gett auch

durch ein seichen herab unter der erden und hinden kumpt es vor des

Schurstabs hausthür in ein rören, darinnen das verloren wasser ist, das

von den Augustinern herauß komen ist. do komen die zwei verloren wasser

wider zu samen in ein rören.

Item mer ist ietzunt ein kast hinter des Schurstabs haus, darinnen ein

abloß ist zu demselben prunnen.

Item von demselben kasten hinter des Schurstabs haus geen die zwei

verloren wasser in einer rören zwischen der rinnen im pflaster und des

Freyen und Schurstabs hinterheuser hinab piß fur des Hanns Grassers

groß thor am hoff; do ist ein kasten im pflaster verdeckt mit einer

hultzen thür und leit am tag, und die roren ligen pei funf schuchen

unter der erden.

[115^b] Von des Hannsen Grassers prunnen rören.

Item in demselben obgeschriben kasten ist ein schiedung oder teillung

des wassers, also das ongeverlichen des wassers ein dritteil soll geen

in des Grassers haus von dem kasten; doch hat der Grasser neur ein

gunst und des kein recht, das wasser also heim zu furen. auch sol er

das wasser von dem obgeschriben kasten auf sein kost heim furen on der

gemein schaden, das er also getan hat, und furt das in sein garten,

von dann geet es in die Begnitz. mer von der Augustiner kasten sol der

Graser piß fur sein thür zallen den dritten pfenning und die gemain

die zwen dritteil des geltz, wenn do zwischen gepruch geschicht an den

rören.

[116^a] Von der rören hinter den fleischpencken.

Von dem obgeschriben kasten im pflaster vor des Grasers haus geen die

zwai teil des wassers verrer hinab jenset der rinnen vor dem tuchhaus

und also hinab in den trog hinter den fleischpencken auf. do ist

unten an dem steinen trog gegen der Begnitz neben den fleischpencken

ein kast, der ist verdeckt mit einer hultzen deck und hat ein abloß

darinnen etc.

[116^b] Von der rören in der patstuben hinter den fleischpencken.

Das verloren und überich wasser in dem trog hinter den fleischpencken

geet durch ein seichen in ein rören, die aussen am trog steet, gegen

der Begnitz und under der erden durch das pflaster gegen der hausthür

am pat, und also in das pat hinter den fleischpencken in die patstuben.

und der pader fürt das wasser auf sein selbs kost on der gemein schaden

also heim.

[117^a] Von der rören oder prunnen im newen spital.

Item der ursprunge und ein fluß des prunnen oder rören im newen spital

ist im Siechgraben vor der stat an dem perck pei sechtzig schuen von

der grossen linten herab zu messen gegen Werd, und von dem Siechgraben

pach hinauf zu messen pei funftzig schuen. do der marckstein ietzunt

steet, do ist der erst sammenkasten von lebendigem wasser, der ursprung

unter der erden pei drei schuhen.

Item so ist von dem obgeschriben samenkasten, dopei der marckstein

steet ein hundert schuch herab zwerch über die stroß, die durch den

Siechgraben geet, aber ein ander kasten, der am tag leit und verdeckt

ist mit einem grossen stein. derselb kast fleust stetz mit wasser,

wenn anders die röre sunst nirgen außgeet, und das wasser fleust unter

der erden von den obgeschriben zweien kasten von einem zu dem andern in

hultzen rinnen, die unter der erden liegen pei vier schuhen.

Item von dem nechsten obgeschriben kasten ist der prunn nun hinfür

in hültzen rören gefast, die geen also von dem kasten zwischen dem

Siechgraben pach und dem perck oder rangen, der do ist auf die

lincken seitten, in dem grunt also herab als die marckstein sten,

der do zehen ist. und der erst marckstein steet von dem obgeschriben

kasten funfundfunftzig schrit, der ander stein herab vierundsibentzig

schrit, der dritt stein neuntzig schrit, der viert stein hundert und

funftzig schrit, der funft stein herab sechsundneuntzig schrit. und

die rören ligen an dem einen ent tieffer dann an dem andern unter

der erden, ettlichen enden gantz am tag, piß zu dem güßpetlein, das

in der Snödin weierhaus dienet. do ligt die röre neben demselben

güßpettlein pei zwelf schuen herdan gegen dem frawen thore wartz. von

dem funften marckstein sein piß auf den sechsten stein darnach hundert

und zweintzig schrit, der sibent stein vierundachtzig schrit, der

acht stein darnach zwenundsibentzig schrit, der neunt stein darnach

achtundsibentzig schrit. die rören ligen alle an der seitten gegen

der stat und die marckstein steent alle gen felt wertz und geen also

gerichtz über piß in die Begnitz, die do fleust auf die Hadermüll.

[117^b] Item zwischen der Snödin weierhaus und dem prucklein darob pei

zwelf schuen von der ecken der meur an der Snödin weierhaus herauf

neben der Pegnitz, die do fleust auf die Hadermüll, do geet die

spitalrören durch die Begnitz und an der andern seitten in des Langen

von Wertz wisen.

Item jenset der Pegnitz, die auf die Hadermüll fleust peu zweintzig

schuen in des Langen von Wertz wisen, do der marckstein steet, do

zwerchen sich die rören über ein ander. gerichtz unter dem marckstein

do kumpt des spitals rören unter zweien rören, die zu dem schön prunnen

dienen, hindurch auch in dieselben wisen; und die drei rören gen also

gegen der stat zu dem sünbellen newen thuren, der do steet aussen am

zwinger pei dem schwipogen gegen sant Katherein, und geen also durch

des Langen von Wertz auch des spitals und ettlicher ander wisen alle

drei pei sechs schuen unter der erden neben einander gegen dem thuren

zu.

Item mer ein marckstein als sich die spitalwisen anhebt und des Langen

wisen ein ent hat.

Item so ligt des newen spitals roren am eussersten an der rechten

seitten als man herein geet gegen Werde wartz.

Item so dienet die mittler rore zu dem undern geheus zu dem schön

prunnen.

Item so dienet die dritte rör, die do leit gegen der Snödin weierhaus

wartz auf die lincken seitten, als sie herein geen, zu dem obern geheus

zu dem schön prunnen am marckt.

Item die spitalröre hat ein spunt aussen in der wisen pei den eisenen

pfelhen pei dreissig schritten von der stat meur jenhalb des thurns so

sie herein geen.

Item die drei rören geen also zunechst gegen dem sünbellen thuren, der

do aussen an dem zwinger pei dem swipogen hinter sant Katherein steet,

durch ein arm oder wasserfluß, der überzwerch vor dem zwinger hinfleust

von einem wasserfluß der Begnitz oder swipogen zu dem andern, und die

rören ligen eins schuchs tieff in denselben fluß der Begnitz, also das

man die rören sicht in dem wasser alle drei.

[118^a] Item die drei rören geen also verrer von dem obgeschriben

wasserfluß durch ein gemaurten swipogen in den sünbellen thuren, der

aussen am zwinger pei dem swipogen hinter sant Katherein steet, und

also gerichtz durch den thuren und zwinger auß piß an die statmaur, und

also durch die statmaur hart am anfang des swipogen in die stat in der

ecken hinter dem thuren; und die rören ligen pei neun schuen unter der

erden im thuren und zwinger.

Item in demselben thuren überzwerch pei zweien schuen under den

vorgeschriben dreien rören so geet ein röre herdurch, die do kumpt auß

dem wild oder thiergraben, und dienet auf die Pleich.

Item so ligen die vorschriben drei rören also verrer von der ecken

der statmeur hinter dem Wildpat hart an dem anfang des swipogen und

neben dem steinen gang, der auf die statmaur und thuren an demselben

ent geet, und also herfur piß fur das heimlich gemach, das hinter dem

Wildpat steet an der Begnitz; do ligen sie pei sechs schuhen unter der

erden.

Item so hat die spitalroren ein spunt zwischen dem ecke am Wildpat und

der stiegen, die auf den steinen ganck geet auf den thuren, darauf die

pauren gefangen lagen im krieg.

Item von demselben heimlichen gemach hinter dem Wiltpat geen die rören

in der Schüt wider gerichtz herab neben der Begnitz piß zu dem güßpet

pei der Mang.

Item die drei rören geen also neben einander unter dem güßpet pei der

Mang in die Begnitz achtzehen schuch herdan von dem ecke des verbhaus

an der Mang, und die nechst röre am manghaus dienet zu dem spital

prunnen, und die eusseren zwu rören dienen zu dem schön prunnen. und

die rören geen also in der Begnitz pei zweien schuen unter der erden

hinab an des spitals kirchoff piß zu dem stadel hinter der schull des

spitals, do gen die zwo rören zu dem schön prunnen in der Begnitz fur

auß.

Item so hat die spital rören doselbst in der Begnitz neben dem stadel

hinter der schull ein kasten, darinnen ist ein ablaß zu derselben des

spitals rören.

[118^b] Item so geet die röre doselbst von dem abloßkasten unden durch

den stadeldennen und also überzwerch durch den Wert pei acht schuen

unter der erden in den andern fluß der Begnitz gegen dem spital und

also durch ein hultzen rören stock, der do aussen am spital in der

Begnitz auf geet durch das gewelb unter dem alten sagerer, darinnen

ettlich siechen ligen, piß in des messners hofflein vor der hultzen

stigen, die in die kirchen geet pei vier schuen von der thure pei sant

Elspeten altare gegen der stigen. doselbst do geet die röre gerichtz

durch die thure gegen dem weichkessel und zu der sutten zu, und

doselbst pei dem weichkessel do ist ein schiedung des wassers und geet

ein röre überzwerch unter der erden gegen die siechen heimlich gemach

an die Begnitz, do geet ein stock auf mit einem hannen, darauß die

siechen mügen wasser nemen, wenn sie wollen etc.

[119^a] Von der rören in dem eussern spitalhoffe.

Die röre ligt also verrer vor dem weichkessel gerichtz durch die sutten

auß durch die stubthüre gegen dem prunnen in den hoff und pei dem

loch, das do in dem pflaster ist vor dem prunnen, dorein das unrein

wasser fleust in dem hoffe, do ist unter der erden ein schiedung oder

teillung des wassers auf die rechten hant, und geet in hultzen rören

fur das spital thore hinauß und also zwerchs über die gassen und durch

das thore in dem eussern newen spitalhoff. und also gerichtz neben

dem trog im spitalhoffe do ist aber ein schiedung oder teillung des

wassers, also das doselbst ein stock aufgeet, darauß das wasser stetz

fellet in den trog doselbst in dem eussersten spitalhoff. das selb

überich wasser geet verrer in die Begnitz auß dem trog und thut kein

dinst mer. und die rören ligen pei vier schuhen unter der erden.

[119^b] Von der rören im müntzhoffe.

Pei dem obgeschriben stocke, darauß das wasser kumpt im eussern

spitalhoff, do ist ein schiedung des wassers pei, als oben steet. von

derselben schiedung geet ein röre hin hinder umb den stock und trog

durch das thore in den müntzhoff und auf die rechten hant am ecke durch

das gepaut new gemechlein, das man auß der müntz an demselben ent

gemacht hat, und geet also hinter demselben gemechlein durch ein hohen

hultzen rorenstock auf in das prewhaus des spitals, wenn man will etc.

[120^a] Von der rören in des spitals küchen.

Als davorn geschriben steet, das die rör ligt durch die sutten in dem

spitalhoff zu dem loch, dorein das unrein wasser im hoff fleust, darvon

ein schiedung auf die rechten hant geet in den eussern spitalhoff etc.

also ist hinfür pei funf schuen gegen dem prunnen aber ein schiedung

oder teillung des wassers auf die lincken hant unter der erden, und

geet ein röre doselbst in die spital kuchen und hat ein stock neben dem

hert mit einem hannen, darauß man wasser mag lassen wenn man will.

Item vor der kuchen in dem spital geet nun hinfur die hültzen rören

unter der erden pei vier schuen in den mitlern stock, darauf das messen

pild steet oder sitzt, in einer pleien rören etc. und auß demselben

pild nun drei fliessent roren geent, und das wasser fellet in einen

grossen steinen sünbellen trog doselbst im spitalhoff.

Item das verloren oder uberich wasser in demselben vorgeschriben

sünbelln trog geet durch ein seichen in einer pleien rören herab unter

der erden in ein hültzen rören, die do leit drei schuch unter der

erden, und geet auch also durch das spitalthore hinauß piß auf drei

stat schuch in die gassen auf die gemein. die röre ligt ob der rören,

die vorn durch das selb thore in eussern spitalhoff geet etc. das

obgeschriben verloren wasser soll der Karl Holtzschuer, der von Ploben,

auch der Meißner auf ir kost und on des spitals schaden herauß auß dem

trog piß drei schuch fur das thore füeren auf ir kostung etc.

[120^b] Von des Holtzschuers rören.

Endres Tuchers Baumeisterbuch der Stadt Nürnberg · 第 15 / 35 段