pflaster gegen des Weinmans haus oder der Richtlin hausthüre über.
[110^b] Von dem prunnen und rören hinter unser lieben frawen cappelln.
Item von demselben spunt ist pei zwelf schuhen hin fur zu einem
kasten, der am tag leit und verdeckt ist mit einem grossen stein mit
eisnen ringen. in demselben kasten ist ein schiedung oder teillung des
wassers, also das der dritteil des wassers kumpt in den prunnen hinter
unser lieben frawen cappellen, und die andern zwai dritteil des wassers
an die Ledergassen.
Item waß gepruchs an dem wasser oder rören von dem anfang als es auß
dem schön prunnen kompt biß zu dem obgeschriben kasten, do sich das
wasser also teilt, geschicht oder schadens nimpt, das soll alleweg
der paumeister zu der rören hinter unser lieben frawen cappellen
das dritteil zallen und die prunnmeister zu den zweien rören an der
Ledergassen die zwai dritteil an dem gelt bezalen.
Item von dem obgeschriben kasten, darinnen die teillung des wassers
ist, do ist ein spunt hin für pei vier schuen von dem kasten in der
rinnen in die selben rören.
Item dieselb rör geet von dem kasten, darinnen ein dritteil des wassers
[ist], also gerichtz hin hinder durch der wiltnerin krem zu dem prunnen
zu, und hat mer ein kasten hart am prunnen, do er aufgeet unter der ein
wiltnerin laden, der ist mit prettern verdeckt. und die rören ligen pei
vier schuen unter der erden an dem ent, und das wasser geet also auf
in zweien außgeenden rören (und solt doch neur ein rören sein, nachdem
und an dem wasser er neur ein dritteil hat und die Ledergassen zwei
dritteil) und fellet in den trock doselbst hinter unser lieben frawen
cappellen.
Item das uberich oder verlorn wasser in dem kasten oder prunnen hinter
unser lieben frawen cappellen geet halbs herauß auf die gemain in ein
hültzen trock der dopei steet, darauß man pfert trenckt, und der gemein
zu nutz kumpt etc.
[111^a] Von des Kressen prunnen.
Das ander halbteil des uberichen oder verloren wassers kumpt durch
ein seichen in ein hültzen rören, die aussen am prunnenkasten steet,
und lauft also unter der erden in des Kressen garten durch sein haus.
auf sein selbs kost soll ers von dem prunnen heim füren; doch hat der
Kreß des neur ein gunst von der gemein, und solt von rechtzwegen des
obgeschriben verloren wassers neur ein dritteil haben und nit ein
halbteil, darfür ist es angesehen.
[111^b] Von der rören an der Ledergassen vor Mertein Paumgartz haus.
Item in dem vorgeschriben kasten, der im pflaster am tag leit pei
des Weinmans haus am eck, darinnen die schiedung oder teilung des
wassers ist, als da vorn steet, geen nun die zwai teil des wassers in
hultzen rören, die do ligen unter der erden pei vier schuchen etc. von
demselben kasten hinauf gegen dem obßmarckt und hart an dem stöcklein
hinumb, das do steet am eck oben pei der grempler kremlein gegen des
Snitzers haus über, und geen also fur des Ebners haus pei zwelf schuen
herdan von dem haus und also hin hinder fur des Kressen haus, zwischen
des Kressen haus und dem kettenstock, hart an dem kettenstock hin
hinder fur das pat am Zottenperg.
Item doselbst neben dem pat vor des Fursten haus über den weck jenset
der rinnen do ist ein kast mit einer hültzen thür, der am tag leit,
darinnen ist ein spunt in die röre.
Item die rör ligt auch hin hinder von dem kasten pei funf schuhen unter
der erden neben der rinnen an der seitten. fur des Bemers und vor des
Schlüsselfelders haus geet die röre hin über gegen dem Fütterer und
also hin hinder zu dem kasten, do es aufgeet vor Mertein Paumgartz haus.
Item zwischen dem eck desselben wasserkasten und der rinnen im pflaster
zwen schuch gegen Mertein Paumgartz haus zu zu messen do ist ein
schiedung oder teilung des wassers unter der erden, also das das wasser
halbs geet vor des Paumgartz haus auf und fellt do in den kasten, und
das ander halbteil des wassers geet unter die erden in ein rörn für auß
underhalb in derselben gassen vor des Singers haus auf und fellt auch
do in ein kasten.
[112^a] Von der rören in des Fütterers haus.
Das verloren oder überich wasser, das do ist in dem kasten vor Mertein
Paumgartz haus, lauft durch ein seichen in ein hultzen rören, die do
steet aussen am grossen kasten an des Mertein Paumgartz haus, und geet
also wider hinter sich unter der erden pei vier schuhen herdan von
den heusern piß fur des Fütterers nechste hausthür; do geet es in
sein haus und ferrer in sein hoff, do geet es in ein trog. und dasselb
uberich wasser in des Fütterers haus geet unter der erden hinter sich
durch sein haus auß piß mitten in die gassen in die rinnen pei des
Michel Amlungs des becken haus.
Item das vorgeschriben verloren oder überich wasser, das der Fütterer
also heim füret auß dem kasten vor Mertein Paumgartz haus, das hat ime
ein gemain von bette wegen vergunt also durch sein haus zu leitten, und
das furpaß der gemein hinter sein haus piß in die rinnen als do voren
steet pei Michel [des] pecken haus wider der gemein zu antworten, alles
auf sein selbs kost; das alles der Fütterer noch piß her getan hat.
[112^b] Von des Ortolfs rören, die jenset der Begnitz außwendig seins
garten stet.
Item dasselb obgeschriben verloren wasser in der rinnen hinter des
Fütterers haus, das hat der alt Ortolf wol pei achtzehen jaren her
auf sein selbs kost gelait mit willen der gemein doselbst die gassen
hinfur und umb des Holtzschuers heuser also auf die rechten hant die
nechsten gassen, die do ist hinab gegen der Begnitz zwischen des
Holtzschuers und Ortolfs garten hinauß piß an die anderen seitten des
Ortolfs garten. in derselben anderen gassen an der Pegnitz steet ein
stock aussen an dem zaun an des Ortolfs garten auf der gemein, do geet
dasselb wasser auf in ein trog und furpaß in die Pegnitz.
[113^a] Von der andern rören an der Ledergassen vor des Singers haus
über.
Als da vorn steet, das ein schiedung oder teillung des wassers sei vorn
am eck pei der roren oder prunnen vor Mertein Paumgartz haus, also das
der halbteil des wassers von dannen hinab [geet] zu dem kasten vor des
Singers haus über in derselben gassen; und die rören ligen zwischen den
zweien wasserkasten im pflaster pei vier schuchen unter der erden.
Item so ist ein kasten im pflaster hart bei dem stock, do das wasser
auf geet vor des Singers haus über; derselb kast leit am tag und ist
verdeckt mit einem stein, dorinnen oben zwen eisnen ring sein. in
demselben kasten ist ein zapf und ein spunt in die rör, und dopei steet
der stock, darauß das wasser felt in den kasten, das die gemein neust.
[113^b] Von des Ortolfs rören, die inwendig in seinem und zwischen des
Holtzschuers garten auf ein gemein geet an der Begnitz.
Item das verloren oder uberich wasser, das do ist in dem trog oder
kasten an der Ledergassen am understen prunnen, das get durch ein
seichen in einen hultzen stock, der aussen am kasten steet, und also
unter der erden vor den heusern herauf zu ruck gegen dem ersten prunnen
an der Ledergassen pei dreien schuhen herdann von den heusern piß zu
des goltschlahers haus doselbst am eck, und also unb dasselb eck in
der reihen hinab und unden in der Newengassen überzwerch hinder des
Michel pecken haus hinüber und also in derselben gassen zwischen des
Holtzschuers und Ortolfs gerten hinab gegen der Begnitz, und also
in des Ortolfs garten. inwendigs des zauns steet ein stock, do das
wasser auf geet durch den zaun in einem hultzen trog, der auf der
gemein steet, und auß demselben trog das wasser in die Begnitz geet.
das obgeschriben wasser furt der Ortolf auf sein selbs kost von der
Ledergassen von dem undern prunnen also in sein garten; das hat im
ein gemein also vergünnt von bett wegen des Ortolfs und seiner heuser
wegen, die er an dem ent hat. doch hat der Ortolf ein hannen von dem
stock in seinen garten, darauß er ongeverlich sein würtzgerten giessen
mag, wenn er im garten ist; das ander wasser soll stetz auf die gemein
geen etc. den stock haben die nachtparen heroben an der ecke pei des
Wilden kandelgiessers haus aufgericht, nachdem und der Ortolf abgangen
ist.
[114^a] Von den vier trögen pei den fleischpencken.
Der ander außfluß des uberichen oder verloren wassers am schön prunnen
am Marckt ist durch ein seichen gegen des Schurstabs haus und geet also
in dem gemeur in einer pleien rören herab auf das gewelb, das do ist
unter dem schön prunnen, und die pleien röre geet verrer piß fur die
rinnen, die außen im pflaster umb den schön prunnen geet. do geen die
hultzen rören an und ligen jenset der rinnen gegen unser lieben frawen
cappellen wartz hinab gegen des Rietters haus zu, und doselbst vor des
Rietters haus also seitlengs hinüber gegen den vier trögen, und pei
eins schritz weit vor den trögen hinab gegen der Begnitz zu. do ist
underhalb der trög pei funftzehen schuen ein kast gegen der Begnitz,
der leit am tag und ist verdeckt mit einer hultzen thür; in demselben
kasten ist ein abloß der rören.
Item als die rören von den vier trögen hinab geet, do ist von derselben
rören zu den zweien pfeillern zwischen den trögen, darinnen das wasser
auf geet, in ieden pfeiller ein schiedung und ein pleien roren gelegt,
darinnen das wasser auf geet und in die trög felt und von dannen in die
Begnitz etc. das wasser laidet die stat oder der paumeister von der
stat wegen in die vier trög.
Item der dritt außfluß des uberichen oder verloren wassers am schön
prunnen am Marckt ist durch ein seichen gegen des Birckamers haus, und
geet also in dem gemeur durch ein pleien rören herab auf das gewelb,
das unter dem schön prunnen ist und verrer fur den prunnen herdann fur
die rinnen die umb den prunnen im pflaster geet. do heben sich die
hültzen rören an und geen verrer die Waggassen hinumb zwischen des
gewichtmachers haus und der rinnen in der Waggassen hin hinter piß
mitten in die gassen pei der rinnen vor des Holtzels haus, do geet
dann ein rör hinab zwischen des Birckamers hinterhaus und der rinnen
doselbst in der gassen piß fur der Augustiner hinter groß thore.
[114^b] Von der rören zu den Augustinern.
Item vor des Birckamers hinterhaus gegen der Augustiner hinter grossem
thore uber do ist ein kasten im pflaster hart an der rinnen, der am
tag leit, und ist verdeckt mit einer thür. in demselben kasten ist
ein schiedung des wassers, also das das dritteil des wassers geet von
demselben kasten durch der Augustiner thore in ir closter und do in
iren hoff vor ir kirchen auf, das die Augustiner also furen von dem
obgeschriben kasten auf ir kost in ir closter hinein.
Item das verloren oder uberich wasser in dem closter zu den Augustinern
geet durch ein seichen auß irem trog fur ir kuchen wider under die
erden und also gerichtz wider zu dem grossen thor herauß wider auf
die gemein, do es hinein gangen ist, und in den kasten, darauß es
komen ist. das sullen die münch also auf ir kost auch wider herauß
furen auf die gemein on der gemein schaden und sullen auch das wasser
ongeverlichen niessen in irem closter, dann sie des kein recht haben
sunder neur ein gunst, und von bette wegen hat man in ein dritteil do
hin ein vergunt zu füren auf ir kost.
Item auch sullen die herren von den Augustinern geben ein drittel
des geltz und die gemein die zwei teil des geltz, das dann die rören
kosten; oder wenn pruch geschicht von dem schön prunnen piß hinder für
der Augustiner groß thore, was da zwischen gepruchs wurd an den rören
sullen sie das ein dritteil zallen und die gemein die andern zwai
dritteil, alles ongeverlich etc.
[115^a] Von des Erhart Schurstabs rören.
Von dem vorgeschriben kasten im pflaster, darinnen die schiedung des
wassers ist, dorvon der dritteil gen den Augustinern geet etc. do geen
nun die zwei teil des wassers also verrer in die rören und kasten
hinter des Schurstabs haus auf und fellt do in ein trog.
Item dasselb verloren und uberich wasser in demselben trog gett auch
durch ein seichen herab unter der erden und hinden kumpt es vor des
Schurstabs hausthür in ein rören, darinnen das verloren wasser ist, das
von den Augustinern herauß komen ist. do komen die zwei verloren wasser
wider zu samen in ein rören.
Item mer ist ietzunt ein kast hinter des Schurstabs haus, darinnen ein
abloß ist zu demselben prunnen.
Item von demselben kasten hinter des Schurstabs haus geen die zwei
verloren wasser in einer rören zwischen der rinnen im pflaster und des
Freyen und Schurstabs hinterheuser hinab piß fur des Hanns Grassers
groß thor am hoff; do ist ein kasten im pflaster verdeckt mit einer
hultzen thür und leit am tag, und die roren ligen pei funf schuchen
unter der erden.
[115^b] Von des Hannsen Grassers prunnen rören.
Item in demselben obgeschriben kasten ist ein schiedung oder teillung
des wassers, also das ongeverlichen des wassers ein dritteil soll geen
in des Grassers haus von dem kasten; doch hat der Grasser neur ein
gunst und des kein recht, das wasser also heim zu furen. auch sol er
das wasser von dem obgeschriben kasten auf sein kost heim furen on der
gemein schaden, das er also getan hat, und furt das in sein garten,
von dann geet es in die Begnitz. mer von der Augustiner kasten sol der
Graser piß fur sein thür zallen den dritten pfenning und die gemain
die zwen dritteil des geltz, wenn do zwischen gepruch geschicht an den
rören.
[116^a] Von der rören hinter den fleischpencken.
Von dem obgeschriben kasten im pflaster vor des Grasers haus geen die
zwai teil des wassers verrer hinab jenset der rinnen vor dem tuchhaus
und also hinab in den trog hinter den fleischpencken auf. do ist
unten an dem steinen trog gegen der Begnitz neben den fleischpencken
ein kast, der ist verdeckt mit einer hultzen deck und hat ein abloß
darinnen etc.
[116^b] Von der rören in der patstuben hinter den fleischpencken.
Das verloren und überich wasser in dem trog hinter den fleischpencken
geet durch ein seichen in ein rören, die aussen am trog steet, gegen
der Begnitz und under der erden durch das pflaster gegen der hausthür
am pat, und also in das pat hinter den fleischpencken in die patstuben.
und der pader fürt das wasser auf sein selbs kost on der gemein schaden
also heim.
[117^a] Von der rören oder prunnen im newen spital.
Item der ursprunge und ein fluß des prunnen oder rören im newen spital
ist im Siechgraben vor der stat an dem perck pei sechtzig schuen von
der grossen linten herab zu messen gegen Werd, und von dem Siechgraben
pach hinauf zu messen pei funftzig schuen. do der marckstein ietzunt
steet, do ist der erst sammenkasten von lebendigem wasser, der ursprung
unter der erden pei drei schuhen.
Item so ist von dem obgeschriben samenkasten, dopei der marckstein
steet ein hundert schuch herab zwerch über die stroß, die durch den
Siechgraben geet, aber ein ander kasten, der am tag leit und verdeckt
ist mit einem grossen stein. derselb kast fleust stetz mit wasser,
wenn anders die röre sunst nirgen außgeet, und das wasser fleust unter
der erden von den obgeschriben zweien kasten von einem zu dem andern in
hultzen rinnen, die unter der erden liegen pei vier schuhen.
Item von dem nechsten obgeschriben kasten ist der prunn nun hinfür
in hültzen rören gefast, die geen also von dem kasten zwischen dem
Siechgraben pach und dem perck oder rangen, der do ist auf die
lincken seitten, in dem grunt also herab als die marckstein sten,
der do zehen ist. und der erst marckstein steet von dem obgeschriben
kasten funfundfunftzig schrit, der ander stein herab vierundsibentzig
schrit, der dritt stein neuntzig schrit, der viert stein hundert und
funftzig schrit, der funft stein herab sechsundneuntzig schrit. und
die rören ligen an dem einen ent tieffer dann an dem andern unter
der erden, ettlichen enden gantz am tag, piß zu dem güßpetlein, das
in der Snödin weierhaus dienet. do ligt die röre neben demselben
güßpettlein pei zwelf schuen herdan gegen dem frawen thore wartz. von
dem funften marckstein sein piß auf den sechsten stein darnach hundert
und zweintzig schrit, der sibent stein vierundachtzig schrit, der
acht stein darnach zwenundsibentzig schrit, der neunt stein darnach
achtundsibentzig schrit. die rören ligen alle an der seitten gegen
der stat und die marckstein steent alle gen felt wertz und geen also
gerichtz über piß in die Begnitz, die do fleust auf die Hadermüll.
[117^b] Item zwischen der Snödin weierhaus und dem prucklein darob pei
zwelf schuen von der ecken der meur an der Snödin weierhaus herauf
neben der Pegnitz, die do fleust auf die Hadermüll, do geet die
spitalrören durch die Begnitz und an der andern seitten in des Langen
von Wertz wisen.
Item jenset der Pegnitz, die auf die Hadermüll fleust peu zweintzig
schuen in des Langen von Wertz wisen, do der marckstein steet, do
zwerchen sich die rören über ein ander. gerichtz unter dem marckstein
do kumpt des spitals rören unter zweien rören, die zu dem schön prunnen
dienen, hindurch auch in dieselben wisen; und die drei rören gen also
gegen der stat zu dem sünbellen newen thuren, der do steet aussen am
zwinger pei dem schwipogen gegen sant Katherein, und geen also durch
des Langen von Wertz auch des spitals und ettlicher ander wisen alle
drei pei sechs schuen unter der erden neben einander gegen dem thuren
zu.
Item mer ein marckstein als sich die spitalwisen anhebt und des Langen
wisen ein ent hat.
Item so ligt des newen spitals roren am eussersten an der rechten
seitten als man herein geet gegen Werde wartz.
Item so dienet die mittler rore zu dem undern geheus zu dem schön
prunnen.
Item so dienet die dritte rör, die do leit gegen der Snödin weierhaus
wartz auf die lincken seitten, als sie herein geen, zu dem obern geheus
zu dem schön prunnen am marckt.
Item die spitalröre hat ein spunt aussen in der wisen pei den eisenen
pfelhen pei dreissig schritten von der stat meur jenhalb des thurns so
sie herein geen.
Item die drei rören geen also zunechst gegen dem sünbellen thuren, der
do aussen an dem zwinger pei dem swipogen hinter sant Katherein steet,
durch ein arm oder wasserfluß, der überzwerch vor dem zwinger hinfleust
von einem wasserfluß der Begnitz oder swipogen zu dem andern, und die
rören ligen eins schuchs tieff in denselben fluß der Begnitz, also das
man die rören sicht in dem wasser alle drei.
[118^a] Item die drei rören geen also verrer von dem obgeschriben
wasserfluß durch ein gemaurten swipogen in den sünbellen thuren, der
aussen am zwinger pei dem swipogen hinter sant Katherein steet, und
also gerichtz durch den thuren und zwinger auß piß an die statmaur, und
also durch die statmaur hart am anfang des swipogen in die stat in der
ecken hinter dem thuren; und die rören ligen pei neun schuen unter der
erden im thuren und zwinger.
Item in demselben thuren überzwerch pei zweien schuen under den
vorgeschriben dreien rören so geet ein röre herdurch, die do kumpt auß
dem wild oder thiergraben, und dienet auf die Pleich.
Item so ligen die vorschriben drei rören also verrer von der ecken
der statmeur hinter dem Wildpat hart an dem anfang des swipogen und
neben dem steinen gang, der auf die statmaur und thuren an demselben
ent geet, und also herfur piß fur das heimlich gemach, das hinter dem
Wildpat steet an der Begnitz; do ligen sie pei sechs schuhen unter der
erden.
Item so hat die spitalroren ein spunt zwischen dem ecke am Wildpat und
der stiegen, die auf den steinen ganck geet auf den thuren, darauf die
pauren gefangen lagen im krieg.
Item von demselben heimlichen gemach hinter dem Wiltpat geen die rören
in der Schüt wider gerichtz herab neben der Begnitz piß zu dem güßpet
pei der Mang.
Item die drei rören geen also neben einander unter dem güßpet pei der
Mang in die Begnitz achtzehen schuch herdan von dem ecke des verbhaus
an der Mang, und die nechst röre am manghaus dienet zu dem spital
prunnen, und die eusseren zwu rören dienen zu dem schön prunnen. und
die rören geen also in der Begnitz pei zweien schuen unter der erden
hinab an des spitals kirchoff piß zu dem stadel hinter der schull des
spitals, do gen die zwo rören zu dem schön prunnen in der Begnitz fur
auß.
Item so hat die spital rören doselbst in der Begnitz neben dem stadel
hinter der schull ein kasten, darinnen ist ein ablaß zu derselben des
spitals rören.
[118^b] Item so geet die röre doselbst von dem abloßkasten unden durch
den stadeldennen und also überzwerch durch den Wert pei acht schuen
unter der erden in den andern fluß der Begnitz gegen dem spital und
also durch ein hultzen rören stock, der do aussen am spital in der
Begnitz auf geet durch das gewelb unter dem alten sagerer, darinnen
ettlich siechen ligen, piß in des messners hofflein vor der hultzen
stigen, die in die kirchen geet pei vier schuen von der thure pei sant
Elspeten altare gegen der stigen. doselbst do geet die röre gerichtz
durch die thure gegen dem weichkessel und zu der sutten zu, und
doselbst pei dem weichkessel do ist ein schiedung des wassers und geet
ein röre überzwerch unter der erden gegen die siechen heimlich gemach
an die Begnitz, do geet ein stock auf mit einem hannen, darauß die
siechen mügen wasser nemen, wenn sie wollen etc.
[119^a] Von der rören in dem eussern spitalhoffe.
Die röre ligt also verrer vor dem weichkessel gerichtz durch die sutten
auß durch die stubthüre gegen dem prunnen in den hoff und pei dem
loch, das do in dem pflaster ist vor dem prunnen, dorein das unrein
wasser fleust in dem hoffe, do ist unter der erden ein schiedung oder
teillung des wassers auf die rechten hant, und geet in hultzen rören
fur das spital thore hinauß und also zwerchs über die gassen und durch
das thore in dem eussern newen spitalhoff. und also gerichtz neben
dem trog im spitalhoffe do ist aber ein schiedung oder teillung des
wassers, also das doselbst ein stock aufgeet, darauß das wasser stetz
fellet in den trog doselbst in dem eussersten spitalhoff. das selb
überich wasser geet verrer in die Begnitz auß dem trog und thut kein
dinst mer. und die rören ligen pei vier schuhen unter der erden.
[119^b] Von der rören im müntzhoffe.
Pei dem obgeschriben stocke, darauß das wasser kumpt im eussern
spitalhoff, do ist ein schiedung des wassers pei, als oben steet. von
derselben schiedung geet ein röre hin hinder umb den stock und trog
durch das thore in den müntzhoff und auf die rechten hant am ecke durch
das gepaut new gemechlein, das man auß der müntz an demselben ent
gemacht hat, und geet also hinter demselben gemechlein durch ein hohen
hultzen rorenstock auf in das prewhaus des spitals, wenn man will etc.
[120^a] Von der rören in des spitals küchen.
Als davorn geschriben steet, das die rör ligt durch die sutten in dem
spitalhoff zu dem loch, dorein das unrein wasser im hoff fleust, darvon
ein schiedung auf die rechten hant geet in den eussern spitalhoff etc.
also ist hinfür pei funf schuen gegen dem prunnen aber ein schiedung
oder teillung des wassers auf die lincken hant unter der erden, und
geet ein röre doselbst in die spital kuchen und hat ein stock neben dem
hert mit einem hannen, darauß man wasser mag lassen wenn man will.
Item vor der kuchen in dem spital geet nun hinfur die hültzen rören
unter der erden pei vier schuen in den mitlern stock, darauf das messen
pild steet oder sitzt, in einer pleien rören etc. und auß demselben
pild nun drei fliessent roren geent, und das wasser fellet in einen
grossen steinen sünbellen trog doselbst im spitalhoff.
Item das verloren oder uberich wasser in demselben vorgeschriben
sünbelln trog geet durch ein seichen in einer pleien rören herab unter
der erden in ein hültzen rören, die do leit drei schuch unter der
erden, und geet auch also durch das spitalthore hinauß piß auf drei
stat schuch in die gassen auf die gemein. die röre ligt ob der rören,
die vorn durch das selb thore in eussern spitalhoff geet etc. das
obgeschriben verloren wasser soll der Karl Holtzschuer, der von Ploben,
auch der Meißner auf ir kost und on des spitals schaden herauß auß dem
trog piß drei schuch fur das thore füeren auf ir kostung etc.
[120^b] Von des Holtzschuers rören.