Nunnengeßlein eins, unter des Friderices thor eins, im geßlein an der
parfusser closter eins.
Item meister Hanns Rupprecht hat zwei schloß vor seinem haus.
Item Hanns Samenheimer hat zwai schloß über die gassen unter den kochen.
Item Hanns von Zenn, goltschmit, hat zwai schloß vorn an der parfussen
prücken.
Item Hanns Thorer, pfragner, hat zwai schloß von seinem haus an
parfüsser closter.
Item Niclas Paumgartner hat ein sloß von seinem haus an des Leheners
haus.
Item Ulrich Rotmunt hinter sant Laurentzen hat dreu schloß, eins im
Nunnengeßlein, eins vor der pruck, eine hinter den Waltstromern.
Item der schreinner unter dem Waltstromer hat ein schloß im geßlein
hinter dem Waltstromer.
Item Sternecker, peck, hat zwai schloß von seinem haus an sant
Kungunden capell.
Item Deissler, pirprew, hat ein schloß über die gassen gegen der
Schönnin, die hat die andern schloß.
Item die Schönnin pei sant Laurentzen hat zwai schloß gegen dem
Deisler, pirprew, der hat das ander.
Item Peter Guetterer, ein satler, hat ein schloß im Gollengeßlein.
Item Leupolt Stocker hat ein schloß von seinem haus an die alten
statmaur.
Item Bertholt Lang hat zwai sloß unter dem innern Frawenthore und der
pruck.
[103^b] Item der Vogel, peck, hat ein schloß pei dem Haßlacher am
graben.
Item Linhart Preissensinn, snürmacher, hat zwai schloß pei des Ditzen
thuren hinter sant Katherein.
Item Eberhart, feilnhawer, hat zwai schloß pei des Sachsen garten und
pei des Propfetten thuren gegen sant Katherein.
Item Linck, deckweber, hat ein schloß pei des Prophetten thuren gegen
der Peunt.
Item Conrat, glockengiesser, hat ein schloß von seinem haus an Ulman
Schmits haus.
Item Peter, schmit, hat vier schloß von sant Claren gegen sant Martha.
Item Wagner, thorsperrer am Frawenthore hat dreu schloß auf pede
seitten am Frawenthore und eins unter dem Frawenthore.
Item Peter, schuster, pei sant Claren hat zwei schloß von seinem haus
an der Schimlin haus.
Item Heintz, löffler, hat zwai schloß über den Vischpach an sant Claren
closter.
Item Fürnhelm, schmit, hat ein schloß auf dem graben pei dem Sündergeu.
Item [der] paumeister hat zwaei sloß im vorwerck vor Frawenthore auf
bede seitten in den zwinger.
Summa zwaiundfunftzig schloß.
[104^a] Von ketten und slossen in der kartheuser vierteil.
Item Niclas Gnötzsamer hat vier schloß, eins vor der verschutten
prucken pei dem Sündergeu, die andern gegen dem kornhaus nach einander.
Item Windisch, pierprew, an der Pfandschmidgassen hat ein schloß von
seinem haus an Hanns Imhoffs haus.
Item Hanns Eisen, ein deckweber, hat ein schloß von seinem haus an das
ander eckhaus.
Item Herman Vogelgesanck hat ein schloß von seinem haus an den pecken
pei im.
Item Hanns Prunner an dem Vischpach hat ein schloß von seinem haus an
des Wagenhannsen haus.
Item Contz Pöll, pader im Strosack, hat vier schloß von dem pat an des
Peßlers hinterhaus.
Item Contz Funck, heffner, hat dreu schloß gegen im über und in der
köttgassen neben im.
Item in des jungen Hirßvogels, verbers, haus sein zwei schloß von des
küstrichs pruck und hinden am selben eckhaus.
Item Jobst Haug an der Praittengassen hat dreu schloß von seinem haus
über den Vischpach.
Item herr Friderich Schönpeter hat zwai schloß vorn am frawenhaus und
dargegen über in einem geßlein.
Item Albrecht Strauß, swartzverber, hat ein schloß gegen seinem haus
über im geßlein.
Item Gümbler, fleischhacker, hat zwei schloß von seinem an des Hütters
haus über den Vischpach.
Item Hanns Praun, pierprew am Kornmarckt, hat dreu schloß gegen dem
Müffelein, der hat die andern.
Item Hanns Ortheimer pei dem weissen thuren hat dreu schloß von seinem
haus über den pach an des pecken hinterhaus.
Slossen in der vorstat.
Item meister Hanns in Sündergeu, pader, hat dreu schloß, eins von
seinem haus an stat graben, und hinter im an der kartheuser garten.
Item Cuntz Goller ein rotschmit hat ein schloß im Grasser geßlein an
der kartheuser garten.
[104^b] Item Marckart Planck vor den kartheusern hat zwei sloß von dann
an der kartheuser closter.
Item meister Jacob Grym hat funf schloß auf pede seitten an Sebolt
Behems haus.
Item Fritz Albrecht an des appothekers gassen hat ein schloß unter dem
thore vor des appothekers gassen.
Summa dreuundviertzig schloß.
[105^a] Von ketten und slossen in dem Kornmarckt vierteil.
Item Merthein Fleischman zu der rotten thur hat zwai sloß von seinem
haus an des rotten hirssen haus.
Item Heintz Peck, schneider in des Kellners haus, hat zwai schloß von
seinem haus an Fritz Dinthners haus.
Item Linthner in der Hertzogin haus hat zwai schloß von seinem haus
gegen dem pat im Prüll.
Item Wilhelm Rumel senior hat ein sloß von seinem haus an Arnolt von
Thyls haus.
Item Wilhelm Rumel junior hat ein schloß von seinem haus an den guldein
straussen.
Item in des Eissenwangers hinterhaus ist ein schloß von dann an der
frawen pruder closter.
Item Störrin am Weinmarckt hat ein schloß an des alten Peßlers haus.
Vorstat.
Item der paumeister hat zwai sloß im vorwerck vor Spitaler thore auf
pede seitten in die zwinger.
Item Model, messingslaher, hat ein sloß unter dem eusern spitaler
thuren.
Item Santman, haffner, hat dreu schloß gegen dem Semelpecken der hat
die andern schloß.
Item Contz Wagner, thorsperrer Spitaler thors, hat dreu schloß, eins
pei dem Model am eusern spitaler thore, zwai vom eckhaus an sant Jacobs
kirchoffs.
Item Contz Holfelder, peck, hat ein sloß gegen der Ledergassen von
seinem haus.
Item Michel Holfelder, peck hinter sant Jacob, hat dreu schloß hinter
sant Jacob unter der Hüll.
Item Eberhart Fürer, ein patternosterer, hat ein schloß von des Lotters
haus pei dem Herman, pflasterer.
Item Contz Coller, messingslaher, hat zwai schloß von seinem haus gegen
der Künn Imhoff[in] haus.
Item Fladenpeck am Steig hat ein schloß von seinem haus über das klein
geßlein.
Item Hanns Volckhart, ein klingenschmit, hat zwai sloß pei sant Jacob
prun pei dem Röling.
Item in des Ramen haus pei sant Jacob ist ein schloß von seinem haus an
den statgraben.
Summa dreissig sloß.
[105^b] Von ketten und slossen in sant Elspetten vierteil.
Item Heintz Hoffman, schneider, hat ein schloß vor der langen prucken.
Item Heintz, kornrichter im Werd, hat ein schloß im Werd unter dem
schopfprunnen.
Item der almusen mullner hat ein sloß hinden an der almusen müll am
graben.
Item Contz Rüssel, peck, hat ein schloß in der Newengassen neben der
almussen müll.
Item Contz Pramler hat ein schloß von seinem haus an des Theurels
hinterhaus.
Item Heintz Haner am Kornnmarckt hat dreu sloß von des Teurels haus an
der frawen pruder closter.
Item Contz Ulrich, lederer, hat ein schloß in der gassen von dem
Kornmarckt gegen der almusen müll.
Item Jacob Puck, lederer, hat zwai schloß vorn an der obern Ledergassen
pei dem Kotzler.
Item Sebolt Stocker ein fleischhacker hat zwai schloß an der under
Ledergassen vor seinem haus.
Item Fritz Muffelein am Kornmarckt hat zwai schloß von seinem haus
gegen Praun, pirprew, der hat die andern.
Item Niclas Marck pei dem weissen thuren hat ein schloß von seinem haus
an die alten statmaur.
Item im werckhaus, darinnen der Hoffer sitzt, hat zwai schloß under dem
weissen thuren und der pruck darvor.
Vorstat.
Item Peter Slemel, peck pei sant Jacob, hat zwai sloß gegen dem
Santman, haffner, der hat die andern schloß.
Item Hanns Mörser der schneider hat vier schloß von dem negwersmit an
das teutsch haus.
Item Sebolt Marck hinter dem teutschen haus hat zwai sloß do der krum
stock steet.
Item Heintz Veitlein, verber hinter dem teutschen hoff, hat zwai sloß
auf dem graben oben und unden an dem teutschen hoff.
Item Kraft Lochner, ein verber ob der smeltzhütten auf dem Newenpawe,
hat ein sloß pei des Mittelwachters thuren.
[106^a] Item der paumeister hat dreu sloß unter dem hultzen pollwerck
auf dem newen pawe.
Summa schloß 32.
Summa in sant Laurentzen pfarr: hudert sibenundfunftzig ketten und sloß.
Item so sein im thurn und vorwerck auf dem Newenpawe sechtzehen
ketten, die man unden vor der stat über die Begnitz anlegen mag an die
viertzehen stock, darzu ein paumeister die zweintzig sloß hat.
Summa summarum aller ketten und sloß facit: vierhundert und zweintzig
ketten und vierhundert und vierundzweintzig sloß etc.
[106^b] Von dem schön prunnen am Marckt pei der Wechsel.
Nach Crists gepurt viertzehenhundert in dem neun und funftzigisten
jare am montag vor sant Urbans tag [25 Mai] ließ ich Endres Tucher von
bevelhnus herren Erhart Schürstabs seligen vorzeihen die fliessenden
prunnen und rören ausserhalben und inwendig der stat Nuremberg durch
anweisung meister Heinrich Scharpfen zu dem Gostenhoff, der die zeit
der stat Nuremberg oberster prunmeister was und genant der Rorenheintz,
der dann achtundzweintzig jare pei dem prunnen gewest was etc. als
hernach geschriben steet.
Der ursprunge des schön prunnen am Marckt ist vor der stat in der
Faltznerin hamer im garten hinter dem stadel, als man hinein in den
garten geet auf die lincken hant gegen dem perg, der do leit gegen der
stat hinein, und das wasser quillet an demselben ent also von im selber
auf.
So ist hinden von demselben stadel piß auf den obgeschriben ursprung
des wassers pei neunundzweintzig stat schuch. derselb kast ist runt
als ein prunn gemauret und gedeckt mit zweien grossen grabstein; der
kast ist unter der erden zwelf schuch tief und oben am tag steet ein
marckstein vom Kornperk auf demselben kasten.
Item von dem obgeschriben samenkasten des wassers ist pei zwelf
schuchen herab piß auf den ersten marckstein darnach.
Item mer sein von dem obgeschriben nechsten stein darnach herab piß auf
den andern stein sechsundviertzig schuch; der stein ligt auch am tag.
Item von demselben piß zu dem anderen stein aber darnach herab ist
funfundviertzig schuch; der stein auch am tag leit.
Item darnach von dem obgeschriben stein sein sechsundsechtzig schuch
piß [107^a] zu dem nechsten stein aber darnach.
Item von dem obgeschriben nechsten stein ist darnach herab
funfundfunftzig schuch piß auf den rechten abloßkasten des wassers.
Item das wasser fleust also von den obgeschriben marckstein ie von
einem zu dem andern in gemaurten rinnen unter der erden, die ligen pei
siben schuchen tief; und das wasser in derselben rinnen stembt und ist
woll zweier schuch tief mit wasser und am understen noch tieffer.
Item es sein unter den obgeschriben marckstein allenthalben löcher in
die rinnen, darinnen das wasser stembt oder fleust, also das ein man
in derselben rinnen oder gang unter der erden von einem stein zu dem
anderen woll gekrichen mag, wenn man das wasser ablest im abloßkasten.
Item so ist zuletzt ein abloßkast gemaurt, der pei zweien schuchen
weit und sechs schuch lanck und tief ist, und der abloß zu demselben
abloßkasten ist an der seitten gegen dem weier pei funf schuchen hinter
sich herauf von dem samenkasten; do ist ein schlegel, der kaum eins
schuchs tief unter der erden leit neben dem stein, darmit der ablaßkast
gedeckt ist. wenn man den schlegel zeucht so geet der prunn unden durch
ein eichen rinnen gantz ab, die rinnen leit bei sechs schuchen unter
der erden im abloßkasten. es ist auch ein gute kupferen seichen im
abloßkasten, dardurch das wasser in den samenkasten sich seicht.
Item so ist ein ander kasten gemauret unden herab hart an dem
ablaßkasten, der ist auch gedeckt mit zweien grossen stein, die am tag
ligen, und geet die seichen von dem abloßkasten in denselben underen
samenkasten; und derselb samenkast ist pei sechs schuhen weit und preit
in ein vierung. in demselben samenkasten ist ein grosser kupferer
gelocherter kessel vor den hultzen rören, die auß demselben kasten geen.
Item von demselben underen samenkasten geen nun zwo hültzen rören neben
einander gerichtz hinab an den pach, do hinab sein vierunddreissig
schritt. und ligen die rören am tag im pach und also durch die wisen
doselbst piß zu dem marckstein, der do steet sechsundfunftzig schritt
in derselben wisen, und mer ein stein darnach hundert zwenundfunftzig
schrit piß zu ent [107^b] der wisen an dem weier ob dem hemmerlein
doselbst. und die zwue rören ligen in der wisen hinab pei funf schuhen
unter der erden.
Item die öber rörn auf die lincken hant als man herein geet gegen dem
perg oder Siechgraben zu, die dienet zu dem obern geheus an dem schönen
prunnen in der stat; und dieselb röre ligt nun fürpaß ein und einher
allweg auf der lincken hant etc.
Item die zwue rören geen oder ligen nun also von dem obgeschriben
marckstein, der do steet zu ent der wisen am weier ob dem hemmerlein,
in demselben weier pei eines halben mans tief in dem weier unter
der erden, und also durch den weier gegen der stat neben den eichen
pfellen. do ligen die rören auf der lincken hant gegen dem gericht, als
man herein geet piß zu dem weiertham zu pei dem hemerlein.
Item so steet ein marckstein auf dem weiertham neben dem wer auf die
lincken hant gegen dem Vischgraben wertz, do komen die zwue rören pei
anderhalb mans tief durch das weiertham under der erden herauß gegen
der stat zu etc. do steet aber ein stein auf dem weiertham gegen der
stat.
Item die zwo rören gen also verrer piß zu dem newgefasten fliessenden
prunnen, der do ist am perg gegen dem Vischgraben; und von demselben
prunnen pei zweintzig schuhen zu messen gegen dem hemerlein, do ligen
die zwu roren eins schuchs tief unter der erden in dem gerin oder
abfluß desselben prunnes.
Item von dem obgeschriben prunlein gegen der stat zu messen
sechsundsechtzig schuch und von einem wisslein dopei gelegen vierzehen
schuch über zwerch zu messen, do leit ein spunt in die roren; die do
dienet in das unter gehaüs an dem schön prunnen etc. und die roren
ligen an demselben ent pei funf schuhen tief unter der erden. doselbst
herab am wisslein steet ein marckstein pei zweintzig schritten
underhalb des spuntz gegen der stat zu.
Item darnach gen die zwo rören also gerichtz gegen der Snödin weierhaus
zu durch ein wisen, die gen dem Thurnhoff gehort, do stet ein
marckstein vorn an der wisen. mer steet noch ein marckstein auf dem
hohen rangen, der uberzwerch [geet], und an ieder seitten des rangen
ein graben; der rang an dem ent zwo wisen scheidt. auf demselben
rangen steet auch ein [108^a] marckstein gerichtz ob den rören, die do
ligent an demselben ent pei funf schuchen unter der erden.
Item von dem obgeschriben marckstein ist ein wisen gegen der Snödin
weierhaus wartz, dordurch ein graben auch uberzwerch geet. in demselben
graben ligen die rören am tag pei vier schuchen in der erden. mer steet
ein marckstein aussen am zaun an der straß gegen Werd wertz, darunter
ligen die zwo rören.
Item von demselben marckstein, der aussen am zaun steet gegen Werd
wartz, do geen die rören durch denselben zaun piß zu dem andern
marckstein aber darnach, der do steet pei zwelf schuchen disset der
prück, und also snurslechtz zwischen dem eck an der Snödin weierhaus
und dem prücklein doselbst durch die Begnitz, die auf die Hadermüll
fleust, und jenset der Pegnitz in des Langen von Wertz wisen zu dem
marckstein.
Item jenset der Begnitz, die auf die Hadermüll fleust pei zweintzig
schuchen am eck in des Langen von Wertz wisen, do der marckstein steet,
do zwerchen sich die roren über einander gerichtz under dem marckstein.
do kumpt under den zweien obgeschriben prunnrören die röre, die do
dienet zu dem newen spital, auch in dieselben wisen; und die drei rören
geen also gegen der stat zu dem sünbeln newen thuren, der do steet
aussen am zwinger pei dem swipogen gegen sant Katherein, und geen also
durch des Langen von Wertz auch des spitals und etzlicher ander wisen,
alle drei pei sechs schuhen unter der erden neben einander gegen dem
thuren zu.
Item mer steet ein marckstein als sich die spitalwisen anhebt und des
Langen wisen ein ent hat.
Item so ligt die rören zu des newen spitals prunnen am eussersten an
der rechten seitten als man herein geet gegen Werd wartz.
Item so dienet die mitler röre zu dem undern gehaüs zu dem schön
prunnen.
Item so dienet die drit röre, die do leit gegen der Snödin weierhaus
wartz auf die lincken seitten als sie herein geen, zu dem oberen gehäus
zu dem schön prunnen am marckt.
[108^b] Item die drei rören geen also zunechst gegen dem sünbellen
thuren, der do aussen an dem zwinger pei dem swipogen hinter sant
Katherein steet, durch ein arm oder wasserfluß, der überzwerch vor dem
zwinger hinfleust von einem wasserfluß der Begnitz oder swipogen zu dem
anderen. und die roren ligen eins schuchs tief in demselben fluß der
Begnitz, also das man die rören oben sicht in dem wasser alle drei.
Item die roren alle drei geen verrer also von dem obgeschriben wasser
fluß durch ein gemaurten swipogen in den sünbeln thuren, der aussen am
zwinger pei dem swipogen hinter sant Katherein steet, und also gerichtz
durch den thuren und zwinger auß biß an die stat maur, und also durch
die stat maur hart am anfang des swipogen in die stat in der ecken
hinter dem thuren. und die rören ligen pei neun schuen unter der erden
im thuren und zwinger.
Item so geet in denselben thuren überzwerch pei zweien schuen under den
vorgeschriben dreien rören ein röre, die do kumpt auß dem wilt oder
thiergraben etc. und dienet auf die Pleich.
Item so ligen die vorgeschriben drei rören also verrer von der ecken
der stat maur hinter dem Wiltpat hart an dem anfang des swipogen und
neben dem steinen gang, der auf die stat maur und thurn an demselben
end geet, und also herfur piß fur das heimlich gemach, das hinter den
Wildpat steet, an der Begnitz; do ligen sie pei sechs schuhen unter der
erden.
Item von demselben heimlichen gemach hinter dem Wildpat geen die roren
in der Schütt neben der Pegnitz gerichtz herab piß an das güspett pei
der Mang. do zwischen auf halben weg ist ein spunt in die ein roren
gegen sant Katherein, die do dienet in das öber geheus des schön
prunnens. und die roren ligen do pei siben schuhen unter der erden.
Item die drei rorren geen also neben einander unter dem güßpett pei der
Mang in die Pegnitz achtzehen schuch her dann von dem eck des verbhaus
an der Mang. und die nechst roren am manghaus dienet zu dem spital
prunnen, und die andern zwue roren aussen zu dem schön prunnen. und
die roren geen also in der Pegnitz pei zweien schuchen unter der erden
hinab an des spitals kirchoff piß zu dem stadel hinter der schull; do
geet des spitals röre durch denselben stadel und also überzwerch durch
den Werd gegen dem spital zu.
[109^a] Item die andern zwu rören geen also verrer von demselben des
spitals stadel hinab und umb den Wert hinumb und also ablengs zu der
rosstrenck an der Eich pei der parfussen prucken am eck durch der
Heideckerin haus. do hat dieselb Heideckerin ein pleihene rör mit einem
hanen in irer küchen aufgeent; dasselb wasser kumpt auß der roren, die
do dienet zu dem undern geheus an dem schön prunnen. und die roren
ligen in der Begnitz an dem ent pei dreien schuen unter der erden.
Item als die roren durch der Heideckerin haus unter dem pflaster kumen
zu der Eich, do ist mitten in der rinnen des pflasters ein schiedung
des wassers, die kumpt auß der rören, die do dienet zu dem öbern gehäus
des schön prunnens. dieselb schiedung oder wasser geet doselbst pei der
Eich in der meur in einem gehalter auf den heringern und pfragnern zu
iren gesaltzten vischen, und daran haben sie ein hanen; das hat vormals
alleweg der paumeister gemacht, dann ietzunt am nechsten habens die
heringer mussen machen und pessern lassen auf irer kost.
Item ein kasten ist doselbst an der Eich, verdeckt mit einer hültzen
thüre, der am tag leit; do ligen die zwue rören innen, und die öberst
gegen der parfusser prucken gehort zu dem obern geheus und die andern
gegen dem spital gehort zu dem undern geheus des schön prunnens. in
demselben kasten ist ein abloß der peder rören und ist ein rinnen
gelegt von dem kasten unter der erden in die Begnitz, dardurch das
wasser lauft, wenn man die rören an dem ent ablossen will.
Item vor dem vorgeschriben kasten an der Eich do kumpt unter den zweien
der stat rören, die zu dem schön prunnen dienen, pei zweien schuchen
unter den vorgeschriben rören uberzwerch hindurch die röre, die auß dem
spital in des Meißners haus geet.
Item so gen die zwu rören von der Eich und also von dem obgeschriben
kasten hinauf fur der von Ploben haus gegen dem schön prunnen piß fur
das schuchhaus. do ist aber ein kasten jenset der rinnen gegen dem
Marckt und ist verdeckt mit einer hültzen thüre, die ligt am tag. in
demselben kasten ist ein spunt in iede rören, und die rören ligen pei
sechs schuen unter der erden an dem ende.
[109^b] Item die zwo rören gen also von dem obgeschriben kasten zu dem
schön prunnnen gerichtz zu und ligen pei acht schuen unter der erden,
und herdiesset des schön prunnen pei dreissig schuen hinter sich gegen
dem ob[geschriben] kasten zu zu messen. do sein vier spunt in die zwo
rören, darauf man die stock zu zeitten setzt oder setzen mag, das sie
wasser geben, wenn man den prunnen pesseren will.
Item mer ein kasten gegen unser frawen capellen, der ist nit verr von
dem schön prunnen und ist gedeckt mit einem stein und hat oben zwen
eisnen ring. derselb kast dienet an die Ledergassen und hinter unser
frawen capellen zu demselben prunnen und sust zu nichte.
Item so steet der schön prunnen unten auf einem gevierten pfeiler und
gewelbe unter der erden, das ist als weit als der prunnkast oben ist
und hat ein loch hinab gegen dem Saltzmarckt, das verdeckt ist mit
einer hultzen thüre, und hat oben ein gitter darinn, das am tag leit.
Item so komen die zwo hultzen rören piß an das rinnlein, das umb den
schön prun im pflaster geet; und das wasser ist gefast von dann hin fur
in pleihen rören, der eine geet von dem rindlein aussen im pflaster
also auf dem gewelb piß zu der anderen staffeln an dem schön prunnen,
und unter derselben steinen staffeln geet das wasser aussen umb den
schön prunnen kasten gerings hinumb, alles in pleien rören. und von
derselben pleien rören ist das wasser in acht teil geteilt, also das
es in dem gemeur des prunnenkasten in pleien roren auf geet in die
acht pfeillerlein, die aussen am kasten steen und wasser geben auß
dem undern gehäus. und dieselb rören ligt auf die seitten gegen dem
Saltzmarckt, darauß das wasser in das under geheus kompt.
Item so geet die andern hultzen rören, die do leit gegen des Schoppers
haus auch biß an das gewelb unter dem pflaster, darauf der schön
prunnen steet, und von dannen geet dasselb wasser zwischen dem untern
gewelbe und dem öbern wasserkasten piß mitten in den schön prunnen, do
geet es in einer pleien rören durch die mittler seul im wasserkasten
auf in das öberer geheus; do ist es geteilt in acht teil, von dannen
geet es in den wasserkasten in acht rören.
[110^a] Von außflüßen des uberichen wassers, das in den kasten des schön
prunnen fellt.
Der erst außfluß des uberichen wassers ist oben im wasserkasten gegen
unser lieben frawen capellen und geet durch ein seichen und durch das
gemeur in pleien rören herab auf das unter gewelbe, darauf der schön
prunnen steet, und von dannen herfur piß fur die rinnen im pflaster,
die umb den schön prunnen geet, alles in pleien rören. und do geen
dann die hultzen rören an und geen durch ein kasten, der pei dem schön
prunnen am tag leit verdeckt mit einem grossen stein, gegen unser
lieben frawen capellen wartz. in demselben kasten ist ein spunt, und
derselb kast und rör dienet zu dem prunnen hinter unser lieben frawen
cappeln und an die Ledergassen. damit hat die stat nicht zu thun, dann
die gemain an der Ledergassen und hinter unser frawen cappellen sullen
das auf ir kost hin hinder furen.
Item von dem obgeschriben kasten ligen hultzen rören unter der erden
pei vier schuhen und geen also gegen unser lieben frawen cappelln zu,
do die wurtzerin sitzen. do ist aber ein kasten, der am tag leit, und
verdeckt ist mit einer hultzen thur jenset der rinnen, do die würtzerin
teglichs feil haben.
Item von demselben kasten, do die wurtzerin sitzen, geet die rör gegen
unser lieben frawen cappelln hin hinter gegen den wildnerin, und es
leit ein spunt in die rören als man von unser lieben frawen capelln
herauß geen will zwischen den zweien kettenstocken ein schritte von der
rinnen gegen der Stromerin haus zu zu messen.