[115] Ostern 1525. Br. II, 643. 646. — Vgl. T.-R. IV, 132.
[116] _Schadow_, Wittenberger Denkwürdigkeiten, W. 1825, S. 61.
[117] Hochmeister: Br. II, 673 f. 678. Spalatin: II, 643. _Seckendorf_
II, 274.
[118] T.-R. IV, 145: „Die kaiserlichen Rechte sagen: Wer eine Nonne
nimmt, der habe das Leben verloren und das Schwert verdient“.
[119] Br.: II, 35. 40. 49. 102 f. 583. 637.
[120] _Cordatus_ 1509. Argula. Br. II, 570. 646. W. XXI, 931.
[121] _Lingke_, D.M.L. Reisegeschichte, L. 1769, S. 157. Luther war vom
16. April bis 6. Mai auf der Reise. Br. II, 643. — Anfangs März bat
Luther Amsdorf, zu ihm zu kommen, um ihm in seinen Anfechtungen ein
Trost zu sein. Br. II, 634.
[122] W. XX, 1685. X, 861. _Seckendorf_ II, 17, I, 274. _Scultetus_ p.
80. 274. Br. II, 643. 655. 678, III, 1. 3. 13. 21. 32. Consil. Theol.
Witteb. IV, 19. _Lingke_ 151-3. — „Es ist der Welt Gott der Teufel (der
ja selbst ein Hagestolz ist), der Verspötter jeder Gott gefälligen
Gattenliebe und jedes ehrsamen Familienlebens, der den Ehestand so
verleumdet und schmählich gemacht hat“ (W. X, 806). „Wer dem Ehestand
zuwider ist und redet übel davon, der ist gewiß vom Teufel.“ (Matthes.
138.) Erasmus spöttelte, Luther erlaube andern, was er selber nicht
wage. _Schlegel_, Vita Spalatini, 211. 214. — T.-R. IV, 36.
[123] W. X, 962. Erasmi Opera ed Cler. III, 1 ep. 80. Br. III, 21. So
schreibt L. 1526 bei der Taufe seines Erstgebornen. „Ich scheu des
Prangens, als wollt ich mich mit einem Mönchs- und Nonnen-Kinde
herfürthun“ (III, 113). — Nonne trotz kaiserl. Rechte: T.-R. IV, 145.
[124] Die Schönheit Katharinas behauptet u.a. Erasmus III, 1 ep. 730.
„Ein Mägdlein von feiner Gestalt“. „Eine schöne Frau“: IV, 553. „Nicht
in Leidenschaft entbrannt“: III, 9. Reim: Seidemann in Schnorrs Archiv
IX, S. 3. Ueber schöne Frauen, T.-R. IV, 40.
[125] II, 646. Diese 2 Frauen waren wohl 1. die Ave von Schönfeld, von
welcher L. 1536 sagt: „Wenn ich vor 13 Jahren hätte freien wollen, so
hätte ich Eva Schönfeldin genommen, die jetzt der D. Basilius, der
Medicus, in Preußen hat“ (T.-R. IV, 50); und 2. „jene Alemannin, meine
Verlobte“, von welcher im Januar 1526 das Gerücht ging, Amsdorf habe sie
geheiratet. Br. III, 77. Salus (=Ave) Allemanna, vgl. die vier Brüder
Alemann III, 418. Man deutet aber diese Aeußerung L. drei „Frauen“ auch
allegorisch auf die drei Mönchsgelübde (_Beste_ 31) u.a.
[126] II, 655. Luther war am 19., 28., 29. April in Eisleben.
[127] Die üble Nachrede (III, 2 infamantibus me cum Catharina Borana)
war vielleicht die Lüge von einem frühzeitigen unerlaubten Umgang der
beiden Brautleute, welche auch Melanchthon in seinem bekannten
vertrauten Brief an Camerarius zurückweist. S. 58. Luther war wegen der
an sich selbst erfahrenen und auch sonst wahrnehmbaren Verleumdung
Verlobter gegen lange Verlobungszeit. T.-R. IV, 41, Br. III, 1-3, 9-12.
[128] T.-R. IV, 73. Cord. 1511.
[129] Luthers Augen beschreibt Melanchthon (Ztschr. f. K.-G. IV, 326)
als braun mit einem gelben Ring darum: der Ausdruck habe den
kampflustigen Blick des Löwen. — Ueber Luthers Aeußere vgl.
Küchenmeister, L.'s Krankheitsgeschichte, 42. 116. Bei dem Besuch bei
Kardinal Bergerins (s.o.S. 115) trug, wie dieser bemerkte und
aufschrieb, Luther ein Wams aus dunklem Kamelot, die Aermel mit Atlas
eingefaßt, darüber einen kurzen Rock von Sersche mit Fuchspelz
gefüttert, an den Fingern mehrere Ringe, um den Hals eine schwere
goldene Kette. Luther wollte damals dem Kardinal imponieren und recht
jung aussehen, um ihn zu ärgern; er meinte, so müsse man mit Füchsen und
Schlangen handeln.
[130] T.-R. IV, 38.
[131] _Kawerau_, der Briefwechsel des J. Jonas, Halle 1884/5, I, S. 94.
[132] „Herkömml. Bräuche“: im Briefe Mel. an Camer. (ed. _W. Meyer_,
München, Akadem. Buchdr., 1876, S. 6 f. Vgl. _Köstlin_ I, 768 f., 817 f.
— T.-R. IV, 72: L. führt nach dem Nachtessen die Braut zum Bette. S.u.S.
121 f.
[133] Die Trauform in Luthers Traubüchlein (1529), welche sich wohl dem
herkömmlichen Gebrauch anlehnt, ist folgende: Vor der Kirche geschieht
die Trauung durch einen Weltlichen oder Geistlichen. Da wird „Hans und
Grete“ gefragt: Willst Du den oder die zum ehelichen Gemahl haben? Auf
das Ja! wechseln sie Trauringe; der Trauende fügt die Hände zusammen und
spricht: „Was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden.“
Und: „Weil denn Hans N. und Grete N. einander zur Ehe begehren und
solches hier öffentlich vor Gott und der Welt bekennen, daraufhin sich
die Hände und Trauringe gegeben haben, so spreche ich sie ehelich
zusammen im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes.“
Darauf folgt in der Kirche Gebet und Segen. Später wurde in Wittenberg
die Trauung in der Kirche üblich. Köstlin II, 642, 63. Vgl. T.-R. IV,
53. „Da verlachet D. Philipp höhnisch, wenn wir Braut und Bräutigam in
der Kirche öffentlich zusammengeben, gleich als dürfte man nicht beten
zu solchen Sachen.“
[134] _Kawerau_, Jonas' Briefw. a.a.O. — „Gelöbnis“ Wittenb.
Stadtrechnung. Vgl. V, 196: sponsalia confimare.
[135] _Hofmann_ 47.
[136] W. X, 855 f. 967 f. III 2, 567 f. 2565. Bugenhagen an Spalatin.
Luther fordert im „Traubüchlein“, die Ehe als öffentlicher Stand solle
auch öffentlich vor der Gemeinde vollzogen werden, vor oder in der
Kirche, wie es die Brautleute begehren. — Auch _Matthes._ redet von
einem öffentlichen Kirchgang Luthers, desgl. Consil. Theol. Witteb. —
Bezeichnungen für die Hochzeit bei _Schild_, Denkwürdigkeiten
Wittenbergs, W. 1892, S. 25. Luther hielt — gegenüber Melanchthon — sehr
auf die herkömmlichen kirchlichen Bräuche bei der Hochzeit. T.-R. IV.
72. Als Wittenberger Brauch der Heimführung wird (_Buchwald_, Zur
Wittenberger Stadt- und Universitäts-Gesch. 35) erzählt: „Röhrer führte
seine Braut nach der Hochzeit im Hause Dr. Beiers in unser Haus mit
feierlichem Geleite der Frauen.“ Vgl. M.H. Gottl. _Kreußler_, Denkmäler
der Ref., L. 1817, S. 29. „Die kleine Gesellschaft brachte das Brautpaar
heim.“
[137] Hochzeitsbriefe III, 1. 3. 9. 11-14.
[138] Hochzeitsgeschenke, Hofmann, 52 f.
[139] Siehe bei _Hofmann_ das Titelbild. _Seidemann_, Beitr. zur
Ref.-Gesch. I, 92.