5. Katharinas Heirat.

[115] Ostern 1525. Br. II, 643. 646. — Vgl. T.-R. IV, 132.

[116] _Schadow_, Wittenberger Denkwürdigkeiten, W. 1825, S. 61.

[117] Hochmeister: Br. II, 673 f. 678. Spalatin: II, 643. _Seckendorf_

II, 274.

[118] T.-R. IV, 145: „Die kaiserlichen Rechte sagen: Wer eine Nonne

nimmt, der habe das Leben verloren und das Schwert verdient“.

[119] Br.: II, 35. 40. 49. 102 f. 583. 637.

[120] _Cordatus_ 1509. Argula. Br. II, 570. 646. W. XXI, 931.

[121] _Lingke_, D.M.L. Reisegeschichte, L. 1769, S. 157. Luther war vom

16. April bis 6. Mai auf der Reise. Br. II, 643. — Anfangs März bat

Luther Amsdorf, zu ihm zu kommen, um ihm in seinen Anfechtungen ein

Trost zu sein. Br. II, 634.

[122] W. XX, 1685. X, 861. _Seckendorf_ II, 17, I, 274. _Scultetus_ p.

80. 274. Br. II, 643. 655. 678, III, 1. 3. 13. 21. 32. Consil. Theol.

Witteb. IV, 19. _Lingke_ 151-3. — „Es ist der Welt Gott der Teufel (der

ja selbst ein Hagestolz ist), der Verspötter jeder Gott gefälligen

Gattenliebe und jedes ehrsamen Familienlebens, der den Ehestand so

verleumdet und schmählich gemacht hat“ (W. X, 806). „Wer dem Ehestand

zuwider ist und redet übel davon, der ist gewiß vom Teufel.“ (Matthes.

138.) Erasmus spöttelte, Luther erlaube andern, was er selber nicht

wage. _Schlegel_, Vita Spalatini, 211. 214. — T.-R. IV, 36.

[123] W. X, 962. Erasmi Opera ed Cler. III, 1 ep. 80. Br. III, 21. So

schreibt L. 1526 bei der Taufe seines Erstgebornen. „Ich scheu des

Prangens, als wollt ich mich mit einem Mönchs- und Nonnen-Kinde

herfürthun“ (III, 113). — Nonne trotz kaiserl. Rechte: T.-R. IV, 145.

[124] Die Schönheit Katharinas behauptet u.a. Erasmus III, 1 ep. 730.

„Ein Mägdlein von feiner Gestalt“. „Eine schöne Frau“: IV, 553. „Nicht

in Leidenschaft entbrannt“: III, 9. Reim: Seidemann in Schnorrs Archiv

IX, S. 3. Ueber schöne Frauen, T.-R. IV, 40.

[125] II, 646. Diese 2 Frauen waren wohl 1. die Ave von Schönfeld, von

welcher L. 1536 sagt: „Wenn ich vor 13 Jahren hätte freien wollen, so

hätte ich Eva Schönfeldin genommen, die jetzt der D. Basilius, der

Medicus, in Preußen hat“ (T.-R. IV, 50); und 2. „jene Alemannin, meine

Verlobte“, von welcher im Januar 1526 das Gerücht ging, Amsdorf habe sie

geheiratet. Br. III, 77. Salus (=Ave) Allemanna, vgl. die vier Brüder

Alemann III, 418. Man deutet aber diese Aeußerung L. drei „Frauen“ auch

allegorisch auf die drei Mönchsgelübde (_Beste_ 31) u.a.

[126] II, 655. Luther war am 19., 28., 29. April in Eisleben.

[127] Die üble Nachrede (III, 2 infamantibus me cum Catharina Borana)

war vielleicht die Lüge von einem frühzeitigen unerlaubten Umgang der

beiden Brautleute, welche auch Melanchthon in seinem bekannten

vertrauten Brief an Camerarius zurückweist. S. 58. Luther war wegen der

an sich selbst erfahrenen und auch sonst wahrnehmbaren Verleumdung

Verlobter gegen lange Verlobungszeit. T.-R. IV, 41, Br. III, 1-3, 9-12.

[128] T.-R. IV, 73. Cord. 1511.

[129] Luthers Augen beschreibt Melanchthon (Ztschr. f. K.-G. IV, 326)

als braun mit einem gelben Ring darum: der Ausdruck habe den

kampflustigen Blick des Löwen. — Ueber Luthers Aeußere vgl.

Küchenmeister, L.'s Krankheitsgeschichte, 42. 116. Bei dem Besuch bei

Kardinal Bergerins (s.o.S. 115) trug, wie dieser bemerkte und

aufschrieb, Luther ein Wams aus dunklem Kamelot, die Aermel mit Atlas

eingefaßt, darüber einen kurzen Rock von Sersche mit Fuchspelz

gefüttert, an den Fingern mehrere Ringe, um den Hals eine schwere

goldene Kette. Luther wollte damals dem Kardinal imponieren und recht

jung aussehen, um ihn zu ärgern; er meinte, so müsse man mit Füchsen und

Schlangen handeln.

[130] T.-R. IV, 38.

[131] _Kawerau_, der Briefwechsel des J. Jonas, Halle 1884/5, I, S. 94.

[132] „Herkömml. Bräuche“: im Briefe Mel. an Camer. (ed. _W. Meyer_,

München, Akadem. Buchdr., 1876, S. 6 f. Vgl. _Köstlin_ I, 768 f., 817 f.

— T.-R. IV, 72: L. führt nach dem Nachtessen die Braut zum Bette. S.u.S.

121 f.

[133] Die Trauform in Luthers Traubüchlein (1529), welche sich wohl dem

herkömmlichen Gebrauch anlehnt, ist folgende: Vor der Kirche geschieht

die Trauung durch einen Weltlichen oder Geistlichen. Da wird „Hans und

Grete“ gefragt: Willst Du den oder die zum ehelichen Gemahl haben? Auf

das Ja! wechseln sie Trauringe; der Trauende fügt die Hände zusammen und

spricht: „Was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden.“

Und: „Weil denn Hans N. und Grete N. einander zur Ehe begehren und

solches hier öffentlich vor Gott und der Welt bekennen, daraufhin sich

die Hände und Trauringe gegeben haben, so spreche ich sie ehelich

zusammen im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes.“

Darauf folgt in der Kirche Gebet und Segen. Später wurde in Wittenberg

die Trauung in der Kirche üblich. Köstlin II, 642, 63. Vgl. T.-R. IV,

53. „Da verlachet D. Philipp höhnisch, wenn wir Braut und Bräutigam in

der Kirche öffentlich zusammengeben, gleich als dürfte man nicht beten

zu solchen Sachen.“

[134] _Kawerau_, Jonas' Briefw. a.a.O. — „Gelöbnis“ Wittenb.

Stadtrechnung. Vgl. V, 196: sponsalia confimare.

[135] _Hofmann_ 47.

[136] W. X, 855 f. 967 f. III 2, 567 f. 2565. Bugenhagen an Spalatin.

Luther fordert im „Traubüchlein“, die Ehe als öffentlicher Stand solle

auch öffentlich vor der Gemeinde vollzogen werden, vor oder in der

Kirche, wie es die Brautleute begehren. — Auch _Matthes._ redet von

einem öffentlichen Kirchgang Luthers, desgl. Consil. Theol. Witteb. —

Bezeichnungen für die Hochzeit bei _Schild_, Denkwürdigkeiten

Wittenbergs, W. 1892, S. 25. Luther hielt — gegenüber Melanchthon — sehr

auf die herkömmlichen kirchlichen Bräuche bei der Hochzeit. T.-R. IV.

72. Als Wittenberger Brauch der Heimführung wird (_Buchwald_, Zur

Wittenberger Stadt- und Universitäts-Gesch. 35) erzählt: „Röhrer führte

seine Braut nach der Hochzeit im Hause Dr. Beiers in unser Haus mit

feierlichem Geleite der Frauen.“ Vgl. M.H. Gottl. _Kreußler_, Denkmäler

der Ref., L. 1817, S. 29. „Die kleine Gesellschaft brachte das Brautpaar

heim.“

[137] Hochzeitsbriefe III, 1. 3. 9. 11-14.

[138] Hochzeitsgeschenke, Hofmann, 52 f.

[139] Siehe bei _Hofmann_ das Titelbild. _Seidemann_, Beitr. zur

Ref.-Gesch. I, 92.

Katharina von Bora: Geschichtliches Lebensbild · 第 77 / 92 题