[67] L.W. XIX, S. 1797-2155.
[68] T.-R. II 124, S. oben S. 18, 2. [Transkriptions-Anmerkung: Die
genaue Position des Verweises im Text nicht markiert.]
[69] _Matthesius_ 31, wonach auch der Inhalt des Büchleins angegeben
ist. Vgl. _Seidemann_, Erläuterungen zur Ref.-Gesch. 113.
[70] _Grulich_, Denkw. v.T., S. 28. S. unten S. 32.
[71] S.o.S. 21. _Walch_, Leben der sel. Kath. v. Bora 64 f.
[72] Florentina a.a.O.
[73] Vgl. Ztschr. f.d. Gesch. d. Oberrheins, 1899, H. 1. S.o.S. 28 und
S. 32.
[74] Br. III 321, 322. — 1534, als Luther allerlei Erfahrungen in dieser
Hinsicht gemacht hatte, mußte er die austrittlustigen Nonnen auf diese
Schwierigkeiten aufmerksam machen. Br. II, 322, IV, 580, 583.
[75] Br. II, 322. 327.
[76] Br. II, 323. — „Kinder“ = freigeborne Söhne und Töchter (liberi);
vgl. Frauenalb 18. Damit sind Seidemanns (Erläuterungen zur Ref.-Gesch.,
Dresden 1844, S. 109) Bedenken über die „Sammlung (Konvent) von Kindern“
in Freiberg erledigt.
[77] Br. II, 320. Luthers Auslegung von I. Cor., 7. _Walch_ XII, 287 f.
— So enthielt der Ave Schönfeld ihr Bruder nach ihrem Austritt ihr Erbe
vor, indem er sich auf das päpstliche (kanonische) Recht berief. Br.
III, 289 f.
[78] _E. Wezel_, Kath. v.B. Geburtsort, Wiss. Beil. z. Leipz. Z., 1883,
Nr. 71, S. 423 f. — Br. II, 323.
[79] Vergleichen kann man mit den Nimbschener Zuständen diejenigen im
Kloster Freiberg. Hier vermittelte die Herzogin Heinrich (Enkelin des
Böhmenkönigs Georg Podiebrad) die Schriften Luthers. Die Schriften kamen
auch durch den Klosterprediger, den Balbierer Meister Philipp ins
Kloster, wurden abgeschrieben u.s.w. Bei einer Visitation vergrub die
Herzogin Ursula einen ganzen Sack voll lutherischer Büchlein ins Korn.
Beim Salva Regina sangen die Lutherischen andere Wörter. — Viele,
darunter Katharina von Mergenthal, die Herzogin von Münsterberg „waren
rege und wollten springen; die Heerführerin drohte immer mit Auslaufen“
(Seidemann, 120). Unter den 77 Freiberger Nonnen waren ein gut Drittel
(besonders die jungen) lutherisch, ein anderes Drittel altgläubig, das
dritte Drittel „wie der Wind geht“. Die einen hielten die andern für
„bännisch“. Die Priorin war lutherisch und half zur Flucht. N. Archiv f.
Sächs. Gesch. III, 290-320, _Seidemann_, Erl. zur Ref.-Gesch., Dr. 1844,
S. 109 ff.
[80] Br. II 323.
[81] III, 9.
[82] II, 323.
[83] II, 323.
[84] II, 327.
[85] Br. II, 321, 322 f. — Auch Luther dachte an Todesgefahr: „ob's auch
das Leben kosten müßte“. Um diese Zeit, vor oder nach Ostern 1523 wurde
Heinrich Kelner, welcher eine Nonne aus Kloster Sornzig entführt hatte,
durch Herzog Georg zu Dresden geköpft, gespießt und an den Galgen
gesteckt. S. 36. Und als um Fastnacht (4. März 1524(?)) zu Torgau 16
Bürger das Barfüßerkloster stürmten, erregte das den größten Unwillen
des Kurfürsten Friedrich, zumal damals gerade kaiserliche Gesandte sich
in Torgau aufhielten, um über die Religions-Angelegenheiten zu
verhandeln. Der Kurfürst wollte den 16 an das Leben, so daß sie Frau
und Kinder in Stich lassen mußten und flüchtig wurden; ein Glück, daß
Kurfürst Friedrich bald starb und sein Bruder Johann milder gegen die
Verjagten gestimmt war.
[86] _Hofmann_, S. 8 f., Torgauische Denkwürdigkeiten 1749, S. 38;
_Grulich_, Denkwürdigkeiten Torgaus, Torgau 1855, 2. Aufl. S. 24 f. M.
Sam. _Schneider_, Neue Beiträge 1758. „Im Jahre später stürmte Koppe mit
anderm Pöbelvolk das Mönchskloster.“ — Der Klosterstürmer war aber
wahrscheinlich der gleichnamige Neffe des alten Koppe; auf den Neffen
paßt das Herumtreiben mit jungen Edelleuten während der Flucht. Der
junge Koppe konnte auch verwandt mit Kunz von Kaufungen sein. — Der
Klostersturm war auch wahrscheinlich 1525 nicht 1524, sonst würde sich
nicht reimen, daß der Kurfürst bald starb. Auch ist 1525 das Jahr der
Bauernunruhen, wo sich eine solche aufgeregte That eher erklärt. Noch
weniger kann es 1523 sein; denn sonst hätte Koppe, sei's der ältere oder
jüngere, nicht nach Torgau sich wagen dürfen.
[87] Hofmann, S. 9 f.
[88] Die verschiedenen Berichte über die Flucht s. bei _Walch_ 64,
_Hofmann_ 11, _Seidemann_, Ztschr. f. histor. Th. 1860, S. 475.
Lutherbr. 14. _Bräß_ 36. Von Heringstonnen berichtet _Arnold_,
Kirchen-und Ketzerhistorie II, 513. Vgl. _Beste_ 17 f. Die oft erwähnte
Florentina entkam ohne weiteres, als ihre Hüterin ihre Zelle zu
schließen versäumte und die andern Nonnen im Schlafhaus waren. Die
Herzogin Ursula von Münsterberg entwich durch die schlecht verwahrte
Hintertür im Garten (N. Archiv für Sächs. Gesch. III, 304, Seidemann 118
f.); auch in Nimbschen war die hintere Pforte schlecht verwahrt.
(Urkundenbuch 324). Die mündliche Sage in der Umgegend erzählt, es
hätten sich alle neun Nonnen durch das Fenster in der Zelle Katharinas
herabgelassen; auch habe diese bei der Flucht ihren Pantoffel verloren.
Das Fenster wird an den heutigen Ruinen (des Refektoriums?) noch gezeigt
und lange Zeit sangen die Zöglinge der Landesschule zu Grimma, an welche
das Kloster mit seinen Einkünften übergegangen ist, dort bei Ausflügen
lateinische und deutsche Hymnen. Das Fenster aber hat schwerlich zu
einer Zelle gehört. Ebenso wird noch in Nimbschen der Pantoffel
gewiesen, der aber ist ein Machwerk des vorigen Jahrhunderts.
[89] _Menken_ Annal. a. 1523. Script. rer. Sax. 571: singulari consilio
et calliditate. Facinus plane audacissimum. Asus est ex monasterio clam
abducere. Br. II, 319; satis mirabile evaserunt.
[90] Br. II, 318; vom 8. April ex captivitate accepi heri ex Nimpschen 9
moriales.
[91] _Grulich_. Denkwürdigkeiten S. 29. „Auch Zwilling war bei der Hand
und führte den Zug der Nonnen an“.
[92] Br. II, 319. vulgus miserabile. Kolde Ann. Luth. 443.
[93] Anspielung auf 1. Petri 3, 19 und Ephes. 4, 8, wonach Christus am
Karsamstag zu den Geistern ins Gefängnis hinabstieg und die armen Seelen
befreite, wie das auf mittelalterlichen Bildern mit so großer Vorliebe
dargestellt wird.
[94] Br. II, 321. „Euer Audi“ läßt Luther auch in der Einladung zur
Hochzeit grüßen III, 9.
[95] Der offene Brief an Koppe Br. II, 321-7.
[96] _Burkhardt_, 56. 109. _Lorenz_: die Stadt Grimma, 1112 f.
_Lauterbach_ 163 f.
[97] Dr. _Bräß_ 36. _Lauterbach_ 163 f. _Seckendorf_ I 272: Elcetor
dissimulavit factum. Die Aebtissin schrieb schon vorher an den
Kurfürsten.
[98] _Seidemann_, Beitr. zur Ref.-Gesch. I, Dresden 1846, S. 60.
_Lorenz_ 1108 f. Urkundenbuch 340. _Großmann_, Visitationsakten der
Diöces Grimma I, L. 1873 S. 78 ff. 181.
[99] _Hofmann_ 14. _Seidemann_, Beitr. I, 92.
[100] Br. II, 354. III, 9. 32. 33.