_Berlin_, d. 13. Septbr. 1843.
_Hochzuverehrender Herr Hofrath_.
Durch meine Schwester Auguste hatten Sie die Güte mich wißen zu laßen,
daß Sie Sonnabend um 3 Uhr mich zu sprechen wünschen. Wie unendlich
bedauere ich, daß dies morgen, wo ich den Vicomte v. Letorières
spiele und Morgens zwei Proben habe, unmöglich sein dürfte. Auch
möchte ich mich schon mit der nicht kleinen Aufgabe, die Sie mir
im Sommernachtstraum zugedacht, etwas beschäftigt haben, um nicht
unvorbereitet zu erscheinen. Haben Sie die Güte, mir zu Montag oder
Dienstag eine Stunde zu bestimmen, in der ich den Vorzug genießen kann,
Sie zu sehen.
Wenn mir außerdem noch eine Bitte erlaubt ist, so möchte ich darauf
aufmerksam machen, wie es vortheilhaft sein dürfte, die Leseprobe zu
Freitag oder Sonnabend (Mitwoch und Donnerstag bin ich in Urlaub)
mehrere Tage vorher bestimmen zu laßen, damit sich alle andern
Mitglieder schon vorher mit ihren Rollen befreunden können, was
freilich immer der Fall sein müßte, aber bei uns ein wenig aus der
Uebung gekommen. Bitte, verrathen Sie mich nicht für meinen Wink, ich
bekomme sonst das Chor der Faulen gegen mich --