_Innigst verehrter Herr Hofrath_,
Seit drei Tagen sitze ich unter den Heften meiner Zöglinge, deren
Arbeiten mir zur Correctur vorliegen; Sie verzeihen mir daher gewiß,
wenn ich, was ich gestern und heute mündlich thun wollte, aber leider
nicht konnte, jetzt mit zwei Worten schriftlich thue.
Ich war am Sonnabend in _Retzsch’s_ Hause, fand ihn aber nicht und
erfuhr, daß er seit längerer Zeit schon seinen Weinberg bewohnt und
nur Donnerstag in die Stadt kommt. Wünschen Sie es nun, so gehe ich
künftigen Donnerstag oder Freitag, wo er auch noch hier seyn wird, zu
ihm.
Athme ich morgen freier, so hole ich mir selbst Ihre Antwort.
Mit immer treuer Verehrung und Liebe
ganz der Ihrige
_Förster_.