ganz eigner
_Ludw. Tieck_.
=Brentano, Clemens.=
Geb. zu Frankfurt a. M. 1777, gestorben zu Aschaffenburg 1842.
Von 1800 bis 1838, von den „Satiren und poetischen
Spielen“ bis zu „Gokel, Hinkel und Gakeleia“ reichen seine
wunderlich-phantastischen Erzeugnisse, die entschieden als Geburten
der hyper-romantischen Schule betrachtet, aber doch wahrlich
auch nicht unterschätzt werden dürfen. Wie aus dem redlich-
und ernst-strebenden _deutschen_ Forscher, als welchen ihn die
Briefe an Tieck (vorzüglich der herrlich-klare aus Wien, 1813)
bezeichnen, jener späterhin oft so seltsam verschwommene, barocke
und _un_klare Poet sich entwickeln konnte,... das wäre gewiß einer
psychologisch-gestaltenden Lebensschilderung würdig. Freilich
müßte dieselbe nicht von irgend einem Parteistandpunkte ausgehen!
_Keime_ zum späteren Brentano lassen sich allerdings auch schon in
einzelnen Briefzeilen des früheren entdecken.