Ein Teil unserer Kolonne.]

Mittlerweie hatte sich auf den zwei engen Höfen, die unsern Troß

beherbergten, das malerisch bunte Durcheinander einer Karawanserei

entwickelt. Unser wertvollstes Gepäck war in einem stockfinstern Loch

geborgen, vor dem Schölvincks Diener Gustav Wache hielt, während die

Ordonnanz des Herzogs und sein afrikanischer Diener Schmitt unter

Konsul Schünemanns Oberaufsicht die Kutscher und Burschen befehligten.

Der schwarze Koch aus Togo wirtschaftete eifrig an seinen Töpfen,

während sich sein Landsmann mit Gläsern und Tellern, Messern und Gabeln

zwischen arabischen Stallknechten und Hufschmieden hindurchschlängelte,

die unsere Pferde fütterten oder beschlugen. Auf der Terrasse an der

einen Hofseite saßen etliche Perser, Filzmützen auf dem Kopfe und

gewundene Locken an den Ohren, um einen glühenden Mangal herum und

stopften mit einer Feuerzange Holzkohlen in den Samowar, aus dem

unsere Teegläser gefüllt wurden. Ein Tekriter Bäcker kam mit einem

Sack voll Brot hereingestürmt, und Frauen brachten in Holzkummen Milch

und Joghurt. Die Flammen unserer Tischlampe und des Lagerfeuers, an

dem für uns und die Mannschaft das Abendessen bereitet wurde, warfen

unruhige Schatten in das so schon lebendige Bild, und wir freuten uns,

beizeiten auf dem Stalldach, wo unsere Betten standen, dem Lärm dieses

Feldlagerlebens entrückt zu sein.

[Illustration:

Phot.: Schölvinck.

Bagdad, Babylon, Ninive · 第 38 / 54 题