Rosenzweig ließ seinem Kutscher den Befehl ertheilen, anzuspannen,
und ihm auf der Straße nachzufahren. Er selbst ging zu Fuße voraus
und schlug bald einen schmalen Weg ein, der, die Felder quer
durchschneidend, in der Nähe eines steinernen Kreuzes in die Landstraße
ausmündete. Dort wollte er seinen Wagen erwarten.
Er sehnte sich danach, tüchtig auszuschreiten, frische, freie Luft
zu athmen und den gesunden Erdgeruch einzuziehen, der aus den
aufgerissenen Schollen emporstieg. Nur Wunder nahm es ihn, daß er
die Wonne und Wohlthat, der parfümirten Salonluft und Gesellschaft
entronnen zu sein, nicht so recht zu empfinden vermochte. Ein
tiefinnerliches Unbehagen erfüllte ihn, ein unbestimmtes Etwas ging ihm
nach, von dem er sich keine andere Rechenschaft zu geben wußte, als daß
es sehr quälend sei.