Als den Wolf in unserer heimischen Fischwelt könnte man den _Hecht_

(_Esox lúcius_) bezeichnen. Wie jenes grimmige Säugetier ist auch er von

einer unbändigen Raublust beseelt, wie jener erscheint er beständig vom

Hunger geplagt und wagt sich dann an größere Geschöpfe, wie jener ist er

der Schrecken aller friedliebenden Tiere in seiner Umgebung. Der

langgestreckte, walzenförmige Leib mit der weit nach hinten gestellten,

der Afterflosse gerade gegenüber befindlichen Rückenflosse, der

charakteristische Alligatorkopf mit der entenschnabelähnlichen Schnauze

und den niederträchtig blickenden, starren Augen, das Überwiegen der

grünen Farbe auf dem Oberkörper, das ungewöhnlich scharf abgesetzte

Schwanzende mit der tief gegabelten Flosse machen den Hecht sofort

kenntlich. Während die große Mehrzahl der Hechte bei uns nur meterlang

wird, werden doch nicht allzu selten auch Stücke von doppelter Länge und

bis zu 35 _kg_ Gewicht gefangen. Ja, es scheinen gerade bei diesem

Fische wahre Goliaths vorzukommen. So berichteten die Tageszeitungen,

daß im Juni 1908 im Ammersee durch den Wellenschlag eines Dampfers ein

Hecht an den Strand geworfen worden sei, der nicht weniger als 60 _kg_

gewogen habe und ganz von Moos überzogen gewesen sei. Eine freilich

nicht genügend verbürgte Überlieferung erzählt, daß ein im Jahre 1250

von Kaiser Friedrich _II._ eigenhändig bei Kaiserslautern ausgesetzter

und gezeichneter Hecht im Alter von 267 Jahren wieder gefangen worden

sei und dann 175 _kg_ (?!) gewogen habe. Jedenfalls steht soviel fest,

daß Wachstum und Gewicht beim Hechte außerordentlich verschieden sind,

je nach der Ergiebigkeit seiner Jagdgründe. Erscheinen ihm diese nicht

reichhaltig genug, so entschließt er sich oft zur Auswanderung und

scheut sich dabei nicht, kleinere Hindernisse nach Lachsart zu

überspringen. Seine Raubgier ist unermeßlich, sein Heißhunger

unersättlich, seine Tollkühnheit verblüffend, seine Kraft und

Schnelligkeit bewundernswert, seinem ganzen Wesen haftet etwas von der

brutalen Gewalt verschollener Zeiten an. Man hat berechnet, daß er zu

seiner Erhaltung wöchentlich so viel Fischfleisch benötigt, als er

selbst wiegt, und daß er, um 1 _kg_ Gewichtszunahme zu erzielen, 25 _kg_

Fische verzehren muß. Wer selbst einmal Junghechte im Aquarium gehalten

hat, dem werden diese Zahlen eher noch zu niedrig gegriffen erscheinen.

So verzehrte ein nur 30 _cm_ langer Hecht im Aquarium täglich 15

Weißfischchen. Die Jagdweise des Hechtes ist ein heimliches

Heranschleichen und plötzliches Losschnellen. Oder er liegt stundenlang

fast bewegungslos auf der Lauer. Dabei gewährt sein gleichzeitig kühner

und hinterlistiger Gesichtsausdruck dem Beobachter einen hohen Reiz.

Jede Gemütsregung des Fisches verrät sich in seinen Stellungen, seinem

Augen- und Flossenspiel. Sehr hübsche Beobachtungen hierüber hat der

mehrfach erwähnte Ward gemacht. Bewegungslos liegt der Hecht im

Rohrbett, mit dem Körper gerade auf dem Boden, gestützt auf die Flossen,

alle Muskeln sind schlaff, nur die Rückenlinie zeigt schwache Bewegung,

aber die flach anliegende Rückenflosse offenbart die seelische Ruhe des

Tieres. Nur der gierige Blick des Auges verrät, daß der Hecht trotz

alledem ständig auf dem Posten ist. Plötzlich, als ein sicheres Zeichen

von Erregung, richtet sich die Rückenflosse auf und entfaltet sich, ohne

daß jedoch die übrigen Flossen und der Rumpf in Tätigkeit treten.

Augenscheinlich hat der Fisch in einiger Entfernung einen Lichtstreif

entdeckt, als ein Weißfisch sich zur Seite wandte und so seine Gegenwart

verriet. In dem Maße, wie er sich nähert, wächst die Erregung des

Hechtes, was sich deutlich an weiteren Bewegungen der Rückenflosse

erkennen läßt, die herüber und hinüber schwankt, sich öffnet und

schließt wie ein Fächer. Endlich entschließt sich der Hecht zum Angriff

und nimmt sogleich eine Haltung an, die deutlich seine Absicht erkennen

läßt: er erhebt sich auf den Flossen, alle Muskeln spannen sich, und die

Rückenlinie wird infolgedessen gerade wie ein Pfeil. Diese

Angriffsstellung ist im Augenblicke unveränderlich, kann aber nur einige

Sekunden oder höchstens Minuten beibehalten werden. Verschwindet nun der

Weißfisch wieder, so entspannen sich des Hechtes Muskeln, und die

Rückenflosse sinkt allmählich herab. Wenn aber das Opfer auch noch

weiterhin sich nähert, so schnellt der Hecht, durch eine schraubenartige

Bewegung seiner Schwanzflosse getrieben, hervor und gleitet nun langsam

vorwärts, indem er hinterlistig jeder Bewegung des Beutefisches folgt.

Schöpft der Weißfisch Argwohn, so hält der Hecht inne, und »hängt«

bewegungslos im Wasser, zitternd vor Unruhe. Ist aber endlich die

richtige Entfernung erreicht, so schnellt der Hecht plötzlich vor und

packt den Weißfisch in der Mitte des Körpers. Nur ein kleiner Wirbel auf

dem Wasserspiegel gibt der Außenwelt Kunde von dem Drama, das sich

soeben abgespielt hat. Mit einer ruckweisen Bewegung der Kinnbacken

wirft der Räuber sein Opfer herum und verspeist es mit dem Kopfe voran.

Manchmal sieht der Hecht beim Belauern oder Nachschleichen aber etwas,

das ihm mißfällt. Dann überkommt ihn der Zweifel: seine Muskeln werden

schlaff, der Rücken biegt sich, und der Fisch hängt bewegungslos im

Wasser, unausgesetzt den Gegenstand seines Argwohns betrachtend. Fühlt

er sich wieder sicher, so wird er abermals steif und schnellt zum

Angriff vor, will sich aber sein Argwohn nicht zerstreuen, so schleicht

er sich sachte fort. Ist der Angriff etwa fehlgeschlagen, so verändert

sich das Bild abermals völlig: mit gebogenem Rücken und zornig

schnappendem Rachen sinkt der Hecht enttäuscht zu Boden. Was er einmal

mit seinen nach hinten gerichteten Hechelzähnen (der aus Westdeutschland

stammende Name Hecht dürfte mit dem Zeitwort »hecheln« zusammenhängen)

gepackt hat, das läßt er so leicht nicht wieder aus. Manchmal kann ihm

aber gerade die Art seiner Bezahnung zum Verhängnis werden, indem er

einen in der Gier gefaßten, allzu großen Bissen nicht loszuwerden vermag

und nun elend ersticken muß. Raublustig ist er auch bei vollem Magen,

und selbst wenn ihm das Schwanzende des zuletzt verschluckten Fisches

noch unverdaut aus dem Maule ragt, schnappt er schon wieder nach neuer

Beute, wie die Erfahrungen der Angler sattsam beweisen. Alles ist ihm

recht, nur vor dem Stichling hat er einigen Respekt, aber sonst schont

er nicht einmal jüngere und kleinere Angehörige der eigenen Art, ist

vielmehr ein ausgesprochener Kannibale. Bilden auch Fische der

verschiedensten Art seine Hauptnahrung, so erjagt er doch auch im Wasser

sich tummelnde Säuger, Frösche, sich badende oder trinkende Vögel, junge

Enten und Wasserhühner, wo immer sich ihm Gelegenheit bietet. Nagender

Heißhunger verleitet ihn bisweilen zu den unglaublichsten Taten und zu

ganz zwecklosen Angriffen. So berichtet Wagener aus Irland, daß ein am

Flusse trinkendes Kalb plötzlich laut aufschrie, und als man hinzueilte,

fand sichs, daß ihm ein größerer Hecht an der Nase hing, den das

erschreckte Tier 50 Schritte weit mit forttrug, worauf ein wohlgezielter

Steinwurf den Räuber zur Strecke brachte. Verbürgte Fälle sind bekannt,

daß Schwäne von Hechten am Halse gepackt, unter Wasser gezogen und

ertränkt wurden. Am Badestrand zu Rossatz in der Wachau verspürte

unlängst ein junges Mädchen einen heftigen und schmerzhaften Anprall an

der Hüfte. Es zeigte sich, daß sie einen tief eindringenden Biß

davongetragen hatte, der aus einer ziemlichen Anzahl nadelstichartiger,

im Halbkreis angeordneter Wunden bestand, so daß kaum ein Zweifel

obwalten konnte, daß ein gewaltiger Donauhecht der Angreifer gewesen

war. Dieses Exemplar scheint also eine Vorliebe für »Backfische«

besessen zu haben. Über einen ganz unglaublichen Vorfall berichtete

kürzlich die Wiesbadener Zeitung: aus einem See bei Wollstein suchte ein

neunjähriger Knabe Hechte zu fangen, wozu er ein Loch in die Eisdecke

schlug. In demselben Augenblicke schnellte ein 16pfündiger Hecht empor

und verbiß sich in dem Arm des Knaben. Dieser wurde später samt dem

Hecht erfroren auf dem Eise aufgefunden (?). Fischzüchter pflegen Hechte

in die mit älteren Karpfen bevölkerten Teichen einzusetzen, damit

sie Leben in diese faule Gesellschaft bringen und die als

Nahrungsmitbewerber auftretenden Weißfische wegfangen sollen. Doch ist

dabei immer eine gewisse Vorsicht am Platze, und man darf die Hechte

keinesfalls zu groß werden lassen, damit sie sich nicht als »Wolf im

Schafstall« entpuppen. Seine schrankenlose Freßgier verurteilt den Hecht

zur Einsamkeit, und nur zur Laichzeit sucht er seinesgleichen auf. Schon

ganz zeitig im Frühjahr, wenn noch Eisstücke auf den Wassern schwimmen,

schreitet er zur Fortpflanzung und begibt sich dann an die seichtesten

Stellen, selbst in kleine Gräben und auf überschwemmte Wiesen, wobei er

nicht selten seine Lust mit dem Leben büßen muß. Hier kann er sogar mit

Pfeil und Bogen oder mit der Schrotflinte erlegt oder mit der Hechtgabel

gestochen werden, was namentlich nachts bei Fackelschein recht lohnend

ist, und wobei nicht selten beide Gatten gleichzeitig durchbohrt werden.

Eigentlich ist diese Fangart verpönt, wird aber doch in Norddeutschland

vielfach ausgeübt. Auch der Angler hat am Hecht seine Freude, da er in

seiner blinden Raubgier fast jeden Köder annimmt. Obgleich das

Hechtfleisch etwas trocken und ziemlich grätig ist, findet es doch viele

Liebhaber, ja begeisterte Lobredner. Aus eigener Erfahrung kann ich

versichern, daß die jungen »Grashechte«, wenn man sie oberflächlich in

der glimmenden Asche des Lagerfeuers röstet, eine treffliche Mahlzeit

abgeben, aber bezüglich der Riesenhechte halte ich es mit Marshall, der

den Genuß eines solchen mit demjenigen eines wohlgespickten Nadelkissens

vergleicht. Mittelgroße Hechte munden am besten, wenn sie wie

Hasenbraten gespickt und gebraten und mit saurer Sahnensauce begossen

werden.

Der Riese unter unseren Süßwasserfischen ist der massige, ungeschlachte,

dickköpfige, breitmäulige, mit zwei langen und zwei kurzen Barteln

versehene _Wels_ (_Silúrus glánis_) oder Waller, dessen Rückenflosse

auffallend kurz, dessen Afterflosse dagegen ungewöhnlich umfangreich ist

und dessen glatter und schlüpfriger Haut die Schuppen vollständig

fehlen. Während der Bauch weißlich ist, hat der Rücken eine düstere

Schlammfarbe, die in Anpassung an die Verstecke des mächtigen Tieres

zwischen dem Wurzelwerk überhängender Ufer öfters in eigentümlich

zerrissener Weise marmoriert erscheint. Hier liegt der Wels, der sich am

liebsten in langsam fließendem Wasser mit reichem Pflanzenwuchs und

morastigem Untergrunde aufhält, tagsüber in träger Ruhe und läßt

lediglich seine Bartfäden spielen, um nach den dadurch angelockten

Fischen zu schnappen. Er ist überwiegend Nachttier und ein ganz

gewaltiger Räuber dazu. Bei seiner Größe (er wird über 3 _m_ lang und

bis zu 250 _kg_ schwer) vermag er recht umfangreiche Bissen, wie Gänse,

hinunterzuwürgen, und es ist durchaus keine Fabel, wenn man behauptet,

daß sogar badende Kinder ernstlich durch ihn gefährdet werden können.

Bei uns in Deutschland sind so große Welse freilich eine Seltenheit,

zahlreich aber habe ich sie am Kaspi gesehen. Dort kamen die Fische

Anfang April (alle mir zugänglichen Lehrbücher geben fälschlich Mai und

Juni an) massenhaft zum Laichen in die flachen, rohrbewachsenen

Uferbuchten, wo die Rogner ihre verhältnismäßig sehr kleinen und auch

nicht übermäßig zahlreichen (etwa 20000) Eier, aus denen ein

minderwertiger Kaviar gewonnen wird, an den Rohrstengeln abstrichen. Die

fast wie Kaulquappen aussehenden Jungen schlüpfen schon nach acht Tagen

aus. Während ich von dem für den Kaspi überall angegebenen

Grundangelbetrieb nirgends etwas gesehen habe, sperrten die Fischer

solche Buchten und Flußmündungen nach dem Eintreten der Welse mit großen

und starken Netzen ab und trieben die Tiere durch Vorrücken derselben

schließlich in einem Winkel zusammen. Auf kleinem Raum waren dann viele

Tausende der mächtigen Fischleiber zusammengedrängt, und zwischen diesem

wallenden Gewimmel fuhren die Tataren wagehalsig auf kleinen, schwanken

Booten herum und harpunierten mit großen Stoßlanzen einen der

gewichtigen Fische nach dem anderen heraus, um ihn dann mit gewaltigem

Schwung an Bord des von Armeniern besetzten Fischkutters zu werfen. Oft

mußten zwei oder drei Mann zugreifen, um die schweren Fische zu heben,

und nicht selten geschah es dabei, daß sie trotzdem insgesamt das

Übergewicht bekamen und in das aufspritzende Wasser mitten zwischen die

geängstigten Fischriesen stürzten. Dazu der glührote Fackelschein, das

Geschrei der aufgeregten Männer, das betäubende Gekreisch der unzähligen

großen Möwen, die sich um die fortgeworfenen Eingeweide zankten, der

gespenstige Anblick, den die auf dem Meer schaukelnden, abgeschnittenen

und im unsicheren Mondeslicht wie Menschenhäupter aussehenden Welsköpfe

boten -- das alles vereinigte sich zu einem so eigenartigen Bilde, daß

ich es nie vergessen kann. Einmal habe ich auch selbst am lichten Tage

einen in der Nähe des Ufers schwimmenden Wels mit Vogeldunst erlegt, der

auf den Schuß hin sofort die weiße Bauchseite nach oben kehrte. Das

weiße, fette Welsfleisch, auf das ich dort vielfach zu meiner Ernährung

angewiesen war, habe ich besser befunden, als seinen Ruf, und nur bei

sehr alten Stücken schmeckt es etwas tranig, ist dann auch für einen

verwöhnten Gaumen zu zäh. Eine gewisse äußere Ähnlichkeit mit dem Wels

besitzt die freilich nur 60 _cm_ lang und höchstens 8 _kg_ schwer

werdende, äußerst räuberisch veranlagte _Quappe_ (_Lóta lóta_), auch

Aalraupe oder Trüsche genannt. Walzenförmiger Leib, dicker Kopf, kleine

Beschuppung und kurze Kinnbarteln bilden ihre hervorstechendsten

Merkmale. Mit dem Wels hat sie an und für sich nichts zu tun, gehört

vielmehr in die Verwandtschaft der weichstrahligen Schellfische, hat

aber doch in der Lebensweise viel Gemeinsames mit dem Waller. Wie dieser

ist sie ein ausgesprochener Nacht- und Bodenfisch, hält auch ähnliche

Standorte ein, obschon sie mehr Wert auf reine Beschaffenheit des

Wassers legt und deshalb hoch in den Gebirgsflüssen emporsteigt, wo dann

Forellenbrut ihre Lieblingsnahrung bildet. Den geschmeidigen Leib

schiebt sie mehr kriechend als schwimmend über den Boden hin, schießt

aber blitzschnell durchs Wasser, wenn man sie durch Aufheben eines

Steines aus ihrem Schlupfwinkel aufstöberte. Sonst sehr ungeselliger

Natur vereinigt sie sich doch während der in die kälteste Jahreszeit

fallenden Laichperiode zu wahren Knäueln. Steinbuch will beobachtet

haben, daß während des Laichaktes eine innige Vereinigung beider

Geschlechter stattfinde, die dabei durch ein von ausgeschiedenem

Milchsaft gebildetes Band fest zusammengehalten würden, doch hat diese

höchst auffällige Entdeckung eine spätere und einwandsfreie Bestätigung

von anderer Seite meines Wissens bisher nicht erfahren. Die Quappenleber

fand früher in der Arzneikunde Verwendung, und aus der Haut der

zählebigen Tiere bereitet man in Sibirien nicht nur Kleidungsstücke,

sondern sogar -- Fensterscheiben. Das Fleisch wird sehr verschieden

beurteilt, im allgemeinen aber wenig gewürdigt. Mit Unrecht! Es ist

zart, fett, grätenarm und von eigenartigem Wohlgeschmack. Wer es richtig

schätzen lernen will, der lasse sich von seiner Eheliebsten einmal die

Nationalspeise der ostpreußischen Haffischer »bunte Fische«, bereiten.

Verschiedene Lagen zerschnittener Kartoffeln wechseln mit ebensoviel

Schichten Fischfleisch ab. Je mehr, desto besser! Wichtig ist, daß die

unterste Schicht durch einen recht fetten Fisch gebildet wird, und dazu

eignet sich die Quappe mehr als jeder andere, wenn sie auch im Notfall

durch Aal ersetzt werden kann. Nach Beigabe des nötigen Wassers und

unter Zufügung der üblichen Gewürze, schraubt man dann den Topf zu und

läßt das Ganze nach Art des Pichelsteiner Fleisches dünsten, wobei sich

der köstliche Fischgeschmack in die zerfallenden Kartoffeln zieht.

_Probatum est!_ Ab und zu wird in unseren Gewässern auch einmal ein

Angehöriger der zu den Schmelzschuppern gehörigen Familie der _Störe_

(_Acipénser_) gefangen, die durch ihren köstlichen Kaviar weltberühmt

geworden sind, indessen betrachten wir diese eigenartige, mehr im Osten

beheimatete Gruppe wohl besser erst im nächstjährigen Kosmosbändchen,

das von den ausländischen Fischen handeln soll.

[Illustration: Mundscheibe des Neunauges.]

Sehr tiefstehende, aber in mehr als einer Beziehung hochinteressante

Fische -- wenn man sie überhaupt noch zu den Fischen zählen darf -- sind

die wurmförmig gestalteten, als »Rundmäuler« eine besondere Ordnung

bildenden _Neunaugen_. Ihren Namen haben sie davon, daß man die sieben

Kiemenspalten jederseits und das unpaare Nasenloch als »Augen«

mitgezählt hat. Das Auffallendste an diesen, der paarigen Flossen

entbehrenden Geschöpfen ist der rüsselförmig vorgestreckte Mund mit

seiner kreisrunden Saugscheibe, von deren Gestaltung unsere Abbildung

eine gute Vorstellung gibt. Will sich das Tier damit irgendwo ansaugen,

so braucht es bloß den Zungenstöpsel zu heben, dadurch einen luft-

bezgl. wasserleeren Raum zu schaffen und die Saugscheibe fest gegen den

erwählten Gegenstand zu drücken. Es haftet dann so fest, daß man z. B.

eine dreipfündige Makrele samt einem zehnpfündigen Stein, an den sie

sich angesogen hat, aus dem Wasser heben kann. Die Neunaugen machen von

dieser Fähigkeit namentlich auch während des Laichgeschäftes Gebrauch,

indem sie oberhalb der Laichstelle ziemlich große Steine ansaugen, sich

mühsam mit ihnen erheben und sich dann langsam und absatzweise von der

Strömung bis zu dem Hochzeitslager treiben lassen. Beide Geschlechter

beteiligen sich fleißig an dieser beschwerlichen Arbeit, und unsere

größte Art, die _Lamprete_ (_Petromyzon marínus_) schleppt dabei

mehrpfündige Steine mit der Geschicklichkeit eines Ingenieurs fort, um

sie schließlich zu einem Haufen von Armeslänge und 60 bis 80 _cm_ Höhe

aufzutürmen, in den dann das Weibchen seine Eier hineinlegt, während die

ausschlüpfenden Jungen in den engen Zwischenräumen zwischen den Steinen

und in deren Spalten selbst geeignete Schlupfwinkel finden. Beim

Bachneunauge oder der _Zwergbricke_ (_Petromyzon pláneri_) hat ein

Aquarienfreund auch gesehen, daß sie sich im Bodensand aus Steinen

förmliche Wohnröhren baute, in denen das lichtscheue Geschöpf tagsüber

verborgen lag. Weiter dient die Saugscheibe den Neunaugen aber auch noch

zum Nahrungserwerb. Bei der Lamprete und bei dem Flußneunauge oder der

_Pricke_ (_Petromyzon fluviátilis_) wenigstens ist es zweifellos

festgestellt, daß sie eine teilweise parasitäre Lebensweise führen,

indem sie größere Fische ansaugen, ihnen mit den Raspelzähnen ihrer

Zunge Haut und Fleisch durchsägen und sich den Nahrungsbrei einpumpen,

während bezüglich der kleineren und harmloseren Zwergbricke die

Untersuchungen über diesen Punkt noch nicht abgeschlossen sind. Man hat

schon Fische gefunden, die von Neunaugen buchstäblich in zwei Stücke

zersägt waren. So vermögen sie zu furchtbaren Quälern und Feinden

anderer Fische zu werden, zumal sie auch viel Fischlaich verzehren, der

neben allerlei Gewürm ihre bevorzugte Speise auszumachen scheint. Gar

nicht unwahrscheinlich ist es, daß sie sich von ihren beschuppten

Reitpferden auch auf ihren Wanderungen gern ein Stück Weges tragen

lassen, da sie selbst mit ihren schlängelnden Bewegungen nur mühsam

größere Strecken zurücklegen können. Auf diese Weise dürfte auch das

vereinzelte Vorkommen von Lampreten in Gegenden zu erklären sein, die

sie sonst nicht aufsuchen, so im Oberrhein, wohin sie wahrscheinlich

durch Lachse verschleppt wurden. Interessant ist die Entwicklung der

Neunaugen, die ein Gegenstück zu derjenigen des Aales darstellt. Denn

wie bei diesem entschlüpft dem Ei nicht das fertige Tier, sondern eine

unfertige Zwischenform, eine Art Larve, die unter dem Namen »Querder«

schon lange bekannt ist, aber früher für eine besondere Fischart

gehalten wurde. Zeitweise findet man nur solche Querder in den

Gewässern, da die alten Neunaugen bald nach Beendigung des

Laichgeschäftes absterben. Der wurmförmige Querder ist blind, von

schmutzig gelblicher Farbe, ohne Metallglanz, ohne getrennte Flossen,

ohne richtige Saugscheibe und ohne Geschlechtsorgane. Im Schlamm und

Moder, den er freiwillig kaum verläßt und von dessen verwesenden

Bestandteilen er sich nährt, führt er ein höchst stumpfsinniges Dasein.

Nur ganz allmählich und langsam geht die tiefgreifende, mehrere Jahre

beanspruchende Verwandlung zum geschlechtsreifen Neunauge vor sich.

Während die Zwergbricke das Süßwasser zeitlebens nicht verläßt, sucht es

die sonst im Meer hausende Lamprete nur zur Laichzeit auf, und die

Pricke pendelt zwischen beiden hin und her, scheint sich aber am

liebsten im Brackwasser aufzuhalten. Sicherlich sind alle drei Formen

aus einem gemeinsamen Grundtypus in Anpassung an diese verschiedenen

Wohnorte hervorgegangen. Am zahlreichsten treten die beiden größeren

Formen an unserem Ostseestrande und in den dort einmündenden Strömen

auf, so namentlich bei Elbing, bei Memel und in den sich ins Kurische

Haff ergießenden Strömen, und nur in diesen Gegenden hat ihr Fang in

besonderen Brickensäcken wirtschaftliche Bedeutung zu erlangen vermocht.

Die Feinschmecker in den genannten Städten warten aber mit großer

Sehnsucht auf das Eintreffen der ersten Brickenfänger im Frühherbst. Ich

erinnere mich, daß in Memel dieses frohe Ereignis durch einen

Böllerschuß und das Aufziehen einer roten Flagge auf einer kleinen

Strandkneipe _urbi et orbi_ verkündigt wurde. Dann eilten alle

Leckermäuler dorthin und ließen sich die im eigenen Fett frisch auf dem

Rost gebratenen Neunaugen trefflich schmecken. Man darf aber des Guten

nicht zu viel tun, da sie schwer verdaulich sind, und handelt weise,

wenn man einen Kümmel draufsetzt. Leider lassen sich so geröstete

Bricken nicht verschicken, und der Binnenländer, der sie nur als

marinierte Fische kennt, hat keine Ahnung von ihrem köstlichen

Wohlgeschmack. Leider nehmen diese Schmarotzerfische rasch ab, und ihre

ganze Organisation weist ja schon darauf hin, daß sie eigentlich in ein

früheres Zeitalter hineingehören. Gegenwärtig sollen jährlich nur noch

etwa 5-6000 Schock in Ost- und Westpreußen gefangen werden, und demgemäß

ist auch der Preis gestiegen. Leider ist es noch nicht gelungen,

Neunaugen zu züchten und uns so vielleicht einen Weg zu zeigen, auf dem

wir unseren Feinschmeckern diesen sonderbaren »Fisch«, dieses Wirbeltier

ohne Wirbelsäule, wenigstens künstlich erhalten könnten. Hier läge eine

ebenso lohnende wie wissenschaftlich interessante Aufgabe für

biologische Versuchsanstalten vor.

Der _Maifisch_ oder die Alse (_Clúpea alósa_) mit dem tief gespaltenen

Maul und den beiden merkwürdigen Flügelschuppen vor der Schwanzflosse

kann uns zu der wirtschaftlich so hochwichtigen Gruppe der Heringe

hinüberleiten, denn er läßt sich recht gut als der Hering des Süßwassers

charakterisieren, und auch seine kleinere und etwas später erscheinende

Abart, die Finte, verrät selbst dem Laien sofort ihre Zugehörigkeit zur

großen Heringsfamilie. Auch der Maifisch verbringt den größten Teil

seines Daseins im Meer und wandert nur zur Laichzeit in den Flüssen

aufwärts, indem er sich mit seltener Pünktlichkeit an ihren Mündungen

einstellt und dann in großen Scharen dicht unter der Oberfläche und mit

vielem Gelärm, das durch fortwährende Schwanzschläge verursacht wird,

sich aber wie Schweinegrunzen anhören soll, flußaufwärts zieht. So

werden seine Wanderungen sehr auffällig und sind denn auch von jeher von

den Fischern weidlich ausgenutzt worden. Zum Überspringen von

Hindernissen entschließt sich dieser behäbige und phlegmatische Fisch

aber nicht leicht, macht deshalb auch nur selten von den angelegten

Fischleitern Gebrauch und fehlt daher heute schon vielfach wegen der

vielen Wehre in Gewässern, wo er früher eine regelmäßige und gern

gesehene Erscheinung war, wie im Main. Man sagt auch ihm nach, daß er

während der ganzen Reise fasten soll, und jedenfalls sind die wenigen

Maifische, die den Zähnen der Raubfische und den Netzen der Menschen

entgingen und nach beendigtem Laichgeschäft wieder zum Meere

zurückkehren, jämmerlich abgemagert und völlig erschöpft, so daß auch

der sie mit Verachtung straft, dem im Frühjahr der feiste Fisch trotz

seiner vielen Gräten als ein köstlicher Leckerbissen erschien. Dagegen

soll der im Meere lebende Maifisch auch nichts wert sein, und es

scheint, daß er erst eine Zeitlang Süßwasser kneipen müsse, um der

menschlichen Tafel würdig zu werden. Bei der Rückkehr, die nach dem

stolzen und geräuschvollen Frühlingseinzug anmutet wie die Rückkehr der

großen Armee aus den Schneefeldern Rußlands, sterben viele vor

Ermattung, und man sieht dann ihre Leichname oft massenhaft stromabwärts

treiben. Leider wird auch dieser Fisch, der einst bei Speyer zu

Tausenden mit Schaufeln dem Rhein entnommen werden konnte, bei uns immer

seltener, wozu namentlich die Raubfischerei der Holländer beitragen mag,

die die Rheinarme mit einer mehrfachen Netzwand ihrer ganzen Breite nach

abzusperren pflegen, so daß der weitaus größte Teil der wandernden

Fische schon hier ein frühzeitiges Ende findet.

In richtiger Erkenntnis von der steigenden wirtschaftlichen Bedeutung

unserer Süßwasserfischerei, die durch die Verunreinigung der Gewässer

vielfach zurückgegangen war, sich neuerdings aber mit Hilfe der

künstlichen Fischzucht wieder gehoben hat, haben die Regierungen während

der letzten Jahre die gesetzlichen Vorschriften zu ihrer Erhaltung

beträchtlich ausgebaut und erweitert, die auf Fischfrevel gesetzten

Strafen bedeutend verschärft. So begrüßenswert das ist, muß doch der

Naturfreund bedauern, daß man dabei im Übereifer vielfach über das Ziel

hinausgeschossen ist und insbesondere der systematischen Vernichtung der

Fischfeinde eine ganz übertriebene Bedeutung beigelegt hat. Wohin soll

es z. B. führen, wenn, wie der neue preußische Fischereigesetzentwurf

vorsieht, künftig der Fischer das Recht haben soll, ohne Rücksicht auf

den Jagdinhaber fischfressende Vögel zu vertilgen und sogar ihre Nester

zu zerstören? Dann wären wir auch die letzten Reste von Reiherkolonien

u. dgl. bald los, für Eisvogel und Wasseramsel hätte die Todesstunde

geschlagen, und die traurige Verödung unserer einst so reichen Natur

wäre wieder um einen Riesenschritt weiter. Nein, gerade der Fischer, der

den unerschöpflichen Reichtum des Wassers kennt, wie kein anderer,

sollte auch die Wahrheit des alten Spruches erkennen: Raum für alle hat

die Erde!

Register

Die mit einem Sternchen (*) bezeichneten Ziffern verweisen auf eine

Abbildung im Text

Aal 21, 67, *69

Aalleiter 72

Aalmutter 67

Aalraupe 97

_Abramis brama_ 60

_Acerina cernua_ 28

_Acerina schraetser_ 27

_Acipenser_ 98

Aland 59

Alandblecke 62

_Alburnus alburnus_ 61

_Alburnus bipunctatus_ 62

_Alburnus mento_ 62

Alse 101

_Anableps tetrophthalmus_ 37

_Anguilla vulgaris_ 67

Äsche 90

_Aspius aspius_ 60

_Aspro streber_ 27

_Aspro zingel_ 27

Bachneunauge 99

Bachsaibling 90

Barbe 21

_Barbus fluviatilis_ 21

_Barbus petenyl_ 21

Barsch 65

Bartgrundel 13

Berschik 27

Bitterling 39, 40

Blaufelchen 91

Blei 60

_Blicca björkna_ 60

Blikke 60

Brassen 60

Breitschädel 17

_Carassius carassius_ *55

_Chondostroma nasus_ 62

_Clupea alosa_ 101

_Cobitis barbatula_ 13

_Cobitis fossilis_ 10

_Cobitis taenia_ *12

_Coregonus albula_ 91

_Coregonus hiemalis_ 92

_Coregonus lavaretus_ 91

_Coregonus oxyrhynchus_ 92

_Coregonus wartmanni_ 91

_Cottus gobio_ 15, *16

_Cyprinus carpio_ 48

Darmatmung 14

Dickkopf 17

Döbel 58

Donaulachs 88

Dünnbauch 34

Durstgefühl 54

Elritze 57

Entwicklung des Eis 86, *87

_Esox lucius_ 92

Farbenblindheit 38

Färbung 17

Farbwechselvermögen 19

Finte 101

Fischauge 36

Fischzucht, künstliche 85

Flußbarbe 21

Flußbarsch 22, *23

Föhrchen 84

Forelle 12, 15, 66, 81

Forellenbarsch 28

Gähnen 10

_Gasterosteus aculeatus_ 42

_Gasterosteus pungitius_ 47

Gefühlssinn 32

Gehörorgan 29

Geruchssinn 35

Geschmackssinn 35, 36

Giftwaffen 20

Glasaal 71

Glöckchen 36

_Gobio gobio_ 56

_Gobio uranoscopus_ 57

Goldfisch 56

Goldorfe 59

Greßling 56

Groppe 15, *16

Grotzfisch 17

Grundforelle 90

Gründling 56, *57

Güster 60

Hai 6

Hakenlachs *77

Hecht 92

Hochzeitskleid 39

Huchen 88

Jahresringe 80

_Ichthyophonus hoferi_ 84

Karausche *55

Karpfen 7, 8, 48, 65

Katzenhai 6, 9

Katzenwels 35

Kaulbarsch 28

Kaulhäuptlein 17

Kaulquappe 17

Kautzenkopf 17

Kiemenapparate 15

Kiemenatmung 14

Kilch 92

Körper, »roter« 54

Kropffelchen 92

Kulheet 17

Lachs 70, 75

Lachsforelle 89

Lamprete 99

Lauben 62

Lederkarpfen 48

Legeröhre 40

_Leptocephalus brevirostris_ 70

Lernfähigkeit 66

_Leucaspius delineatus_ 33

Leuchtorgane 19

_Leuciscus cephalus_ 58

_Leuciscus erythrophthalmus_ 59

_Leuciscus idus_ 59

_Leuciscus rutilus_ 59

Lippfisch 9

_Lota lota_ 97

_Lucioperca sandra_ 26

_Lucioperca volgensis_ 27

Maifisch 101

Maiforelle 90

Mairenke 62

Makrele 99

Malermuschel *40, 41

Maräne, große 91

Maulbrüter 9

Mäusefresser 58

Meerforelle 89

Messerkarpfen 34

Moderlieschen *33

Mühlkoppe 17

Nase 62

Neunauge 99

_Osmerus eperlanus_ 90

Otolith 29

Oval 54

Panzerwels 9

Papst 17

_Pelecus cultratus_ 34

_Perca fluviatilis_ 22

_Petromyzon fluviatilis_ 100

_Petromyzon marinus_ 99

_Petromyzon planeri_ 99

Pfaffenlaus 28

Pfäffikonmaräne 91

Pfrillen 58

Phototaxis 64

_Phoxinus laevis_ 57

Plötze 59

Pricke 100

Quappe 97

Querder 100

Rapfen 60

Regenbogenforelle 90

_Rhodeus amarus_ 39

Roche 6

Rotauge 59

Rotzkober 17

Rümpchen 58

Saibling 89

Salm 76

_Salmo fontinalis_ 90

_Salmo hucho_ 88

_Salmo irideus_ 90

_Salmo lacustris_ 89

_Salmo salar_ 75, 76

_Salmo salvelinus_ 89

_Salmo trutta_ 89

Schill 26

Schlafstellung 8

Schlammbeißer 10, 12, 14

Schlammgeschmack 14

Schlammpeitzker 8, 9, 10, 12

Schleie 56

Schmerle 13

Schnäpel 92

Schneider 62

Schneiderkarpfen 39

Schnelligkeit 52

Schrätzer 27

Schutzfärbung 19

Schwarzbarsch 28

Schwarzreiter 89

Schwebeforelle 89

Schwimmbewegung 52

Schwimmblase 53

Seeforelle 89

Seitenlinie 31, 32

Semling 21

Sichelfortsatz 36

Sichling 34

Silberforelle 90

_Silurus glanis_ 96

Sommerschlaf 7

Spiegelkarpfen 48

Statolith 29

Stechbüttel 43

Steinbeißer 9, *12

Steingreßling 57

Stichling 42, 66

Stint 90

Stör 98

Streber 27

Symbiose 41

Taumelkrankheit 84

Tastsinn 32

_Thymallus vulgaris_ 90

_Tinca tinca_ 56

Töne 15

Traunseemaräne 91

Trüsche 97

_Trutta fario_ 81

Uckelei 61

Waller 96

Wanderung 63

Weißfisch 7

Wels 96

Winterschlaf 7

Zahnkarpfen 37

Zander 26

Zicke 34

Zingel 27

_Zoarces vivipara_ 67

Zwergbricke 99

Zwergmaräne 91

Zwergstichling 47

Zwergwels 9

Naturwissenschaftliche Bildung ist die Forderung des Tages!

Zum Beitritt in den »Kosmos, Gesellschaft der Naturfreunde«, laden

wir

alle Naturfreunde

jeden Standes, sowie alle _Schulen, Volksbüchereien, Vereine usw._

ein. -- Außer dem geringen

_Jahresbeitrag von nur M 4.80_

(Beim Bezug durch den Buchhandel 20 Pf. Bestellgeld, durch die

Post Porto besonders.)

= K 5.80 h ö. W. = Frs 6.40 erwachsen dem Mitglied keinerlei

Verpflichtungen, dagegen werden ihm folgende _große Vorteile

geboten: _

Die Mitglieder erhalten laut § 5 als Gegenleistung für ihren

Jahresbeitrag im Jahre 1913 kostenlos:

I. Die Monatschrift Kosmos, Handweiser für Naturfreunde. _Reich

illustr. Mit mehreren Beiblättern (siehe S. 3 des Prospektes)._

Preis für Nichtmitglieder M 2.80.

II. Die ordentlichen Veröffentlichungen.

Nichtmitglieder zahlen den Einzelpreis von M 1.-- pro Band.

Dr. H. Dekker, Vom sieghaften Zellenstaat.

Dr. Ad. Koelsch, Der blühende See.

W. Boelsche, Festländer und Meere.

Dr. K. Floericke, Einheimische Fische.

Dr. A. Zart, Atome, Moleküle und andere naturwissenschaftliche

Hypothesen.

Änderungen vorbehalten. (Näheres wird im Kosmos-Handweiser

bekanntgegeben.)

III. Vergünstigungen beim Bezuge von hervorragenden

naturwissenschaftlichen Werken _(siehe Seite 6 des Prospektes)_.

[Symbol Hand]_Jede Buchhandlung_ nimmt Beitrittserklärungen

entgegen und besorgt die Zusendung. Gegebenenfalls wende man sich

an die Geschäftsstelle des Kosmos in Stuttgart.

Jedermann kann jederzeit Mitglied werden.

Bereits Erschienenes wird nachgeliefert.

Satzung

Einheimische Fische; Die Süßwasserfische unsrer Heimat · 第 9 / 10 段