Fuchs hat uns in Aden verlassen recht niedergeschlagen und traurig, nun
allein nach dem entsetzlichen Zanzibar zu müssen und vorher eine ganze
Woche im Hôtel de l'Europe zu Steamer Point auf den British India Dampfer
warten zu sollen, dazu hat er die ganze Zeit der hübschen Rose Mackenzie
auf Leben und Tod den Hof gemacht und das Rothe Meer hindurch gebalzt wie
ein Auerhahn. Schade um ihn, er ist ein netter Mensch, der den Orient von
Grund kennt. Als er bei Maglaj ins Feuer ritt, rief der General Szapáry:
»Der Fuchs muss überall dabei sein, bei jeder Jagd, bei jedem Rennen
-- aber wenn die Kugeln pfeifen, da ist er auch da!« -- Mit seinem
Momentapparat hat er uns alle photographirt -- gruppenweise und einzeln, --
hoffentlich ist es gelungen!
Die Hitze ist weniger drückend als im Erythräischen Meere, aber noch
immer arg genug, -- die angenehmste Zeit ist mein Morgenplausch mit dem
Commandanten, da er mir Erlebnisse aus Ostasien und Indien zum Besten
gibt, -- wir bewundern dann stets den Kammerdiener Harrison, der mit
der Pünktlichkeit der Schiffsuhr um 7 Uhr auf Deck mit den zwei Hunden
erscheint und bis 8 Uhr mit denselben herumläuft -- ob schön ob
schlecht, Schlag 7, d. h. 6 Bells, erscheint er, adrett und rasirt, wie
aus der Schachtel gezogen -- 8 Bells haben noch nicht ausgeklungen, so
verschwindet er wieder, und Bompa, eine schöne englische Setterbitch, und
Neptun folgen ihm nach. -- Es wird viel gelesen, Biegeleben ist mit der
»Reise S. M. Corvette Frundsberg« beschäftigt, ich lese Mantegazza's
»India«, Häckel's »Ceylon«, Sir John Strachey's »India«, ein famoses
Werk, Johnson's »Oriental Religions«, Schlagintweit's »Indien«, --
Sapieha studirt Hübner's »A travers l'Empire Britannique« und Coudenhove
lernt mit einem in der zweiten Classe befindlichen Hinduarzte, der soeben
in Edinburgh promovirt hat, Hindostani.