Das Meer

Roman. 18 Auflage. Geheftet 4 Mark, gebunden 5 Mark.

Es ist ein Werk, das man mit Ehrfurcht und Freude aus der Hand legt,

im sicheren Bewußtsein, einen Schatz gefunden zu haben, von dem man

immer wieder gern genießen wird. Ein kulturmüder Mann lebt einen

Sommer hindurch auf einer bretonischen Fischerinsel. Er versinkt

ganz in dem kräftigen, urwüchsigen Dasein dieser einsamen Welt.

Trinkt, flucht, liebt und haßt wie die Bewohner der Insel, die

gleich abgeschlossen ist von den Moralbegriffen wie dem

Rechtsempfinden der Welt da draußen ... Manchem wird die wilde

Schönheit unverständlich bleiben, manchen wird auch die feinste

Sprachkunst nicht darüber hinwegsetzen, daß es immer wieder nur das

Meer ist – und nur das Meer, von dem er lesen muß. Wer sich aber in

dies Werk ernstlich vertieft, dem wird es seine Mannigfaltigkeit

wohl erschließen. Und er wird meine Freude darüber teilen, daß auch

einem Deutschen der Entdeckerflug in die unbekannten Reiche der

Natur gelungen ist, der bisher Männern wie Kipling oder Loti

vorbehalten schien. Nur daß Kellermanns Empfindung wärmer, seine

Anschauungskraft stärker, seine Sehnsucht tiefer ist.

(B. Z. am Mittag, Berlin)

Der Krieg im Westen · 第 71 / 82 题