Roman. 14. Auflage. Geheftet 5 Mark, gebunden 6 Mark.
Die Leser von „Ingeborg“ werden ihren Dichter in diesem Buche
wiederfinden, aber er wird ihnen als ein Größerer begegnen, reifer
und reicher geworden in den wenigen Jahren, die zwischen den beiden
Werken liegen. Sein Blick hat sich von den wolkengleich umrissenen
Gestalten der Liebeslegende tiefer erdenwärts gewandt und schaut
jetzt den Kreaturen des täglichen Lebens zu, wie sie, gehämmert,
zerstoßen und verkrümmt von der Unerbittlichkeit der Verhältnisse,
ihr Dasein zu Ende führen. Der Tor ist ein junger, reiner Mensch,
der in einem Städtchen auftaucht, um das Unrecht zu sühnen, das
Menschen an einer Verstorbenen geübt haben. Bald sieht er ein, wie
vieles es im kleinsten Kreise gutzumachen gibt, woran die Menschen
keine Schuld haben, und sein Drang weist ihm den Weg zu den Hütten
der Elendesten, Bejammernswertesten. So ist auch dies Buch ein Buch
der Liebe geworden, aber der Liebe des einen zu allen.
(Hannoverscher Kurier)