Das Verpflanzen bekommt doch nur den ganz jungen Bäumen. --

Sieh da, unser Visavis, Oberlehrer Schubert, am Fenster, seinem rosigen

Sprößling zunickend, den ihm die junge, glückstrahlende Frau lachend

entgegenhält.

Also wieder wohlauf, Frau Wöchnerin, und so heiter und froh

hinausgeschaut in den linden Septembertag?

»Morgen will ich ihr einen Besuch machen,« sagt meine Frau, nach drüben

hinüberschauend, »denn ihr Männer kennt euch doch nun, da ist's nicht

aufdringlich, wenn ich mich nach ihrem Befinden erkundige und mir das

Kleinchen ansehe. Meinst du nicht auch?« --

Die Schwalben haben ihren Flug längs der Straße aufgegeben und fliegen

nun quer über den Damm, von unserem Fenster zu dem gegenüberliegenden

von Schuberts, hinüber und herüber, leicht an der Mauer emporgleitend

und dann sich sanft wieder senkend, in fortwährendem Wechselspiel, als

wenn sie Grüße bringen und wieder zurücktragen wollten.

Schuberts fällt auch das Spiel der Schwalben auf, und sie blicken

nun zu uns grüßend herüber. Auch das junge Frauchen grüßt

»unbekannterweise« mit Kopfnicken, und als ihr Gatte ihr einige Worte

zuflüstert, da hebt sie mit holdem Erröten ihren kleinen Sprößling hoch

empor, als wenn sie uns ihr junges Glück so recht zeigen wollte.

»Liebchen,« flüsterte ich meiner Frau zu, »erinnerst du dich, wie

wir unser Klein-Mariechen triumphierend den jungen, damals uns ganz

unbekannten Eheleuten zeigten, und wie die junge Frau errötete und ihr

Haupt an der Brust des Mannes barg?«

»Ja, Lothar,« erwidert mein Frauchen leise, »ich weiß es noch sehr

wohl.«

»Auch ihnen ist bald ein holdes Glück erblüht, und hoffentlich scheint

ihnen so hell wie uns eitel Lust und Freude aus den Augen des kleinen

Weltbürgers entgegen. Und nun sieh nur, wie sie den Kleinen dir wieder

zuhält, ja, genau so, wie du unser Klein-Mariechen ihr entgegengehalten

hast. Und wie brennend rot sie damals geworden ist! Ist's nicht so? --

Nicht wahr, Frauchen, ist's nicht so?«

Ich blicke zu meinem Weibe lächelnd und fragend herab, um in ihren

Augen die Antwort zu suchen. Aber sie hat ihr glühendes Antlitz tief an

meiner Brust verborgen und antwortet nicht.

Und es entsteht plötzlich in meiner Seele ein merkwürdiges Klingen

und Singen, und ich halte mein Frauchen fest umschlungen und küsse

andächtig ihren blonden Scheitel. Und der Normaletat, der sich wie ein

dichter, grauer Schleier über die Zukunft senken will, wird von den

Strahlen der Sonne durchbrochen und weicht langsam von hinnen.

»Frauchen,« sage ich nach einer kleinen Weile, »wenn wir nach Friedenau

oder Steglitz hinaus ziehen, so zahlen wir weit weniger Miete und

haben sogar noch etwas von der Natur. Ei, wie ich mich auf solchen

Wohnungswechsel freue!

~Gewiß~ freue ich mich und rede nicht nur so. Du weißt doch, wie

ich die Natur liebe, das Grün der Wiesen und Bäume, die Alleen. Und

~das~ fehlt uns hier doch gänzlich. Und denk' einmal, wenn wir

eine Parterrewohnung mit einem Vorgärtchen bekommen könnten, wo ich

Blumen und Sträucher ziehen würde und du Petersilie.

Wie schön, und welche Ersparnis!

Oder wenn's nicht ~so~ ist, dann doch immerhin ~Aussicht~ auf

Bäume und Gärten. Oder wenn's auch ~das~ nicht ist, so könnten

wir doch uns ein oder zwei Blumenbretter anlegen und darauf deine und

meine Lieblingsblumen ziehen. Hier in Straße 27 wären die nie gediehen.

Und wenn's dann auch vier Treppen hoch sein sollte, so haben wir doch

unsere Blumen vor dem Fenster und sehen wie in einen Garten. Das ist

denn doch schon der Vorgeschmack von unserem einstigen Eden, vom Ziel

meiner Sehnsucht, vom alten grünumwobenen Vaterhaus.

Und dahin wollen wir uns durcharbeiten, langsam, Tag für Tag, froh in

der Arbeit, Frieden im Herzen, bis wir uns durchgerungen haben ~zur

großen Müdigkeit~, die ~erworben~ werden muß, um köstlich zu

erscheinen, die, um willkommen zu sein, uns nicht plötzlich überfallen

darf, sondern zu der wir hinübergleiten wie im seligen Traum.«

»Ach,« seufzt meine Frau liebevoll, »wenn du nur immer ums tägliche

Brot arbeiten mußt und durch die vielen Nachhilfestunden so ganz deiner

literarischen Arbeiten verlustig gehst, wie sollst du da froh und

glücklich aufatmen können! Du wirst es nie verwinden, daß die Not des

täglichen Lebens dich fern hält von deinen Zielen, deinen Liedern,

deinem Trachten. Und nur um des elenden Geldes willen!«

»Schätzchen,« sage ich ruhig und mit stillem Ernst, »ich bin innerlich

so von Herzen zufrieden, und wenn du's auch bist, so braucht es nicht

mehr. Es sind mir auch in letzter Zeit viele, leider zu berechtigte

Zweifel gekommen, ob mein Wollen nicht mein Können weit überragt.

~Doch, doch~, sprich nicht dagegen! Ach, und dich betrübt es

gewiß, wenn ich nicht, wie ich wahrlich selbst geglaubt und dir oft

zugeflüstert habe, im Parnaß meinen Platz suche und finde.«

»Lothar«, meint mein Weib, so recht froh und mit glänzenden Augen mich

anschauend, als wenn ich ihr ein großes Glück verkündet hätte, »Lothar,

ach, ~wenn's~ doch so wäre! Ich habe im geheimen immer Angst

gehabt, daß du mir durch den Ruhm entfremdet werden könntest. Ach,

und nun bleibst du bei mir, auf unserer lieben, lieben, schönen Erde?

Freilich würden wir ja durch deine Werke viel schneller zu Geld und

Macht gelangen. -- Ach, es ist gewiß nur eine vorübergehende Stimmung,

die dich niederdrückt?«

»Nein, nein! Sieh, wenn in den zehn Jahren, seit welchen ich mich

mit meinen ›unsterblichen Werken‹ befasse, nichts, gar nichts bisher

entstanden ist, so habe ich mich doch sicher überschätzt und kann

nur froh sein, wenn ich dies noch erkenne, ehe es zu spät ist. Ja,

~fühlen~ kann ich das Schöne, Gute, Edle in der Brust und mir

auch im Geiste gestalten, und ›das ist ein Gewinn, der niemals uns

entrissen werden kann‹. Aber so gestalten, daß es andere sehen wie ich,

~darstellend schaffen~ -- Frauchen, Frauchen, ich fürchte, ich

wollte über meinen Schatten springen. Viele sind berufen, aber wenige

sind auserwählt. Und ~doch~ sollen einmal meine Lieder erklingen.

Aber dir nur allein! Und du sollst sie mir mit deiner lieben Stimme

vorsingen, und unser Kleinchen soll sie nachsingen in deiner sanften

Weise. Und für diese Köstlichkeit der Gegenwart gebe ich dann allen

Glanz des Nachruhms hin.

Und Geld?!

Viel schneller zu Geld und Macht gelangen, wie du sagst? Ach, mein

kleines, leichtgläubiges, vertrauendes Närrchen! -- Sieh, wenn wir

uns wacker durchkämpfen, Schritt für Schritt, dann erglänzt unser

Lebensabend in so goldigem Schein, daß wir alles ~irdische~ Gold

entbehren können. Und nun fröhlich hineingeschaut in die Welt und mutig

voran!« --

* * * * *

Und als der Frühling wieder ins Land schaut, da räumen wir die Wohnung,

um unseren Nachfolgern Platz zu machen.

Aber wehmütig stimmt es uns doch, aus den vertraut gewordenen Räumen

ausziehen zu müssen. Und heute ist der letzte Tag! -- --

Da klingelt es.

Wer kann uns wohl noch aufsuchen wollen, wo es so unwirtlich überall

aussieht, Koffer und Kisten gepackt sind und ein wildes Chaos in allen

Räumen uns umgibt?

Soso, nur der Postbote ist's.

Aber welch offiziell aussehendes Schreiben mit großem Siegel übergibt

er mir?

»Lothar,« ruft meine Frau in freudiger Erregung, »du sollst sehen,

der letzte Tag in der alten, lieben Wohnung bringt uns noch Glück.

Vielleicht bist du zum Gymnasialdirektor ernannt worden. Man

~kann~ doch gegen deine Vorzüge nicht blind sein!«

»Du Närrchen, du, dazu bin ich noch lange nicht an der Reihe«, meine

ich lächelnd, aber doch auch in einer mir ungewohnten Erregung.

Nein, -- es ist eine Trauerbotschaft vom Gericht. Die alte Tante ist

verstorben, die einzige Verwandte, die ich noch hatte, obwohl ich sie

nicht einmal von Angesicht zu Angesicht kannte.

Meine Frau ist kleinlaut geworden und sieht in ihrer Enttäuschung ganz

blaß aus.

Daß mich die alte Dame, wie das Gericht mitteilt, zum Erben eingesetzt

hat, vermag mein Frauchen nicht freudiger zu stimmen; denn sie weiß

von mir, daß die Tante nur ein kümmerliches Witwengehalt bezog und nur

über ein paar alter gebrechlicher Möbel verfügte, die sicher kaum den

Transport verlohnen würden.

»Aber nein, was ist das? Herrgott, ist's nur möglich?! Weibchen,

Weibchen! Denke nur, die Tante hat auf ihr Lotterielos Nummer 2734

vierzigtausend Mark gewonnen, und die gehören ~uns~ nun.

~Uns!!~ Da soll noch einmal jemand gegen den törichten Aberglauben

reden!«

»Lothar«, sagt mein Frauchen mutwillig und erhebt ihren kleinen

Zeigefinger warnend, während in ihrer Stimme Freude und Glück zittern,

»Lothar, den mittelalterlichen Aberglauben aus dem Herzen der Menschen

auszuroden, soll und muß die hehre, wenn auch unendlich mühevolle

Kulturaufgabe der Schule sein!«

»Schatz,« erwidere ich jubelnd, »in diesem Falle plädiere ich für

mildernde Umstände. Aber wem verdanken wir dieses Glück? Doch unserer

alten, lieben Straße 27 und unserer braven Hausnummer 34. Da wär's

eigentlich recht und billig, wenn ich denen ein kleines literarisches

Denkmal setzte und über ›Siebenundzwanzig-Vierunddreißig‹ ein

Büchelchen schriebe, so wie ich's gerad' kann. Was meinst du?«

»Lothar,« ruft entzückt meine kleine Frau, ihre Arme um meine Schultern

legend, »ach, dann wirst du ~doch~ vielleicht noch berühmt.«

»Berühmt? Ei, ei, so leicht ist das Berühmtwerden nicht. Ich wäre schon

zufrieden, wenn das Publikum wirklich mein Büchlein lesen würde.«

»Du sollst sehen,« sagt mein Frauchen und sieht dabei so

überzeugungsdurchdrungen aus, als wenn sie es schon verbrieft hätte,

»das Publikum ~wird~ dich lesen.« Und dann fügt sie, sich zärtlich

an mich anschmiegend, mit kindlichem Vertrauen hinzu:

»Schon ~mir~ zuliebe.«

Johannes Trojan,

Wie man einen Weinreisenden los wird.

Kleine Leiden auf einer Landpartie.

Drei Gedichte.

Mit Genehmigung der ~J. G. Cotta~schen Buchhandlung Nachfolger

in ~Stuttgart~ und ~Berlin~: »Wie man einen Weinreisenden

los wird« und »Kleine Leiden auf einer Landpartie« aus »~Johannes

Trojan~, ~Das Wustrower Königsschießen~ u. a. Humoresken«.

Gbd. M. 3,--.

»Männertreue und Weiberkrieg« und »Der Glückstag« aus »~Johannes

Trojan~, ~Gedichte~«. »Der Oberamtsrichter von Neckarsulm« aus

»~Johannes Trojan~, ~Scherzgedichte~«. Gbd. M. 3,50.

Wie man einen Weinreisenden los wird.

Manche werden sagen, das sei überhaupt unmöglich, ich weiß aber, daß

es geht, denn ich habe es mit Erfolg probiert. Freilich war ich nicht

unvorbereitet, sondern hatte mir die Sache in Gedanken eingeübt. Die

Firma ~J. G. Pfropfenberg~ & Comp. in Frankfurt a. M. hatte mich

wissen lassen, daß in einigen Tagen ihr Vertreter die Ehre haben würde,

bei mir vorzusprechen und meine Aufträge entgegenzunehmen. Mit einiger

Spannung erwartete ich den jungen Mann.

Er kam, wurde mir gemeldet und in mein Zimmer geführt. Mit dem Ausdruck

lebhafter Freude trat ich ihm entgegen. »Sind Sie endlich da?« rief

ich. »Ich habe Sie mit Ungeduld erwartet. Bitte, nehmen Sie Platz!«

Dieser Empfang schien ihn ein wenig zu wundern, doch mochte er wohl

denken, ich sei in großer Weinnot. Auf meine wiederholte Aufforderung

setzte er sich und begann: »Ich komme im Auftrage des renommierten

Hauses ~Pfropfenberg~ & Comp. in Frankfurt a. M., um Ihnen unsere

edlen, wirklich reingehaltenen und höchst preiswürdigen ...«

»Halt!« fiel ich ihm ins Wort -- »aus Frankfurt a. M. kommen Sie?«

»Jawohl«, erwiderte er.

»Welch eine Stadt!« rief ich entzückt. »Die herrlichen Gebäude, unter

denen der Dom und der Römer in erster Reihe stehen! Die wundervollen

Denkmäler von Goethe und Gutenberg! Das Goethehaus! Der Palmengarten!

Das Ariadneum! Die historischen Erinnerungen an Karl den Großen und den

Bundestag! Und das Wasser! Ich halte den Main für einen der schönsten

Ströme. Nachdem er zusammengeflossen ist aus dem weißen Main, der im

Fichtelgebirge entspringt, und dem roten, der aus dem Rotmainbrunnen im

Westen von Kreusen herkommt, läuft er um den fränkischen Jura herum,

geht er vorbei an Bamberg, Würzburg und Aschaffenburg, endlich an

Frankfurt a. M., um dann bald darauf sich mit donnerartigem Brausen in

den Rhein zu stürzen.«

Die lebhafte Schilderung hatte mich außer Atem gebracht, ich mußte

einen Augenblick anhalten, um Luft zu schöpfen. Aber auch mein

Gegenüber gebrauchte einige Zeit, um sich von dem Eindruck, den mein

Vortrag auf ihn gemacht hatte, zu erholen. So kam ich ihm denn, als er

eben das Wort ergreifen wollte, zuvor.

»Sie sind«, sagte ich »nicht aus Frankfurt a. M. gebürtig?«

»Nein,« entgegnete er, »aus Offenbach. Ich habe die Ehre, Ihnen im ...«

»Aus Offenbach?« fiel ich schnell ein. »Das habe ich mir gleich

gedacht. Sie sind aber gern in Frankfurt, und Ihnen gefällt Ihr Beruf?«

»Im allgemeinen ja. Das Haus Pfropfenberg & Comp., in dessen Auftrag

...«

»Glücklich in Ihrem Beruf!« rief ich, ihm ins Wort fallend. »Wie

selten kann das einer von sich sagen! Die meisten wünschen sich einen

anderen Beruf, als den, welchen sie haben. Der Dichter beneidet den

Seifensieder, der Maler den Klempner, der Musikus den Schankwirt, der

Regierungsrat den Geistlichen, der Bankier den Seemann und so weiter.

Ich selbst -- Sie wissen, daß ich Käfersammler bin -- möchte manchmal

mit dem friedlich und harmlos von seinen Zinsen lebenden Rentier

tauschen.«

Ich war, nachdem ich dies gesagt hatte, so barmherzig, ihm einen

Augenblick Zeit zu lassen, und sofort schoß er los: »Erlauben Sie

mir, mein Herr, daß ich Ihnen im Auftrage der renommierten Firma

Pfropfenberg & Comp. unsere wirklich reingehaltenen ...«

Weiter kam er nicht, denn ich sah ihn plötzlich so fest und scharf

an, daß er unwillkürlich verstummte. »An wen,« sagte ich, indem ich

fortfuhr ihn anzusehen, »an wen erinnern Sie mich doch so lebhaft?«

»Ich weiß es in der Tat nicht«, sagte er verlegen.

»Halt, ich hab's!« rief ich. »Haben Sie Verwandte in Goldap?«

»Nein!« erwiderte er mit Entschiedenheit.

»Wie war doch nur Ihr geehrter Name?« fragte ich.

»~Meyer~ -- ~A. H. Meyer~!«

»Sonderbar!« rief ich, »auch die Namen stimmen. Ich lernte vor nun bald

siebzehn Jahren, als geschäftliche Angelegenheiten mich nach Goldap

führten, dort einen Herrn ~Meyer~ kennen, dem Sie sehr ähnlich

sehen, und ich hätte darauf schwören mögen, daß er mit Ihnen verwandt

sei, vielleicht ein Onkel von mütterlicher Seite. Also Sie stehen in

keinem Verwandtschaftsverhältnis zu diesem Herrn? Sehr auffallend,

besonders da auch der Name zutrifft. Dieser ~Meyer~ war

Holzhändler und damals ein angehender Sechziger. Seine Frau war eine --

warten Sie einmal -- richtig! eine geborene ~Kloppfleisch~. Ein

prächtiger Kerl war er und ein schneidiger Geschäftsmann. Unterdessen

ist er auch natürlich älter geworden.«

Während ich so sprach, war er sehr unruhig geworden, wie ich an den

eigentümlichen Bewegungen seiner Füße merkte. »Erlauben Sie mir --«

begann er noch einmal.

»Noch eine Frage!« unterbrach ich ihn. »Leben Ihre Eltern noch?«

»Ja!« stöhnte er.

»Das freut mich zu hören«, sagte ich. »Es ist ein nicht gewöhnliches

Glück, in Ihren Jahren noch beide Eltern am Leben zu haben. Darf ich

mich weiter erkundigen, ob auch Ihre Großeltern noch leben?«

Ganz rot im Gesicht, war er aufgesprungen. »Ich muß mich« -- rief er

mit vor Ärger halb erstickter Stimme -- »ich muß mich Ihnen empfehlen.

Meine Zeit ist sehr in Anspruch genommen und ...«

»Sie wollen schon gehen?« rief ich. »Darf ich Ihnen nicht ein Glas Wein

anbieten? Es ist zwar nur Kutscher und etwas säuerlich, aber durchaus

rein und sehr gesund. Meine Frau würde sich freuen, wenn ich Sie ihr

vorstellte.«

»Es tut mir leid,« schrie er, »aber ich habe keinen Augenblick Zeit.

Wenn Sie einen Auftrag ...«

»O gewiß habe ich einen Auftrag. Wenn Sie das schöne Frankfurt

wiedersehen, grüßen Sie es tausendmal von mir. Aber ich hoffe, daß wir

uns hier noch sehen werden, beim Weihenstephan oder auf der Siegessäule

oder ...«

Er war schon draußen. »Herr Meyer! Herr Meyer!« rief ich, mich über das

Treppengeländer beugend. Er hörte nicht darauf. Schnell stürzte ich

in mein Zimmer zurück, riß das Fenster auf und schrie auf die Straße

hinunter: »Herr Meyer! Wenn Sie einmal nach Goldap kommen sollten ...«

Er wandte sich nicht mehr um, sondern lief unaufhaltsam dem nächsten

Halteplatz für Droschken zu.

Ob er wohl wiederkommen wird?

Kleine Leiden auf einer Landpartie.

Nein, meine Herren! pflegte der Doktor Sauerwein auszurufen, wenn

die Rede auf Landpartien kam -- nein! über diese Vergnügungen bin

ich hinaus für immer. Ich weiß ja nicht, meine Herren, was Sie unter

Landpartien verstehen, meinen Sie aber einen Ausflug in Begleitung von

Damen zu Wagen oder auf der Eisenbahn, an den sich ein Spaziergang

in einen Forst oder in eine Heide, meinetwegen mit Feueranmachen

und Kaffeekochen anschließt, dann muß ich gestehen, daß derartige

Vergnügungen sich für Leute von meinem Naturell durchaus nicht eignen.

Es liegt an mir, ich weiß es. Mir fehlt vor allem die notwendige

Geistesgegenwart, Besonnenheit und Erfindungsgabe.

Was soll zum Beispiel geschehen, wenn der rechte Schuh einer jungen

Dame an einer morastigen Stelle des Weges stecken geblieben und

versunken ist? Die junge Dame steht nun auf dem linken Fuße. Lange kann

sie so nicht stehen, also sagen Sie mir schnell: was soll geschehen?

Sie wissen es nicht? Natürlich! Ich habe diese Frage Leuten vorgelegt,

die durchaus nicht auf den Kopf gefallen waren, und habe doch keine

einzige befriedigende Antwort darauf erhalten. Der eine wollte einen

Notschuh aus Baumrinde zimmern, ein zweiter schlug eine Tragbahre von

jungen Baumstämmen vor, ein dritter meinte, man müsse für solche Fälle

auf jeder Landpartie einen eleganten zweirädrigen Karren mit sich

führen. Ein grausamer Barbar endlich -- ich verschweige seinen Namen,

obgleich er es verdient, daß ich ihn an den Pranger stelle -- gab den

Rat, man solle die junge Dame stehen lassen und ruhig weiter gehen, sie

werde schon von selbst nachgehüpft kommen!

Ist Ihnen das noch nicht genug? Gut! so will ich Ihnen die Geschichte

meiner letzten Landpartie erzählen.

Ich machte diese Landpartie mit der liebenswürdigen Familie Krusius.

Da war also Steuerrat Krusius, seine Frau, die beiden Töchter, Minna

und Elvira, und die Tante Sophie. Dazu kam Herr Knoppermann vom

Gericht, ein alter Hausfreund, und der junge Nathanael Semmlein, ein

Studiosus der Theologie und an die Familie empfohlen. Der achte war

ich und der neunte -- doch halt! Der fand sich erst unterwegs ein. Es

war beschlossen, mit der Bahn bis zur Station Dingelfeld zu fahren,

hinter welcher sich eine sehr romantische Wald-, Sand- und Moorgegend

ausbreiten sollte.

Wir nahmen im »Blauen Löwen« ein ländliches Mahl ein, und als dann

auch der Kaffee vorüber war, und der Steuerrat sein Mittagsschläfchen

absolviert hatte, wurde der übliche Spaziergang »in die Fichten«

angetreten.

In den Fichten war es, wie es dort häufig zu sein pflegt, sehr

romantisch, sehr heiß und sehr belebt von ausgezeichnet großen Ameisen.

Als wir nun ein Stück gegangen waren und um eine Waldecke bogen, bot

sich uns ein eigentümliches Schauspiel dar. Am Waldessaume stand eine

große Kiefer und unter der Kiefer stand ein Invalide, augenscheinlich

seines Zeichens ein Feldhüter, während ein großer Hund mit wütendem

Gebell um den Baum herumsprang. Oben aber, auf einem Aste des Baumes

saß ein junger Mann, der eine grüne Pflanzenkapsel an einem Riemen über

der Schulter trug, und zwischen dem jungen Manne oben und dem Alten

unten fand folgendes Wechselgespräch statt.

»Den Augenblick kommen Sie herunter!« rief der Alte.

»Ich bin noch immer nicht von der Notwendigkeit überzeugt!« schallte es

von oben.

»Meinetwegen bleiben Sie oben!« hob der Feldhüter wieder an. »Werfen

Sie gefälligst die fünfzehn Groschen herunter, dann will ich gehen.«

»Was für ein närrischer Kauz sind Sie doch!« rief der Botaniker

herunter. »Denken Sie, das Geld wächst hier oben auf dem Baume?

Oder meinen Sie, daß jemand so einfältig sein wird, auf eine

wissenschaftliche Landpartie sein Vermögen mitzunehmen? Ich kann es

mir gar nicht vorstellen, wie man dazu kommen kann, im Walde Geld

auszugeben. Ist es etwa gebräuchlich, daß die Vögel, wenn sie ein Stück

gesungen haben, mit dem Teller umhergehen? Oder ist es erhört, daß

man für das Hundert Brombeeren oder Haselnüsse, die man frischweg vom

Busche verzehrt, auch nur einen Pfennig bezahlt?«

Unterdessen waren wir näher getreten und erkundigten uns bei dem Alten,

um was es sich handle. Er erzählte uns, daß er den Botaniker auf der

an das Gehölz stoßenden Wiese, die zu betreten streng verboten sei,

betroffen habe. Als der junge Mann seiner ansichtig wurde, sei er

ausgerissen und habe sich auf diese Kiefer geflüchtet. Jetzt solle er

entweder festgenommen werden oder fünfzehn Groschen Strafgeld erlegen.

Wer weiß, wie lange der Botaniker noch oben hätte sitzen müssen, wenn

nicht der Steuerrat und der alte Knoppermann den Invaliden vorgenommen

und ein vernünftiges Wort mit ihm gesprochen hätten. Einem vernünftigen

Worte, wenn es durch Geld und Zigarren unterstützt wird, kann auch der

zornigste Feldhüter auf die Dauer nicht widerstehen, und so kam es

denn, daß der Alte, nachdem er noch dem Botaniker mit dem Wiedertreffen

»draußen im Freien« gedroht hatte, mit seinem Hunde den Rückzug antrat.

Als die beiden alten Herren diesen Akt der Menschlichkeit vollzogen

hatten, ersuchten sie den Naturforscher, herunterzusteigen und sich der

Gesellschaft anzuschließen.

Den jungen Damen schien der Zuwachs zu unserer Gesellschaft nicht

unlieb zu sein. Im Umsehen waren sie schon mit dem Botaniker in einem

eifrigen Gespräche über die einheimische Flora begriffen, wobei ich

den Verdacht nicht unterdrücken konnte, daß ein großer Teil der

lateinischen Pflanzennamen, die er den jungen Damen auftischte,

vollständig ausgedacht und erlogen war.

Ich ging an der Seite der Tante Sophie, die mir erzählte, daß sie

einmal in einer ähnlichen Gegend und an einem ähnlichen Tage Gott weiß

was erlebt habe. Ich war viel zu ärgerlich, um ordentlich hinzuhören.

Zu großer Freude gereichte es mir, als der Steuerrat den Vorschlag

machte, sich an einem hübschen Punkte niederzulassen und einen Imbiß

zu nehmen. »Unser neuer Freund«, sagte er, »wird sicherlich in der

Nähe einen dazu passenden Ort wissen.« Da hätten Sie sehen sollen, wie

die Augen des jungen Mannes aufleuchteten und mit welcher Eilfertigkeit

er uns nach einem geeigneten Plätzchen hinführte.

Nachdem auf Wunsch der Damen eine genaue Inspektion des Terrains

vorgenommen war und dasselbe sich als ziemlich ameisenfrei und

spinnensicher erwiesen hatte, lagerten wir uns ins Grüne und begannen

die mitgenommenen Vorräte auszupacken. Das Plätzchen war allerdings

recht artig auf einem Hügel am Rande des Waldes gelegen. Vor uns

öffnete sich ein kleines Tal, in dem mehrere Bürgerfamilien, die

gleich uns mit der Bahn gekommen waren, sich am Ringelspiel, Tanz und

anderen ländlichen Vergnügungen erfreuten. Der Anblick war allerliebst.

Munteres Gelächter und Geschrei schallte zu uns herauf. Wir unserseits

waren auch in der besten Stimmung. Die Flasche ging von Hand zu

Hand, und der Botaniker sprach unserem kalten Braten und unserem

Weine mit einem Appetit zu, der bei seinen Grundsätzen in bezug auf

das Mitnehmen von Geld und in Anbetracht, daß die Jahreszeit reife

Brombeeren und Haselnüsse noch nicht darbot, nichts Erstaunliches

hatte. Der Jubel erreichte den höchsten Grad, als der Steuerrat mit dem

alten Knoppermann und dem Botaniker ein Lied anstimmte, in dem zum

großen Verdruß des Theologen das Räuberleben als die einzig passende

Beschäftigung für lebenslustige und poetisch gesinnte Leute nach allen

Richtungen hin gepriesen wurde.

Ein Stündchen mochten wir so in der besten Laune zugebracht haben,

als der Steuerrat bemerkte, daß es nun wohl an der Zeit sei, nach

Dingelfeld zurückzukehren, wenn wir nicht den Abendzug versäumen

wollten. »Ich möchte Ihnen«, sagte der Botaniker, »einen anderen

Vorschlag machen. Es führt von hier aus ein sehr romantischer Weg über

Kuckucksweiler und Amselhagen nach der Bahnstation ...«

»Ich fürchte nur,« fiel ihm der Steuerrat ins Wort, »es wird zu weit

sein.«

»Durchaus nicht,« entgegnete unser Gast. »Warten Sie -- bis

Kuckucksweiler haben wir zwanzig Minuten, von da bis Amselhagen

höchstens fünfzehn und von Amselhagen nach Dingelfeld wieder zwanzig.

Das macht zusammen noch keine Stunde.«

»Wissen Sie aber auch den Weg genau?« fragte der Steuerrat.

»Ich?« entgegnete der Botaniker. »Ich? Auf fünf Meilen im Umkreise will

ich hier jedem Vogel, der sich etwa verflogen hat, sagen, wo sein Nest

ist. Wenn Sie es verlangen, will ich Ihnen einen Adreßkalender der in

hiesiger Gegend seßhaften Eichhörnchen schreiben.«

Die Damen stimmten sämtlich für den »romantischen« Weg, und so brachen

wir denn auf, voran ging der Botaniker mit den jungen Mädchen.

Es scheint mir nun, daß über dasjenige, was romantisch zu nennen ist,

sehr verschiedene Ansichten unter den Leuten existieren müssen. Wenn

es zum Romantischen gehört, öde, unbequem und gefährlich zu sein, so

war der Weg, den wir nunmehr machten, in der Tat sehr romantisch. Ich

erwähne nur, daß wir nacheinander ein Wildgatter, zwei Schluchten,

einen steglosen Bach -- den die Damen auf hineingelegten Steinen

überschreiten mußten -- und einen Bruchacker zu passieren hatten.

Eine gute Stunde waren wir so fortgegangen ohne einem menschlichen

Wesen zu begegnen, und es fing bereits an dunkel zu werden. Da sah der

Steuerrat nach der Uhr, und sich zu unserem Führer wendend, bemerkte

er: »Es scheint mir, mein Freund, als müßten wir doch schon lange über

Kuckucksweiler wenigstens hinaus sein.«

»Es ist mir auch unbegreiflich,« entgegnete der Angeredete, »daß wir

noch nicht am Ziele sind; indessen bin ich überzeugt davon, daß wir an

der nächsten Ecke den Kirchturm von Kuckucksweiler erblicken werden.«

Wir waren über die nächste Ecke hinaus, aber nichts, was einer

menschlichen Behausung ähnlich sah, ließ sich entdecken. Das Terrain

fing an unheimlich zu werden. Die Bäume wurden seltener und kleiner,

und endlich breitete sich vor uns eine mit spärlichem Gestrüpp bedeckte

Ebene aus, über der ein höchst verdächtiger Nebel lag.

Da bemerkte ich plötzlich, daß der Boden unter meinen Füßen zitterte

und schwankte. Ich hatte das Gefühl, als ob ich auf Gummi oder

Guttapercha träte. In demselben Augenblick mochten die anderen dieselbe

Wahrnehmung machen. Wir blieben sämtlich stehen und sahen den Botaniker

fragend an.

»Ich fürchte,« begann derselbe ziemlich kleinlaut, »daß wir uns etwas

mehr rechts hätten halten sollen. Wir sind hier in ein kleines Luch

oder Torfmoor geraten. Der nächste Weg würde nun allerdings quer durch

das Luch führen, und solange wir uns nur in der Nähe der kleinen

Gebüsche halten, ist meiner Ansicht nach die Gefahr des Versinkens eine

sehr geringe. Besonders finster wird es nicht werden, da wir einerseits

Mondschein haben, anderseits auch bald die Irrlichter aufgehen müssen.«

Das war uns zu stark. Den Damen kam das Weinen nahe, und wir allgesamt

erklärten, daß wir lieber die Nacht unter freiem Himmel zubringen, als

noch einen Schritt weiter in den abscheulichen Sumpf wagen wollten.

»Gut«, sagte der Botaniker, »dann ist es das beste, daß wir rechts

abbiegen.«

Was war zu tun? Nach kurzer Beratung bogen wir rechts ab, obgleich dort

ein eigentlicher Weg nicht vorhanden war. Nachdem wir uns eine tüchtige

Strecke durch Dickicht und Dornen durchgeschlagen hatten, bemerkten wir

in unserer Nähe Gebäude. Es wurde ausgemacht, daß die Gesellschaft, wo

sie eben stand, warten sollte; ich aber und der Botaniker, wir sollten

versuchen, eines Menschen habhaft zu werden, der uns zurecht wiese.

Gesagt, getan! Wir näherten uns den Häusern und gelangten an einen

kleinen Gartenzaun, den wir überstiegen. Wir riefen zu wiederholten

Malen, ohne Antwort zu erhalten. Wir marschierten weiter. Ich ging

voran, dem Hause zu, während mein Begleiter um ein weniges zurückblieb.

Plötzlich hörte ich, wie er einen Freudenruf ausstieß.

»Was haben Sie?« fragte ich. »Ach, Stachelbeeren!« antwortete er.

»Kommen Sie! Hier sind genug für uns beide.«

»Ei, zum --« wollte ich ausrufen, in demselben Augenblicke aber fühlte

ich, daß über meinem rechten Fuße etwas zusammenschnappte und daß

derselbe auf höchst schmerzhafte Weise eingeklemmt war. Auf mein

Geschrei sprang der Botaniker hinter dem Busch hervor. »Kommen Sie!

helfen Sie mir!« rief ich. »Ich bin im Fuchseisen gefangen!«

Auf mein Geschrei erschien an den Fenstern des Hauses Licht; wir hörten

Stimmen, Hundegebell, und alsbald näherte sich mir vom Hause her ein

Trupp Menschen. Voran schritt ein grimmig aussehender Mann, der in der

einen Hand eine Laterne und in der anderen eine Flinte trug. Ihm folgte

eine Anzahl von Knechten, welche mit Heugabeln, Ästen, Zaunlatten und

anderen lebensgefährlichen Werkzeugen bewaffnet waren. »Hurra!« rief

der Grimmige, indem er mir seine Laterne vors Gesicht hielt, »da haben

wir endlich den Spitzbuben gefangen!«

»Hurra!« riefen die anderen und schwangen ihre Waffen.

Ich hatte nun bald heraus, daß man auf einen Obst- oder Blumendieb

gefahndet hatte und daß für diesen das Fuchseisen, in welchem ich

festsaß, bestimmt gewesen war. Natürlich hielt man mich für den

Schuldigen, und augenscheinlich sollte an mir Lynchjustiz geübt

werden. Ich wäre verloren gewesen, wenn nicht im rechten Augenblicke

die Gesellschaft erschienen wäre und sich ins Mittel gelegt hätte. Es

war aber schwer, dem Grimmigen begreiflich zu machen, daß ich nicht

der Spitzbube sei und daß ich seinen Garten nur betreten habe, um

mich nach der Lage von Kuckucksweiler zu erkundigen. Er behauptete,

das sei eine leere Ausrede und es gäbe überhaupt keinen Ort namens

Kuckucksweiler. Nur auf flehentliches Bitten der Damen entschloß

er sich dazu, meinen Fuß aus dem Eisen zu lösen. Als er zu diesem

Behuf den Boden beleuchtete, fielen seine Blicke auf ein in der

Nähe befindliches Nelkenbeet, das arg zertreten und verwüstet war.

Ohne Zweifel rührte diese Verwüstung von dem Botaniker her, welcher

inzwischen die Flucht ergriffen haben mußte, denn wir sahen uns

vergeblich nach ihm um. Meine Vermutung, daß er während der ganzen

Dauer der Verhandlungen hinter den Stachelbeeren steckte, hat sich

nachher bestätigt.

Was half's, daß ich meine Unschuld beteuerte! Der Grimmige erlöste mich

nicht eher aus dem Eisen, als bis ich den ganzen Schaden, den er in der

Geschwindigkeit auf sieben Mark und fünfundzwanzig Pfennig abschätzte,

bezahlt hatte. Unter Schimpfreden und Hohngelächter wurden wir dann aus

dem Garten hinausgeleitet. Kaum erreichten wir es, daß uns der Weg nach

dem nächsten Wirtshause gezeigt wurde.

Eben hatten wir den ungastlichen Ort verlassen, als der Mond sich

mit Wolken bezog und es anfing zu regnen! Das fehlte noch zu unserem

Unglück! Schrecklich tönte durch die Stille der Nacht das Jammern und

Klagen der Damen. Der Regen wurde stärker, und schon ganz durchnäßt

waren wir, als wir in dem bezeichneten Wirtshause, einer elenden

Fuhrmannsschenke, anlangten.

Da saßen wir nun, eine verunglückte Landpartie, in der niedrigen,

dumpfigen Gaststube. »Herr Gott! wo ist Knoppermann?« rief plötzlich

der Steuerrat. Es wurde im Hause nach ihm gesucht, er war nicht zu

finden. Nun fiel es uns allen ein, daß wir ihn schon seit längerer Zeit

nicht mehr unter uns bemerkt hatten. »Wo kann er nur geblieben sein?«

sagte der Steuerrat.

»Das will ich euch sagen,« erklang aus dem Hintergrunde die harte

Stimme der Tante, »er wird mit dem Kopfe nach unten im Sumpfe stecken.«

»Ich wollte es nicht zuerst aussprechen,« nahm die Steuerrätin das

Wort, »aber ich fürchte sehr, daß er in der Tat versunken ist.«

Kaum hatte sie das gesagt, als die Tante, welche vermutlich noch

Absichten auf Knoppermann hatte, in lautes Weinen ausbrach.

»O, es ist entsetzlich«, jammerten die jungen Damen.

»O, Sie Unglücksvogel!« rief der Steuerrat, indem er auf den Botaniker

zutrat und ihn an den Schultern faßte, »was haben Sie angerichtet!

Schaffen Sie uns Knoppermann wieder! Sagen Sie uns, was wir tun

sollen!«

Es wurde beschlossen, das Moor mit Laternen zu durchsuchen, und die

Expedition sollte eben ins Werk gesetzt werden, als die Tür sich

öffnete und der Vermißte eintrat, oder vielmehr von einem alten

Reisigweiblein, welches hinter ihm kam, in die Stube geschoben wurde.

Er war das Bild des Jammers, ohne Hut, ohne Stock, vom Regen durchnäßt,

von Dornen zerzaust, über und über mit Fichtennadeln garniert.

»Gott sei Dank, daß Sie da sind!« riefen wir wie aus einem Munde.

»Also das Herrlein gehört zu Ihnen?« schmunzelte die Alte.

Anfangs war der arme Knoppermann unfähig zu sprechen. Nachdem er sich

durch ein Glas heißen Getränkes gestärkt hatte, erzählte er uns, daß

er, vor Ermüdung zurückgeblieben, die Gesellschaft verloren hätte.

Dann hätte er gerufen, niemand hätte geantwortet. Dann wäre er Hals

über Kopf einen Abhang hinabgerollt, von einem Baum zum anderen

geschleudert worden und unten bewußtlos liegen geblieben. Dort hätte

das Waldweiblein ihn gefunden, durch anhaltendes Schütteln ins Leben

zurückgerufen und glücklich hierher geleitet. »Meinen Hut und Stock«,

schloß er, »scheine ich verloren zu haben. Auch ist es mir so, als

hätte ich vorher einen Paletot über dem Arm getragen. Ich weiß nicht,

ob es der rechte oder der linke Arm gewesen; jetzt aber bemerke ich

ihn auf keinem meiner beiden Arme.«

»Lassen Sie uns froh sein,« sagte der Steuerrat, »daß Sie selbst sich

wiedergefunden haben. Was Ihre Sachen betrifft,« fügte er mit einem

strengen Blick auf den Botaniker hinzu, »so werden dieselben sich

möglicherweise in Kuckucksweiler oder in Amselhagen wiederfinden.«

Das war am Ende auch der beste Trost. Unterdessen hatte der Regen ein

wenig nachgelassen, und nachdem wir die Alte belohnt und vom Wirt eine

Mütze und einen Schal für Knoppermann geborgt hatten, machten wir uns

auf den Weg nach der Bahnstation.

Wir waren sämtlich in der schlechtesten Stimmung, und keiner von uns

hatte Lust ein Wort zu sprechen. Der Botaniker ging neben mir. Er hatte

die ganze Botanisiertrommel voll gestohlener Stachelbeeren und aß nun

eine nach der anderen. Da sie sämtlich noch unreif waren, so gab es, so

oft er ein Beerchen zerbiß, einen kleinen Krach, wie beim Nüsseknacken.

Wir trafen noch gerade zur rechten Zeit in Dingelfeld ein, um einen

Nachtzug zur Heimfahrt benutzen zu können. Todmüde, verstört, mit

ruinierten Kleidern und in der elendesten Gemütsverfassung langten wir

zu Hause an.

Vier Wochen lang lag ich zu Bett, acht Wochen ging ich am Stock, ein

ganzes Jahr lang blieb ich ein Hinkefuß.

Dies, meine Herren, war meine letzte Landpartie. Lassen Sie sich diese

Geschichte zur Warnung dienen. Ich weiß, Sie tun es doch nicht, Sie

werden sich wieder verleiten lassen. Dann bitte ich Sie nur um eines.

Sollten Sie irgendwo auf einer Landpartie unseren jungen Freund, den

Botaniker, treffen, und er sitzt wieder in einer Kiefer -- lassen Sie

ihn doch ja in der Kiefer sitzen!

Männertreue und Weiberkrieg.

+Veronica chamaedrys+ und +Ononis spinosa+.

~Die Frau spricht~:

Es ist ein Kräutlein, heißt Männertreu,

In jedem Frühling blüht es aufs neu.

Am Waldrand steht es und auf der Au

Und Blumen trägt es, anmutig blau.

Doch pflückst davon du dir einen Strauß,

Nicht eine Blume bringst du nach Haus.

Herunter fallen sie gar geschwind,

Schon unterwegs weht sie ab der Wind.

Des Kräutleins Name, der ist nicht schlecht,

Und seinen Namen trägt es mit Recht.

Den Männern sag' ich es ins Gesicht:

~So sind sie alle -- nur meiner nicht!~

~Der Mann spricht~:

Ein Kräutlein ist Weiberkrieg genannt,

Das wächst auf Anger und Heideland.

Da siehst du blühen es weit und breit

Schön weiß und rot um die Sommerszeit.

Doch will ich raten dir: Laß es stehn!

Mit hundert Häkchen ist es versehn,

Verletzt die Hände dir, hemmt den Schritt,

Viel Ärger hast du und Not damit.

Das ist so recht ja der Weiber Art,

Ob sie auch lieblich sonst sind und zart,

Sie sind ein Kräutlein, das kratzt und sticht.

~So sind sie alle -- nur meines nicht!~

Der Glückstag.

Ich war am Morgen

So frohen Mutes,

Als müßt' begegnen

Mir etwas Gutes.

Wohlan, es komme

Das Glück gegangen!

Bereit hier sitz' ich,

Es zu empfangen.

Da kam ein Brief,

Den die Post mir brachte,

Ich brach ihn auf, sah

Hinein und lachte.

Logierbesuch will

Ins Haus mir kommen:

Sei er mit Jubel

Denn aufgenommen!

Drauf kam ein Mann, um

Von mir zu borgen,

Obwohl ich selbst war

Bedrängt von Sorgen.

Daß er auf mich sein

Vertrauen setzte,

Rührt' mich, ich gab ihm

Sorglos das Letzte.

Nun eine Zeitung

Nahm in die Hand ich,

Darin auf mich was

Geschrieben fand ich,

Was Böses, Arges.

Wie das mich freute!

Seht, so beachten mich

Doch die Leute!

Ich war noch immer

Bei frohem Mute,

Als müßte kommen

Noch andres Gute.

Um mehr des Glückes

Noch zu empfangen,

Bin aus dem Haus ich

Hinausgegangen.

Da überfiel mich

Mit Donnerschlägen,

Mich Unbeschirmten,

Ein heft'ger Regen.

Dem Himmel dankt' ich,

Daß er uns schenkte

Willkommenes Naß

Und die Saaten tränkte.

Von einem Fenster-

Brett fiel ein bunter

Tontopf mit Nelken

Auf mich herunter.

Doch meinen Hut nur

Hat er zertrümmert,

Heil blieb ich selber

Und unbekümmert.

Nach Hause eilt' ich,

Da sah ich jagen

Scharf um die Ecke

'nen Schlächterwagen.

Zu Boden riß er

Mich freilich nieder,

Doch kaum verletzt sprang

Empor ich wieder.

Allmählich wurde

Der Himmel heller;

Nach Hause hinkt' ich,

Stieg in den Keller,

Holt' eine Flasche

Mit gutem Weine.

Wohl mir, ich hatte

Just noch die eine.

Zusammen rief ich

Darauf die Meinen,

Mit mir im Jubel

Sich zu vereinen.

Kommt her und trinket,

Seid frohen Mutes!

Mir ist begegnet heut

So viel Gutes.

Der Oberamtsrichter von Neckarsulm.

(Der Mann, von dem dieses Gedicht handelt, ist der vor einigen Jahren

verstorbene Oberamtsrichter Ganzhorn von Neckarsulm. Das Abenteuer

bestand er, als er auf einer Wanderung nach Aßmannshausen kam.)

Das war ein kernfest tüchtiger Mann,

Von dem man Bestes melden kann,

Von Gliedern stark, an Geist gesund,

Was Zier des Manns ist, war ihm kund.

In mancher Kunst war er geübt,

Und ob's noch solche Zecher gibt,

Wie er war -- zweifelhaft ist das!

Er saß so fest beim Römerglas,

Er war von echter deutscher Art,

So mild und doch wie Stahl so hart,

~Der Oberamtsrichter von Neckarsulm~.

Einst kam er wandernd an den Rhein,

Der war beglänzt von hellem Schein,

Von untergehnder Sonne Glut.

»Fürwahr, ein Bad wär' gar zu gut!

Es kann ja gar so schlimm nicht sein,

Heut noch zu schwimmen durch den Rhein

Und wieder hier ans Land zurück --

Das nenn' ich noch kein Wagestück!«

Die Kleider wirft er ab sogleich

Und birgt sie unter dem Gesträuch,

Drauf in den Strom wirft er sich kühn,

Der faßt mit starken Armen ihn.

Er regt die Glieder frisch und keck,

Kommt anfangs auch recht gut vom Fleck;

Doch mählich wächst des Stromes Kraft,

Gewaltig wird er, riesenhaft,

Kämpft mit dem Mann und reißt ihn mit,

Hinunter wohl manch hundert Schritt;

Der wehrt sich auch, so gut er kann:

So kämpfen beide, Strom und Mann,

Und miteinander ringen sie,

Bis daß zuletzt mit vieler Müh'

Das andre Ufer er erreicht,

Der Mann. »Das war, bei Gott, nicht leicht!

Ich traf den Rhein nicht häufig so.«

Er spricht es, seiner Landung froh,

~Der Oberamtsrichter von Neckarsulm~.

Da steht er nun am Uferrand,

Die Gegend ist ihm nicht bekannt.

Schon dunkel ist's, er nackt und bloß!

Traun, die Verlegenheit ist groß.

Zurück zu schwimmen durch den Rhein,

Darauf lass' sich ein andrer ein!

Er spürt, er weiß, das wär' nicht gut,

Ob's ihm auch sonst nicht fehlt an Mut.

Die Kleider drüben und der Fluß

Dazwischen -- o welch ein Verdruß!

Wohin jetzt lenkt er seinen Lauf?

Wer nimmt den neuen Adam auf?

Da sieht ein Licht er gar nicht weit,

Schleicht unterm Schirm der Dunkelheit

Hinan sich. »Ha, ein Wirtshaus! Dort

Helf' ich mir jetzt schon weiter fort.«

Er lauscht. »Horch! Heller Gläserklang!

Jetzt unverzagt! Jetzt nur nicht bang!«

Ein wenig öffnet er die Tür

Und ruft: »Ein Mann in Not ist hier!

Reicht, Freunde, mir, ich bitt' euch sehr,

Ein Bettuch oder Tischtuch her!

Das reicht zu meiner Rettung hin.

Habt keine Furcht vor mir, ich bin

~Der Oberamtsrichter von Neckarsulm~.«

Das Linnen wird ihm hingereicht,

Er hüllt sich ein darin -- nun gleicht

Er einem alten Römer fast.

Ins Zimmer tritt der werte Gast:

»Ihr Herrn, die ihr da sitzt beim Wein,

Verzeiht, daß ich so spät erschein'

Und in so seltsamem Kostüm!

Das macht des Rheines Ungestüm,

Der her mich ließ, doch nicht zurück.

Ein Licht erblickt' ich hier zum Glück

Und lenkte zu ihm meinen Schritt.

Wenn ihr's erlaubt, zech' ich jetzt mit.

Mich hat das Schwimmen müd' gemacht,

Mich überkam dabei die Nacht,

Nun schaudert mich bis tief ins Mark.

Wein her! Wein her! Mein Durst ist stark.«

Da stehn sie all ehrfürchtig auf,

Platz machend ihm. Der Wirt darauf

Bringt ihm den Wein und füllt sein Glas:

»Trinkt, lieber Herr! Wohl tu' Euch das!«

Er hebt das Glas und leert's und spricht:

»Der Rhein meint's doch so übel nicht,

Daß er mich warf an diesen Strand!

Hier fühl' ich mich in guter Hand;

Der Ort gefällt mir und der Wein.«

Er spricht's und schenkt sich fröhlich ein,

~Der Oberamtsrichter von Neckarsulm~.

Da fiel beim Trunk manches gutes Wort,

Denn wackere Zecher saßen dort.

Der Wirt bedient mit allem Fleiß,

Daß von der Stirn ihm troff der Schweiß.

Sein Amt ihm harte Arbeit schuf,

Denn unaufhörlich scholl der Ruf

Von irgendeiner Seite her:

»Wein her! Wein her! Ich hab' nichts mehr.«

Als spät es ward, nach alter Sitt'

Man zu den bessern Sorten schritt,

Von Jahrgang sich zu Jahrgang schwang

Bis zu dem Wein von erstem Rang.

Da funkeln Augen, Wangen glühn,

Weinrosen purpurrot erblühn.

Nun sitzt erst da voll Herrlichkeit

Der Mann im weißen Römerkleid.

Vor sich die Flaschenburg erbaut,

Stolz er das Ganze überschaut

Und spricht mit Kraft und trinkt und trinkt.

Wie wohlgemut das Glas er schwingt,

~Der Oberamtsrichter von Neckarsulm~!

Und wie es spät und später wird,

Die Eule schon zu Neste schwirrt,

Da wird doch manch ein Zecher still;

Die Hand nicht mehr gehorchen will,

Und wie ein Mohnhaupt regenschwer

Zur Seite sinkt, so hält nicht mehr

Sich aufrecht, von der Last gebeugt,

Manch Haupt, vom Weine schwer; es neigt

Sich auf den Tisch und ruht da fest,

Und ungetrunken bleibt ein Rest.

Die Hähne krähn, der Morgen graut,

Der Tag fahl in die Fenster schaut.

Da sitzt noch einer ganz allein,

Der Weißumhüllte, wach beim Wein.

Er füllt sein Glas und trinkt es leer --

»Will denn kein andrer trinken mehr?

Hat alles schon so früh versagt,

Da es ja doch erst eben tagt,

Und noch des Weins da ist genug?«

Er sprach's und tat manch tiefen Zug,

~Der Oberamtsrichter von Neckarsulm~.

Hell in die Fenster scheint der Tag,

Sich schier darob verwundern mag,

Was in der Gaststub' er erblickt.

Da schlafen, übern Tisch gebückt,

Alle bis auf einen -- dieser spricht:

»Jetzt duldet's mich hier länger nicht.

Kein Mensch ist da, der mit mir trinkt,

Das Schnarchen mir unlieblich klingt,

Des Weines find' ich auch nichts mehr;

Den Wirt zu wecken, scheint mir schwer,

Drum will ich gehn. Die hier ihr ruht,

Ihr Schläfer all, bekomm's euch gut!«

Er spricht's, von seinem Platze steht

Er auf und ohne Schwanken geht

Er hin zur Tür und tritt hinaus.

Wie sieht die Welt seltsamlich aus!

In Glut getaucht sind Wald und Bühl,

Und doch weht es ihn an so kühl --

Zum Ufer schreitet er sodann,

Da steht bei seinem Kahn ein Mann.

»Hier find' ich, was mir eben not,

Schau' einen Fährmann und ein Boot!

Freund, fahrt Ihr mich wohl übern Rhein?«

Der staunt, doch sagt er: »Steigt nur ein!«

Vollendet glücklich ist die Fahrt;

Die Kleider hat der Strauch bewahrt.

Sie anzulegen wird ihm leicht,

Das Lailach er dem Schiffer reicht.

»Bringt dies zurück dem Wirt im Stern,

Grüßt ihn und grüßt die guten Herrn,

Die ich dort antraf, jung und alt.

Dem Wirte sagt, ich käme bald

Ihm zu bezahlen meine Schuld --

Ein wenig wohl hätt' er Geduld.

Und dies hier ist für dich, mein Sohn!«

Er gibt dem Mann gar guten Lohn

Und geht davon aufrecht und stolz

Durch Feld und Flur, durchs duft'ge Holz

Grad' aus auf eine gute Stadt.

Welch einen tücht'gen Schritt er hat,

~Der Oberamtsrichter von Neckarsulm~!

Er zecht nicht mehr vom vollen Faß,

Er schwingt nicht mehr das Römerglas,

Er atmet nicht mehr goldne Luft,

Längst ruht er schon in kühler Gruft.

Doch wo vereint beim goldnen Wein

Sitzt eine Zecherschar am Rhein,

Da wird um manche Mitternacht

In Ehren seiner noch gedacht.

Da heißt's: Klingt mit den Gläsern an!

Ihm gilt's! Das war ein wackrer Mann,

~Der Oberamtsrichter von Neckarsulm~!

Druck und Einband von Hesse & Becker in Leipzig.

Fußnoten:

[1] »Ah, alle Achtung! Eine mächtige Hand! In der ganzen Welt findet

man nicht ihresgleichen.«

[2] »Was wollen Sie? Ich bin Ihr Gefangener, mein Herr! Warum mir diese

Beschimpfung? Vor Ihrem Bataillon?«

[3] »Nun denn, Kamerad, vorwärts! Sie sind mein Gefangener.«

[4] »Ihren Namen, Ihren Namen, mein tapferer Kamerad!«

[5] heiser.

[6] wann.

[7] Flut.

[8] Lumpenpuppe.

[9] Seemannsscherz, wegen der lehmgrauen Farbe.

[10] Scherzausdruck des Ekels oder der Abwehr.

[11] Fußspuren.

[12] naßwischen.

[13] Bürste.

[14] Lumpen.

[15] Kessel.

[16] steuern.

[17] anschmeicheln.

[18] Kapitän sein.

[19] ihnen.

[20] Haufen, aber nur von halbflüssigen Stoffen.

[21] unruhig.

[22] Zeichen, daß die Flut eintritt.

[23] Taschenkrebs.

[24] Übereilen.

[25] kleiner Damm.

[26] Mittelamerika.

[27] Affen.

[28] Pantoffeln.

[29] d. h. die Sonnenhöhe gemessen hattest.

[30] Wer.

[31] klug.

[32] Scherz.

[33] Der quer durch den Strom schifft.

[34] Teil.

[35] Launen.

[36] Dicker.

[37] Ruß.

[38] Rahmtorten.

[39] mit Petroleummotor.

[40] Wie siehst du aus?

[41] Bataten.

[42] lügt.

[43] Naseweis.

[44] Rahm.

[45] verdrießlich.

[46] Trog.

[47] Zeugklammern.

[48] Spaßmacher.

[49] schwärmen, herumlaufen.

Vom köstlichen Humor · 第 21 / 21 题