Dankgebet bei Vollendung eines Werkes.
Ewiger, allgütiger Gott! Wie ich in deinem Namen
diese Arbeit begonnen habe, so laß mich sie auch damit
schließen, daß ich zu dir aufschaue und dir meinen Dank
für deinen Beistand darbringe. Du warst es ja, der die
Gedanken in meine Seele legte, und dein allmächtiger
Schutz hielt meine Kraft aufrecht, es war dein Geist, der
mich trieb, so daß ich stets mit Freudigkeit und Lust zur
Arbeit schritt. O, wie oft verzagte ich, wie oft erfüllte
sich meine Seele mit Furcht, daß ich mein Vorhaben nicht
zu vollenden vermögen würde, und siehe, da hörte ich
gleichsam eine erweckende Stimme von oben; mein Geist
belebte sich aufs neue, und du erfreutest mein Herz dadurch,
daß meine Arbeit gedieh und vorwärts schritt.--O, nimm
mein Dankopfer an;»denn es stammt ja alles von dir,
und was ich selbst von dir empfangen habe, das gebe ich
dir wieder zurück.«[94] Nun erhöre du denn mein Gebet,
daß du diesem Werke dein Siegel aufdrücken wollest, auf
daß es für viele zu einem Segen werde. Gelobt seist du,
o Herr, in Ewigkeit.
Amen!
[Fußnote 94: 1. Chron. 29, 14]