(ihr entgegen).
Ist's geschehen?
Gora.
Weh! Kreusa tot! Flammend der Palast.
Medea.
Bist du dahin, weiße Braut?
Verlockst du mir noch meine Kinder?
Lockst du sie? lockst du sie?
Willst du sie haben auch dort?
Nicht dir, den Göttern send ich sie!
Gora.
Was hast du getan? Man kommt!
Medea.
Kommt man? Zu spät!
(Sie eilt in den Säulengang.)
Gora.
Weh mir! Noch in meines Alters Tagen
Mußt' ich unbewußt dienen, so schwarzem Werk!
Rache riet ich selbst; doch solche Rache!
Aber wo sind die Kinder? hier ließ ich sie!
Medea, wo bist du? Deine Kinder, wo?
(Eilt in den Säulengang.)
(Der Palast im Hintergrunde fängt an sich von einer innen
aufsteigenden Flamme zu erleuchten.)
Jasons Stimme.
Kreusa! Kreusa!
König (von innen).
Meine Tochter!
Gora (stürzt außer sich aus dem Säulengange heraus und fällt in der
Mitte des Theaters auf die Knie, sich das Gesicht mit den Händen
verhüllend).
Was hab ich gesehn?--Entsetzen!
(Medea tritt aus dem Säulengange, in der Linken einen Dolch, mit
der rechten, hocherhobenen Hand Stillschweigen gebietend.)
(Der Vorhang fällt.)