1. In dem 500sten Jahre, und in dem 7ten Monate, an dem 14ten des Monats,
des Lebens Henochs. In diesem Gleichnis sah ich, daß der Himmel der Himmel
erbebte in gewaltigem Beben und die Mächte des Erhabenen und die Engel,
Tausende von Tausenden und Myriaden von Myriaden waren erregt in großer
Aufregung. Und sogleich sah ich das Haupt der Tage auf dem Throne seiner
Herrlichkeit sitzen, und die Engel und die Gerechten rings um dasselbe
stehen. Und mich selbst ergriff ein gewaltiges Zittern, und Schrecken
erfaßte mich. Und meine Lenden beugten sich und erschlafften, und mein
Ganzes löste sich und ich und ich fiel auf mein Antlitz. Und es sendete mir
den heiligen Michael, einen anderen heiligen Engel, einen von den heiligen
Engeln, und er richtete mich auf.
2. Und als er mich aufgerichtet hatte, kehrte mein Geist zurück; denn ich
vermochte nicht zu ertragen jenes Gesicht der Macht, jene Aufregung selbst
und das Erbeben des Himmels.
3. Und es sagte mir der heilige Michael: Warum erschreckt dich ein solches
Gesicht?
4. Bis heute war der Tag seiner Barmherzigkeit, und er ist barmherzig und
langmütig gewesen gegen die, welche wohnen auf Erden.
5. Aber wenn der Tag kommen wird, und die Macht und die Züchtigung und das
Gericht, welche bereitet hat der Herr der Geister für diejenigen, welche
sich beugen vor dem Gericht der Gerechtigkeit, und für diejenigen, welche
seinen Namen unnütz führen:
6. so ist jener Tag bereitet den Auserwählten zur Vereinigung und den
Sündern zur Prüfung.
7. [Und es werden verteilt werden an jenem Tage zwei Ungeheuer: ein
weibliches Ungeheuer, dessen Name Leviathan, weil es wohnt in der Tiefe des
Meeres über den Quellen der Gewässer;
8. und das männliche hat den Namen Behemoth, welches einnimmt mit seiner
Brust die unsichtbare Wüste,
9. und ihr Name ist Dendajen, gegen Morgen des Gartens, wo die Auserwählten
und die Gerechten weilen werden, und wohin aufgenommen wurde mein Großvater,
welcher der siebente war von Adam, dem ersten der Menschen, welchen der Herr
der Geister gemacht hatte.
10. Und ich bat jenen anderen Engel, mir zu zeigen die Macht jener
Ungeheuer, wie sie getrennt wurden an Einem Tage, und gesetzt wurden eins in
die Tiefe des Meeres, und eins auf die Erde in die Wüste.
11. Und er sagte: Du Menschensohn verlangst hier zu erfahren, was verborgen
ist.]
12. [Und es sprach zu mir der Engel des Friedens, welcher mit mir war: Diese
zwei Ungeheuer sind durch die Größe des Allherrschers bereitet, Speise zu
geben, damit die Züchtigung des Allherrschers nicht vergeblich sei.
13. Und es werden Kinder erschlagen werden mit Müttern und Söhne mit ihren
Vätern.
14. Wenn die Züchtigung des Herrn der Geister ruht auf ihnen, so ruht sie,
damit die Züchtigung des Herrn der Geister nicht vergeblich komme über jene.
Endlich wird Gericht sein nach seiner Barmherzigkeit und nach seiner
Langmut.]