Kap. 58

1. Und es sprach zu mir ein anderer Engel, welcher mit mir ging,

2. und er zeigte mir die Geheimnisse, die ersten und letzten, im Himmel in

der Höhe oben, und auf der Erde in der Tiefe,

3. und an den Enden des Himmels, und in der Grundlage des Himmels und in dem

Behältnis der Winde,

4. und wie geteilt wurden die Geister, und wie man wog, und wie gezählt

wurden die Quellen und die Winde nach der Kraft des Geistes,

5. und die Kraft der Lichter des Mondes, und daß (es) Kraft der

Gerechtigkeit (ist), und die Abteilungen der Sterne, ihre einzelnen Namen,

6. und jeden Anteil, (der) zugeteilt ist, und die Donner in ihrem

Herabfallen, und jeden Anteil, welcher zugeteilt ist, daß es blitze mit dem

Blitze,

7. und daß ihre Heere schnell gehorchen; denn der Donner hat einen

Ruhepunkt, mit Beharrlichkeit seines Schalles ist er begabt. Und nicht sind

getrennt Donner und Blitz, nicht als eins im Geiste gehen sie beide; doch

sind sie auch nicht getrennt.

8. Denn wenn der Blitz blitzt, gibt der Donner seinen Schall, und der Geist

ruht seine Zeit, und gleich teilt er zwischen ihnen; denn der Vorrat ihrer

Zeiten ist wie Sand, und die einzelnen von ihnen werden zu seiner Zeit mit

einem Zaume zurückgehalten, und zurückgewendet durch die Kraft des Geistes;

so erfolgt Forttreibung, gemäß der Menge der Länder der Erde.

9. Auch der Geist des Meeres ist mächtig und stark, und gleich wie eine

starke Kraft mit einem Zaume es zurück zieht, so wird es auch vorwärts

getrieben und zerstreut gegen alle Berge der Erde. Der Geist des Reifes ist

sein Engel, der Geist des Hagels ist ein guter Engel und der Geist des

Schnees wegen seiner Stärke; und ein Geist ist in ihm besonderlich, welcher

aufsteigen läßt von ihm wie Rauch, und sein Name ist Kühlung.

10. Und der Geist des Nebels ist nicht vereint mit ihnen in ihren

Behältnissen, sondern er hat ein Behältnis besonders; denn sein Wandel ist

in Glanz, in Licht und in Finsternis, in Winter und in Sommer, und sein

Behältnis ist Licht und sein Engel ist (dort).

12. Der Geist des Taues hat sein Zelt an den Enden des Himmels, und

verbunden ist's mit den Behältnissen des Regens, und sein Wandel ist in

Winter und in Sommer, und seine Wolke und die Wolke des Nebels ist vereinigt

und eine gibt der anderen; und wenn der Geist des Regens sich bewegt von

seinem Behältnis, so kommen Engel und öffnen sein Behältnis und bringen ihn

heraus,

13. und wenn er ausgestreut wird über die ganze Erde, und wenn er sich

verbindet zu jeder Zeit mit dem Wasser in der Erde. Denn das Wasser wird dem

zu Teil, welches in der Erde sich befindet, weil es Nahrung für die Erde von

dem Erhabenen, welcher im Himmel ist.

14. Denn deshalb ist ein Maß im Regen und empfangen ihn die Engel.

15. Dieses alles sah ich bis auf den Garten der Gerechten.

Das Buch Henoch · 第 58 / 106 题