ergötzlicher und boshafter Trivialitäten, ältestes und neuestes
Gerümpel, über den deutschen Spießer aus, der mit einem leeren Hirn
aufdrapiert wie ein Pfingstochse in seinen Geschichten umherwandelt und
»Muh« und »Bäh« sagt. Von Meyrinks großen Romanen, die allerlei
kabbalistische und mystische Weltanschauung propagieren, ist der »Golem«
nennenswert. _Peter Altenberg_ (1859-1918, aus Wien) gewinnt seine
amüsante Weltanschauung vom Café Fensterguckerl aus. _Hermann Bahr_
(geboren 1863 in Linz) hat vom Naturalismus bis zum Expressionismus und
Katholizismus so ziemlich alle Klassen der Literaturgeschichte
absolviert und ist überall mit der Note 2-3 versetzt worden. _Artur
Schnitzler_ (geboren 1862), Dramatiker und Romanzier, schrieb zwei
vollendete Novellen »Leutnant Gustl« und »Casanovas Heimkehr«. Des
Kurländer Grafen _E. Keyserling_ (1858-1918) Erzählungen beglücken
schmerzlich wie im Frühherbst die bunten fallenden Blätter. Über
_Hermann Hesses_ (geboren 1877 in Calw) Prosadichtungen der ersten
Periode könnte als Motto der Vers eines Volksliedes stehen, mit dem er
selbst eines seiner Bücher betitelt: »Schön ist die Jugend«. Seine
rührendste Figur: der arme und doch so reiche Landstreicher Knulp. Mit
vierzig Jahren überwand und übertraf er sich selbst in den farbigen und
feurigen Zeugnissen einer zweiten Jugend: »Demian«, Weg und Wesen
deutscher Seele entschleiernd, und der herrlichen Novelle »Klein und
Wagner«. _Wilhelm Schäfer_ (geboren 1868 in Ottrau) schuf sich in seinen
»Anekdoten« eine eigene Novellenform in Anlehnung an mittelalterliche
deutsche und italienische Meister. Sie gehören zu den besten Leistungen
der deutschen Prosa der Gegenwart, die in _Jakob Wassermanns_ (geboren
1873 in Fürth) Romanen »Das Gänsemännchen« und »Kaspar Hauser« einen
ihrer Meister fand. Eine reiche Fülle lebendigster Gestalten, eine ganze
große und kleine Welt wird aus der Tiefe ans Licht gehoben. Die Prosa
der jüngsten Generation, mit _Kasimir Edschmid_ (geboren 1890) und
_Alfred Döblin_ beginnend, vermag diesen Leistungen Gleichwertiges an
die Seite zu setzen. Edschmids Novellen sind wie in einem Treibhaus
gezüchtete Blumen: bizarr, geistreich, gekünstelt, voll wilder,
aromatischer, zuweilen peinlicher Düfte. Sein Roman: ein tiefer Abstieg.
Alfred Döblin beschwört den Schatten Wallensteins und in den »Drei
Sprüngen des Wang-lun« einen edlen Rebellen der Schwäche in der
Landschaft eines erträumten China. Der schlesische Russe _Arnold Ulitz_
türmt den »Ararat«. _Klabund_ (geboren 1891 in Crossen a. O.) versuchte
im »Moreau« den Roman eines Soldaten, im »Mohammed« den Roman eines
Propheten, im »Bracke« den gotischen Roman eines Eulenspiegel zu
gestalten. Der »Dreiklang« enthält das Wesentlichste seiner Lyrik.
_Leonhard Franks_ (geboren 1882 in Würzburg) »Ursache« ist in Dichtung
umgesetzte Freudsche Psychologie. _Andreas Latzkos_ (geb. 1876 in
Budapest) Bücher (»Menschen im Krieg«) und Leonhard Franks »Der Mensch
ist gut« haben ihr Bestes geleistet in der Revolutionierung der Seelen,
an welcher aber kritische Geister wie _Karl Kraus_ (geboren 1874 in
Gitschin) und _Franz Pfemfert_ (geboren 1877 in Lötzen) seit Jahren
schon viel tieferen Anteil hatten mit »Fackel« und »Aktion«. Jene sind
zeitgeschichtlich von großer Bedeutung. Ihr dichterischer Wert ist weit
geringer. Der Mensch ist nicht gut, sondern er will gut werden. Das
Moment der Entwicklung ist das Entscheidende. Schon Herzeloide erzog
ihren Sohn Parsival in der Waldeseinsamkeit, damit er vor dem Welt- und
Kriegsgetümmel bewahrt sei. Aber alle Abgeschlossenheit half nichts. Ein
jeder trägt ja den Feind in der eigenen Brust. Gegen ihn heißt's
kämpfen. Man muß sich selbst aufs Haupt schlagen. Gott und du: das
sollen nur Synonyme sein. =Epitheta ornantia= des einen. Du mußt den
Heimweg finden: heim zu dir. Auf diesem Heimweg durch die Dunkelheit
stehen die Dichter an den Meilensteinen wie Fackelträger. Von Fackel zu
Fackel tastest du dich vorwärts: zum Morgenrot, bis Gottes Herz einst
über den Bergen aufgeht. Menschen- und Gottesauge werden ineinander
trinken und wird nur ein Licht und eine Liebe sein.
* * * * *
Die Vorläufer des lyrischen Expressionismus sind _Otto zur Linde_ (geb.
1873 in Essen) und die Charontiker, die sich um ihn sammelten. Er schon
stellte die These von der ekstatischen Unmittelbarkeit auf, blieb aber
praktisch im Assoziativen stecken. _Walter Calé_ (aus Berlin, 1881-1904)
starb allzufrüh. _Max Dauthendey_ (aus Würzburg, 1867-1918) sang
inbrünstige Lust- und Liebeslieder. Sein heißes Blut trieb ihn in die
Tropen, aus denen er exotische Novellen heimbrachte. Des _Wilhelm von
Scholz_ (aus Berlin, geb. 1874) Verse spiegeln sich wie Nymphen gern in
dunklen Teichen, vom Walde überwuchert. _Alfred Kerr_ (geb. 1867 in
Breslau), als Kritiker ein Dichter, als Dichter ein Kritiker, hat einer
ganzen lyrischen Generation das Gehen, die ersten Schritte beigebracht.
Der dämonische Naturbursche _Georg Heym_ (aus Hirschberg, 1887-1912)
machte dann mit der neuen Dichtung ernst. Er krempelte sich dazu die
Hemdsärmel auf: wie ein Riese schritt er über die Dächer und zwischen
den Straßen Berlins, und allesdies: Mensch, Trambahn, Mond, Spelunkenspuk
war ihm wie Riesenspielzeug, die Stadt wurde ihm zur Landschaft, Berg
wurde Haus. Er ertrank beim Eislauf, vierundzwanzigjährig, im Müggelsee.
Das Grabgeleite gaben ihm Scharen »fortgeschrittener Lyriker«. Als Georg
Heym in den Fluten versunken war, stieg aus den im Frühling getauten
Wogen wie ein junger Meergott, prustend, dampfend in der Sonne,
schreiend vor Lust am Licht: _Franz Werfel_ (geboren in Prag 1890). Er
verkündigte das Evangelium des schönen strahlenden Menschen, der jedem
Wesen, auch dem ärmsten, brüderlich zugewandt. Gewaltig schwingt sein
religiöses Pathos. Er will einer der Propheten des neuen Bundes sein:
des Bundes aller wahrhaft Menschlichen. Er kniet nieder, unsagbar
demütig und bußwillig, mit Unkraut noch und Schlamm fühlt er sein Herz
erfüllt. Erst nachdem er sich selbst gerichtet, wächst er zum Richter
der Menschheit. Er sank hin, er kniete hin, er weinte. Er lauschte, er
horchte, er hörte, er diente. Nun schuf er, nun trägt er, nun hält er
wie Christophorus die Erdkugel. Erst sah er die Welt -- und siehe, sie
war schön --, da wurde er der Weltfreund. Dann sah er sich, und siehe,
er war häßlich. Aber er war. Da nahm er sein Sein und trug es zu den
anderen. Drei Reiche durchwanderte er. Er wird in das vierte gelangen,
das sie alle drei umfaßt: das Reich der glückseligen Gerechtigkeit, der
Reinheit und Einheit. Er wird über sich selbst »Gerichtstag« halten.
Dann wird sein kriegerisches Wesen sich beruhigend lösen. Er wird
zerrinnen und eine Welle sein, gekräuselt, entführt und gespült ins Meer
der Vollkommenheit und der Vollendung.
Erst wenn ein Mensch zerging
In jedem Tier und Ding,
Zu lieben er anfing.
Im Gefolge Werfels, des Propheten der Bruderliebe, wandeln unzählige
junge Lyriker, weniger von der bronzenen Glocke seiner lyrischen Form
angetönt (er ist reinste Musik, Oboe, Flöte: sie sind meist nur
Schellenträger und Trommler), als von seinem Pathos bezwungen. In der
Form wenden sich viele mehr der Imitation des großen Amerikaners Walt
Whitman zu, seinen breiten rollenden Rhythmen, die brausen wie die Wogen
des Atlantischen Ozeans. Walt Whitman sang von seinem Buch: Camerado,
dies ist kein Buch -- wer dies anrührt, rührt einen Menschen an! Dieses
Motto sähen die jungen Dichter gern über alle ihre Bücher: ihre Dramen,
Verse, romantischen Romane gesetzt. Sie wollen vor allem _Menschen_
sein. Und Menschen _sein_. Wir sind! Wir sind! jubeln sie emphatisch mit
Werfel. Die Ekstase ist ein Kennzeichen ihres Wollens. Von ihr sind die
Formen so zerrissen, zerhackt, im Winde flatternd. Oft opfern sie das
Dichterische auf Kosten des Moralischen. Ihre Empfindung ist vielfach
keine individuelle mehr: ihr Erlebnis ist schon zum Kollektiverlebnis
geworden. Sie dichten nicht mehr -- sondern der Stil dichtet für sie. --
Einen elegischen Nebensproß Werfels trieb Österreich in _Georg Trakl_
aus Salzburg (1887-1914), dem Dichter der sanften Schwermut, des süßen
Verzichtes, des violetten Unterganges, dem Hölderlin unserer Zeit. Alle
Gedichte Trakls sind herbstliche Landschaften. Immer tönen leise im Rohr
die dunkeln Flöten des Herbstes. In _Gottfried Benns_ (aus Mohrin, geb.
1885) Gedichten ist dies Ereignis geworden: Hirn wurde Herz, Geist wurde
Fleisch. Benn steht für sich selbst und auf sich selbst: kein Werfel-,
kein Whitmanjünger: ein Benn. Auch in seinen Novellen. _Johannes R.
Becher_ (geb. 1890) ruft in seinen Gedichten »An Europa« zur
»Verbrüderung«. Es finden sich wundervolle einzelne Verse in seinen
Büchern, die der sozialistischen Revolution dienen wollen, aber kaum ein
vollendetes Gedicht. Der Wille zur These überschreit den Willen zur
Form. Eine krampfhaft geschaffene neue Syntax ist noch keine neue
Kunstform. _Albert Ehrenstein_ (geb. in Wien 1886) schleudert seine
Flüche gegen die »rote Zeit«. Europa wird zum Barbarossa. Ein griechisch
gerichteter Geist zersprengt sich selbst und seine Form in Haßgesängen.
Sein Reifstes bleibt die österreichische Novelle Tubutsch: voll
ironischer Melancholie. Die Arbeiterdichter _Barthel_ (geb. 1884) und
_Bröger_ machen Ansätze zu einer neuen Volkslyrik, der _Jakob Kneip_ in
seinen Legenden am nächsten kommt. Es darf nicht verkannt werden: auch
hier ist ein Weg. Das deutsche Lied, die deutsche Legende, das deutsche
Märchen werden wieder einmal auferstehen. Der Expressionismus wird
verwesen. Eine neue Romantik, eine neue Klassik dämmern empor. Ganz in
der Tradition der klassischen deutschen Lyrik wandeln der Ostpreuße
_Albrecht Schaeffer_ (geb. 1885) -- auf dessen Romanwerk Helianth auch
hingewiesen sei -- und der Schwabe _Bruno Frank_ (geb. 1887 in
Stuttgart), der das Erbe Mörikes in guter junger Hand hält. _Friedrich
Schnack_ steht mit flammendem Edelsteinsäbel als lyrischer Wächter am
Eingang zum kommenden Reich.
* * * * *
Der junge Mensch zwischen 1911 und 1918 war Krieger und Revolutionär,
Expressionist und Bolschewist. Er ging in den Krieg als Revolutionär und
in die Revolution als Krieger. Er fiel von einem Extrem ins andere: aus
der Ekstase in die Verzweiflung, und umgekehrt. Er liebte allzu vage die
Menschheit, ohne noch recht vom Menschen zu wissen. Er ist weitsichtig:
aber in der Nähe vermag er nichts zu sehen. Er will _alles_ -- und
erreicht _nichts_. Er ist immer geneigt, zu typisieren, zu
schematisieren -- ganz wie die verachteten Wissenschaftler. Es ist eine
dunkle, heilige Ahnung des Kommenden in ihm. Aber in der Gegenwart
stolpert er unbeholfen daher. Er sagt zehnmal nein, ehe er einmal ja
sagt. Er schlägt der herrschenden Klasse, wie der Zeichner George Groß,
in die Fratze, aber wenn er zur Herrschaft gelangt, weiß er auch keine
anderen Mittel als die der anderen: Terror und Maschinengewehre, die
Diktatur. Bitterlich, der den Bräutigam von Marie ermordet und Ruths
Bruder in den Tod treibt, (in Kornfelds Verführung) ist er nicht ein
Terrorist? Versucht er nicht, mit Gewalt die Welt zu ändern? Ich glaube
nicht an die dauernde Überzeugungskraft brutaler Gewalt, von welcher
Seite immer sie sich äußern mag. Wer hat die Welt dauernd verändert? Ein
Karl der Große? Ein Napoleon? Ein Bismarck? Der chinesische Denker
Laotse sagt einmal: »Das Zarteste überwindet das Härteste.« Wir wollen,
symbolisch gesprochen, keine Boxer werden wie die Angelsachsen und jedem
gleich die Faust ins Gesicht pflanzen. Unsere Schwäche wird eines Tages
unsere Stärke sein. Wir müssen Dschiu-Dschitsu lernen: nicht den starren
Angriff, sondern die elastische Verteidigung.
Revolutionen, geistige und materielle, schießen über das Ziel hinaus --,
um nur etwas zu erreichen. Der Expressionismus wird einer neuen Romantik
und Klassik den Weg bereiten wie der Kommunismus einem neuen
Gemeinschaftsgefühl.
* * * * *
Die Sehnsucht nach Erlösung blüht in den kommenden Generationen wild
auf. Wir wollen erlöst werden -- von der _Lüge_. Denn alle Erlösung ist
nur ein plötzliches Erblicken der Wahrheit. Die Lüge hat ihr Gorgohaupt
in den letzten Jahren vor dem Kriege und im Kriege selbst widerlich
erhoben. Aber wenige vermochten sie zu erkennen. Denn sie war geschminkt
wie eine Hure und mit schönen Kleidern angetan und mit Steinen behängt.
Das Bild der Welt war, wie es die mittelalterlichen Darstellungen
zeigen: eine Frau, von vorn reizend und wohlgestalt anzusehen -- aber
hinten im offenen Rücken voll Schlangengezücht und Dreck und Eiter.
Mammonismus, Militarismus, Materialismus: unter diesen drei
Flammenzeichen focht der deutsche Gott, der Alliierte von Roßbach -- und
unterlag.
Wir sind nicht auf der Welt, um unglücklich zu sein. Dieser gram- und
grauenvolle Krieg, in dem wir lebten und starben, könnte vorübergehend
einen Märtyrerstandpunkt schaffen: als sei es über alle Maßen edel und
tapfer und weise und natürlich und dieses Lebens letztes Ziel, zu
leiden. Gerechtigkeit! Tu von den Augen die Binde und sieh die Erde:
blühen nicht Blumen, rote und blaue und goldene, zu deinen Füßen? Glüht
nicht das ewige Licht, die Sonne, um deine Stirn wie ein Heiligenschein?
Taumeln nicht Pfauenauge und Zitronenfalter schräg durch den
schreitenden Abend? Pferde springen elegant durch die Straßen. Wilde
Katzen liegen zahm auf den bestrahlten Mauern unserer Gefängnisse. Und
an florentinischer Brücke tritt, die Augen schön gesenkt, Beatrice dem
liebenden Dichter entgegen. Sein Herzschlag stockt. Er, der erfahren
viel und viel erduldet, weiß: Glück ist das Ziel der Menschheit. Macht
die Menschen glücklich, und ihr werdet sie besser machen. Öffnet ihnen
die Augen über den Himmel, die Tiere, die Frauen. Und weist ihnen alles
dies: gestaltet und erhoben, beseligt und erlöst: in der Kunst, in der
Dichtung. Noch regiert, obschon Friede geschlossen ist, Mars die
Stunde, die Minute, die Sekunde. Noch herrscht der Krieg als Prinzip.
Besiegt ihn, ihr Dichter, kraft eures Wortes, das wirklicher ist als
manche schnell getane Tat. Besiegt ihn durch eure Waffenlosigkeit, durch
die Inbrunst eurer Herzen!
Ihr Weiser und Verweser unseres Schönen,
Laßt euch vom Waffenrausch nicht übertönen.
O sorgt, daß unser Blut nicht rot erstarrt
Und seid uns Dom und ewige Gegenwart!
Du Günther, brauner Packan, bissig bellend,
Du Hölderlin, die sanften Pfeile schnellend,
Du Mörike, verträumte Pfarrhauslinde,
Du Eichendorff, voll grüner Birkenwinde,
Du Heine, deutscher Jude, geistig handelnd,
Du Conrad Ferdinand, auf Rhythmen wandelnd,
Du Platen, im unsterblichsten Sonette,
Du Nietzsche, deutscher Pole, Glockenkette,
Und du, o ewige Früh- und Abendröte:
Du Turm, du Sturm, du erster Mensch, du: _Goethe_!
(Klabund.)
[Im Text korrigierte Fehler:
von unverständigen Pfaffen aufgereizt
Im Original: unverständdigen
wand in Eile mit geschickten Fingern einen Kranz
Im Original: geschicken
ritt Walter von der Vogelweide 1227 auf den Kreuzzug
Im Original: Kreuzzeug
Er steckte damit wohl alle heutigen Volkstribunen in die Tasche: nur
schade, daß er selber kein Volks-, sondern ein Fürstentribun war.
Im Original: Volkstribünen
wir setzen uns gern zu ihr ins Gras
Im Original: Grab
wetterte in seinen Reden und Predigten mit Stentorstimme
Im Original: Sentorstimme
Sein Name dringt durch Sturm
Im Original: Seine
Zu den harmlosen, aber hübschen Hexametern
Im Original: Hexamenten
Denn wo eins das andere nicht mehr begreift,
Im Original: Den
in Iphigenie wird die Reinheit sich bewußt
Im Original: Iphigene (sonst immer Iphigenie)
und einer der größten deutschen Dichter überhaupt
Im Original: größtei
Das ist Österreichertum
Im Original: Oesterreichertum
Die schwäbischen Dichter, unzählbar wie der Straßenstaub in Stuttgart
Im Original: unzähbar
die Kraft der lebendigen Anschauung aller Dinge
Im Original: Anschaung
Das Disputieren und Schreien galt
Im Original: Disputierten
aus diesem Berlin, das unwiederbringlich dahin ist
Im Original: unwiderbringlich
Das Gelungenste und Geformteste in Fontanes Romanen
Im Original: geformteste
versteigt er sich bis zur Apotheose der Ausschweifung
Im Original: Apothese
eine Kosmogonie voll von Schwelgerei und Orgie des Wortes
Im Original: Kosmogenie
(aus dem Spreewald, 1863-1920)
Im Original: den
der herrschenden Klasse
Im Original: herrrschenden
sangen sich gegenseitig mit ihren Wiegenliedern in Schlaf
Im Original: ihrem]