Mombert

I

Dein Gang elastisch. Die Gelände wirbeln.

Ein roter Dorfturm stach verzückt ins Blau.

Die Rinnsal-Straßen mögen dich nie fassen.

Turban deines Haupts --: Spirale blumigen Regenbogenflusses.

So müssen immer Städte dich besingen,

Der grünsten Falterwiese zirpende Schalmei,

Von Reisauflauf ein Ruch dich ganz bedringen.

Da Kinder kehren Wäsche unterm Arm vom Baden heim.

Du: die Entfaltete. Geblümte Möbel reihen sich dir zum Halsband

schlicht.

Ists auch kein Sieg der aus den Gewaltmärschen längs der Küste deiner

Lippen blüht.

Immer aber schon ein Streif Paradies aus dem Tau deiner Haare sich

löste.

Jener Märtyrer-Brüder Phalanx sucht sich in dir zurück.

Libellen muntere über dem See im Spiegel deiner Ovalnägel wiederfanden

sie sich.

Der aber als violettes Zebra im Gitterkäfig, von der Mondschlucht

Weich beraunt . . . O geschnitzte Karussellpferdchen dich melodisch

umkreiselnd!

Du heilige Jungfrau, Mutter unsere! Palast in dem der Mann vergeht zu

Urkindwildnis, Jünglinge siedende gossen sich sterbend über die

Planke deiner Hüfte.

Oft. Und einer um den anderen.

Je nachdem . . .

Viel Ozeandampfer hängen in Korallenzweigen,

Mit Fischen ziehend durch das Lochgebiß.

Dein Lächeln könnte sie zusammenfügen,

Die schwebten wieder groß im Meer gewiß.

Wie tausend Tote gleich Geliebten kauern,

Sie spreitzen sich gens wolkichte Gebild.

Wind stutzt die Dornen der Granatenbrände:

Atem dein auch glättend den Berserker wild.

Mütter so dich immer wiederholen:

Schreiterin im sprühenden Ornat.

Vielecksonnen breiten auf den Wangen,

Dem vom Schleier überzogenen Gletscherfeld.

Verbrüderung: Gedichte · 第 22 / 50 题