Du deren Mund an Horizonte knüpfte
Einst düsteren Dichter --: er beträumt dich schwer.
Du hausest Engel tief in Unterschlüpfen.
Versammlerin an kaum betretenem Ort.
Fanatisch du gestreckt von Jenes Wort --
Hah! Schwingst allein dich drehend schon auf Barrikaden!
Im Schrein aller Gehirn Reliquienfetzen.
Ja --: Satzgefüge tollste meißeln dich:
Geschwür. Wirr deinen Körper geißelt
Der Menschheit Auf- und Niedersteigen. Jäh der Treppen Schritt . . .
Und diese Hand so schlug _sprengt!_ deine Brüste.
O! Jungfrau von Orleans unsere!
Fahnen: Gesänge hüllen dich.
Aus den Sonetten um C.
I
Er hüpfet lächelnd kraus von Schleierwinken
Durch Wiese, loh im Scharlachabend brennend.
Schlägt von der Marmorberge Postament,
Bis rauhe Lippen solcher Süße trinken:
Ein wenig Mond mit Firmament gemischt,
Stöße von Nacht und Träume Intervallen.
Daß seine Augen auf die Städte fallen,
Gläsern und trunken. Kühl ihr Weißes lischt.
. . . Ihr Bögen dürftet nicht den Strom mehr drücken
Der gleich Palästen aufgestauten Brücken.
Alleeen rinnen hoch der Finsternis,
Kaum flockt zerbrochenen Mondes grüner Firnis.
Er aber schläft. Sein blutig Lid es hängt
Ein jäher Dorn in Hyazinthenfrühe öd.