Ein Stück nur von einem Soldaten,
Wär ich ein Mann doch mindestens nur,
So würde der Himmel mir raten;
Nun muß ich sitzen so fein und klar,
Gleich einem artigen Kinde,
Und darf nur heimlich lösen mein Haar
Und lassen es flattern im Winde!
Annette v. Droste-Hülshoff.
Old Mütterchen.
O schöner Wintersonnenschein,
Du lockst ins Freie groß und klein!
Old Mütterchen läßt man im Haus allein! —
Old Mütterchen zählt an hundert Jahr;
Doch war in die Ferne ihr Blick noch klar.
Ihr Ruhebett war so gestellt,
Daß schauen sie konnt’ in Gottes Welt:
Und — wie sie so durchs Fenster sah
In die Husumer Bucht, was sah sie da?
Die Ufer waren von Schnee so weiß,
Die See stand fest als blankes Eis,
Und über das weit gefrorene Meer
Jagt alles auf Schlittschuh’n hin und her;
Ein jeder schwingt sich auf seine Weise,
Die ganze Stadt schien auf dem Eise.
Es war ein Gewimmel und ein Gelauf,
Man stellte Zelt’ und Buden auf;
Auch fuhren auf Schlitten die Knaben die Frauen,
Die waren geputzt wie zum Feste zu schauen.
Das muntre Volk im jubelnden Reigen
Bedünkt Old Mütterchen gar eigen:
Wo neulich noch schlugen und tobten die Wogen,
Ward wie mit Flügeln auf Spiegeln geflogen;
Wo sonst nur schwammen Schiff und Fische,
Stellte man heute Bänke und Tische;
Man schmauste und trank und sang und sprang,
Es wurde keinem die Weile lang.
Da dacht’ in ihrer Einsamkeit
Old Mütterchen längst vergangner Zeit,
Wo sie die gleiche Lust erfahren,
Eh sie gelangt zu zitternden Jahren,
Wie mancher junge schmucke Gesell
Sie einst gefahren im Schlitten schnell.
Sie dacht’ auch des Gatten und ihrer Knaben,
Die ungestümes Meer begraben,
Wie heimgegangen all’ ihre Lieben
Und sie zuletzt so einsam blieben.
Da seufzte sie: Gott vergisset mein
Und läßt mich hier ganz seelenallein,
Ich muß hier als ganz unnütz sein,
Den Fremden schaff’ ich nur Beschwerden,
Was soll ich noch fürder auf dieser Erden?
Doch wie Old Mütterchen das spricht,
Der Ratschluß Gottes ist verborgen,
Straft sie ihr Herz: o sündige nicht:
Laß ihn allein bestimmen und sorgen.
In solchen und anderen Gedanken
Blickt weiter sie auf das Schwingen und Schwanken,
Und spricht zu sich selber: tun doch heute,
Als wär’ Meer Land, die tollen Leute;
Ist wohl so gesichert die weite Fläche,
Daß hie und da das Eis nicht breche?
Und wie sie dem nachsinnt, nicht lange,
Pocht ihr das Herz in der Brust so bange,
Als könne solch ein Unglück geschehn,
Als solle sie bald Entsetzliches sehn.
Da erblickt sie über dem bunten Gewimmel
In fernster Ferne ein Wölkchen am Himmel,
Ein weißes, und spricht: das deutet Sturm,
Und niemand läutet doch heut vom Turm.
Kommt Sturm mit der springenden Flut im Bunde,
Zerbricht er das ganze Eis in der Runde,
Und alle die fröhlichen seligen Leute
Versinken in Schollen und Schäumen heute.
Ich will doch rufen, daß einer warnet,
Eh alle des Todes Netz umgarnet.
Sie ruft: Ist keiner, der hören will?
Sie ruft; doch alles ist totenstill.
Es ist wohl niemand, niemand im Haus.
Da müht sie sich aus dem Bett heraus
Und kriecht zum Fenster auf Händen und Füßen;
Da muß der Frost es fest verschließen.
Das Volk darf auf dem Eise nicht bleiben!
Sie hat keine Rast, sie zerschlägt die Scheiben,
Sie ruft hinaus — sie winkt — sie schreit —
Zu schwach, zu matt! ach, alle sind weit!
Herr Gott, was fang vor Leid ich an,
Wenn ich das Volk nicht warnen kann;
Die Wolke wird größer, o bange Pein,
Sie werden alle verloren sein;
Ich kenne das Sturmgewölk genau
Als leiderfahrne Schiffersfrau.
Allmächtiger Gott! o Herre mein!
Laß hören doch mein schwaches Schrein.
Denn zögert das Warnen noch wenig Minuten,
Versenkt sie alle das Rollen der Fluten.
Da hört sie ein Knabe; doch der lacht und läuft,
Weil, was sie ruft, er nicht begreift.
„Ach, alle, alle eilen zur Freude
Und wissen nicht, wie bald zum Leide!
Wie rett’ ich, wie helf’ ich! Gott, gib Licht!
Ich bin zu schwach, ich treffe das nicht.“
Da zuckt ein Gedank’ ihr durch den Sinn,
Sie müht sich kriechend zum Herde hin
Und faßt einen Brand und entzündet das Stroh
Im Bett: das brennet lichterloh.
Sie rief: „So schaff’ ich ein Feuerzeichen,
Bald wird der Brand das Dach erreichen.“
Indem der Qualm das Zimmer füllt,
Ergreift sie den Mantel und flieht verhüllt;
Doch kann sie vor Alter nicht schnell von der Stelle,
Nur langsam erreicht sie der Türe Schwelle.
Da schlägt die Lohe zum Dach hinaus.
„Leb wohl, geliebtes Vaterhaus.
Und kann ich nur das Volk erretten,
Mag Gott mich selbst im Himmel betten.“
Doch gibt der Herr, der alles schafft,
Den schwachen Gliedern fürder Kraft;
Sie erreicht die Straße und ruht am Stein,
Da gewahren von weitem die Leute den Schein
Und sagen: dort muß ein Feuer sein!
Und rennen herzu. Old Mütterchen schreit:
„Laßt das! Mit dem Feuer hat’s gute Zeit,
Ich lockt’ euch mit dem Feuer herbei,
Daß ihr vernähmet, was ich schrei.
Laßt brennen mein Haus und eilt zum Turm,
Seht dorten die Wolke, und läutet Sturm,
Daß alles Volk zum Lande kehr’,
Eh Sturm erregt das wilde Meer!“
Da schauen die Leute die Wolke erschreckt
Und sagen: die Frau hat Gott erweckt!
Und rennen in Eile hin zum Turm
Und läuten aus Leibeskräften Sturm.
Der Qualm, das Läuten ruft alle herbei,
Man eilt zum Strande mit bangem Geschrei,
Und alles ruft: „Geschwind, geschwind!“
Da floh das Husumer Volk vor dem Wind.
Sie gaben die Zelte, die Buden preis,
Denn fernher kam das Meer schon weiß,
Hoch über dem jagenden, flüchtenden Volke
Verbreitet sich fliegend des Sturmes Wolke.
Die Husumer zeigten jenen Tag,
Wie man auf Schlittschuh’n fliegen mag:
Der ganze Schwarm wie weggeblasen,
Dicht, dicht dahinter des Sturmes Rasen.
Hei! wie es die leichten Buden, die Zelte
Hinwarf und zerspellt in die Welt hinschnellte!
Sturmvögel kamen mit Schreien geflogen,
Der ganze Himmel schwarz umzogen,
Darunter im Sturm der Springflut Wogen.
Man hörte sie schon bis her zum Strande,
Und als der letzte Mann am Lande,
Hob wie aufatmend das Meer in der Bucht
Weithin mit Gedonner des Eises Wucht.
Wie von springenden Rossen ein wildes Heer,
Sprang Brandung Sturz auf Sturz daher,
Und wogte zu Trümmern den Spiegel, der eben
Noch trug des Volkes fröhliches Schweben,
Zerbrach ihn und türmte und rollte im Lauf
Ein Gebirg von Schollen am Ufer herauf.
Und wieder stürzt es zurück ins Gebraus,
Und wieder warf es das Meer heraus.
So tobte der Sturm die ganze Nacht
Und schwieg erst, als Gott Tag gemacht;
Und als die Sonne stieg empor,
Da sammelte sich das Volk zum Chor,
Und sangen Lieder und priesen Gott,
Der sie errettet aus solcher Not.
Old Mütterchens Haus war niedergebrannt;
Doch als ihre Tat war stadtbekannt,
Da sah man das ganze Volk hinkommen,
Wo gute Leute sie aufgenommen.
Der Bettler, der Bürgermeister nicht minder,
Sie nannten sich alle Old Mütterchens Kinder.
War ohne sie doch alles verloren,
Sie hatte sie alle neu geboren,
Drum wollt’ ihr jeder ins Auge blicken,
Sie laben und herzen und süß erquicken,
Und brachten ihr für ihre Habe
Viel tausend neue schöne Gabe.
Old Mütterchen aber in Freudentränen
Sprach: „Niemand soll aus der Welt sich sehnen
Und sei er noch so hoch betagt
Und siech und matt! Wer weiß, wer sagt,
Wozu der droben
Ihn aufgehoben?
Laßt uns den Herrn des Himmels loben!“
Aug. Kopisch.
Der Riese im Sturm.
Was schreit das viele Volk am Strand? —
Der Inselriese will ans Land.
Man sieht ihn kommen durchs wilde Meer;
Doch Well’ an Welle rollt einher,
Und mühsam ist im Sturm sein Gang,
Denn immer wächst der Wogen Drang! —
Ausging er bei noch heitrer Zeit;
Jetzt wird es dunkel: der Sund ist breit. —
Dem Bauernvolk das sehr behagt;
Es höhnt den Kühnen, der sich plagt.
Unmöglich scheint, was er beginnt;
Drum lacht darob Mann, Weib und Kind.
Und wenn eine Wog’ ihn weiß umhüllt,
Wird bittrer Schimpf ihm zugebrüllt.
Er hört das lange nicht im Schwall
Und trotzt der donnernden Wasser Fall;
Doch wie der Elemente Macht
Er endlich weicht, wird laut gelacht.
Ihm trägt der Wind den Schall ins Ohr;
Da reckt’ er sich aus der Tief’ empor,
Schaut unter seiner Hand zum Strand,
Und — als er die kleinen Leut’ erkannt,
Langt er hinab in den Meeressand,
Wo er ein kleines Steinchen fand;
Das warf er lachend nebenhin. —
Da sah man entsetzt die Bauern fliehn;
Denn in der Nähe war’s so groß,
Daß leicht es trüg’ ein ganzes Schloß! —
Der Sunddurchwandler aber rafft
Zusammen seine Hünenkraft,
Vollendet trotzend seinen Gang
Und schreitet sanft den Strand entlang
Und lacht: das Volk ist all’ nach Haus
Und guckt den ganzen Tag nicht aus. —
— Man sagt, der Riese zog von da
Hinüber nach Amerika;
Nun zeigt das Völkchen aller Welt
Im Stein des Riesen Griff für — Geld.
Aug. Kopisch.
Flut und Ebbe.
In einem fernen umbrandeten Land
Spielen die Mädchen ein Spiel an dem Strand,
Schreiten im Reigen, heiter gesinnt,
Wann zu steigen die Flut beginnt,
[Illustration]
Weichen zurück in gemess’ner Flucht
Aus der schwellenden Meeresbucht.
In den Gewässern ruhigklar
Werden sie krause Gestalten gewahr,
Rollt eine Woge, sie sehen ein Roß,
Sehn einen Reiter, bis er zerfloß.
„Schauet den Meermann! Garstig Gesicht!
Grinzende Larve, du haschest mich nicht!“
Aber das Meer, es wächst und naht —
„Fliehet, ihr Schwestern! Sonst wird’s zu spat!“
Alle sie stürzen im hastigen Lauf,
Gleiten, und reißen die Strauchelnden auf
Bis zu der Bank, wo die Ebbe beginnt,
Wo, wie sie wissen, das Wasser zerrinnt,
Dort ist gelagert der flüchtige Chor,
Zieht an dem Felsen die Füße empor,
Fleht in den Himmel mit brünstigem Schrei’n:
„Götter! ihr lasset die Unschuld allein?“
Aber die Flut, da den Raub sie berührt,
Hat das Verhängnis des Ebbens gespürt,
Und, wie erschreckt durch das maidliche Ach,
Gleitet sie nieder und fällt gemach! —
Gegen die Zieh’nde mit drohendem Arm
Hebt sich verfolgend der blühende Schwarm:
„Höhnet die Feigen! Sie fliehn aus dem Krieg!
Kränzet die Locken und feiert den Sieg!“
Also vergnügt sich das sterbliche Heer
Mit dem gelassnen, dem ewigen Meer.
C. F. Meyer.
Die Stadt.
Am grauen Strand, am grauen Meer
Und seitab liegt die Stadt;
Der Nebel drückt die Dächer schwer,
Und durch die Stille braust das Meer
Eintönig um die Stadt.
Es rauscht kein Wald, es schlägt im Mai
Kein Vogel ohn Unterlaß;
Die Wandergans mit hartem Schrei
Nur fliegt in Herbstesnacht vorbei,
Am Strande weht das Gras.
Doch hängt mein ganzes Herz an dir,
Du graue Stadt am Meer;
Der Jugend Zauber für und für
Ruht lächelnd doch auf dir, auf dir,
Du graue Stadt am Meer.
Theodor Storm.
Spruch.
Drüben von dem sel’gen Lande
Kommt ein seltsam Grüßen her,
Warum zagst du noch am Strande?
Graut dir, weil im falschen Meer
Draußen auf verlornem Schiffe
Mancher frischer Segel sinkt?
Und vom halbversunknen Riffe
Meerfey nachts verwirrend singt?
Wagst du’s nicht draufhin zu stranden,
Wirst du nimmer drüben landen!
Jos. v. Eichendorff.
[Illustration]
Der deutsche Spielmann
herausgegeben von +Ernst Weber+, verlegt von +Georg D. W.
Callwey-München+, nennt sich ein dichterisches Sammelwerk für Jugend
und Volk. +Das Beste+ der gesamten deutschen Literatur in Poesie und
Prosa, insoferne die Stücke kinder- und volkstümlich genannt werden
können, will er geben. Die Sammlung gliedert sich in Einzelbände, von
denen jeder ein in sich geschlossenes Ganzes bildet und von einem
Künstler illustriert erscheint, dessen Eigenart dem Charakter des
jeweiligen Stoffgebietes ungezwungenen Ausdruck verleiht. Obgleich
auch einzeln erhältlich, eignet sich doch die ganze Folge wie kaum ein
zweites Werk der Vergangenheit und der Gegenwart zur Anschaffung für
öffentliche Bibliotheken, als Mittel zur Belebung des Unterrichts in
den Schulen und für die Familienbücherei; +sie hofft, auch zum eisernen
Bestand jeder Volks- und Jugendbücherei zu werden+. Denn der deutsche
Spielmann huldigt ja nicht einer vorübergehenden Mode des Tages. Er
schöpft aus dem aufgespeicherten Schatz der Jahrhunderte und wird darum
auch seine Geltung für das Jahrhundert behalten. Es liegen folgende
Bände vor:
Band 1 Kindheit, illustriert von Ernst Kreidolf
„ 2 Wanderer, „ „ J. V. Cissarz
„ 3 Wald, „ „ W. Weingärtner
„ 4 Hochland, „ „ Franz Hoch
„ 5 Meer, „ „ J. V. Cissarz
„ 6 Helden, „ „ W. Weingärtner
„ 7 Schalk, „ „ Julius Diez
„ 8 Legenden, „ „ G. Ad. Stroedel
„ 9 Arbeiter, „ „ Georg Osk. Erler
„ 10 Soldaten, „ „ Georg Osk. Erler
„ 11 Sänger, „ „ Hans Röhm
„ 12 Frühling, „ „ Hans v. Volkmann
„ 13 Sommer, „ „ Edm. Steppes
„ 14 Herbst, „ „ Karl Biese
„ 15 Winter, „ „ Karl Biese
„ 16 Gute alte Zeit, „ „ Rud. Schiestl
„ 17 Himmel und Hölle, „ „ Julius Diez
„ 18 Stadt und Land, „ „ J. V. Cissarz
„ 19 Bach und Strom, „ „ E. Liebermann
„ 20 Heide, „ „ Adalb. Holzer
„ 21 Arme und Reiche, „ „ J. Widnmann
„ 22 Abenteurer, „ „ Rud. Schiestl
„ 23 Germanentum, „ „ Hans Röhm
„ 24 Mittelalter, „ „ Hans Schroedter
„ 25 Zeit der Wandlungen, „ „ Carl Roesch
„ 26 Neuzeit, „ „ Angelo Jank
„ 27 Gespenster, „ „ Julius Diez
„ 28 Tod, „ „ Math. Schiestl
„ 29 Blumen u. Bäume, „ „ Rud. Sieck
„ 30 Nordland, „ „ Ludw. Koch-Hanau
„ 31 Italien, „ „ Hans Volkert
„ 32 Hellas, „ „ Karl Bauer
„ 33 Fremde Zonen, „ „ Hans Volkert
„ 34 Vaterland, „ „ Wilh. Roegge jun.
„ 35 Tierwelt, „ „ Ludwig Werner
„ 36 Menschenherzen, „ „ Rud. Schiestl
„ 37 Glück und Trost, „ „ Hans Schwegerle
„ 38 Tag und Nacht, „ „ Otto Bauriedl
„ 39 Riesen und Zwerge, „ „ Rud. Schiestl
„ 40 Fabelreich, „ „ Ernst Weber
Jeder Band kostet kartoniert Mk. 1.—
Ausführlicher Prospekt ist durch jede Buchhandlung erhältlich oder vom
Verlage Georg D. W. Callwey in München.
Eine Anzahl von Bändchen, die sich inhaltlich gewissermaßen ergänzen,
wurden zu Sammelbänden vereinigt. So entstanden, zum Preise von je Mk.
4.50:
_Das deutsche Jahr_, umfassend die Bändchen: Frühling, Sommer,
Herbst, Winter.
_Deutsches Volk_, umfassend die Bändchen: Gute alte Zeit, Schalk,
Arbeiter, Soldaten.
_Deutsches Land_, umfassend die Bändchen: Bach und Strom, Wald,
Heide, Hochland.
_Deutsche Gestalten_, umfassend die Bändchen: Arme und Reiche,
Sänger, Helden, Abenteurer.
_Deutsche Geschichte_, umfassend die Bändchen: Germanentum,
Mittelalter, Zeit der Wandlungen, Neuzeit.
_Deutscher Glaube_, umfassend die Bändchen: Legenden, Gespenster,
Tod, Himmel und Hölle.
_Fremde Welt_, umfassend die Bändchen: Nordland, Italien, Hellas,
Fremde Zonen.
_Deutsche Heimat_, umfassend die Bändchen: Vaterland, Tag und Nacht,
Stadt und Land, Meer.
_Deutsches Leben_, umfassend die Bändchen: Kindheit, Wanderer,
Menschenherzen, Glück und Trost.
_Deutsche Natur_, umfassend die Bändchen: Blumen und Bäume, Tierwelt,
Riesen und Zwerge, Fabelreich.
Von der warmen, begeisterten Aufnahme, die dem deutschen Spielmann
seitens der gesamten deutschen Presse, der politischen wie der
literarischen und pädagogischen, zuteil wurde, mögen folgende Kritiken
Zeugnis geben.
=Jugendschriften-Warte=, Organ der vereinigten deutschen
Prüfungs-Ausschüsse für Jugendschriften:
— Die Auswahl macht dem Herausgeber alle Ehre, es ist ein fruchtbarer
Gedanke, nach Kategorien zusammenzustellen. Im deutschen Dichterwald
sind der Klänge zu viele, sodaß die Gefahr der Monotonie sehr ferne
liegt. Ich empfehle die Bücher für größere Kinder sehr. Herm. L.
Köster, Vorsitzender des Hamburger Prüfungsausschusses.
Die Bände 1–30 wurden bisher in das „+Verzeichnis empfehlenswerter
Bücher für die Jugend+“ aufgenommen, das die +vereinigten deutschen
Prüfungsausschüsse für Jugendschriften+ herausgeben. Die übrigen werden
noch geprüft.
=Augsburger Postzeitung=:
„... Der deutsche Spielmann ist ein deutsches Hausbuch, an welchem
Alt und Jung sich warmlesen können, aus welchem deutsches Wesen
und deutsche Art hervorsprudelt und das einen Ehrenplatz in allen
Büchereien verdient.“
=Leipziger illustrierte Zeitung=:
„Für die neu erschienenen Bände des dichterischen Sammelwerkes „Der
deutsche Spielmann“ genügen wenige Worte ... Sie haben bisher bei
Presse und Publikum eine so begeisterte Aufnahme gefunden, daß eine
nähere Charakterisierung überflüssig ist.“
=Bremer Nachrichten=:
„... Eine eigentliche Jugendschrift ist der „Deutsche Spielmann“ nicht,
will er auch nicht sein, bezeichnet er sich doch selbst als „eine
Auswahl aus dem Schatze deutscher Dichtung für Jugend und Volk.“ Er ist
eben .. ein Familienschatz, in welchem die Jugend etwa vom 9. Jahre
an, wie auch der Erwachsene immer eine Fundgrube edelster Unterhaltung
finden wird. Ich kann auch allen Interessenten nur empfehlen, sich mit
der Zeit die ganze Sammlung zuzulegen ....“
=St. Gallener Blätter=:
„... Daß sie in Masse unter das Volk kämen, zu allen Empfänglichen,
diese Spielmannsbüchlein mit all ihrem Singen und Sagen von Freud’
und Weh’, mit all ihrer hellen und dunkeln Kunde von Vergangenheit,
Gegenwart und Zukunftsträumen des Menschseins! ...“
=Mecklenburger Schulzeitung=:
„Das ist mal was Schönes! Die Sammlung gliedert sich in Einzelbände,
jeder Band bildet ein geschlossenes Ganze und bietet das Beste aus der
gesamten deutschen Literatur. Jede Bibliothek sollte diese, auf den
Massenabsatz berechneten Hefte anschaffen. Der Preis ist unglaublich
billig, die Ausstattung vorzüglich ....“
=Xenien=: „Nach den mir vorliegenden Bändchen des Spielmann darf
man das Unternehmen geradezu als vorbildlich bezeichnen! Weitesten
Kreisen von Jung und Alt die besten Schöpfungen der Vergangenheit
und Gegenwart, nach lebensbeherrschenden Gedankenzentren geordnet,
für Mk. 1.— den Band, zugänglich gemacht: welcher Bildungswert
fürs Volk! Dürfte man hoffen: auch welcher Abbruch für das
Hintertreppenschrifttum! ...“
=Allgemeines Literaturblatt=, Wien:
„Der unglaublich billige Preis bei vorzüglicher Ausstattung ermöglicht
es und läßt es wünschen, daß diese Bücher tief ins Volk dringen,
dem nach all der parfümierten Unkunst der Moderne ein Zurückgreifen
auf die, wenn auch manchmal derbe, doch ehrliche und stets gesunde
Volkskraft und auf die Natur nur frommen kann. +Eine Anthologie
nach diesen Gesichtspunkten, mit dieser Bilderbeigabe, in dieser
Ausstattung, zu diesem Preise verdient die wärmste Empfehlung.+“