Lange schwamm er so...--

Aber dann wurde sein Herz bei dem plötzlichen Gedanken an die Erde

wieder schwer.

Doch die Schwere seines Herzens zog ihn nicht hinunter. Und da

begriff er, daß ihn dieses Element nie töten würde, dieses Element,

das ihn liebte und das sein Leben wollte, nicht seinen Tod. So

unermeßlich stark, daß es ihn mit einem Schlage hätte niederstrecken

können, war es doch schwach ihm gegenüber, der der Stärkere war, weil

er geliebt wurde...

Endlich begriff er, weshalb es so war und immer so gewesen war,

begriff seine ganze eigene Schwäche und die ungeheure Stärke dieser

Liebe!--

Da schwamm er zurück zum Ufer, entnahm seinen Kleidern sein

Taschenmesser, öffnete es und durchschnitt beim hellen Lichte des

Mondes mit schnellem, scharfem Schnitt die Pulsadern seiner rechten

Hand, ganz nahe der Stelle, wo die Narbe war, die das Armband

zurückgelassen. Sein Blut spritzte empor und er empfand einen kurzen,

heftigen Schmerz.

Von neuem warf er sich ins Wasser und erreichte mit wenigen hastigen

Schlägen fast noch die Mitte des Sees. Sein rotes, warmes Blut

mischte sich mit der warmen, schwarzen Flut.

Er fühlte, wie mit ihm seine Kraft schwand.

Noch einmal breitete er die Arme weit auseinander, warf sich in der

jähen Angst des Todes herum und griff um sich, als wollte er sich

halten.

Aber zum ersten Male ließ das Wasser ihn fallen, und er sank.

Den Lebenden hatte es geliebt.

Der Tote war ihm nichts als eine Last, die es achtlos in seinen

Tiefen begrub.

Der Schwimmer · 第 41 / 41 题