Ew. Durchlauchtigkeit

Sagan,

den 18. d. Christmonats

1755.

demüthigster

Knecht,

Christ. Tob. Ephr. Reinhard

[Illustration]

Vorrede.

Da ich in mir einen innerlichen Beruf und ganz besondern Trieb

verspüre, die Thorheiten des schönen Geschlechts, womit sie ihrem

liebenswürdigen Körper nur gar zu vielen Schaden zufügen, zu erzählen,

ihm solche als abgeschmackt vorzustellen, lächerlich zu machen, und ihm

die Wahrheit in etwas ernsthafter, als ich sonst gewohnt bin, zu sagen;

so kann ich ohne große Mühe gar wohl von selbst einsehen, daß ich

das Unglück haben werde, mich ihrer Freundschaft vielleicht gänzlich

verlustig zu machen. Allein ich bin gleichwohl so glücklich gewesen,

in meinem Leben durch die Erfahrung so viel Einsicht zu überkommen,

daß niemand die Wahrheit mit größerm Widerwillen anzuhören und zu

vertragen gewohnt sey, als unsre Schönheiten. Aber würde ich mich nicht

auf eine recht grobe Art an den schönsten Geschöpfen versündigen, wenn

ich so unverschämt seyn wollte, diese weibliche Schwachheit allen

Frauenspersonen ohne Unterschied zur Last zu legen. Ich weis, daß

einige so viel Verstand besitzen, es gar wohl zu erkennen, daß ihnen

annoch nur gar zu viele Menschheit anklebe. Mir selbst sind Beispiele

solcher Schönen zur Genüge bekannt, welche die Wahrheit gar wohl

anhören konnten, ohne darüber einen Verdruß bey sich spüren zu lassen,

und ohne deswegen einen Haß auf diejenige Person zu werfen, die sich

so aufrichtig gegen sie aufführte, ihnen, ohne zu heucheln, mit einer

ungezwungenen Freymüthigkeit das Unanständige unter die Augen zu sagen.

In Wahrheit, manche Schönen haben einen mehr als männlichen Geist:

denn sie wissen es nicht nur mit einer Gelassenheit anzunehmen, wenn

man ihnen diejenigen Schwachheiten, so sie an sich tragen, in ihrem

wahren Wesen vorhält, sondern sie sind auch so verständig, den festen

Entschluß zu fassen, im Ernste sich von solchen Schwachheiten loß zu

machen, um andern keine Gelegenheit über sie zu spotten zu geben.

Da ich nun als ein Arzt sehr wohl weis, daß es meine Schuldigkeit sey,

alle diejenigen Thorheiten mit einer Dreistigkeit zu sagen, wodurch dem

menschlichen Geschlechte nur gar zu viele Gelegenheit, in Krankheiten

zu verfallen, gegeben wird; so würden sich die Schönen an mir auf eine

höchst unerlaubte Weise vergehen, wenn sie darum eine Bosheit gegen

mich in ihrer Brust hegen wollten, weil ich so gewissenhaft gegen sie

gehandelt hätte, sie für dem Schädlichen zu warnen, um ihren artigen

Körper gesund erhalten zu mögen. Würde es nicht eine unverantwortliche

Sünde seyn, wenn man wider einen Gesetzprediger darum in Grimm gerathen

wollte, weil er unsers Seelenheils zum Besten, die Laster, welche doch

nur Hindernisse der Seligkeit sind, bestraft, und als abscheulich

vorgestellt hätte?

Ich bin also, bloß mein Gewissen frey zu machen, kraft meines tragenden

Amts, mit mir einig geworden, aus lauter Liebe zu dem schönen

Geschlechte, und ihrer schätzbaren Gesundheit zum besten, diejenigen

=Krankheiten= abzuhandeln, =welche sie sich durch ihren Ausputz

und Anzug zuzuziehen pflegen.= Die Schönen werden es sich also nicht

zuwider seyn lassen, wenn ich von ihren Haupthaaren anfange, und an

ihrer kleinen Zehe erst wieder das Ende mache. Sie werden es nicht übel

nehmen, wenn ich bey Gelegenheit ihren Putz durch schalkhafte Einfälle

und spöttische Ausdrücke bis zum Verlachen beschreiben werde. Genug,

daß ich dieses alles ihrer schätzbaren Gesundheit wegen unternehme.

Doch ich muß den Schönen gleichwohl, ohne, daß mich jemand hierzu

nöthiget, Rechenschaft geben, und ihnen den Bewegungsgrund eröffnen,

welcher mich zu dieser Arbeit gereizet hat. Ich sehe mich nun von

selbst verbunden, ihnen mein Bekenntniß abzulegen, und, ohne roth zu

werden, zu gestehen, daß mich keine andre Ursache auf diese Gedanken

gebracht, als weil ich gesehen und wahrgenommen habe, daß kein

Geschlechte weniger mit seinem Körper zufrieden sey, als das weibliche,

da ihnen doch das ewig weise Wesen aus ganz besonders weisen Absichten

keinen bessern hätte zueignen können. Aber ob sich unsre Schönheiten

nicht durch ihre Bemühung, ihrem Körper ein ander Ansehen zu geben, an

ihrem Baumeister vergehen, will ich zwar eben so frey nicht sagen:

doch denken mag ichs wohl?

Ich glaube ganz gewiß, daß man sich auf allen höhern Schulen in

allen Facultäten Raths erholen würde, um gewiß erfahren zu mögen, ob

dasjenige Frauenzimmer nicht für ein Monstrum zu halten sey:

Denn nur ein Glied zu viel macht schon ein Monstrum aus,

welches an den Ohren mit Ohrgehängen, oder im Angesichte mit schwarzen

Muschen, welche halbe und volle Monden vorstellen, gebohren worden

wäre? Würden die Eltern solcher Kinder nicht alles drauf wenden, um

diese Flecken aus dem Angesichte loß zu werden, und diese Ohrgehänge

von den Ohren weg zu bringen? Und dennoch ist mancher Menschen Narrheit

so groß, daß sie, um schöner zu scheinen, ihre Ohrläpchen mit einer

zahlreichen Menge von Steinen beschweren, und fast alle himmlische

Körper in ihr Angesicht kleben. Mich hat es schon lange gewundert,

warum das artigste Geschlecht nicht längstens auf den seltsamen

Einfall gerathen ist, sich, statt der ganz und halbmondförmigen

Schminkpflästerchen, den ganzen Thierkrais, oder nur einige davon,

als den Drachen, den Scorpion, den Löwen in das Angesichte zu setzen,

und ihre Ohrläpchen statt der steinernen Ohrgehänge lieber mit einem

ganzen Geläute von Schellen zu behängen. Denn durch diesen Putz würde

man eine Schöne bald von weiten kommen hören, und ihr also durch

Abnehmung des Huts und durch eine höfliche Verbeugung des Leibes, die

schuldige Hochachtung zu erweisen, nicht so leichte vergessen können.

In Wahrheit, dieser Zierath würde keine Schande vor unsre Schönheiten

seyn. Trug doch ehedem der Hohepriester bey den Juden auch Schellen,

ob er schon selbige nicht an seinen Ohrläpchen, sondern nur an dem

Saume seines Rockes trug. Und also würden ja die Schönen was recht

besonder vorzügliches für den Männern zum Voraus haben, und dieses

darum, weil sie die Schönen wären. Doch an gehörigen Oertern werde ich

mich deutlicher davon auszudrücken nicht viel bitten lassen. Ich werde

also in meiner mir vorgenommnen Abhandlung von den Krankheiten der

Schönen, denen sie vermöge ihres Putzes und Anzuges unterwürfig seyn

müssen, nachfolgende Ordnung beobachten: Meine ganze Arbeit will ich

vor das erste in zween Theile abtheilen, und diese zween Theile sollen

aus drey Büchern bestehen. Der erste Theil wird nur ein einziges,

und zwar das erste Buch in sich begreifen, welches alle diejenigen

Krankheiten enthalten wird, welche von dem Putze des Kopfes überhaupt

zu entstehen gewohnt sind, aber in eben diesem ersten Buche werde ich

drey Abschnitte machen, davon der erste Abschnitt alle diejenigen

Ungelegenheiten darthun soll, welche von dem Haarputze herkommen. Der

andre Abschnitt wird diejenigen Verdrießlichkeiten erzählen, welche

von der Verschönerung des Angesichts ihren Ursprung haben. Und endlich

soll der dritte Abschnitt alles dasjenige Unheil zeigen, welches der

Auszierung des Halses ihr Daseyn schuldig ist. Der andre Theil wird

derjenigen Krankheiten Erwähnung machen, welche insgemein von dem Putze

und der Bekleidung des Oberleibes, und des Unterleibes so wohl, als der

Hände und Füße ihren wesentlichen Ursprung ableiten. Dieser andre Theil

nun wird zwey Bücher, nämlich das andre und dritte Buch in sich fassen.

Das andre Buch soll bloß diejenigen Krankheiten erklären, welche

von dem Putze und Anzuge des Oberleibes so wohl als des Unterleibes

abstammen. Und endlich wird dieses andre Buch in zween Abschnitte

abgetheilt seyn, davon der erste Abschnitt diejenigen unangenehmen

Empfindungen erwähnen wird, welche ihren Grund in der Bekleidung und

Auszierung des Oberleibes haben. Der andre Abschnitt soll diejenigen

Verdrüßlichkeiten der Reihe nach anführen, welche wegen des Anzuges,

und des Ausputzes am Unterleibe zum Vorscheine kommen. Das dritte Buch

wird überhaupt diejenigen Krankheiten abhandeln, welche dem Ausputze

der Hände, und der Bekleidung der Füße ihre Erzeugung zu danken haben.

Ich werde in diesem dritten Buche ebenfalls zween Abschnitte machen.

Der erste Abschnitt wird diejenigen Krankheiten in sich fassen, welche

von dem Putze und der Auszierung der Hände entstehen. Und zuletzt soll

der andre Abschnitt von denjenigen Verdrüßlichkeiten reden, welche

von der Bekleidung der Füße erzeugt werden. Jeder Abschnitt aber wird

seine eigene und besondere Kapitel zählen. Im übrigen will ich mir

meine ganze Arbeit also einzurichten angelegen seyn lassen, daß ich

das Ernsthafte durch unerwartete Einfälle und scherzhafte Ausdrücke

angenehm mache. Und endlich werde ich alle Sorgfalt anwenden, damit ich

nicht etwa die Gesetze der Bescheidenheit übertreten, oder wohl gar

ungezogen scheinen möge, und also, da ich an andern Laster bestrafe,

selbst in Thorheiten verfalle, und wie manche Kirchenlehrer predige,

und doch selbst verwerflich werde, dafür mich die Bescheidenheit in

Gnaden behüten wolle! und vielleicht auch bewahren wird, es wäre denn,

daß meine Menschheit stärker als mein Verstand und meine Weisheit

geworden wäre. Und gesetzt, daß ich auch aus Schwachheit einen Fehler

begienge; so würde man, wo nicht Religion, doch gleichwohl so viel

Menschenliebe gegen mir zeigen, und mir eine oder ein paar menschliche

Kleinigkeiten vergeben können, es müßte denn seyn, daß man sich recht

theologisch gegen mir aufführen, und mir meine Menschlichkeiten nicht

verzeihen wollte, darum weil ich selbst kein theologisches Gesichte,

sondern gar wie Stax wäre, denn nur

Stax ist ein Mann nach neuster Art, und ein recht wunderbarer

Christ,

Der lieber mit den Karten spielt, als in der alten Bibel liest,

Der lieber bey den Mägdchen sitzt, als auf der Kanzel steht und

lehrt,

Der lieber trinkt, ißt, scherzt und küßt, als sitzt und andre

Beichte hört.

Wie glücklich ist man nicht, wenn man wie dieser theure Lehrer lebt

Der als ein seltner Gottesmann sich selbst in dritten Himmel hebt,

Und der uns einen neuen Weg, zu einem bessern Himmel weist;

Dafür ihn die Nachkommenschaft schon gegenwärtig heilig preist.

Doch es muß einst in Ewigkeit gewiß sein glänzend heller Schein

So wie die lange Thomasnacht, in der kein Stern und Mond glänzt,

seyn.

In Wahrheit, wenn man es aus diesem Bewegungsgrunde thun, und mir

nicht erlassen will, so wird man zwar auf Seiten seiner Recht zu haben

glauben; ich aber würde einem solchen dennoch diese Höflichkeit mit

einer anständigen Großmuth verzeihen, und lieber keinen griechischen

Namen führen, als auf gut deutsch unhöflich heißen wollen.

Doch es ist die höchste Zeit, von meiner Ausschweifung abzulassen, und

mit mehrerer Ernsthaftigkeit die Hand an mein vorgesetztes Werk zu

legen, um nicht ohne Noth überflüßig weitläuftig zu werden.

[Illustration]

Innhalt.

Der erste Abschnitt.

Von den Ungelegenheiten, welche von dem Haarputze herkommen, hat

fünf Kapitel, nämlich:

Das 1 Kap. von den Verdrießlichkeiten, welche von den Pudelköpfen

zu entstehen gewohnt sind, §. 1.

Das 2 Kap. von den Beschwerlichkeiten, welche das Aufkrausen und

Aufbrennen der Haare des Kopfs verursachen, §. 7.

Das 3 Kap. von den Unbequemlichkeiten, welche von dem Einpomadiren,

und Einpudern der Haare des Kopfs her zu kommen pflegen, §. 14.

Das 4 Kap. von den üblen Zufällen, welche ihren Ursprung von dem

Färben der Haare haben, §. 23.

Das 5 Kap. von den Beschwerungen, die von den Kopfzeugen

entspringen, §. 29.

Der zweyte Abschnitt.

Von den Krankheiten, welche von der Verschönerung des Angesichts

ihren Ursprung haben, begreift neun Kapitel in sich, als:

Das 1 Kap. von den Ungelegenheiten, welche von den Schminkfleckchen

zu entstehen pflegen, §. 34.

Das 2 Kap. von den Beschwerlichkeiten, welche von der rothen

Schminke des Angesichts erzeugt werden, §. 39.

Das 3 Kap. von den üblen Zufällen, welche von der blaßmachenden

Schminke des Angesichts herkommen, §. 44.

Das 4 Kap. von den Unbequemlichkeiten, die von der Bemühung, der

Haut eine Zärtlichkeit zu wege zu bringen, ihren wesentlichen

Ursprung haben, §. 52.

Das 5 Kap. von den Ungelegenheiten, welche den Schönen zustoßen,

wenn sie sich die Sommersprossen vertreiben, §. 56.

Das 6 Kap. von den unangenehmen Empfindungen, welche die Schönen

leiden, indem sie sich eine hohe Stirne zu machen beschäftigen, §.

69.

Das 7 Kap. von dem Schaden, welcher sich von dem Schwarzfärben der

Augenbraunen entspinnt, §. 72.

Das 8 Kap. von den schädlichen Folgerungen, welche von dem

Weißmachen der Zähne entstehen, §. 76.

Das 9 Kap. von den Unpäßlichkeiten, welche von dem Löcherstechen in

die Ohrläppchen, zum Ohrgehängtragen, herkommen, §. 81.

Der dritte Abschnitt.

Von den Krankheiten, welche von der Auszierung des Halses ihren

Ursprung haben, enthält fünf Kapitel, nämlich:

Das 1 Kap. von den Verdrießlichkeiten, die zu entstehen pflegen,

weil das schöne Geschlecht den Hals entblößt zu tragen gewohnt ist,

§. 86.

Das 2 Kap. von den Gefährlichkeiten, welche von der Zartmachung der

Halshaut entstehen, §. 89.

Das 3 Kap. von dem Schaden, welcher sich äußert, wenn die

Sommersprossen und Leberflecke des Halses mit äußerlichen und

schädlichen Sachen vertrieben werden, §. 92.

Das 4 Kap. von dem Unheile, welches daher zu kommen pflegt, wenn

sich das Frauenzimmer durch unrechte Mittel die Kröpfe vertreiben

läßt, §. 95.

Das 5 Kap. von den üblen Umständen, welche von der Weißmachung der

Halshaut abstammen, §. 99.

[Illustration]

Anakreontische Ode,

die fünf Sinne.

Weg Schnupftaback, weg Dose!

Nur der Geruch der Rose

Soll meine Nas' erfreun:

Wenn ich bey meinem Kinde

Den Duft der Ros' empfinde,

Möcht ich ein Naso seyn.

Erblick ich schöne Kinder,

So wünsch ich mir nicht minder

Dem Argus gleich zu seyn.

Schmeck ich den Saft der Trauben,

So wollt ich, könnt ihrs glauben?

Flugs lauter Zunge seyn.

Hör ich die Nachtigalle,

Wünsch ich bey ihrem Schalle

Nichts als nur Ohr zu seyn.

Laßt mich bey Scherz und Spielen

Mein Mägdchen Küsse fühlen

So bin ich das Gefühl:

Denn von dem Reiz der Küsse

Fühlt Herz, Mund, Händ und Füße,

Ja gar ein jedes Glied.

[Illustration]

[Illustration]

Sinngedichte,

auf einen Zänker.

Ein Zänker nahm sich jüngst ein Weib

Zu seinem Zeitvertreib,

Um junge Zänker zu erzeugen:

Doch ich will lieber schweigen.

Auf das Glück.

Warum schenkt denn das blinde Glück den Tummen so viel Geld?

Darum, weil sich der Kluge durch seinen Witz erhält.

Auf den Batill.

Seit dem Batill beweibet ist, liest er stets in der Bibel,

Er faßt, singt, beth und seufzt: O Herr, erlös' uns von dem Uebel!

An den Gargill.

Warum pflegt den Gargill am Kragen

Tafeln des Gesetz's zu tragen?

Darum, weil sie der theure Mann

So wie er soll nicht halten kann.

Auf den unbenabelten Adam.

Warlich es ist keine Fabel,

Adam hatte keinen Nabel

Aber doch Verstand genug:

Cain aber Seth und Abel,

Und wir Menschen haben Nabel,

Aber sind wir drum nicht klug?

An den Stax.

Gesetzt, es mangelte Herr Staxen im Gehirne

Was schadts hat er doch Geld genug,

Und bindet man das Geld dem Ochsen auf die Stirne,

So heißt der tümmste Ochse klug.

An den Mäv.

Wohin! wohin so schnell! ich geh, sprach Mäv im Lachen:

Den Kirchhof bucklicht, ihn, und auch mich reich zu machen.

Auf einen Schmausegern.

Soll dich Herr Schmausegern auf allen Straßen preisen,

So laß ihn nur fein oft an deiner Tafel speisen:

Denn füllst du ihm den Bauch, befeuchtst du ihm den Schlund,

So macht er deinen Ruhm geheimsten Oertern kund.

Auf die Weiber.

Heimlichkeiten sind bey Weibern, wie das Wasser in dem Siebe.

Welch ein Wunder! wenn in beyden das ihn Anvertraute bliebe.

Auf den Stax.

Wären Staxens Wissenschaften seinem losen Maule gleich,

O so wär er am Verstande, so wie am Vermögen reich.

Auf ein böses Weib.

Ein böses Weib ist ein abscheulich Ungeheuer

Sie ist vor einen Mann ein wahres Fegefeuer:

Denn wär sie eine Höll, ey welch ein Herzeleid!

So würde nie ein Mann von seiner Quaal befreyt.

Auf den Mops.

Mops läuft sehr gut, doch denkt er tumm,

So folgbar kann man sicher schlüßen,

Mops habe den Verstand in Füßen.

O tummer Mops, so kehr dich um!

Denn wirst du auf dem Kopfe stehn

Und nicht mehr auf den Füßen gehn.

Wirst du zwar klug zu denken wissen,

Doch schlechter gehn als auf den Füßen.

Auf die Gerechtigkeit.

Vor Gerichten geht es leider! welch ein Unglück gar zu schlecht,

Ständ das Recht auf einem Fuße, o so hätte mancher Recht!

Satyrische Abhandlung von den Krankheiten der Frauenspersonen, welche sie sich durch ihren Putz und Anzug zuziehen · 第 6 / 10 题