Herrn

der Herrschaften Chlumnitz, Gystebnitz,

Raudnitz an der Elbe, Mühlhausen,

Entzowan und Unterberzkowitz,

Erbherrn

der Herrschaften zu Bilin, Liebshausen,

und Miersowitz;

Sr. Kais. und Kön. Maj. hochbetrautem

wirklichen Kammerherrn,

Meinem gnädigsten Fürsten

und Herrn Herrn.

Durchlauchtigster Herzog,

Gnädigster Fürst

und Herr, Herr!

[Illustration]

Schon längst haben =Sich Ew. Durchlaucht= vermöge =Ihrer= tiefen

Einsicht in die Wissenschaften, den Namen eines klugen Fürstens

erworben. Und schon längst ist =Ihnen=, wegen =Ihrer= besondern

Mildthätigkeit, von =Ihren= getreuen Unterthanen der ruhmvolle Beyname

eines gütigen Landesvaters beigelegt worden. Und ich habe mir die

Freyheit angemaßt, der Nachwelt davon Nachricht zu geben.

Bloß diese vorzüglichen Fürstentugenden sind die eigentlichen

Triebfedern gewesen, vermöge deren ich angetrieben worden bin,

gegenwärtige Schrift zu den Füßen =Ew. Durchlaucht= zu legen, um

=Ihnen= dadurch meine Unterthänigkeit und Ehrfurcht öffentlich bezeugen

zu mögen.

Allein ich würde nur gar zu eitel scheinen, wenn ich mir einfallen

lassen wollte, daß ich durch diese schlechte Bemühung meine Absicht

vollkommen erreicht, und meiner Pflicht eine völlige Genüge geleistet

hätte. Nein, ich sehe es vielmehr nur gar zu wohl ein, daß meine Arbeit

viel zu geringe sey, als daß ich mich mit der Hoffnung schmeicheln

sollte, daß solche von einem Fürsten eines gnädigen Anblicks gewürdiget

werden könnte.

Aber eben diese Erkenntniß würde mich ganz gewiß strafbar machen, wenn

die Großmuth, welche nur =Ew. Durchlaucht= eigen ist, nicht gewohnt

wäre, meiner Kühnheit gnädigst Nachsicht zu ertheilen. So groß ist

das Vertrauen, welches sich einzig auf eines gütigen Fürstens Gnade

gründet, dessen Genuß ich vor das größte Glück halten, und für dessen

Erlangung ich in heiligster Ehrfurcht, mit aller Unterthänigkeit ewig

seyn werde

Satyrische Abhandlung von den Krankheiten der Frauenspersonen, welche sie sich durch ihren Putz und Anzug zuziehen · 第 5 / 10 题