§. 223.
Unter Düngerarten verstehe ich hier diejenigen, welche dem Urin und den
Excrementen der Thiere ihren Ursprung verdanken. -- Die Untersuchung
derselben hat hauptsächlich einen praktischen Zweck und erfordert
demgemäss einfache Methoden. Der Werth der Düngerarten ist abhängig
von der Natur und dem Zustande seiner Bestandtheile. Diejenigen, auf
welche besonderes Gewicht zu legen ist, sind organische Materien
(charakterisirt durch ihren Kohlenstoff- und Stickstoffgehalt),
Ammonsalze, salpetersaure, phosphorsaure, schwefelsaure, kieselsaure
Salze und Chlormetalle mit alkalischer und alkalisch erdiger Basis
(Kali, Natron, Kalk, Magnesia). -- Weit weniger klar als über die die
Wirksamkeit der Düngerarten bedingenden Stoffe sind die Vorstellungen
über den Zustand, in welchem sie die günstigste Wirkung thun, und
offenbar lässt sich in letzterer Beziehung auch keine allgemein gültige
Antwort geben, indem man bald einen Dünger wünscht, der die meisten
Stoffe gelöst enthält und somit rasche Wirkung äussert (aber dann
auch, in zu grosser Menge, ohne gehörige Verdünnung mit Wasser und bei
trockner Witterung angewandt, zarten Pflanzen leicht Nachtheil bringen
kann), bald einen solchen, welcher den Boden nur allmälig mit den den
Pflanzen nöthigen Stoffen versorgt.
Ich theile im Folgenden $erst$ die Grundzüge einer allgemeinen (für alle
Düngerarten anwendbaren) Untersuchungsmethode, sodann ein Verfahren
mit, nach dem man den Guano zweckmässig auf seine wesentlichsten
Bestandtheile prüft.