C.

$Bestimmung der Kohlensäure.$

Man behandelt eine dritte Portion der Asche (die Menge richtet sich nach

dem Kohlensäuregehalt) nach §. 110. II. b. [Greek: b].

II. $Durch Salzsäure aufschliessbare Aschen, in welchen ausser der

an Eisenoxyd gebundenen Phosphorsäure noch weitere

vorhanden ist.$

§. 216.

Die Analyse wird im Allgemeinen gerade so ausgeführt wie in I. (§. 215)

angegeben, nur bei A. 2. a. erleidet sie Abänderungen.

Bei Ausfällung des phosphorsauren Eisenoxyds hat man nämlich zunächst

Sorge zu tragen, dass etwa mitgefällter phosphorsaurer Kalk durch

Essigsäure vollständig wieder gelöst wird; sodann fällt man aus dem

sauren Filtrate den Kalk geradezu durch kleesaures Ammon (§. 81.

2. b. [Greek: b].). Das Filtrat theilt man alsdann in zwei gleiche

Theile und bestimmt im einen die Magnesia durch Zusatz von Ammon und

phosphorsaurem Natron, im anderen die Phosphorsäure durch Zusatz von

Ammon und mit Salmiak versetzter schwefelsaurer Magnesialösung. -- Ist

die Phosphorsäure in Form zweibasischer Salze zugegen gewesen, so geht

man am sichersten, wenn man die zu ihrer Ermittlung bestimmte Hälfte,

zuletzt im Platintiegel, verdampft und den Rückstand mit kohlensaurem

Natron schmelzt, ehe man die angegebene Bestimmung vornimmt.

Enthält die Asche eine bestimmbare Menge Mangan, so lässt sich diese

einfache Methode nicht wohl anwenden, weil alsdann dieses theils mit

dem Kalk, theils mit der Magnesia niedergeschlagen würde. Man versetzt

daher die von dem phosphorsauren Eisenoxyd abfiltrirte Flüssigkeit

(welche noch essigsaures Alkali enthält) mit Eisenchlorid, bis dieselbe

in Folge sich bildenden essigsauren Eisenoxyds deutlich roth wird, kocht

längere Zeit und filtrirt heiss ab. Durch diese Operation wird alle

Phosphorsäure ausgefällt, und man hat somit Mangan, Kalk und Magnesia

als Chlormetalle in Lösung. -- Man trennt sie nach §. 127. Sollte der

Niederschlag des Schwefelmangans eisenhaltig sein, was in der Regel der

Fall ist, so hat man das Mangan vom Eisen nach §. 128 zu scheiden.

* * * * *

N.B. Hat man nicht viel Asche, so kann man die salzsaure Lösung

der Portion A auch nur in zwei Theile theilen, a und b. Mit a

verfährt man, wie eben angegeben, -- b versetzt man zur Bestimmung

der Schwefelsäure mit Chlorbaryumlösung in möglichst geringem

Ueberschuss, fällt die Phosphorsäure nach §. 106. I. c. [Greek:

c]. (indem man statt des dort angegebenen essigsauren Natrons

essigsaures Ammon anwendet) und bestimmt alsdann im Filtrate die

Alkalien, nachdem man die Ammonsalze verjagt, die Magnesia mit etwas

Kalkmilch, dann Kalk und Baryt mit Ammon und kohlensaurem Ammon

ausgefällt hat. -- Wägt man das erhaltene basisch phosphorsaure

Eisenoxyd, so dient diese Bestimmung der in a gemachten zur Controle.

Anleitung zur quantitativen chemischen Analyse · 第 592 / 749 题