A. $Galmei und Kieselzinkerz.$

Ersterer besteht aus kohlensaurem Zinkoxyd, welches gewöhnlich grössere

oder kleinere Beimengungen von Eisenoxydul, Manganoxydul, Bleioxyd,

Cadmiumoxyd, Kalk, Magnesia und Kieselsäure enthält; letzteres aus

kieselsaurem Zinkoxyd, welchem Silicate von Bleioxyd, Zinnoxyd,

Manganoxyd, Eisenoxyd etc. beigemengt sein können.

Das Erz wird fein gepulvert und bei 100° getrocknet.

a. Man behandelt eine Probe nach §. 111. II. a., d. h. man scheidet

die Kieselsäure auf die gewöhnliche Art ab. Da ihr meist Sand oder

unzersetzte Gangart beigemischt ist, so ist sie davon durch kochende

Sodalösung zu trennen (§. 201. b.).

b. Beim Behandeln des Rückstandes mit Salzsäure und Wasser sorgt man,

dass auf 30 Thle. von jener etwa 100 Thle. Wasser kommen (Seite 310.

Anmerk.).

c. Die so erhaltene Lösung fällt man mit Schwefelwasserstoff und trennt

etwa gefällte Metalle nach den Methoden des 5. Abschnittes.

d. Das Filtrat neutralisirt man mit Ammon, fällt mit Schwefelammonium,

behandelt den Niederschlag genau nach §. 85. b., wägt das erhaltene,

Eisen- und Manganoxyd enthaltende Zinkoxyd, bestimmt darauf in einer

abgewogenen Probe das Mangan volumetrisch (§. 128. B. 10. d.), endlich in

der hierbei erhaltenen Lösung das Eisenoxyd, nach Reduction mit Zink,

mit Chamäleonlösung, wie in §. 206.

e. In der vom Schwefelzink abfiltrirten Flüssigkeit bestimmt man Kalk

und Magnesia nach §. 127. A.

f. Die Kohlensäure bestimmt man in einer besonderen Probe nach

§. 110. I. b.

g. Enthält das Mineral Wasser, so ist dessen Gehalt nach §. 19 zu

ermitteln.

Anleitung zur quantitativen chemischen Analyse · 第 580 / 749 题