Die Rotheisensteine enthalten das Eisen als Oxyd; ausserdem findet
sich darin gewöhnlich etwas in Säuren unlösliche Gangart, zuweilen
kohlensaure alkalische Erden, stets etwas Feuchtigkeit.
Man pulvert zunächst den Stein aufs Feinste und trocknet bei 100°.
a. Man untersucht, ob durch verdünnte Salpetersäure, oder auch verdünnte
kochende Essigsäure, kohlensaure alkalische Erden ausgezogen werden. Ist
dies der Fall, so bestimmt man sie in der Lösung.
b. Von dem von kohlensauren alkalischen Erden freien oder davon
befreiten Pulver glüht man eine Probe erst so, dann in Wasserstoffgas
(am besten in einem Porzellanschiffchen, welches in eine Porzellanröhre
geschoben ist; §. 128. B. 3.). Der Gewichtsverlust giebt den
Sauerstoffgehalt des Eisenoxyds an und lässt somit dies berechnen.
c. Den Rückstand behandelt man mit verdünnter Salzsäure. Es löst sich
das Eisen, die Gebirgsart bleibt zurück. Man bestimmt am einfachsten
in der Lösung, ohne sie zu filtriren, das Eisen maassanalytisch
(§. 89. 2. a.), filtrirt alsdann die Gebirgsart ab, wäscht aus,
trocknet und wägt. (Die so gefundene Eisenmenge muss mit der aus b.
berechneten übereinstimmen.)
d. Wenn nöthig, macht man endlich noch eine Wasserbestimmung, indem
man eine Probe des Pulvers glüht. (Sind kohlensaure alkalische Erden
zugegen, so entweicht mit dem Wasser die Kohlensäure derselben.)