a. $Wasserbestimmung.$
Man bringt ein Schälchen von Eisenblech, welches etwa zwei Zoll
Durchmesser hat und mit einem etwas lose schliessenden Deckel versehen
ist, oder einen Porzellantiegel sammt seinem Deckel auf die Schale einer
Wage, beschwert dieselbe Schale mit einem Zehngrammstück und bringt die
Wage durch Schrote, zuletzt am besten durch Stanniolstreifchen, genau
ins Gleichgewicht. Man nimmt nun von der zu untersuchenden Pottasche
an verschiedenen Stellen Proben heraus, zerreibt dieselben möglichst
schnell in einem trocknen Mörser, entfernt alsdann das Zehngrammstück
von der Wage und bringt statt dessen so lange von der gepulverten
Pottasche in das Schälchen, bis das Gleichgewicht wieder völlig
hergestellt ist.
Man hat auf diese Art genau 10 Grm. Pottasche in dem Schälchen.
Dasselbe erhitzt man jetzt andauernd gelinde, bis alles Wasser
ausgetrieben ist (bis eine darüber gehaltene Glasscheibe sich nicht mehr
beschlägt), bedeckt es, bringt es nach dem Erkalten auf die Wage und
stellt das Gleichgewicht durch aufgelegte Gewichte her. Die Anzahl der
Decigramme, welche hinzugelegt werden mussten, giebt alsdann die Menge
des Wassers, welches in 100 Theilen der geprüften Pottasche enthalten
war, geradezu an.
b. $Kohlensäurebestimmung.$
Von dem in 1. erhaltenen, wasserfreien Rückstande wägt man 6,283 Grm.
ab und bestimmt die darin enthaltene Kohlensäure nach §. 110. II. b.
[Greek: b]. aa. -- Dividirt man die Anzahl der entwichenen Centigramme
Kohlensäure durch 2, so erhält man ohne weitere Rechnung den Gehalt der
Pottasche an kohlensaurem Kali. -- Gesetzt also, 6,283 Grm. Pottasche
hätten gegeben 1,80 Grm. Gewichtsverlust des Apparates, oder, was
dasselbe ist, Kohlensäure, so enthielte die Pottasche 180/2 = 90
Procente kohlensaures Kali.
Enthält eine Pottasche kohlensauren Kalk (was nur sehr selten der
Fall ist), so löst man sie in Wasser, filtrirt und verfährt mit dem
eingeengten Filtrat nach b. -- Bei Gegenwart von Schwefelkalium und
Aetzkali verfährt man wie unter gleichen Umständen bei Soda (siehe 2).