Man füllt dasselbe in eine grosse Flasche von bekanntem Inhalt,
verschliesst dieselbe mit einem Glasstopfen, lässt das Wasser durch
Stehen im Kalten sich klären, nimmt das klare durch einen Heber so weit
als möglich ab, filtrirt den Rückstand und wägt den Inhalt des Filters
nach dem Trocknen oder Glühen. Mit dem klaren Wasser verfährt man nach
I.
In Betreff der Berechnung der Analyse verweise ich auf §. 180 und
bemerke nur, dass man dabei $gewöhnlich$ (denn es kann dabei eine
gewisse Willkür stattfinden) folgenden Grundsätzen folgt:
$Chlor$ bindet man zunächst an Natrium, bleibt ein Rest, an Magnesium,
dann an Calcium. -- Bliebe dagegen Natron übrig, so wird dies an
Schwefelsäure gebunden. -- Die $Schwefelsäure$, beziehungsweise den Rest
derselben, bindet man an Kalk. Die $Kieselsäure$ führt man unverbunden
auf, den Rest des $Kalks$ und der $Magnesia$ als kohlensaure Salze und
zwar bald als einfach, bald als zweifach kohlensaure Salze.
Dass zuweilen die Ergebnisse der qualitativen Analyse ein anderes
Zusammenberechnen bedingen können, muss stets beachtet werden.
Bei der Darstellung der Resultate bezieht man die Mengen öfters statt
auf 1000 Thle. auf 10000 Thle. Wasser, häufig giebt man die Quantitäten
der Bestandtheile auch noch nach älterer Art in Granen im Pfund Wasser
an (1 Pfund = 7680 Gran).