12. Ein Bogen $Glanzpapier$; derselbe ist an den Kanten zu beschneiden.

[Illustration: Fig. 68.]

[Illustration: Fig. 69.]

13. Ein $Liebig$'scher $Verbrennungsofen$ von Eisenblech mit einem

einfachen und einem doppelten Schirm. Derselbe hat die Form eines

langen, oben und hinten offenen Kastens. -- Fig. 68 zeigt denselben von

oben gesehen. Er ist 50-60 Cm. lang und 7-8 Cm. tief, und der Boden,

welcher durch Ausschneiden von schmalen Streifen des Blechs in einen

Rost verwandelt ist, hat eine Breite von etwa 7 Cm. Die Seitenwände

sind etwas nach aussen geneigt, so dass ihre Entfernung von einander

oben etwa 12 Cm. beträgt. Zum Tragen des Verbrennungsrohres dienen

aufrechtstehende Stücke von starkem Eisenblech, welche die Gestalt _D_

der Fig. 69 besitzen und auf dem Boden des Ofens in Zwischenräumen von

etwa 5 Cm. festgenietet sind. Die Höhe derselben correspondirt genau

mit der runden Oeffnung in der Vorderseite des Ofens (Fig. 69 A). Diese

Oeffnung sei so gross, dass die Verbrennungsröhre mit Leichtigkeit

hindurchgeschoben werden kann. Von den beiden Schirmen hat der eine die

Form der Fig. 70, der andere die der Fig. 69 A, wenn man sich an der

oberen Kante derselben einen umgebogenen Rand denkt. Ihre Ausschnitte

seien so weit, dass die Röhre mit Leichtigkeit hineingelegt werden

kann. -- Den Verbrennungsofen stellt man zweckmässig auf zwei auf einer

Holzunterlage ruhende Backsteine und giebt ihm eine etwas nach vorn

geneigte Lage, indem man zwischen die Unterlagen ein Holz schiebt (siehe

Fig. 73). Die vorderen Rostöffnungen jedoch dürfen durch die Unterlage

nicht verschlossen werden. Hat man gute Röhren, so bewirkt man die

geneigte Lage des Ofens zweckmässiger, indem man ein Eisenstäbchen oder

ein Ziegelstück zwischen den Ofen und den Backstein, auf dem er ruht,

schiebt, in diesem Falle hat die Luft zu allen Rostöffnungen Zutritt;

oder man stellt, wie es jetzt gewöhnlich geschieht, den Ofen geradezu

auf einen Dreifuss. -- Legt man die Röhre in eine flach gewölbte Rinne

von ganz dünnem Eisenblech, so wird sie sehr geschont.

[Illustration: Fig 70.]

14. $Kupferoxyd.$ Mit dem nach §. 45. 1. bereiteten Kupferoxyd füllt man

einen etwa 3 Unzen Wasser fassenden hessischen Tiegel fast voll, bedeckt

ihn mit einem gehörig übergreifenden Deckel, erhitzt ihn zwischen

ein Paar Kohlen zum ganz gelinden Glühen und sorgt, dass er bis zum

Gebrauche gerade so weit abgekühlt ist, dass man ihn eben, aber kaum,

mit der Hand anfassen kann. --

15. Eine $Luftpumpe$ mit $Chlorcalciumrohr$ (siehe Fig. 72). Wegen der

Ausführung der Analysen ohne diesen Apparat vergl. §. 144. --

16. $Heisser Sand.$ Derselbe wird entweder vom Sandbad genommen, oder er

muss eigens zu diesem Behufe erhitzt werden. Seine Temperatur sei höher

als 100°, aber nicht so hoch, dass ein hineingestecktes Papier gebräunt

wird.

Anleitung zur quantitativen chemischen Analyse · 第 428 / 749 题