[Illustration: Fig. 68.]
[Illustration: Fig. 69.]
13. Ein $Liebig$'scher $Verbrennungsofen$ von Eisenblech mit einem
einfachen und einem doppelten Schirm. Derselbe hat die Form eines
langen, oben und hinten offenen Kastens. -- Fig. 68 zeigt denselben von
oben gesehen. Er ist 50-60 Cm. lang und 7-8 Cm. tief, und der Boden,
welcher durch Ausschneiden von schmalen Streifen des Blechs in einen
Rost verwandelt ist, hat eine Breite von etwa 7 Cm. Die Seitenwände
sind etwas nach aussen geneigt, so dass ihre Entfernung von einander
oben etwa 12 Cm. beträgt. Zum Tragen des Verbrennungsrohres dienen
aufrechtstehende Stücke von starkem Eisenblech, welche die Gestalt _D_
der Fig. 69 besitzen und auf dem Boden des Ofens in Zwischenräumen von
etwa 5 Cm. festgenietet sind. Die Höhe derselben correspondirt genau
mit der runden Oeffnung in der Vorderseite des Ofens (Fig. 69 A). Diese
Oeffnung sei so gross, dass die Verbrennungsröhre mit Leichtigkeit
hindurchgeschoben werden kann. Von den beiden Schirmen hat der eine die
Form der Fig. 70, der andere die der Fig. 69 A, wenn man sich an der
oberen Kante derselben einen umgebogenen Rand denkt. Ihre Ausschnitte
seien so weit, dass die Röhre mit Leichtigkeit hineingelegt werden
kann. -- Den Verbrennungsofen stellt man zweckmässig auf zwei auf einer
Holzunterlage ruhende Backsteine und giebt ihm eine etwas nach vorn
geneigte Lage, indem man zwischen die Unterlagen ein Holz schiebt (siehe
Fig. 73). Die vorderen Rostöffnungen jedoch dürfen durch die Unterlage
nicht verschlossen werden. Hat man gute Röhren, so bewirkt man die
geneigte Lage des Ofens zweckmässiger, indem man ein Eisenstäbchen oder
ein Ziegelstück zwischen den Ofen und den Backstein, auf dem er ruht,
schiebt, in diesem Falle hat die Luft zu allen Rostöffnungen Zutritt;
oder man stellt, wie es jetzt gewöhnlich geschieht, den Ofen geradezu
auf einen Dreifuss. -- Legt man die Röhre in eine flach gewölbte Rinne
von ganz dünnem Eisenblech, so wird sie sehr geschont.
[Illustration: Fig 70.]
14. $Kupferoxyd.$ Mit dem nach §. 45. 1. bereiteten Kupferoxyd füllt man
einen etwa 3 Unzen Wasser fassenden hessischen Tiegel fast voll, bedeckt
ihn mit einem gehörig übergreifenden Deckel, erhitzt ihn zwischen
ein Paar Kohlen zum ganz gelinden Glühen und sorgt, dass er bis zum
Gebrauche gerade so weit abgekühlt ist, dass man ihn eben, aber kaum,
mit der Hand anfassen kann. --
15. Eine $Luftpumpe$ mit $Chlorcalciumrohr$ (siehe Fig. 72). Wegen der
Ausführung der Analysen ohne diesen Apparat vergl. §. 144. --
16. $Heisser Sand.$ Derselbe wird entweder vom Sandbad genommen, oder er
muss eigens zu diesem Behufe erhitzt werden. Seine Temperatur sei höher
als 100°, aber nicht so hoch, dass ein hineingestecktes Papier gebräunt
wird.