a. Man hat Arsensäure in wässeriger Lösung.
Man bringt eine abgewogene Menge der Lösung in ein Platin- oder
Porzellanschälchen, fügt eine gewogene Menge frisch geglühten reinen
Bleioxyds hinzu (etwa fünf- bis sechsmal soviel als Arsensäure
vorhanden), verdampft vorsichtig zur Trockne, erhitzt den Rückstand zum
gelinden Rothglühen und erhält ihn einige Zeit in dieser Temperatur.
-- Der Rückstand ist arseniksaures Bleioxyd + Bleioxyd. Zieht man von
seiner Menge das Gewicht des zugesetzten Bleioxyds ab, so resultirt
das Quantum der Arsensäure. -- Eigenschaften des arsensauren Bleioxyds
§. 71. Die Resultate sind vollkommen genau, sofern man die bezeichnete
Temperatur nicht überschreitet.
b. Man hat arsenige Säure in Lösung.
Man versetzt die Lösung mit Salpetersäure, dann mit einer gewogenen
Menge überschüssigen Bleioxyds, verdampft und glüht im bedeckten Tiegel
aufs Vorsichtigste, bis alles salpetersaure Bleioxyd zersetzt ist. Der
Rückstand besteht alsdann ebenfalls aus Arsensäure + Bleioxyd. -- Diese
Methode erfordert grosse Vorsicht, denn beim Glühen des salpetersauren
Bleioxyds entsteht leicht durch Decrepitiren Verlust.