6. _Bestimmung des Bleies als Schwefelblei._

[Greek: a]. Dieselbe geschieht genau in der nämlichen Weise und mit

derselben Genauigkeit, wie die des Schwefelsilbers, nur darf man bei

Fällung aus sauren Lösungen nicht erwärmen, sonst löst sich wieder ein

Theil des Schwefelbleies auf. Eigenschaften des Niederschlages §. 62.

[Greek: b]. Ist der Niederschlag verunreinigt durch mit niedergefallenen

Schwefel, so dass er nicht als Schwefelblei gewogen werden kann, so

verwandelt man ihn auf folgende Weise in schwefelsaures Bleioxyd. Man

trocknet im Filter, schüttet den Inhalt in ein Becherglas, in welches

man dann auch das Filter wirft, und setzt tropfenweise reine rauchende

Salpetersäure zu, indem man das Glas mit einer Glasplatte bedeckt hält.

Nach beendigter Oxydation erwärmt man eine Zeit lang gelinde, bringt den

Inhalt des Becherglases in ein kleines Porzellanschälchen, spült nach,

fügt einige Tropfen reine Schwefelsäure hinzu, verdampft vorsichtig

und glüht zuletzt. Die Genauigkeit des Resultates hängt ganz von der

angewendeten Sorgfalt ab. -- Nimmt man zur Oxydation keine rauchende

Säure, so scheidet sich Schwefel ab, der sich beim Erwärmen mit

Salpetersäure nur äusserst langsam oxydirt.

Anleitung zur quantitativen chemischen Analyse · 第 273 / 749 题