a. Durch Fällung.
[Greek: a]. $Durch Fällung als kohlensaures Bleioxyd.$
Man versetzt die mässig verdünnte Lösung mit kohlensaurem Ammon im
geringen Ueberschuss, fügt etwas kaustisches Ammon hinzu, erwärmt
gelinde und filtrirt nach einiger Zeit ab. Man wäscht alsdann mit reinem
Wasser aus, trocknet und glüht in einem Porzellantiegel, nachdem man das
Filter auf dessen Deckel verbrannt hat. Eigenschaften des Niederschlages
und Rückstandes §. 62. Die Resultate fallen sehr befriedigend, in der
Regel um ein Geringes zu niedrig aus. Der Verlust rührt daher, dass
das kohlensaure Bleioxyd nicht absolut unlöslich ist, namentlich in
Flüssigkeiten, welche reich an Ammonsalzen sind (Vers. Nr. 43). -- Man
wähle ein kleines dünnes Filter und trage Sorge, den Niederschlag so
vollständig vom Filter zu trennen als möglich, damit man nicht einen
weiteren Verlust dadurch erleide, dass ein Theilchen des Oxyds beim
Einäschern zu Metall reducirt werde.
[Greek: b]. $Durch Fällung als kleesaures Bleioxyd.$
Man versetzt die Lösung mit oxalsaurem Ammon im Ueberschuss und fügt
Ammon hinzu bis zum geringen Vorwalten, lässt absitzen, filtrirt und
verfährt wie in [Greek: a]. Der Porzellantiegel bleibt, während man den
Niederschlag glüht, unbedeckt. In Betracht der Genauigkeit steht diese
Methode der vorigen gleich.
b. Durch Glühen.
Verbindungen, wie kohlensaures oder salpetersaures Bleioxyd, glüht
man behutsam in einem Porzellantiegel, bis sie an Gewicht nicht mehr
abnehmen. -- In welcher Weise man Bleisalze mit organischen Säuren in
Oxyd überführt, soll in diesem §. sub 5 gezeigt werden.