a. Auflösung.
Die Verbindungen des Bleioxyds sind kleinerentheils in Wasser löslich.
Von den darin unlöslichen wird der grössere Theil, ebenso wie das
reine Oxyd und das metallische Blei, von verdünnter Salpetersäure
aufgenommen. (Wendet man dieselbe zu concentrirt an, so erfolgt
weder vollständige Zersetzung, noch vollständige Lösung, weil das
salpetersaure Bleioxyd in concentrirter Salpetersäure unlöslich ist und
sonach das zuerst gebildete die noch nicht angegriffenen Theile des zu
lösenden Salzes schützt.) Die Löslichkeitsverhältnisse des Chlorbleies
und schwefelsauren Bleioxyds siehe §. 62. Es ist zur Analyse dieser
Verbindungen nicht erforderlich, sie zuvor zu lösen, wie sogleich
gezeigt werden wird. -- Jodblei löst sich nicht in kalter verdünnter
Salpetersäure, aber leicht beim Erwärmen unter Abscheidung von Jod.
Chromsaures Bleioxyd löst sich ohne Zersetzung nur in Kalilauge. Behufs
der Analyse verwandelt man es am besten in Chlorblei (siehe unten.)
b. Bestimmung.
Das Blei kann nach §. 62 als _Bleioxyd_, _schwefelsaures Bleioxyd_,
_chromsaures Bleioxyd_, _Schwefelblei_, _Chlorblei_, als
_Bleioxyd_ + _Blei_ und endlich durch Maassanalyse bestimmt werden.