2. _Bestimmung als kohlensaurer Baryt._

a. In Lösungen.

Man versetzt die in einem Becherglase befindliche mässig verdünnte

Lösung des Barytsalzes mit Ammon, fügt kohlensaures Ammon in geringem

Ueberschuss hinzu, stellt das Ganze einige Stunden an einen warmen

Ort, filtrirt alsdann, wäscht den Niederschlag mit Wasser aus, dem man

etwas Ammon zugesetzt hat, trocknet und glüht (§. 36). Eigenschaften

des Niederschlages §. 50. Diese Methode giebt einen kleinen, jedoch

kaum nennenswerthen Verlust, weil der kohlensaure Baryt nicht absolut

unlöslich ist. Der directe Versuch Nr. 56 ergab 99,79 statt 100,00. --

Enthält die Lösung Ammonsalze in grösserer Menge, so ist der Verlust

weit erheblicher, da solche die Löslichkeit des kohlensauren Baryts

beträchtlich steigern.

b. In Salzen mit organischen Säuren.

Man erhitzt dieselben langsam in einem bedeckten Platintiegel, bis keine

Dämpfe mehr entweichen, stellt nun den Tiegel schief, legt den Deckel

daran, glüht, bis alle Kohle verbrannt und der Rückstand völlig weiss

geworden ist, befeuchtet alsdann den Rückstand mit einer concentrirten

Lösung von kohlensaurem Ammon, lässt verdunsten, glüht gelinde und wägt.

Man erhält auf diese Art ganz befriedigende Resultate. Der directe

Versuch Nr. 57 ergab 99,61 statt 100,00. Der Verlust, den man bei diesen

Bestimmungen ziemlich constant beobachtet, rührt daher, dass bei dem

Glühen Spuren des Salzes mitgerissen werden. Er ist um so geringer,

je langsamer man anfangs erhitzt. -- Unterlässt man das Befeuchten

mit kohlensaurem Ammon, so hat man einen weiteren Verlust, weil durch

das Glühen des kohlensauren Baryts mit Kohle etwas kaustischer Baryt

entsteht, während Kohlenoxydgas entweicht.

§. 80.

Anleitung zur quantitativen chemischen Analyse · 第 203 / 749 题