Allgemeines Verfahren wie in 1. Das Chlorkalium muss vor dem Glühen
ebenso und aus demselben Grunde wie das schwefelsaure Kali behandelt
werden. Es muss in wohlbedeckten Tiegeln und nicht zu stark geglüht
werden, sonst erleidet man durch Verdampfung Verlust. Freie Säure
erfordert keine besondere Rücksicht. -- Eigenschaften des Rückstandes
§. 47. Die Methode liefert bei gehöriger Vorsicht ganz genaue Resultate.
Will man bei Bestimmung des Kalis im kohlensauren Kali das Aufbrausen
vermeiden, wie dies bei in Tiegeln befindlichen, geglühten Rückständen
von Kalisalzen mit organischen Säuren oft der Fall ist, so bringt man
das kohlensaure Salz mit Salmiaklösung zusammen. Die letztere muss etwas
im Ueberschuss zugesetzt werden. Man erhält alsdann beim Abdampfen und
Glühen Chlorkalium, während das entstandene kohlensaure Ammon und der
Ueberschuss des Chlorammoniums entweichen. --
Wie die oben besonders angeführten Kaliverbindungen in Chlorkalium
übergeführt werden, wird in der Abtheilung II. dieses Abschnittes bei
den entsprechenden Säuren angegeben werden.