Das Gold wird stets im $regulinischen Zustande$ gewogen. Ausser dieser
Form haben wir noch das $Schwefelgold$ hier zu betrachten, da das Gold
nicht selten als solches gefällt wird.
a. Das _metallische Gold_ stellt, durch Fällung erhalten, ein mattes
schwärzlich braunes Pulver dar, welches beim Drücken Metallglanz
annimmt; in zusammenhängender Gestalt zeigt es die bekannte, ihm
eigenthümliche hochgelbe Farbe. Es schmilzt erst in der Weissglühhitze
und lässt sich demzufolge mittelst einer Weingeistlampe unter keinen
Umständen zum Fluss bringen. An der Luft und beim Glühen ist es
völlig unveränderlich, von Wasser und einfachen Säuren wird es nicht
angegriffen, Königswasser löst es zu Chlorid.
b. _Schwefelgold._ Leitet man durch eine verdünnte, kalte Auflösung
von Goldchlorid Schwefelwasserstoff, so scheidet sich alles
Gold als Schwefelgold (AuS_{3}) in Gestalt eines braunschwarzen
Niederschlages ab. Lässt man den Niederschlag unter der Flüssigkeit
stehen, so verwandelt er sich allmälig in metallisches Gold und
freie Schwefelsäure. Leitet man Schwefelwasserstoff durch eine warme
Goldchloridlösung, so schlägt sich Goldsulfür (AuS) nieder, unter
gleichzeitiger Bildung von Schwefelsäure und Salzsäure (2AuCl_{3} +
3HS + 3HO = 2AuS + 6HCl + SO_{3}). -- Das Goldsulfid löst sich nicht
in Wasser, Salzsäure oder Salpetersäure; von Königswasser wird es
aufgenommen. Es löst sich nicht in farblosem, fast vollständig in gelbem
Schwefelammonium; unter Abscheidung von Gold in Kali, vollständig in
gelbem Schwefelkalium, oder in gelbem Schwefelammonium bei Zusatz von
Kali. Bei gelindem Erhitzen verliert es seinen Schwefel und geht in Gold
über.
§. 68.