a. $Kalilauge.$
Man bereitet sich nach der in der Anl. zur qual. An. für Natronlauge
angegebenen Weise aus gereinigter Potasche mit Hülfe von Kalkbrei
Kalilauge (auf 1 Thl. Potasche nimmt man 12 Thle. Wasser, -- Kalk sind
etwa 2/3 Thle. erforderlich; derselbe wird mit seiner dreifachen Menge
warmen Wassers zum Brei gelöscht), dampft die klar decantirte bis zu
einem specifischen Gewichte von 1,27 bei raschem Feuer in einem eisernen
Kessel ab, giesst sie noch warm in eine Flasche, lässt sie bei gutem
Verschlusse derselben völlig absitzen, zieht die klare Lösung von dem
Bodensatze ab und hebt sie zum Gebrauche auf.
b. $Kalihydrat.$
Man bedient sich am einfachsten des in Form von Stängelchen vorkommenden
käuflichen Kalihydrates. -- Will man dasselbe selbst bereiten, so dampft
man die sub a. genannte Lauge in einem silbernen Kesselchen bei starkem
Feuer ein, bis das zurückbleibende, ölig fliessende Hydrat als Ganzes in
weissen Nebeln zu verdampfen anfängt, giesst die geschmolzene Masse auf
eine reine Eisenplatte aus, zerschlägt sie in Stückchen und hebt diese
in wohlverschlossenem Glase zum Gebrauche auf.
_Anwendung._ Die Kalilauge dient zur Absorption und somit zur
Gewichtsbestimmung der Kohlensäure. In manchen Fällen wird ausser dem
mit Kalilauge gefüllten Apparate noch ein mit Kalihydrat angefülltes
Rohr zu Hülfe genommen.