unseres Jahrhunderts als die Periode der Ausbreitung des Eisens
bezeichnen. »Eiserne Beile galten zu unserer Zeit (1827) bei allen
Karolinenbewohnern als das Wünschenswerteste, was sie bei uns
erhalten konnten,« schreibt V. KITTLITZ, der mit LÜTKE dort war.
Auf Ualan fand derselbe Gewährsmann Muschelbeile noch allgemein im
Gebrauche, doch waren einzelne eiserne Werkzeuge bereits vorhanden,
die wahrscheinlich von dem französischen Schiffe Coquille stammten,
dem Augenschein nach Hobeleisen, die man der passenden Form
wegen gleich zu Beilen verwendete.[380] Der russische Reisende
MIKLUCHO-MACLAY erfuhr auf Yap von einem 50jährigen Eingeborenen,
daß zu dessen Jugendzeit schon vorwiegend eiserne Werkzeuge im
Gebrauche gewesen seien -- also in den dreißiger Jahren, während
zur Jugendzeit des Vaters des Erzählers Steinbeile allgemein
benutzt wurden.[381]
Die Schiffahrt erwies sich in Polynesien der Ausbreitung des Eisens
ungemein günstig und war die Ursache, daß das nützliche Metall
bald auf allen Inselgruppen bekannt war. Wir finden dagegen, daß
in Ländern, wo unter den Bewohnern kein erleichterter Verkehr
stattfand, der eine Teil derselben lange mit dem Eisen vertraut
sein konnte, während der andere noch absolut im Steinzeitalter
verharrte. Ein solches Land ist Neuguinea.
Seit altersher sind die Malayen mit der Darstellung des Eisens
vertraut und durch ihre Handelszüge gelangte die Kunst, es
zu gewinnen, zu den Papuas an der Westspitze von Neuguinea.
Die Schmiede bilden dort eine bestimmte Zunft, die sich des
Schweinefleisches enthält[382], ein Zeichen, daß mohamedanischer
Einfluß bei ihnen wirksam war. Ein fernerer Beweis dafür, daß sie
von den Malayen die Kunst, das Eisen zu verarbeiten, lernten, ist
die Art ihrer Windpumpen, welche ganz die charakteristische Form
haben, die von Madagaskar bis Neuguinea reicht. Während nun hier
im Westen der Insel schon lange die Eisenindustrie sich entwickelt
hatte, blieb das Metall im Osten derselben bis auf unsere Tage
vollkommen unbekannt. Dr. COMRIE, welcher 1874 auf dem »Basilisk«
das Ostkap Neuguineas besuchte, wo bis dahin die Eingeborenen noch
keinerlei Verkehr mit den Europäern gehabt hatten, fand jene noch
vollständig im Steinzeitalter. »_Iron up to our arrival being
unknown._« Sie erkannten aber bald den Vorzug der europäischen
Geräte und waren sehr begierig auf Eisen.[383] Eine Bestätigung
erhalten wir durch den Italiener BECCARI, der 1876 die Humboldtbai
im Norden der Insel besuchte, die allerdings schon früher durch
europäische Schiffe angelaufen war. Eiserne Geräte waren in den
Augen der dortigen Papuas von höherem Werte, als in den unserigen
Gold. »Ein einziges Stückchen Eisen, in eine rohe, doch für sie
furchtbare Waffe geformt, genügte, um das Ansehen eines ganzen
Stammes zu erhöhen.«[384]
In Neuguinea ist das letzte größere Land unserer Erde zu sehen,
welches mit dem Eisen bekannt wurde, und mit dem in unsere Zeit
fallenden Vertrautwerden seiner Eingeborenen mit dem wertvollen
Metalle ~findet die Verbreitung des Eisens über den Globus seinen
Abschluß~. Im tiefen vorgeschichtlichen Dunkel ruhen die Anfänge
-- den Abschluß können wir aber mit dem achten Jahrzehnt unseres
Jahrhunderts genau bezeichnen. Wie Neuguinea, so verhalten sich
auch die vorgelagerten, erst jetzt näher bekannt werdenden Inseln
Neubritannien und Neuirland. WILFRED POWELL[385], der an der
Spaciousbai auf Neubritannien Tauschhandel trieb, fand, daß dort
die Eingeborenen die auf Neuguinea jetzt so geschätzten eisernen
Hacken nicht kannten; sie kümmerten sich nicht um die ihnen
gezeigten eisernen Beile, da sie selbst steinerne noch benutzten;
nur nach Perlen und rotem Zeug stand ihr Verlangen.
~Archaistische Formung der neuen Eisengeräte.~ Mit einer
Übereinstimmung, die ein psychisches Gesetz offenbart, verfuhren
überall die Südseeinsulaner mit dem ihnen neuen Metall in der
ganz gleichen Weise. Sie behandelten dasselbe nämlich völlig nach
Art ihrer alten Stein- und Muschelgeräte und formten es diesen
gleich. Auf den Fidschiinseln bedient man sich jetzt zum Bearbeiten
des Holzes ganz allgemein unserer europäischen Beile, die jedoch
noch immer in der alten Weise, wie ehemals die Steinäxte, an den
Stiel befestigt werden, nämlich die Schneide nicht, wie bei uns,
parallel, sondern quer zum Griff.[386] MIKLUCHO-MACLAY sagt von
den Yapern: »Charakteristisch ist, daß sie die neuen Eisenbeile,
zu denen man Stahlmeißel benutzt, ganz so wie die alten Beile
aus Stein oder Muscheln am Stiele befestigten«[387], und an der
Ostspitze Neuguineas nahmen die Papuas das erste Eisen, welches sie
erhielten, z. B. Stücke von Schaufeln, schärften es und _hafted it
in the same way as their stone tools_.[388]
Dieses Verfahren läßt sich übrigens auch bei anderen Naturvölkern
nachweisen, die zum erstenmale mit dem Eisen vertraut wurden.
Die eisernen Pfeilspitzen auf den Andamanen werden jetzt genau
so in der Form aus Eisen geschliffen, wie die alten aus Knochen
und Schweinszähnen hergestellten, die man in den Küchenabfällen
findet.[389] HANS STADEN aus Homberg in Hessen schildert uns den
Übergang der brasilianischen Tupis aus der Stein- in die Eisenzeit;
er berichtet, wie sie vordem überall und zu seiner Zeit teilweise
noch da, wo keine europäischen Schiffe hinkommen, Steingeräte
hatten und zwar »ein Art schwarzblauer Stein, machen ihnen wie ein
Keil und den breitesten Ort (des Steines) machen sie stumpf scharf,
ist wohl einer Spannen lang, zweier Finger dick, einer Hand breit,
etliche sein größer, etliche kleiner. Danach nehmen sie ein schmal
reidelin (eine Gerte) und beugen es oben drum her, bindens mit Bast
zusammen. Dieselbige Figur haben nun auch die eisern Keil, so ihnen
die Christen geben auf etlichen Orten«.[390] Die eisernen Beile der
Patagonier sind jetzt ganz nach Art der alten Steinäxte gestaltet
und an die Handhabe befestigt.[391] Die eisernen Beile, welche die
Konjagen in Nordwestamerika machten, wurden ganz nach dem Modelle
der alten Steinwerkzeuge hergestellt.[392] Die gewöhnliche Axt der
Grönländer besteht aus einem breiten Meißel in einer hölzernen
Handhabe _apparently in the same way as the stone chisels from the
prehistoric age have been fitted for use_.[393] Und so zeigten auch
die Hallstätter prähistorischen Eisenwaffen die für Bronzewaffen
charakteristischen Formen.[394] Wir haben selbst direkte Beweise
dafür, daß in vorgeschichtlicher Zeit in der gleichen Weise beim
Übergange vom Stein zum Metall verfahren wurde. Graf G. WURMBRAND
hat bei den Funden in den Pfahlbauten des Attersees nachgewiesen,
daß Lehmformen über Steinbeilen angefertigt und darin Metallbeile
gegossen wurden.[395] Nach dem gleichen Gesetze haben sich bis zum
heutigen Tage im Taunus Äxte, Meißel, Beile, Schlüssel bei der
ländlichen Bevölkerung im Gebrauche erhalten, welche durch ihre
Formen beweisen, daß sie nach römischen Mustern gearbeitet sind, da
die Originale in den Funden des römischen Kastells Saalburg sich
nachweisen lassen.[396]
~Sprachliche Anpassung.~ Die Südseeinsulaner hatten sich zunächst
auch sprachlich mit dem neuen Metalle auseinander zu setzen und es
ist lehrreich, zu beachten, wie sie dabei verfuhren. In fast allen
den zahlreichen melanesischen Sprachen finden wir heute Wörter
für Eisen[397], in denen wir aber weder einen Anklang an _iron_,
_hierro_, noch an das malayische _besi_ entdecken können und die
auf anderweitigen, einheimischen und übertragenen Begriffen zu
beruhen scheinen. Es läßt sich dieses wenigstens aus dem auf den
Admiralitätsinseln für Eisen gebrauchten Worte _laban_ schließen,
das nicht etwa die Verstümmelung eines europäischen Wortes ist,
welches den Eingeborenen bei dem Bekanntwerden mit dem Metalle
übermittelt wurde, sondern das einheimische für Manganerz übliche,
denn mit diesem pflegen sie ihren Körper zu schwärzen. Sie hatten
für Eisen keine ähnliche Substanz und übertrugen daher diesen Namen
auf dasselbe.[398]
Im westlichen Polynesien und östlichen Melanesien finden wir
für Eisen ein Wort im Gebrauch, welches in den Wörterbüchern
übereinstimmend als gleichwertig mit »Metall« gegeben wird, wie
wohl Metalle den Südseeinsulanern unbekannt waren. Es lautet
_ukamea_ auf Tonga, _kaukamea_ auf Fidschi, _hackoumea_ auf der zu
den Salomonen gehörigen Kokosinsel. Auf Samoa ist die Bezeichnung
_uamea_ und hier giebt das Lexikon[399] den Schlüssel, denn
mit _uamea_ bezeichnet man dort »alles, was gut ist«. In dem
neuseeländischen _rino_ und dem auf Fidschi auch gebräuchlichen
_aironi_ ist unschwer das englische _iron_ zu erkennen, wie das
_aúri_ der Markesasinsulaner auf _hierro_ zurückzuführen sein
dürfte. Dann würde dieses Wort bis zum Jahre 1595 zurückreichen und
entstanden sein, als damals ALVARO MENDANA die Inseln entdeckte.
~Wirkungen des Eisens auf die Ozeanier.~ Die Wirkungen, welche
die Einführung des neuen Metalles auf die Eingeborenen der Südsee
hervorbrachte, sind keineswegs als günstige aufzufassen. Wie das
Gold, wenn es einer Bevölkerung zuströmt, auch Laster im Gefolge
hat, so das Eisen bei den Polynesiern. Für einen eisernen Nagel
war den Maori Neuseelands die Keuschheit einer Frau feil und für
eisernes Geräte boten die Männer ihre Töchter und Schwestern
ohne Unterschied an. Wie die offen stehenden, riegellosen Häuser
zeigten, kannten die Tahitier vor der Ankunft der Europäer den
Diebstahl nicht: aber der verführerische Reiz des Eisens brachte
sie dazu, daß sie dasselbe von den europäischen Schiffen
stahlen.[400] Als die Südseeinsulaner noch in der Steinperiode
standen, mußten sie mit ihren geringen Geräten verhältnismäßig
hart arbeiten, um sich ihre Bedürfnisse zu erringen. Es verlangte
Ausdauer und Zeit, um einen Baum mit einem Muschelbeil zu fällen,
ein Kanoe mit einem Steine zu zimmern. Mit den Waffen und Beilen
aus Stein und Fischknochen haben wir Europäer ihnen das einzige
Mittel genommen, sich des schädlichen Einflusses ihrer natürlichen
Faulheit zu erwehren: das Bewußtsein, leicht etwas erreichen zu
können, er tötet nicht bloß bei Wilden die Begierde nach dem
Besitz. »Das Eisen des Europäers folgte zu rasch auf den Stein des
Wilden; so mußte notwendig das, was für sie angeblich ein Segen
werden sollte, sie krank machen und hinsiechen lassen an Leib und
Seele.«[401] Es ist das plötzliche Hereinbrechen der neuen Kultur,
das Unvermittelte derselben, welches, mit dem Eisen eine gänzliche
Umwälzung der Lebensgewohnheiten bringend, so gefährlich für die
Südseeinsulaner wurde und nicht wenig dazu beitrug, daß sie in der
bekannten Weise sich verminderten.
Fußnoten:
[376] J. R. FORSTER's Bemerk. auf seiner Reise um die Welt. Berlin
1783. 321.
[377] GEORG FORSTER, Sämmtliche Schriften. I. 178. 147. 154.
[378] Das. I. 313.
[379] KEATE, Nachrichten von den Pelewinseln. Deutsch. Hamburg
1789. 46. 412. 74.
[380] V. KITTLITZ, Denkwürdigkeiten einer Reise etc. Gotha 1858.
II. 2. I. 376.
[381] Archiv für Anthropologie. XI. 337.
[382] VAN HASSELT in Zeitschrift für Ethnologie. 1876. 171.
[383] Journ. Anthropol. Instit. VI. 111 (1871).
[384] Geograph. Magazine. 1876. 213.
[385] Wanderings in a wild country. London 1883. 111.
[386] M. BUCHNER, Reise durch den Stillen Ozean. Breslau 1878. 237.
[387] Archiv f. Anthropol. XI. 337.
[388] Journ. Anthropol. Instit. VI. 111.
[389] A. DE ROEPSTORFF in Zeitschr. d. Ges. für Erdkunde zu Berlin.
1879. 11. -- MAN im Journ. Anthropol. Inst XII. 379 giebt an, daß
sie das Eisen zu diesem Zwecke kalt mit Steinen hämmern.
[390] HANS STADEN, Wahrhaftige Beschreibung etc. Kap. X der zweiten
Abteilung. Marburg 1557.
[391] MUSTERS, Unter den Patagoniern. 180. Fig. 6.
[392] HOLMBERG, Völker des russischen Amerika. Helsingfors 1855.
I. 101. Und so auch die benachbarten Thlinkithen. KRAUSE in
Verhandlungen der Berl. Anthropol. Ges. 1883. 207.
[393] H. RINK, Danish Greenland. London 1877. 271.
[394] UNDSET, Eisen in Nordeuropa. 14. 333.
[395] Mitteil. Wiener Anthropol. Ges. V. 131.
[396] Korrespondenzblatt der deutschen anthropol. Ges. 1882. 225.
[397] G. V. D. GABELENTZ und A. B. MEYER, Beiträge zur Kenntnis der
melanesischen Sprachen. Leipzig 1882. No. 98.
[398] MOSELEY im Journ. Anthropol. Instit. VI. 395 (1877).
[399] VIOLETTE, Dictionnaire samoa-français. Paris 1880. s. v.
[400] G. FORSTER, Sämmtliche Schriften. I. 182. 183. 282.
[401] SEMPER, Die Palauinseln. Leipzig 1873. 355.
Verlag von VEIT & COMP. in Leipzig.
=du Bois-Reymond, Emil=, =Dr. Carl Sachs' Untersuchungen am
Zitteraal= -- Gymnotus electricus. -- Nach seinem Tode bearbeitet.
Mit zwei Abhandlungen von ~Gustav Fritsch~. Mit 49 Abbildungen
im Text und 7 Tafeln. Roy.-8. 1881. geh. M 26.--
=Fürst, Livius=, =Die Maass- und Neigungverhältnisse des Beckens=.
Nach Profil-Durchschnitten gefrorener Leichen. Mit 7 lithographirten
Tafeln. 4. 1875. cart. M 10.--
=Groddeck, Albrecht von=, =Die Lehre von den Lagerstätten der Erze=.
Ein Zweig der Geologie. Mit 119 Abbildungen in Holzschnitt. gr. 8.
1879. geh. M 8.--
=Hartmann, Robert=, =Der Gorilla=. Zoologisch-zootomische
Untersuchungen. Mit XIII in den Text gedruckten Holzschnitten und
XXI Tafeln. 4. 1880. geh. M 30.--
=Hoernes, R.=, =Elemente der Palaeontologie=. Mit gegen 700 in den
Text eingedruckten Holzschnitten, gr. 8. 1884. geh. ca. M 14.--
=Magnus, Hugo=, =Die Anatomie des Auges= bei den Griechen und Römern,
gr. 8. 1878. geh. M 2.40
---- =Die geschichtliche Entwickelung des Farbensinnes.=
gr. 8. 1877. geh. M 1.40
---- =Geschichte des grauen Staares.= Mit 1 lithographirten
Tafel. gr. 8. 1876. geh. M 8.--
=Ploss, H. H.=, =Ueber die Lage und Stellung der Frau während der
Geburt bei verschiedenen Völkern=. Eine anthropologische Studie. Mit
6 Holzschnitten, gr. 8. 1872. geh. M 1.50
---- =Zur Geschichte, Verbreitung und Methodik der
Fruchtabtreibung.= Culturgesch.-mediz. Skizze. gr. 8.
1883. geh. M 1.40
=Ribot, Th.=, =Die Erblichkeit=. Eine psychologische Untersuchung
ihrer Erscheinungen, Gesetze, Ursachen und Folgen. Deutsch von Dr.
med. ~Otto Hotzen~, gr. 8. 1876. geh. M 7.--
Eine umfassende Darstellung und Verarbeitung der
wichtigsten über die Vererbung bekannten Thatsachen.
Die körperliche Vererbung wird als Grundlage des
ganzen Gebietes in der Einleitung behandelt, des
Werk selbst ist dagegen hauptsächlich den hierher
gehörigen psychologischen Erscheinungen gewidmet. Der
erste Abschnitt enthält eine Zusammenstellung des
Thatsächlichen, der zweite die Gesetze der Vererbung, der
dritte deren Ursachen und der vierte deren Folgen.
=Stannius, H.=, =Handbuch der Anatomie der Wirbelthiere=. Zweite Aufl.
Erstes Heft: ~Zootomie der Fische~, gr. 8. 1854. geh. M 6.--
Zweites Heft: ~Zootomie der Amphibien~, gr. 8. 1856. geh. M 6.--
=Hahn, F. G.=, =Insel-Studien=. Versuch einer auf orographische und
geologische Verhältnisse gegründeten Eintheilung der Inseln. Mit
einer Karte in Farbendruck, gr. 8. 1883. geh. M 7.20
=Kohl, J. G.=, =Die geographische Lage der Hauptstädte Europa's=.
gr. 8. 1874. geh. M 10.--
Der Verfasser schildert die Ursachen der Lage und
Weltstellung der namhaften Hauptstädte Europa's. Er
behandelt die Richtung der auf sie zielenden Flussläufe
und Thalbecken oder der bei ihnen zusammentreffenden
Küstenlinien und entwickelt daraus, wie der lebendige
Verkehr das Emporblühen der einzelnen Plätze herbeigeführt
hat.
=Der Periplus des Erythräischen Meeres= von einem Unbekannten.
Griechisch und deutsch mit kritischen und erklärenden Anmerkungen
nebst vollständigem Wörterverzeichniss von =B. Fabricius=. gr. 8.
1883. geh. M 6.--
Ein ägyptischer Kaufmann schildert im Periplus seine
im letzten Drittel des ersten Jahrhunderts unserer
Zeitrechnung unternommenen Fahrten an der Westseite des
rothen Meeres mit der sich anschliessenden Ostküste
Afrika's und an der Ostküste des rothen Meeres hin bis
nach Indien, um Vorderindien herum, an Ceylon vorüber bis
an die Mündung des Ganges. Zum ersten Male werden diese
für die Culturgeschichte so wichtigen Aufzeichnungen
in deutscher Uebersetzung mit ausführlichem Commentar
veröffentlicht.
=Petermann, J. H.=, =Reisen im Orient=. Mit Titelbild und
Uebersichtskarte der Reisen 1852-1855. Zweite Ausgabe. Zwei Bände
in einem Band. gr. 8. 1865. geh. M 9.--
=Richthofen, Ferd.= Freiherr von, =Aufgaben und Methoden der heutigen
Geographie=. Akademische Antrittsrede gehalten in der Aula der
Universität Leipzig am 27. April 1883. gr. 8. geh. M 1.80
=Sachs, Carl=, =Aus den Llanos=. Schilderung einer
naturwissenschaftlichen Reise nach Venezuela. Mit Abbildungen im
Text und einem Titelbilde. gr. 8. 1879. geh. M 9.--
Das Werk des in den Tiroler Alpen verunglückten
hoffnungsvollen jungen Gelehrten ist eine der
besten Erscheinungen auf dem Gebiete der neueren
Reisebeschreibung. Es schildert in lebendiger und
anziehender Weise die Erlebnisse und Eindrücke des
Verfassers auf einer im Auftrage der Berliner Akademie
der Wissenschaften auf Kosten der Humboldtstiftung in den
Jahren 1876-1877 ausgeführten Reise nach Venezuela.
=Schultze, Victor=, =Die Katakomben=. Die altchristlichen Grabstätten.
Ihre Geschichte und Monumente. Mit 52 Abbildungen im Text und einem
Titelbilde. Roy.-8. 1882. geh. M 10.--
Wohl selten verlässt ein Reisender Rom, ohne in die
Katakomben hinabgestiegen zu sein und die grosse
unterirdische Todtenstadt besichtigt zu haben. Die Anlage,
die Inschriften und Embleme, die Wand- und Deckenmalereien
sind für die Erkenntniss christlicher Anschauung, für
die Gefühle und Ausdrucksweise der ersten christlichen
Jahrhunderte von grösster Wichtigkeit, und das Interesse
dafür tritt in immer weiteren Kreisen hervor. Zum ersten
Male in deutscher Sprache werden im Schultze'schen Werke
die Resultate der ~gesammten~ Katakombenforschung auf
Grund selbständiger Forschung dargestellt. Nicht nur die
Katakomben zu Rom, sondern auch diejenigen in Sicilien,
Griechenland u. s. w. finden eingehende Berücksichtigung.
=Supan, A.=, =Grundzüge der physischen Erdkunde=. Mit 139 Abbildungen
im Text u. 20 Karten in Farbendruck, gr. 8. 1884. geh. M 10.--
Anmerkungen zur Transkription 2:
Im Original _kursiv_ gesetzter Text wurde mit _ markiert.
Im Original ~gesperrt~ gesetzter Text wurde mit ~ markiert.
Im Original =fett= gesetzter Text wurde mit = markiert.
Im Original +griechisch+ gesetzter Text wurde mit + markiert.
Überschriften wurden im Schriftbild vereinheitlicht.
Bildunterschriften wurden weitesgehend vereinheitlicht.
Abbildungen wurden innerhalb des Textes an den Beginn oder das
Ende von Absätzen verschoben und entsprechend ihrer Nummerierung
reorganisiert.
Brüche werden folgendermaßen dargestellt: 1 Viertel = 1/4, 1 Achtel =
1/8 u. s. w., die volle Zahl wird durch - vom Bruch separiert, d. h.
eineinhalb = 1-1/2.
Schreibweise und Interpunktion des Originaltextes wurden übernommen;
lediglich offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert. Bis
auf offensichtliche Druckfehler wurde vom Haupttext abweichende
Schreibweise innerhalb der Zitate beibehalten. Die Punktuation in
Referenzen, Inhaltsverzeichnis, Tabellen und Abbildungen wurde
weitestgehend egalisiert. Die Angaben im Inhalsverzeichnis wurde zu einer
chronologischen Darstellung korrigiert und Formatierungen egalisiert.
Fehlende Seitenzahlen im Inhalsverzeichnis auf Seite XII wurden eingefügt.
Referenzen zu Abbildungen werden im Text normalerweise wie folgt
dargestellt: (Fig. xyz).
Übernommen wurden:
Binué statt Binuë (Inhaltsverzeichnis, Seiten 27 und 48)
Bruce Foot, wahrscheinlich ist Robert Bruce Foote (22 September
1834 - 29 Dezember 1912) gemeint, ein britischer Geologe und
Archäologe, der oft als Gründer der prähistorischen Studien
von Indien bezeichnet wird (Encyclopedia Britannica:
www.Britannica.com). (Seite 58)
Bugias statt Buguias (Seite 89)
Camba Humbo statt Camba Huambo (Seite 19)
Fernao do Po statt Ferñao do Pó (Seite 7)
Fluß Botama statt Fluß Buotama (Seite 115)
Futa Djallon statt Fouta Djallon (Inhaltsverzeichnis,
Abbildungsverzeichnis, Seite 29 und Abbildung 12)
Hlinnitza statt Hlinitza (Seite 82)
Hofrat e Nahhas statt Hofrat En Nahas (Inhaltsverzeichnis,
Seiten 45, 46, 55 und 56)
Insel Ometepec im Nicaraguasee statt Insel Ometepe im
Nicaraguasee (Seite 153)
König Mtesa statt König Mutesa (Seite 16)
König Rumanika von Karagwé statt König Rumanyika von Karagwé
(Seiten 16 und 54)
Lake superior statt Lake Superior (Seiten 141 und 148, sowie
Fußnote 325)
Maypa statt Maipo River (Seite 157)
Madlicot statt Henry Benedict Medlicott, ein irischer Geologe,
der oft als Coautor in Texten über die Geologie in Indien
zitiert wird (Seite 66)
Michoacan statt Michoacán (Seite 152)
pariser Grobkalk statt Pariser Grobkalk (Seite 144)
Pharao Thutmes III, welcher wahrscheinlich Pharao Thutmosis
(Seite 5)/Thutmose III (Seite 4) war.
Roggeween statt Roggeveen (Seite 160)
Schildkrot (Seite 5 Tausch Elfenbein, Schildkrot und
Rhinozeroshorn gegeben wurden.), möglicherweise meinte man
Schildkröte. Der Text wurde im Original beibehalten.
Shwo-fàng-tsun statt evt. Shwo-fang-tsun (Seite 110)
Sorapur (Seite 66) und Sorapoor (Seite 62), wahrscheinlich ist
die indische Stadt Shorapur/Surapura im Yadgir Distrikt gemeint.
Teotitlan del Valle statt Teotitlán del Valle
(Abbildungsverzeichnis, Abbildung 47 und Seite 149)
Tonli-Sapsees statt Tonle-Sapsees (Seite 98)
Tongatabu statt Tongatapu (Seite 160)
Visvacarma statt Vishwakarma (Seite 101)
Wraks statt Wracks (Seite 136)
Einige Ausdrücke wurden in beiden Schreibweisen übernommen:
Amboss, Ambosse und Amboß, Amboße (verschiedene Textstellen)
Äthiopiern (Seite 5) und Athiopier (Seite 5)
Ausgepresster (Abbildung 21) und Ausgepreßter
(Abbildungsverzeichnis)
Ghurras (Seite 67) und Ghurrahs (Seite 63)
mehreremal (Seite 58) und mehrere Mal (Seite 131)
Njassasee, Nyasa-See, Malawi See und Abwandlungen (verschiedene
Textstellen)
Oker (Seite 72) und Ocker (Seiten 54 und 120)
Sambesi und Wortkombinationen (Seiten 19, 34, 35 und 49),
Zambesi (Seiten 20, 40 und 50) und Zambezi (Fußnoten 60 und 63)
Schachte (Seiten 19, 63, 110, 119, 140, 141 und 152) und
Schächte (Seiten 47, 63, 96 und 97)
Schamkonbezirke und Schemkonbezirke (beide Seite 115)
schmiedbare (Seite 69), schmiedbaren (Seite 69), schmiedbares
(Seite 44) und schmiedebares (Seite 8)
Serracoletts (Seite 29) und Serracolletts (Seite 40)
speziell (Seite 138) und speciell (Seite 72)
Tai-ngan-fu (Inhaltsverzeichnis) und Tai-ngau-fu (Seite 107)
ungeheuren (Seite 11) und ungeheueren (Seite 67)
wie wohl (Seite IV) und wiewohl (ca. 28 Textstellen)
zum ersten Male (Seite 46 und 2x Werbeseiten am Ende) und zum
erstenmale (Seiten 129 und 163)
Folgende offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert:
geändert wurde "auf eine selbständige und ursprüngliche Darstellnng
desselben, ohne erkennbare fremde Einflüsse."
in "auf eine selbständige und ursprüngliche Darstellung
desselben, ohne erkennbare fremde Einflüsse."
(Seite VI)
geändert wurde "gesellt mit Bronzen; welche letztere man auch"
in "gesellt mit Bronzen, welche letztere man auch"
(Seite VII)
geändert wurde "in Mexiko, in Cundinamarca und in Peru, stets aber
selbstständig und unabhängig von einander."
in "in Mexiko, in Cundinamarca und in Peru, stets aber
selbständig und unabhängig von einander."
(Seite VIII)
geändert wurde "Chinesisches Gefäß aus der Tschou-Dynastie."
in "Chinesisches Gefäß aus der Tschóu-Dynastie."
(Seite XV Abbildungsverzeichnis)
geändert wurde "Peruanische Mauerkelle. Nach demselben"
in "Peruanische Maurerkelle. Nach demselben"
(Seite XVI Abbildungsverzeichnis)
geändert wurde "Wie wir aus dem Periplus des Erythräischen Meeres
ersehen[14], wurden im ersten"
in "Wie wir aus dem Periplus des Erythräischen Meeres
ersehen[15], wurden im ersten"
(Seite 4 Fußnotenanker vom [14] auf [15] geändert)
geändert wurde "in Kriegsgefahren die Athioper grosser Bogen, aber
kurzer Pfeile;"
in "in Kriegsgefahren die Athioper großer Bogen, aber
kurzer Pfeile;"
(Seite 5)
geändert wurde "spitz und in tötliches Gift getaucht."
in "spitz und in tödliches Gift getaucht."
(Seite 5)
geändert wurde "dennoch aber den Schwarzen unentbehrlieh."
in "dennoch aber den Schwarzen unentbehrlich."
(Seite 9)