IV.

Einst riß ein Rufen aus getürmten Zeiten

mich wild hinaus Heißdürstenden zum Trank:

Dich schreit Gebild. Propheten um Dich leiden.

Wie sank ich nieder, bis ich ganz versank.

Schwer lastete auf mir Dein groß' Begehren.

Und Not ums All fiel steil mich zu verzehren.

Und wieder auf ins Brausen der Geschicke

warf ich mich brünstig. Zeiten schlugen wild.

O Schicksals Babelturm auf mir: ersticke

im Sturz der Massen, der dich nimmer stillt,

und röchle armen Tanz, so heut wie gestern:

Ihr Stückchen Gottes kosend alle Menschen gehn.

Zerbrich's an Deiner Gier: Verzweiflung wird dich lästern.

Wild lachend Sonnen ihre Kurven wehn.

Ich stürmte weltenauf und weltennieder.

O Tage, von Tumulten übervielen greis!

Bis mir ein Trösten stieg aus dem Verwirrten:

Mein eignes Rufen hallt die Fremde wider.

Ich Mund allallen Jauchzens und Geschreis.

So kehr' ich heim, zurück zu mir Verirrtem.

Laß mich denn, Vater, ganz in Dir verstummen!

Sei meines Auf und Nieders letzte Ruh.

Und schüttelt Drang von der Geschicke Summen:

Doch aller tiefste Melodie bist Du!

Will nur mehr schürfen tief in mir ein Lauschen.

Schon klingt Dein Regen, wie Du Dich mir neigst.

Aufraucht mein letztes Opfer, bis Du rauschend,

mein Gott, Deinem Getrümmer Mensch entsteigst.

Versöhnung, Gesänge und Psalmen · 第 21 / 31 题