Erbarmender! daß ich hier liege
niedergeworfen in deine keimenden Schollen!
Höre mein Schrein!
Wer warf uns in solche Geschicke?
Raserei über uns! ewig urfremdes Sterben!
Sterben in Frühen und Abend und duldenden Nächten.
Leben uns ausspie;
in Erden müssen wir kauern, ach! hassen die dumpfen Tage!
Immer geduckt unter drohenden Fäusten,
brechendem Hohn.
O wer hat uns so unterjocht?
Empörung lauert in allen tödlichen Schlachten,
da aus der Not sich erkannte
Opfer und Mord.
Wohin, ihr Alten, stelltet ihr eure Söhne,
daß sie euch hassen müssen
jungguten Erkennens!
Denn euer Tun müssen wir büßen --
Was fehlten wir?
Euern verirrten Begierden
was bluten wir noch?
Säulen von Vätern lasten
schwer auf uns.
Wir wollen sie vertoben,
verspritzen,
in Tage baun, uns zu erfüllen!
Es wartet ein Tun in den Welten: ich möchte es wagen!
Es jagt ein rotheißes Geblüt in den Adern der Erde:
ich möchte es küssen!
Geschöpf sein und leben!
Ging ich, mein Vater, nicht,
ein Schwankender,
unter den Lasten deiner Gesichte!
Lagerten sich nicht schwer
auf meine Tage
all deiner Schöpfungen blitzende Momente
Schicht um Schicht!
Daß auferstand aus Gebirgen Fühlens,
-- zu reifen in unendlichen Jubel --
Gütiger, dein Bild!
dein Lächeln, mein Vater!
Jetzt schütten aus grausamen Stunden
Aschen nieder die Tage
und tiefer immer versinkt mir
dein erhabenes Gesicht.
Halte mich, Vater!
O, dich zu halten aus dem schwingenden Lachen der Stürme
sandtest du diesen Tag!
Sandtest Geläute der Himmel,
daß ich dich greife,
aus den verzückenden Sonnen dich, Rufender, zwinge
in mein empörendes, in mein
demütiges Lied.