So steig ich wieder auf, heimlich erhobene Schale!
Schon schüttet ewiger Sinn sich in mich schwer.
Wird mich nicht überreicher Drang zermahlen?
Gesang quält wieder auf und bettelt sehr.
Doch immer spür ich Scheu, hinaufzublicken:
Geahnter! Du wirst Wert und Wort der Stunde knicken.
Sieh, meine Hände sich wie Ringer keuchend um dich falten!
Wie halten -- o wie retten dich in mein Erkalten?
Du lädst dich in mein armes Schaun, wie schwank ich wild!
Berührten, die ich pflückte, Erdenharmonien dein ewig Bild?
So schlürft ich nie, Verzehrender! so ward ich nie verschleudert!
Hinrasend Meer! Aufblühe, Mensch! noch Tierblick sich ins Ahnen
läutert!
O lösch mich aus, Gewalt! so trüb dort unten spült der Tag.
Schmilzt hin vor dir und höhnt, der so an deinem Busen lag.
Schon gleit ich nieder. Täler brüllen auf, da ich sie fülle
in Drang und Trotz. Sie werden über mir zusammenschlagen.
Ein Schluchzen nur in armer Hand werd ich in meine Hütte tragen,
Ein Schluchzen, drin ich mich in lauter Scham verhülle.
Doch immer hart getürmt auf mein Verzagen ragt Gebot:
»Ich hab mich dir gezeigt. Du wieder sollst mich zeigen!
Ich bin der Sinn und Form ist meine Not.«
Dann werde ich mich neigen, großer Rufer! tiefer neigen.
Dein Bild zu wagen, taste ich nach Körnern warmer Erde:
Ach wie ich greife, wird es Asche werden.